An die Schüchternheit

18.07.2013 um 09:57 Uhr

Fähig sein

von: Hermine

Es ist so viel mit mir passiert.

Obwohl "mit mir passiert" zu passiv klingt.

Vielmehr habe ich gestern eine Art Anfänger-Gewissheit darüber erlangt, dass groß der Einfluß auf meine Umwelt ist, wieviel Macht ich darüber habe, ob mich etwas kränkt, ob und wie ich wahrgenommen werde und was andere in mir auslösen. 

Das konnte ich erstmals spüren und nicht nur logisch finden.

Kopf und Herz: Was für ein Unterschied.  

Diese sehr schmerzhafte Erweiterung meiner Perspektive ist eine der ersten Etappen auf einer interessanten kleinen Reise durch meine seltsame Seele. 

Schmerz ist es ja letztendlich, der hinter den ganzen unerwünschten Gefühlen steckt.

Ich habe so viele Bücher über positives Denken, Wunscherfüllung und Selbstliebe gelesen und trotzdem hat es nicht geholfen. Es hat mich eher zur Verzweiflung getrieben.

Den Schmerz auflösen zu wollen ist nämlich der falsche Ansatz.

Der Schmerz will gesehen und gefühlt werden.

Alles mitnehmen, nichts wird rausgeworfen oder zurück gelassen. 

 

 

 

 

17.11.2011 um 17:59 Uhr

More than you know now

von: Hermine

Ich bin gerade sehr gespannt, im sinne von absolut verliebt. und das schon nach dem ersten treffen. ist noch nie passiert. das vierte treffen in sicht und ich bin völlig hin und weg.

es ist nicht so einfach, aber vielleicht richtig, wer weiß das schon.

er mag meine emails.

er hat kraft.

ich fühl mich gerade stark, weil mich das echt schwach macht.

Fröhlich

mal sehen, ob wir das mit der guten freundin noch modifiziert bekommen.

und wenn nicht, dann halt nicht.

es fügt sich gerade eh alles andere.

16.07.2011 um 00:59 Uhr

Ein Tag

von: Hermine

Ich könnte jetzt eine Menge schreiben, am Ende des Tages.

Ich bin eben durchs Kaff gewandert, meinen Blick auf die Sterne gerichtet.

Es hat geregnet

und die Wege sind die Alten, die man vergessen hatte, aber die noch da sind.

Die Häuser sind auch noch die Alten, auch wenn Neue dazukommen.

Nur das von der kranken, entfernten Tante steht leer und ich frag mich, warum hier die schönsten Häuser, drei wirklich schöne Häuser, leer stehen. Ich will eins davon, ich will alt werden in einem alten Haus.

Es wird Zeit aus der großen Stadt zu ziehen und vielleicht sollte ich zurück. 

Aber dann springt meine Birne an und sagt aberaberaberaber. Es ist nichts spruchreif, es ist alles wenn-dann.

Naja, und dann war dann noch dieser Gastwirt und seine Frau, beeindruckend, der Freakfaktor

und auf der Party (Geb. in der Familie) die Olle, die mich mit ihrem Sohn verkuppeln wollte: "Er ist 37 Jahre und wieder solo, na, in deinem Alter ist es doch auch nicht mehr so leicht, nen Guten zu finden...,", danach meine (leicht angeschickerten) Eltern im Auto: "Nee, das ist nen ARSCH, wehe du bringst den ins Haus, bist doch erst 32"

Ich hab ziemlich gelacht.

Davor, am Vormittag hatte ich einen echten Durchbruch in der Garagenwerkstatt meines Vaters, die ich seit zwei Wochen aufräume. Wir haben die erste "zu verschenken"-Kiste!!! TATA!!!

Und ein Freund der Familie -nennen wir ihn den neuen Horst- konnte ich für eine Sammlung Adernendhülsen, Sicherungen und Kabelabzweigirgendwas begeistern. Papa hatte dann die Idee, ihm gleich zwei Kisten zu packen: "Der nimmt die garantiert!" TATA!!!

Sachen zu verschenken, die man aus Angst vor dem nächsten Krieg hortet, ist bestimmt befreiend. Vielleicht findet er dadurch ja sogar neue Freunde - den neuen Horst z.B,, oder was er gerne hätte, und er kann die Sachen am Haus machen, auf die er Lust hat, die Sauna und das zweite Bad, das immer noch nicht fertig ist.  Oder weiter Bohnen pflanzen. Oder später endlich Hühner und nen Hund kaufen. Es ist auf jeden Fall besser, als auf den Ängsten der Eltern zu hocken, wie auf einer Kiste mit vielen verstaubten Spinnenweben. Das tut er nämlich irgendwie, wenn ich mir die Mengen an Schrauben und anderem Kram ansehe, den er hat. Er könnte noch ein Haus bauen. Alle Häuser der Familie sind selber gebaut. Maurer, Elektriker und Architekt sind/waren da. Irgendwie ist das schön. Schön eigenwillig.

Ok, morgen sägen wir also Brennholz und sortieren Schrauben. Ich bin sowas von entspannt. 

 

 

 

15.07.2011 um 00:39 Uhr

Noch ein Versuch

von: Hermine

Ich habe meinen Eintrag nicht wieder gefunden. Ich versuche es nochmal, obwohl ich diese rote, weiche Stimmung gar nicht habe.

Bin gerade im Papahaus. es ist noch mein Zuhause, was schön ist. Jetzt bleibe ich auch noch eine Woche länger, Hüte das Haus in der kleinen Stadt, das ich so liebe.

Habe mich außerdem wieder mit Fräulein M. verabredet, was ich sehr begrüße.

Langsam finde ich wieder da hin, wo ich hingehöre. 

Mein Herz schlägt sich ganz gut.

Habe neue, interessante Leute auf ner schönen Hinterhof-Party und in einer verqualmten Küche kennengelernt, als ich den verrückten Vetter und die erleutete M. besuchte.

Alles ist ganz aussergewöhnlich entspannt gerade, auch wenn ich mit der Hausarbeit weiter sein müßte.

Nächste Woche kommt dann vielleicht Miss K, außerdem möchte ich dringend den bärtigen Mann besuchen. 

Ich bin übrings sehr mutig, hätte ich nie gedacht. Bin 5 km allein im Stockdunklen über Felder und durch den Wald gefahren. Habe mich selber gewundert. Tja, andere springen an Gummiseilen Brücken runter und ich fahre durch den Wald und an diesen Windkrafträdern vorbei, die nachts ganz schwarz sind und wie die dreibeinigen Herrscher wirken. Ich war noch nie so schnell. ;-) Wie seltsam, wenn zwischen dir und und den nächsten Menschen Kilometer liegen. In der großen Stadt ist das vollkommen anders.

Es stürmt gerade, hoffentlich regnet es bald.

 

 

 

 

 

27.06.2011 um 00:49 Uhr

rückzug

von: Hermine

ich werde das erste mal wieder ne weile in meinem elternhaus sein. es ist jetzt eigentlich nur noch nen papahaus.

das muss ich vielleicht langsam mal neu sehen. vielleicht ist das der hebel: deine meinung, papa.

ich hatte heute eine erkenntnis. eingentlich gerade erst. die summe der vorherigen überlegungen.

ich kombiniere einfach das mantra mit dem auskucken eines neuen papa-einstellung.

eigentlich wäre es mal ganz interessant, die art meines vaters einfach zu akzeptieren.

die gnadenlose ehrlichkeit ist vielleicht gar nicht so gnadenlos. vielleicht sind adjektive einfach immer nur meine eigene wertung.

das muss ich dem langen mann beschreiben. der hatte neulich zu dem einen film nen ähnlichen gedanken.

ALSO FERIEN!

TO DO

-Hausarbeit schreiben

-Papa helfen

-schlafen und andere Sachen machen (die dritte Möglichkeit!)

-Prüfungsthemen festlegen (funk-eck anrufen)

TO BE: IN ORDER

-zu papa (und zum bärtigen mann, zu frau strangie, frau ar, zur verrückten m., zum verrückten vetter )

-zu miss k. und weiter zu dr. e

-OPEN (das letzte mal wahrscheinlich)

-fahrrad zu langem mann und zum spieler (mit kuchen)

 

Das wird und dann noch mal ne Runde.

 

25.06.2011 um 14:19 Uhr

jaja

von: Hermine

entschieden sein. das ist wichtig. mein ganze zögern macht mich fertig. ich bin doch gerade traurig und auch noch so müde von diesem vergeblichen versuch. 

25.06.2011 um 12:45 Uhr

Sowas

von: Hermine

Es muss sich etwas ändern. eigentlich muss sich viel ändern. aber ich habe so ne ahnung, dass es etwas entscheidendes gibt, was die anderen veränderungen ins rollen bringt. einen hebel, der das alles leichter macht. ich brauche erholung. ich brauche mut. zum grenzen setzen. zum zaun ziehen. damit ich mir nicht mehr reinreden lasse. das ich nicht bei allem rat suche. ich will nicht mehr abhängig sein. 

12.06.2011 um 12:21 Uhr

dritte möglichkeit

von: Hermine

ja, ich hatte das geschrieben, weil ich wütend war.

grund: da war eine schriftliche nachricht, eine die sagte: ich kann nicht reden, ich bin nicht alleine. 

zusätzlich war da auch noch dein wunsch, aus zwei menschen einen zu machen.


das will ich nicht mitmachen. das ist und war mein punkt. 

die wut entstand, als ich nicht die gelegenheit hatte dir das DEUTLICH zu machen.

weil du nicht erreichbar warst.

im moment sind wir bei der dritten möglichkeit. nämlich das ich überhaupt wieder mit dir rede, "bruder".

weil du erreichbar warst.

das reichte doch. reicht doch.

 

 


 

 

 

 

01.06.2011 um 18:29 Uhr

Joker

von: Hermine

Das habe ich mir aufgespart, aber ich will es doch hier haben.

 

wut raus? gerade handy aufgeladen. aber was bringt das?

er glaubt mir ja eh nicht. er denk er könnte das alleine entscheiden.

vielleicht denkt er wirklich, er hält mich nur, wenn er mich hinhält.

(das ist aber keine freundschaft!!!!)

sie will ja, also werfe ich ab und zu die verbale warmhalteplatte an.

dann ist sie schön weich gekocht und ich forme sie mir, wie ich sie haben will.

was nicht heißt, dass ich sie dann haben will. (das wollte er die ganze zeit eh nicht)

es bedeutet nur wenigstens etwas kontrolle und etwas macht in einem leben ohne verantwortung.

ICH will das aber nicht mehr.

die option aus zwei eins zu machen gibt es nicht.

sie hat ihn.

sie kann ihn behalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21.03.2011 um 15:23 Uhr

Seltsam

von: Hermine

Es ist gut, obwohl es schwierig werden könnte. Es ist schwierig, weil ich einiges nicht so richtig erfassen kann. vielleicht kommt das noch, vielleicht auch nicht. sicher ist nichts. offensichtlich auch nicht. ich muss mich jetzt zusammen reißen.

es hat keine priorität.

er ist nur eben was besonderes. 

er spinnt und er ist witzig und unsicher und auch wieder nicht, also haben wir ein paar sachen gemeinsam.

aber nur ein paar. er ist verschlossen.

tickt bei mir ne uhr zu laut?

ich weiß es nicht.

bin skeptisch, aber auch entspannt.

ich muss nur richtig zuhören.

17.03.2011 um 20:49 Uhr

Ich habe

von: Hermine

nicht mit dem rauchen aufgehört. noch nicht. aber im moment bin sehr glücklich. auch wenn das nur einen tag anhalten darf oder sollte, es ist einfach ganz wunderbar. es ist ganz unheimlich erfreulich, sich so zu fühlen. ich bin da ausgesprochen dankbar für. ehrlich.

10.03.2011 um 22:17 Uhr

fühlt sich seltsam frei an

von: Hermine

habe beschlossen mittelfristig mit dem rauchen aufzuhören. mein erster ehrgeiz besteht gerade darin heute abend nicht mehr los zu gehen. bin erkältet.

es fühlt sich seltsam frei und leicht an. mein lunge findet das schon gut, obwohl es erst ein paar stunden her ist. habe aber auch viel schokoladeneis gegessen.das macht glücklich.

der anlauf soll 2-4 tage entwöhnung bedeuten...

bin nervös und ängstlich. krass wie abhängig ich bin. 

ich will gelassen sein.

ich will von nichts und niemanden abhängig sein!!!

egal, ich zwinge mich nicht, aber es ist ne sehr ungewohnte erfahrung, so ohne kippen...

habe mir erstmal noch nen zen-buch bestellt ;-)

 

27.02.2011 um 12:40 Uhr

so what

von: Hermine

oder auch na und?

und why not me?

diese sätze sind als lebensfragen nicht schlecht. 

ich muss mir nur merken, dass warum nicht ich? in diesem fall nichts bringt. 

jaja, die hat der fahrer da gelassen.

ein anderer gedanke kam von miss k., die fröhlich aus ihrer klosterklausur wiederkam und über die ewigkeit des augenblicks philosophierte.

nichts ist beständiger als der augenblick, viele glauben, dass der augenblick flüchtig ist, aber nichts ist beständiger, weil sich ein augenblick an den anderen reiht, ohne zukunft und vergangenheit spiegelt sich die ewigkeit im augenblick.

als sie mir das erzählt hatte ich einen echte erkenntnis, aber die war wieder weg, als ich auflegte, ich muss das noch mal genauer bedenken. mein verdammtes gedächtnis.

vielleicht muss ich mich noch mal mit mystik beschäftigen oder noch mal mit ihr sprechen.

ich bin gerade so fröhlich.

26.02.2011 um 11:59 Uhr

wie soll mein leben sein?

von: Hermine

wie will ich mein leben?

was soll passieren? kann ich das überhaupt steuern? alles was ich tue, jeden den ich treffe, all das wird doch darüber entscheiden, wie mein leben weiter läuft.

und wenn ich morgen sterbe, ist dann das denken darüber zeitverschwendung gewesen?

ich bewundere menschen, die gelassen alles auf sich zukommen lassen.

eigentlich dürfte nichts schief gehen, wenn man einfach das tut, was einen glücklich macht, nach was es einen drängt.

was mache ich, um auf diesen weg zu kommen?

also, ich denke, ich sollte klar werden.

mich interessiert, wie ich ganz klar bin, ohne die routinen, die ich mir angewöhnt habe.

eine woche noch. dann sind ferien. ich kann zur ruhe kommen.

der mittwoch mit seinen drei nachrichten, die mir vor augen geführt haben, was ich eigentlich so in der letzten zeit getrieben habe.

donnerstag mit dem guten gefühl der wut, die mich schützt und abgrenzt und der anschließende freitag, der schön war und entspannt. 

ich entscheide, was scharf und klar ist und was blass wird.

ich WILL meinen weg.

 

 

 

24.02.2011 um 19:56 Uhr

Lass es

von: Hermine

lass es, lass es, lass es los.

ich will nicht mehr, ich ärgere mich gerade so unheimlich über mich selber. warum habe ich mir gestern die blöße gegeben, warum immer bei ihm? warum biete ich an, was ich eigentlich nicht will?

ich bin so verdammt wütend, auf mich selber und ich fühle mich so ungenügend und ich WILL das nicht mehr. ich will nicht mehr über möglichen standesdünkel oder meine mangelnde attraktivität nachdenken. das reisst mich in alte, bekannte strudel voller selbstzweifel.

ich werde mich nicht mehr so fühlen. ich lass es mir nicht mehr einreden.

ich will nicht mehr hören, dass ich nicht reiche, das es nicht reicht. 

immer dann, wenn ich das los werden will, ist er weg, nicht erreichbar. 

ich halte das nicht aus. 

also streich mich aus deiner hinhalt- und zögergleichung. 

es gibt kaum jemanden mit dem ich mich lieber unterhalte, 

aber ich werde niemals mehr mehr nähe wollen.

ich werde dir nicht hinterher weinen. 

ich bin keine option.

ich bin eine einzige übertragungsleistung, wenn er da ist.

ich bin weder sein alkprob, noch sein verbesserungs-projekt.

verdammt, ich bin kein wandelndes problem!!!

ich bin kein heimlicher anruf. freunde ruft man nicht heimlich an!

mich kannst du nicht biegen, bis ich so klein bin, dass ich nichts mehr spüre.

mich kannst du nicht halten, weil du nicht zu mir hälst. 

du könntest sagen, dass ich das wußte.

aber diese diffuse hoffnung in meinem herzen war nicht nur meine leistung.

es ist auch deine art nähe und distanz extrem zu halten.

vor meinem haus zu stehen und ohne mich wieder weg zu fahren.

mir erinnerungen in den kopf zu setzen, die nie wahr werden.

wenn du mich dein leben lang kennen willst, dann spiel nicht mit mir!

mein verstand hat mir schon viel früher gesagt, dass du auf keinen fall mein fall bist, dass du mich nie glücklich machen würdest. auch wenn ich ne weile wunder für möglich halten wollte. ich weiß, dass eine liebesbeziehung mit dir eh nicht gehalten hätte.

also halte mich da raus!

und das macht mich schon wieder wütend. das ich überhaupt darüber nachgedacht habe! das ich nicht auf meine intuition gehört habe. nur weil ich mich selber damit kränke, wenn ich der realität ins auge sehe.

es ist wirr.

es tut weh. ich kann es nicht leugnen.