- Gedankenfutter -

26.09.2007 um 23:40 Uhr

An Schatz:

"Wenn mich jemand fragen würde, ob ich glücklich bin, also, früher hab ich immer gedacht, auf diese Frage werde ich niemals mit "Ja" antworten können. Einfach so, weil nämlich nie alles perfekt sein kann, weil nie alles genau so ist, wie man es gerne hätte. Nie. Und doch, wenn man mich heute fragen würde "Bist du glücklich?", würde ich ohne zu zögern "Ja" sagen, aus vollem Herzen. Nicht, weil alles in meinem Leben perfekt ist. Auf gar keinen Fall. Wenn meine Mutter mit mir spricht, weine ich zu 99 % ein paar Minuten später, meist ohne Grund, unerklärlich. Manchmal schau ich Carina an, und kann den Zauber nicht mehr finden, der eigentlich in ihren Augen leuchtet, weil auch sie im Moment so oft so traurig ist. Aber trotzdem würde ich mit "Ja" antworten, und zwar voll und ganz, überzeugt. Und zwar nur wegen Dir. Du bist zu einem Teil in meinem Leben geworden, den ich nie wieder vermissen will. Du bist das, was mir hilft, den alltäglichen Wahnsinn zu überstehen, ohne noch verrückter zu werden. Du bist ein Ruhepol, wenn ich aufgelöst bin, dann schmiege ich mich an dich, hör deinen Puls, dieses unglaublich beruhigende Gefühl. Du bist ein Energieschub, wenn ich ganz und gar am Boden bin, dann kitzelst du mich, und lachst mit mir. Und wenn es mir einfach nicht gut geht, küsst du mich, schaust mich an, und dann ist da dieses Leuchten, in deinem Lächeln, in deinen Augen, überall, du strahlst, innerlich. Und das ist es, was mich so glücklich macht. Dieses Strahlen. Das ist es, weswegen ich dich liebe. Und wegen deiner Art, wegen deinem Lachen, wegen deiner Zärtlichkeit, wegen deiner Stimme, und wegen so vielem anderen. Deswegen. Weil du du bist. Und weil du es schaffst, dass ich ich bin. Du bist der erste Mensch, der mein Fernweh besiegt hat. Und trotzdem engst du mich nicht ein, im Gegenteil: Ich fühle mich nie freier als in deiner Gegenwart. Liebe."

„And if you go I wanna go with you. And if you die I wanna die with you. Take your hand and walk away.”

16.09.2007 um 14:25 Uhr

Verrückt.

Verrückt.

Jetzt, wo ich so glücklich bin, fehlt mir die Zeit um es festzuhalten.

Am 10. August hat sich meine Welt schneller gedreht als sonst, unglaublich schnell. Und dann, morgens früh, am 11. August, blieb sie stehen. Weil dieser eine Kuss, dieser Kuss, der so wunderbar war, auf dem Fenstersims, bei Sternenhimmel, nur er und ich, dieser Kuss war das höchste aller Gefühle. Und alle, die bisher darauf folgten, sind keinen Krümel weniger Wert [Stolpert ein Keks und bricht sich nen Krümel - ich liebe diesen Witz, Verzeihung]. Ich hab nun schon tausende Küsse bekommen, unendlich viele, und jeder einzelne lässt meine Welt kurz stillstehen. Seine Anwesenheit wirkt so beruhigend auf mich, egal was gerade passiert ist, solange er da ist, werd ich es überstehen, das weiß ich. Und solange es ihn gibt, werde ich auch nicht verlernen zu lächeln. Denn wenn ich in seine Augen sehe, in diese grünbraunen Augen, in denen ganz kleine dunkle Punkte zu erkennen sind, im rechten mehr, im linken nur 2, wenn ich in diese Augen sehe, dann muss ich lächeln, weil sich in diesen Augen so viel Liebe widerspiegelt. Niemand hat es jemals geschafft mich so anzusehen, wie er das macht. Niemals. Und seine Hände. Wir könnten uns stundenlang nur in den Armen liegen und unsere Hände dabei beobachten, wie sie sich gegenseitig streicheln. Es ist, als wären sie fürenander gemacht, sie passen perfekt ineinander, wie angegossen. Unglaublich. 
Er hat geschafft, was bisher noch niemand geschafft hat: Als ich in Norwegen war, diese eine Woche, hab ich mich gefreut wieder zurückzufahren. Ich hasse es, hier zu Hause zu sein, ich liebe die Ferne, ich hatte noch nie im Leben 'heimweh' - und er hat es geschafft, dass ich zu ihm wollte. Nicht nach Hause. Nur zu ihm. Trotzdem. Niemand hat je mein Fernweh übertrumpfen können. Er schon. 

Und wer hätte gedacht, dass so etwas passiert? Nachdem ich sicher war, dass ich ihn nicht will, nicht als Partner, nur als Freund, als einen sehr guten zwar, aber nicht 'mehr'. Und dann sowas. Innerhalb von 12 Stunden wechseln Gefühle doch eigentlich nicht, oder? Aber wie er mich so wärmte, hinter unseren Lieblingsdisco,wir waren zu viert, ich fror, und dann wärmte er mich, und ich lag in seinem Arm, vielleicht 3 Stunden, und es kribbelte, überall, es war einfach zu schön. Und dann, im Auto, berührten sich unsere Hände. Zufällig. Und sie ließen sich nicht wieder los. Ich glaub, da passierte etwas. Und auf dem Fenstersims dann, diese Perfektion [der besten Art und Weise]. Wahnsinn.

So viel Liebe und Glück und Wunderbarheit. Und dann fährt er mit mir nach Hamburg, in die Zauberstadt, weil ich in den Ferien keine Zeit hatte. Er läd mich ein, verzaubert mich, lässt sich von mir die Stadt zeigen und erfüllt mir einen großen Wunsch: Mit einer Person, die ich liebe, an der Spitze von Steinwerder zu sitzen, dort, wo es eigentlich abgesperrt ist, und auf Hamburg zu schauen, auf den Ort, der nicht in Worte zu fassen ist. Genau wie unsere Liebe. 

Wenn ich bei ihm übernachte, kann ich nicht schlafen. Höchstens ein paar Minuten. Es ist schon so, dass ich schlafen will, bzw. schlafen muss, damit ich nicht zu müde bin am nächsten Tag. Aber irgendwie will ich nicht. Weil es so schön ist in seinem Arm zu liegen und seine Nähe zu spüren. Es wäre einfach zu schade, wenn ich diese Momente verschlafe.

Liebe. Endlich. Und so schön. Danke.