In Memoriam - Weggeworfenes Leben.

08.05.2006 um 12:03 Uhr

Säugling im Treppenhaus ausgesetzt

Lisa Sonnenschein" nennen die Schwestern auf der Säuglingsstation des Krankenhauses Mariahilf das Baby. Weil es so zufrieden wirkt. Aber auch, weil es so viel Glück hatte. Glück, daß jemand den Säugling rechtzeitig entdeckt hat. Ein Findelkind, etwa drei Wochen alt. Das winzige Mädchen lag auf einem Treppenabsatz im ersten Stock eines viergeschossigen Hauses an der Harburger Chaussee (Kleiner Grasbrook), eingewickelt in eine Decke. Ein Anwohner hatte das Kind entdeckt und die Polizei alarmiert. Der Säugling kam ins Krankenhaus.

Es war am späten Abend, vielleicht auch schon nach Mitternacht in der Nacht zu Sonnabend, als sich jemand Zutritt zu dem Mehrfamilienhaus verschafft haben muß und den Säugling ablegte. Als Dzeladint D. gegen 1.45 Uhr von der Arbeit nach Hause kam, fand er auf dem ersten Treppenabsatz das Baby. Der Säugling schlief und war warm. Der 27jährige rief die Polizei, die zusammen mit einem Rettungswagen zum Einsatzort fuhr. Das Mädchen, das unverletzt war, wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus Mariahilf gebracht.

Dort wurde festgestellt, daß es sich um einen etwa drei bis vier Wochen alten Säugling handelt, 2400 Gramm schwer, der vermutlich als "Frühchen" auf die Welt gekommen war. "Das Kind war in gutem Pflegezustand, die Körpertemperatur zufriedenstellend", sagte Heiko Mattern, Oberarzt der Säuglingsstation. Das kleine Mädchen sei bei der Geburt fachgerecht entbunden worden. Warum das Kind in dem Haus abgelegt worden war, darüber konnte Mattern nur spekulieren: "Womöglich waren die Eltern überfordert." Der Säugling werde weiterhin einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, hieß es gestern aus der Klinik.

Die Polizei sucht jetzt nach den Eltern des Mädchens. In dem viergeschossigen Haus, wo es abgelegt wurde, sowie in der Nachbarschaft befragten Beamte die Bewohner, doch dort kommt laut Ermittlern niemand als Mutter in Frage. Das Findelkind war in eine lindgrüne Decke mit Stickereien gewickelt, trug einen mintweißgemusterten Strampler und einen Body. Die Polizei fragt: Wer kann Hinweise zu Personen geben, bei denen sich bis Sonnabend ein Säugling aufhielt, der jetzt nicht mehr im Haus ist? Wer hat verdächtige Beobachtungen an dem Haus Harburger Chaussee 117 gemacht, wo das Findelkind abgelegt wurde? Hinweise werden unter Telefon 428 65 67 89 oder bei jeder Polizeidienststelle entgegengenommen.

bem

erschienen am 8. Mai 2006

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30.04.2006 um 21:27 Uhr

Kinderschutz geht alle an

Auf der folgenden Seite findet wird man mit einem Thema konfrontiert, vor dem viele Menschen noch immer die Augen verschließen. Es geht um Kindesmissbrauch, um Stellen, wo man Hilfe bekommt, man erfährt etwas, wie man sich und seine Kinder schützen kann und wie man mit dem Thema allgemein am besten umgeht. Weiterhin finden die Kinder kindgerechte Seiten, die für sie geeignet sind, sowie eine Spieleseite, mit altersgerechten Spielen.

29.04.2006 um 18:55 Uhr

Toter Säugling lag in einem Schuhkarton

Stimmung: Traurig

Toter Säugling lag in einem Schuhkarton
 
Obduktion ergab: Kind kam lebend und gesund zur Welt - Fahndung nach der Mutter
 

 

Dresden/dpa. In Dresden-Neustadt ist in der Nacht zum Samstag ein toter Säugling entdeckt worden. Eine Anwohnerin fand das Neugeborene vor einer Babyklappe in einem Schuhkarton und alarmierte den Rettungsdienst, teilte die Polizeidirektion Dresden mit. Ein Notarzt konnte aber nur noch den Tod des Babys feststellen. Die Behörden vermuten ein Verbrechen, wissen aber noch nicht, wer die Mutter ist. Die Kriminalpolizei ermittelt. Die Babyklappe gehört zum Dresdner Projekt Findelkind, das der Verein KALEB betreut.

Wie die Obduktion ergab, war das Kind lebend und gesund zur Welt gekommen und erst später an Verletzungen gestorben. Allerdings werde auch noch geprüft, ob sich ein Unfall ereignet haben könnte, sagte Polizeisprecher Thomas Herbst. Über die Art der Verletzungen machte er keine Angaben.

Bei der Suche nach der Mutter hat die Polizei die Bevölkerung um Hilfe gebeten. Die Ermittler erhoffen sich Hinweise darauf, wo eine Frau schwanger war, die nun kein Baby hat. Die Polizei ist außerdem auf der Suche nach Zeugen, die in der Umgebung der Babyklappe Beobachtungen gemacht haben. Der Säugling wurde den Angaben zufolge in einem Schuhkarton der Marke «Blue Rock» gefunden. Es könnten sich rote Schuhe der Größe 40 darin befunden haben.

Der Verein KALEB ist eine christliche überkonfessionelle Initiative vorrangig ehrenamtlich tätiger Frauen und anerkanter freier Träger der Jugendhilfe. KALEB hilft schwangeren Frauen in Not und bietet Frauen und Familien in schwierigen Lebenssituationen Rat und Hilfe an. Neben der Babyklappe betreibt der Verein auch ein Notruftelefon.

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27.04.2006 um 16:42 Uhr

Babyleiche in Waldstück gefunden/Zeugen gesucht

Stimmung: Traurig

Babyleiche in Waldstück gefunden / Zeugen gesucht

Köln (frn) - Gestern ist in einem Waldstück in Köln-Mülheim (26.04.06) ein toter Säugling in einer Plastiktüte von dem Hund einer 32-jährigen Spaziergängerin aufgefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft Köln hatte für heute die Obduktion des Säuglings angeordnet. Anzeichen für äußere Gewalteinwirkung wurden bei dem Neugeborenen nicht festgestellt. Zu der Todesursache und der Liegezeit des Kindes liegen noch keine Ergebnisse vor.

Der kleine Junge wurde war unbekleidet in eine Jacke eingewickelt und anschließend in einer Plastiktüte neben einem Trampelpfad abgelegt worden.

Die Polizei sucht Zeugen und fragt:
Wer kennt die abgebildeten Gegenstände und kann Angaben zu ihrem Besitzer machen.

Wer hat in der Straße "Neurather Weg" bzw. in der Umgebung zum fraglichen Zeitpunkt Personen oder Fahrzeuge beobachtet die mit der Aussetzung des Säuglings in Zusammenhang stehen könnten?

Wer kann Angaben zur Mutter des Säuglings machen?

Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 11, MK Dogge, Tel.: 0221-229-0.

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