Wundervoller Abend war das gestern.
Mit den allerliebsten Menschen war ich in der allerliebsten Diskothek und alle waren gut drauf, und zum Knuddeln und wunderbar herrlich.
Wir schliefen bei dem Freund meiner "BestFriend"-Freundin, und deren Schwester, die sturmfrei hatten, und es war urgemütlich. Mit dem Taxi zum Limit, viele liebe Leute getroffen, viel getanzt, gehüpft, geknuddelt, gelacht. Wunderbar, erwähnte ich das schon?
Der kleinen Elfenfreundin gings nicht gut, also kuschelten wir uns in eine Ecke und ließen alles um uns herum einfach geschehen. "BestFriend"-Freundins Freund tröstete die Elfenfreundin mit so viel Liebenswürdigkeit, dass es einfach herzergreifend war.
Aber ['aber' klingt so negativ, das meine ich aber gar nicht negativ, mir fällt nur absolut nichts anderes ein] dann war da dieser Freund von Freundins Freund [ohja. So kennen wir unsere Mareike], den ich auch schon gut kenne, der wirklich schrecklich nett und witzig und verrückt und komisch und amüsant und lieb ist, und mit dem ich mich von Anfang an ("Dürfte ich deine Karte mal haben zum Zigarettenholen, bitte?") gut verstand, dem ich viele Paintbilder malte aus lauter Langeweile und Verrücktheit.
Es kam, wie es immer kommt, wenn ich jemanden mag, wenn ich dabei bin, einen guten Freund zu finden: Er verliebt sich. [Und nein, auch wenn das nun wirklich arrogant klingt, ist das auch nicht so gemeint. Es ist einfach eine Tatsache. Ich werte mich hier weder auf noch ab noch sonstwas. Neutral oder so. Aber nicht arrogant!] Er hat "BestFriend"-Freundin schon darauf angesprochen, ob nicht und vielleicht ja bei mir auch und ob denn da vielleicht mal was und so. Freundin richtete ein "nein, also bei ihr ist da nichts" aus. Weil kein Gefühl da war, ganz einfach. Und auch keins kommen wird, denn ich kenne mich. Er war geknickt, erfuhr ich. Aber ich hab das nicht so ernst genommen. Und ich war auch geknickt.
Und dann gestern war er da, und er war witzig und nett und verrückt wie immer. Aber er war mehr. Er war kuschelbedürftig und (mit-mir-)tanzverrückt und anhänglich und fürsorglich - ist ja lieb von ihm. Ich kuschel auch gerne, und beim Tanzen bin ich auch dabei, und sowieso. Aber dann, als ich auf seinem Schoß saß, fing er an, meine Taille zu kraulen. Niedlich, nett, ist kein Problem. Wenn ich nicht wüsste, dass er mehr möchte. Dass er das nicht nur um der Freundschaft willen macht. Es war dies Kraulen, das eindeutig war. Ich kenne diese Art Kraulen. Ohja. Er nimmt mich in den Arm, lange. Ich umarm ihn auch gerne. Aber er meint es anders, und ich weiß es, also müsste ich doch eigentlich "Stopp!" sagen, irgendetwas tun, ihn nicht ins Unglück rennen lassen. Nur wie? Also ließ ich geschehen, was geschah, denn es geschah nichts schlimmes, nichts, dass ich mit anderen nicht auch mache. Nur meinte er es anders. Anders als die anderen. [Juli - Anders.mp3]. Anders als ich. Ich hab zwar versucht, etwas weniger darauf einzugehen, aber es war verflixt.
Dann fuhren wir heim, im Taxi, er saß ganz vorn, ich ganz hinten. Aufatmen. Und Gedanken darüber machen, wie er als guter Freund noch zu halten ist, ohne ihn zu quälen. Plan: Sein wie immer. [schlechter Plan. 'Immer' ist viel zu viel Gefühl]. Dann Verabschiedung, denn er musste heimlaufen, wir anderen 5 wollten auch ins Haus. Er verabschiedete sich von den ersten 3. Dann war ich an der Reihe. Umarmen. "tschüssi, gute Nacht" rufend schnell Richtung Haus laufend. Dann verabschiedete sich Freundin noch von ihm, ließ auch zum Haus. Plötzlich rief er "Mareike, komm nochmal kurz, ja?". Ich hatte keine Wahl, ich musste hingehen, wenn ich ihn nicht verletzen wollte. Vielleicht lag ich ja auch ganz falsch mit meiner Einschätzung. [haha.] Ich ging. Er nahm meine Hüften. Zog mich an sich. Sah mir in die Augen. [Wohin blicken?] Und sagte dann: "Mareike... darf ich etwas tun, was ich hinterher vielleicht bereuen werde?" Diese Augen, die so scheu blickten, weil er eigentlich so schüchtern ist. Es muss ihn so viel Überwindung gekostet haben. Und ich schüttelte den Kopf, während es mir das Herz zerriss, weil ich ihm so weh tat. Ich machte alles zunichte, wovon er träumte, was er sich wünschte. Mein Herz blutete, weil es seines brach. Er ist doch so liebenswürdig. Und dann versuchte er trotzdem, mich zu küssen. Ich legte meine Hand auf seinen Mund, flüsterte "Timo, nein.", sah in seine Augen und schnell wieder weg, weil es so weh tat, umarmte ihn noch einmal flüchtig und lief weg. Nicht schnell. Nur weg von ihm. Langsam. Wie immer. Und hörte dann noch, wie er mir noch zuflüsterte: "Schade. Ich hätt so gern..". Ich drehte mich nicht um. Ich ging, und er ging.
Das schrecklichste wird sein, dass er es überstehen wird, äußerlich. Er wird lachen und scherzen und sein wie immer, wenn wir das nächste Mal mit all den anderen weggehen. Aber ich weiß, dass es nicht so ist. Und ich kann ihn nicht mehr ohne Grübeln umarmen. Ich werde immer darauf achten, was ich ihm gegenüber sage, was ich mache. Ich hasse dieses Gefühl. Doch wie sehr muss er es hassen.
Warum immer so? Ist Freundschaft nicht das höchste Gut, warum müssen nette Männer sich immer verlieben? Oder warum verliebe ich mich nicht einfach auch? Ich brauchte nicht einmal annähernd darüber nachdenken, als "BestFriend"-Freundin sich das erste Mal danach erkundigte, ob da vielleicht was werden könnte. Ich wusste, da ist nichts. Und da wird auch nichts. Verflixt. I knew it.
Wie sprech ich ihn nur an, nach so etwas? Wie redet man da miteinander? Und "BestFriend"-Freundin ist bei ihrem herzergreifend lieben Freund, da mag ich auch nicht stören, auch wenn ich sie bräuchte. Nur kurz. Vielleicht ruf ich noch da an. Aber ihr Freund ist auch Timos Freund. Und ich mag nicht, dass er nachher auch noch so dazwischensteht oder so. Uiui.
Und heute Abend steht "chillen" auf dem Plan, da morgen auch wieder Besuch kommt, um in mein neues Lebensjahr hineinzufeiern. Juhu. Ich mag nicht Geburtstag haben.
Lächeln.