versuchsweise

31.12.2017 um 13:11 Uhr

Spurlos...

von: Nixe09

Er war da oder auch nicht. Wenn er ging, hinterließ er keine Spuren. Nicht einmal ein Versprechen.

16.02.2017 um 09:30 Uhr

Gespräche

von: Nixe09

Bei Bedarf sollte man sie führen, keine Frage. Welchen Anspruch und welche Möglichkeiten hat die "Zweitfrau"? Sie kann sich in einer Dauerwarteschleife befinden, immer wieder vertröstet werden, dass sie eines schönen Tages vielleicht zur "Erstfrau" wird. Oder sie findet sich mit der Situation ab, macht Abstriche, hält die Klappe und nimmt, was sie kriegen kann.
Beides ist nicht schön, wenn sich tiefere Gefühle oder gar eine Art von Abhängigkeit entwickelt haben. Je länger es dauert, desto schwieriger ist der Absprung. Sie kann aber auch auf Distanz gehen und die Geschichte gleich beenden.
Für welchen Weg man sich entscheidet, hängt sicher auch von der Leidensfähigkeit ab, vielleicht auch vom Egoismus.

25.01.2017 um 20:46 Uhr

Seitenwechsel

von: Nixe09

Die andere Seite ist mir nicht fremd. Weder aus der einen noch aus der anderen Perspektive.
Wenn es vorbei ist, ist es leicht zu sagen, dass es keinerlei Verpflichtungen gab. Man wusste es ja vorher. Wie gerne ignoriert man in solchen Fällen, dass man sich zuweilen vor Schmerz verzehrt hat, sich an Hoffnungen geklammert, so lange es gedauert hat. Hinterher, wenn die Einsicht unvermeidlich ist, und die Stiche weniger werden oder ganz ausbleiben, ja dann hat man es vorher gewusst.

18.01.2017 um 20:03 Uhr

Es gab sie doch...

von: Nixe09

Es gab sie doch, die Andere. Er hatte sich verraten, verstrickt. Wenn es Absicht war, warum hat er geleugnet? Wer ließ sich auf wen ein? Wähnte sie ihn ungebunden, folgte ihm? Wusste sie es jemals? Wie geht man damit um, wenn man auf einmal feststellt, dass er gebunden ist. Er wird sich der Bindung nicht verpflichtet gefühlt haben. Vielleicht war ich ja am Anfang auch mal die Andere... Der Kopf ist in Bewegung, das Leben lässt keine Ruhe, das Leben besteht aus ständigen Wiederholungen.

12.01.2017 um 16:22 Uhr

Tauziehen

von: Nixe09

So hat es sich angefühlt. Am anderen Ende zog jemand oder etwas Unbekanntes. Mal war er mehr da, mal weniger, kaum vorhersehbar. Erklärungen und Ausreden gab es viele. Ich habe sie meist hingenommen, klangen sie für mich doch plausibel. Ich wusste nichts, obwohl ich angeblich hätte wissen müssen. Woher denn? Oder wollte ich es einfach nicht wissen? Am Anfang hieß es noch, es wäre schon immer so gewesen, aber nun nicht mehr. Dann ging es los mit dem, was sich für mich wie Tauziehen anfühlte, wie verkehrte Welt, weil es doch nun angeblich anders sein sollte.