Mh.
Hab mich noch nich entschieden ob ich
a) noch nen Film schau
b) noch TV schau (wäääh.. Freitag abend. kotz.)
c) noch lesen geh
d) schlafen geh
e) aufm Sofa sitz und warte, bis es dunkel genug zum einsam Sternegucken ist
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Das war vor einer Viertelstunde. Ich werde den Fernseher auslassen. Also fallen Punkt a) und b) weg. Lesen tu ich eh noch. Egal ob ich um 22 Uhr oder um 4 Uhr nach ausgiebigem Tanzen schlafen geh [wobei, ich gebe es zu, der Alkoholpegel auch eine kleine Rolle spielt. Selten, bei mir, aber ab und zu doch. Zum Thema Alkohol laß ich gerade übrigens einen Artikel im "stern"... bei aller Liebe, aber die Ratschläge, die da ein Psychologe Eltern gegeben hat, die den ersten Rausch ihrer Kinder erleben, ließen mich doch sehr schmunzeln. Dem Kind zu erzählen, Alkohol mache "dumm, dick und picklig", ob das wirklich Wirkung zeigt und abschreckt, wage ich zu bezweifeln. Und sinngemäß stand auch drin: Wenn man seinem Kind Alkohol verbietet (strikt! Also auch Silvester-Sekt etc. erst ab 16 usw), trinkt das Kind "mal heimlich ein Bier", aber "das mit schlechtem Gewissen und dem Bewusstsein: Das ist nicht normal." Na gut.]
Schlafen gehen? Eigentlich ist es mittlerweile recht dunkel draußen. Aber Sterne sind nicht zu sehen. Einsam Sterne gucken ist wahrscheinlich sowieso eines der schlechtesten Dinge, die man sich antun kann. Vielleicht sollte ich auch einfach den Laptop herunterfahren, damit er mich nicht mehr blendet. Die ganze Technik verhunzt emotionale Momente, heißt es das nicht immer? Ein Bekannter erzählte mir vor kurzem, in Berlin könne man nie Sterne gucken - weil es dort auch nachts noch einfach zu hell ist. Ich muss das mal prüfen. Aber Berlin ist eh nicht meine Stadt. Ich meine, ich liebe Berlin, es ist groß, vielseitig, bunt und gleichzeitig alles grau, und in Berlin dürfte es ruhig immer regnen. Ich finde, Berlin hat erst im Regen die richtige Farbe. Wobei Farbe hier falsch ist - gerade dies nahezu Farblose macht Berlin zu dem, was es ist. Zentrum von Kulturen, Musik, Politik, Nationalitäten, Einstellungen. Berlin ist kunterbunt, ohne die einzelnen Farben voneinander zu trennen. Und dadurch entsteht Berlins Grau: Alle Farben zusammengemischt. Eine wunderschöne Nichtfarbe. Aber Berlin macht mich auch traurig, manchmal, eigentlich ohne Grund. Hamburg dagegen macht mich glücklich. Und Hamburg ist auch bei Sonne schön. Ich will nicht sagen: "gerade bei Sonne". Das ist nicht wahr, weil Hamburg immer wunderschön ist. Sogar die Containerschiffe sind schön, die großen Kräne, die teilweise nur über Computer bedient werden, ganze Hafenteile sind fast nur computergesteuert. Vielleicht liegt es auch am Wasser in Hamburg. Egal wo man ist - das Wasser ist da. Am Hafen die Elbe. In der Stadt die Alster. Und dann die kleinen und großen Kanäle, viele Brücken, Ebbe und Flut, Schlamm, der teilweise den Abfall der Stadt beherbergt. Deswegen ist Hamburg auch bei Sonne schön: Weil es auch bei Sonnenschein nie ohne Wasser ist. Berlin schon.
Ich habe Hamburg noch nie im Schnee gesehen. Und auch noch nie bewusst in Hamburg Sterne geschaut. Habe ich schon geweint in Hamburg? Ich weiß nicht. Aber ich habe schon im Regen getanzt. Und in der Sonne gedöst.
Trotzdem, ich habe einiges noch nachzuholen. Aber wenn ich erst dort wohne, hab ich Zeit. Viel Zeit.
Wieso denke ich bei "viel Zeit" an Liebe? Komisch. An die Liebe mag ich nun auch denken... und werde mir dazu Paul 2 schnappen. Oder doch noch nach Sternen suchen.
Liebe.