what a wild world...

24.01.2010 um 19:34 Uhr

Helft Haiti.

Dieser Blog erreicht zwar vermutlich kaum mehr als ein, zwei Personen im Monat, dennoch will ich alle, die dies lesen, dazu auffordern, den Menschen in Haiti zu helfen. Man muss dafür ja nicht mal vom Computer aufstehen, und ein oder zwei Euro hat man in der Regel ja immer zur Verfügung.

Straßenkinderhilfe Haiti

Welthungerhilfe

Misereor

Plan Deutschland

DRK

 

Ein focus.de-Artikel über effektives Spenden

04.01.2010 um 09:24 Uhr

Punk ist tot.

von: RedSun   Kategorie: Randomist

Es gibt den sehr melodramatischen Spruch "Punk died when the first kiddie screamed PUNKS NOT DEAD". Den habe ich sehr gerne mitgebrüllt, als ich mit 13 meinen frisch geschnittenen Iro zur Schau trug.
Ich war selbst das, was die ärzte freundlich als "Bravopunk" bezeichnen- aus wohlbehütetem Hause, aus ner versnobten Gegend und in 60 Euro teuren Bondagehosen durch die Gegend gehüpft. Aber was ich damals für mich als Punk verstand, sehe ich heute auch noch so. Punk ist Rebellion und Freiheit und der Wille, für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen.
Damals hatte ich eine gute Freundin, mit der ich zusammen mein Punksein zelebrierte. Sie war von uns beiden diejenige, die mit Magersucht, drogenabhängigen Freunden und einem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter zu kämpfen hatte - was alles Probleme waren, die sie sich selbst eingebrockt hatte (ich kannte ihre Mutter und jeder außer meiner Freundin selbst merkte sofort, wie sehr ihre Mutter sich um sie sorgte und vergeblich bemühte).

Sie lebte damals in Frankfurt, ich in Hamburg, und wir trafen uns insgesamt drei Mal, wobei sie jedes Mal ein wenig abgefuckter wurde.
Inzwischen ist sie 18, lebt mit ihrem Verlobten in Darmstadt, hat die Schule zum zweiten oder dritten Mal geschmissen und verbringt ihren Tag in der Fußgängerzone. Auf die Frage, was sie denn sonst noch in ihrem Leben treibe, entgegnete sie mir freudestrahlend: "Nix!"

Und obwohl sie und ihre Homies sich mit stolzgeschwellter Brust als die größten Punks schlechthin verstehen, sind sie für mich einfach ein Beweis dafür, dass Punk tatsächlich tot ist.

Was meine Freundin und ihre Leute tun, ist nicht anderes als rumhängen, sich besaufen und dem Rest der Welt zeigen, dass sie genau so drauf sind, wie sie aussehen. Sie haben keinen Wunsch nach Veränderung, sie haben kein Interesse daran, was Politiker über unseren Köpfen entscheiden, sie leben fröhlich wie die versoffenen Maden im Speck und feiern ihre eigene Trägheit.

Das, wofür Punk einmal stand, findet sich inzwischen ganz woanders. Sehr stark sehe ich es in den Texten des Poetry Slammers Andy Strauß. Seine Texte sind aufrüttelnd und provokant, ohne sinnlos zu schockieren. Man fühlt sich häufiger mal ertappt, wenn man ihm zuhört, und dennoch will man immer mehr hören, weil er einfach eine herrliche Komik mit sich bringt. Ein Text von ihm heißt "Steh auf für mich". Darin beklagt sich Andy über die Menschens, die sich, mangels des Bedürfnisses, ihre eigene Meinung zu bilden und mitzuteilen, nicht gegen den Überwachungsstaat wehren (wollen).  Viele seiner Texte haben einen rebellionshungrigen Charakter, was aber immer nachvollziehbar bleibt und nicht dem stumpfen Drang, einfach gegen etwas zu sein, gleichkommt.
Deshalb ist Andy Strauß für mich ein weitaus "echterer" Punk als sämtliche Straßengammler Darmstadts. Er hat noch was zu sagen. Und zwar mehr als "Haste ma'n Euro".

09.11.2009 um 22:18 Uhr

I'll carry you home.

von: RedSun   Kategorie: Hallo Papa

Und nach langer Zeit schreibe ich wieder.

Ich vermisse ihn so. Nicht immer, aber dann überlege ich mir, was wäre, wenn ich eine Zeitmaschine hätte. Einfach ins Arbeitszimmer stürmen und ihm um den Hals fallen. Meinen Papa. Wie er immer im Arbeitszimmer saß und jederzeit hätte ich es machen können, jeden Tag hätte ich die Gelegenheit gehabt, ihn in den Arm zu nehmen, wenn ich nach hause kam. Hab's nie getan.

Wie gerne hätte ich eine Zeitmaschine.

Und dann google ich seinen Namen und stolpere über Bilder von Websites, in denen beiläufig ein "...bis er völlig überraschend im Mai 2008 verstarb" oder ein "in memoriam" und es schmeißt mich völlig um.

Die Wohnung ist nach anderthalb Jahren so unglaublich weit weg von dem, was Papa damals bewohnt hat. Ich weiß, dass er jeden Morgen in die Küche geschlappt kam und ich weiß, wie es klang und wie sich diese schläfrige Atmosphäre angefühlt hat. Aber das kann nicht die Küche sein, in der ich jetzt sitze und um ihn weine. Es kommt mir so banal vor. Immer noch derselbe Ort, halt ohne ihn.

Und ich vermisse ihn viel zu selten. Wie immer. 

13.05.2009 um 16:34 Uhr

An die Hamburger hier ^^

von: RedSun   Kategorie: Randomist

Im Juni probier' ich mich beim "Slam the Pony"-Poetry Slam im Haus 73... Genaues Datum gerade vergessen, kommt noch nach xD

12.02.2009 um 16:59 Uhr

Eine Analyse

von: RedSun   Kategorie: Gefühlsmus

Stimmung: Verärgert
Musik: Icke & Er - Keen Hawaii

Warum quält es mich so, dass Jacob den Kontakt abgebrochen hat?
Ich kannte ihn erst seit zwei Monaten, ziemlich knapp sogar nur, Ende November lernte ich ihn kennen und Mitte/Ende Januar wollte er nichts mehr mit mir zu tun haben.
Ich hab ihm so vertraut, diesem Deppen, und das, obwohl ich es besser wissen sollte.
Ich kannte ihn so kurz und obwohl ich mit ihm sehr viel redete, war das zwischen uns irgendwie so offensichtlich sexuell, auch wenn wir erst im Januar tatsächlich miteinander schliefen.
Aber so blind habe ich ihm ja wohl doch nicht vertraut, sonst hätte ich nicht ständig hinterfragt, warum er wenig Zeit hatte. Oder hab ich mir selber nicht vertraut? Jedenfalls hab ich mir mit meiner Unsicherheit im Endeffekt selbst mein Grab geschaufelt.
Aber ich bemühe mich, mir nicht selbst die Schuld zu geben. Ich vermute, dass Jacob im Moment nervlich ziemlich unten ist. Wenn es seiner Mutter schlecht geht und er so viel arbeitet bzw. im Praktikum mit seinen Dementen zu kämpfen hat, kann das sicherlich aufs Gemüt schlagen. Damals, als ich so eine Riesenwut auf Mimi hatte, brauchte ich selber auch eine Weile, bis ich merkte, dass ich mir einfach einen Sündenbock für meinen ganzen Frust gesucht hatte, und sie nichts dafür konnte.
Aber wir waren Kinder und unsere Mütter, bzw. ihre Tante und meine Mutter kümmerten sich darum, dass wir beide ein Gespräch darüber hatten und sich der ganze Mist auflöste.
Nur Jacob ist erwachsen, ebenso wie ich, und da ist keiner mehr, der ihn zwingen könnte, mir Auge in Auge zu sagen, was los ist.
Deshalb hoffe ich so ein bisschen auf Folgendes: Nämlich, dass er irgendwann, wenn er nicht mehr so im Stress ist, anfängt, darüber nachzudenken. Denn bis zur Woche vor der letzten Mail verstanden wir uns ja wirklich prima, und meine zeitkostende Art störte ihn bis dato auch nicht. Ich kann nicht einschätzen, wie selbstreflektierend Jacob ist und ob er seinen Standpunkt ändern würde, wenn er von der ganzen Sache Abstand hat. Oder ob er nach wie vor überzeugt davon sein wird, dass seine Reaktion berechtigt war und ich ein nerviges Scheusal bin.

Ich kann es nur noch nicht so recht begreifen, dass diese verrückte, irgendwie lustig-semimoralische Freundschaft oder Bekanntschaft oder was auch immer so mit einem Schlag kaputt gemacht wurde, nur weil er nicht sagen konnte, was ihn stört.

04.02.2009 um 22:42 Uhr

Dreckszeit

von: RedSun   Kategorie: Gefühlsmus

Stimmung: kaputt

Alles läuft schief, dabei ist nach außen hin alles völlig okay, nur zwischenmenschlich hänge ich im Moment total unten. Ich bin total nah am Wasser gebaut und ich bin von allem und jedem ständig genervt, aber reden kann ich darüber auch nicht, und will ich nicht, weil das vielleicht alles nur schlimmer macht. Und jetzt hat der Kumpel von mir, mit dem ich versehentlich im Bett war, mir gesagt, dass er nicht weiter das Bedürfnis und die Zeit hat, sich mit mir zu unterhalten.
Das tut weh. Das tut nicht gut. Und das nagt von innen durch alles durch.

02.02.2009 um 16:44 Uhr

Was ist Oberflächlichkeit?

von: RedSun

Stimmung: Froh und munter :)
Musik: Scouting For Girls

Oberflächlich ist in meinen Augen, wenn sich alles immer nur um Dinge wie Aussehen, Sex, Feiern, Fernsehserien und so weiter dreht.
Wenn man sich mehr Gedanken darum macht, dass man einen Pickel am Kinn hat und ob der süße Typi von Gegenüber das wohl schlimm findet, als um die Tatsache, dass man sterben wird und darum, dass man geboren wurde, und was man mit dem bisschen Zeit, das man hat, anstellt!
Oberflächlich ist, immer nur im hier und jetzt an der Hülle des lustigen Alltages zu kratzen, und nie einen Schritt weiter zu machen und zu überlegen, was sein wird, wenn der jetzige Impuls vorüber ist und der Moment kommt, an dem mal wirklich nicht mehr alles Ficken und Pommes ist.
Damit meine ich aber nicht Schwarzseherei oder totale Vergeistigung, sondern einfach die Fähigkeit, sich für andere Dinge interessieren zu können als Makeup und Kate Moss.
Es gibt so unendlich viel schlimmere Dinge als Liebeskummer, Akne oder eine Fünf in Mathe. Und es gibt noch viel mehr, was wichtiger ist als Party machen, den neuen iPod, Vodka und dieses süße Versace-Kleid, und es tut mir wirklich weh,
wenn ich Mädchen sehe, deren Leben sich nur um ihren Freund dreht, oder um das nächste Wochenende, und wenn ich dann sehe, wie solche Mädchen sich wegen Liebeskummer oder schlechten Noten dann z.B. die Arme aufschneiden und damit hausieren gehen, dann wünsche ich ihnen fast, sie sollten probeweise einmal ausprobieren, wie es ist, seinen Vater zu verlieren - denn das war bei mir zumindest der Auslöser, dass ich das oben beschriebene Gehabe zu großen Stücken ablegen konnte.

 


Kommentare sind hier ausdrücklich erwünscht - was denkt ihr darüber? Was ist oberflächlich?

28.01.2009 um 21:00 Uhr

Die Ewigkeit eines Gedankens

von: RedSun   Kategorie: Gefühlsmus

Musik: aequitaS feat. Lumsi - Hallelujah

Heute während des Unterrichts entstanden.


"Ein Tag ist in Gedanken doch schon eine Ewigkeit. Gibt es etwas, das ich kenne, woran ich nicht wenigstens ein kurzes Mal am Tag denke? Gibt es Tage, an denen ich nicht an meinen Exfreund denke, oder Harry Potter, oder meine Grundschule? Ich weiß, dass ich z.B. gestern nicht an die Cousine meiner Mutter dachte, die in Australien lebt. Aber an fast jeden anderen Menschen - denken die Leute auch jeden Tag flüchtig mal an mich?
Alte Grundschulbekannte, oder meine Tante, oder ehemalige Freundinnen, die ich alle paar Monate mal wieder sehe?
Man kann in einer Sekunde so viel denken wie man nur in einer Minute oder mehr erzählen oder schreiben könnte. Träume, die einem wie stundenlange Abenteuer vorkommen, sind in Wirklichkeit die letzten Sekunden, bevor man aufwacht.
Wenn ich einen Tag lang nicht an jemanden denke, habe ich ihn für eine gedankliche Ewigkeit vergessen.
Und das ist etwas Endgültiges. Deshalb habe ich Angst davor, dass ich mal einen Tag lang nicht an meinen Vater denken könnte, denn das hieße, ich habe ihn vergessen oder überwunden oder verloren, jetzt auch noch in Gedanken.

Manchmal versuche ich, nicht an ihn zu denken, weil ich im Moment merke, dass es wieder zu sehr weh tut, aber ich merke auch, dass ich manchmal seine Stimme nicht mehr im Kopf habe, oder nur gesprochene Fetzen, aber ich kann mir nicht mehr vorstellen, wie er wohl einen bestimmten Satz sagen würde, also, also, ich höre seine Stimme nicht mehr so ohne weiteres in meiner Vorstellung.
Ich will nicht an ihn denken, weil es mich wieder zurückreißt und ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll, ohne zu verdrängen.
Ich will aber auch nicht vergessen und sein Andenken besudeln, indem ich seinen Tod immer nur von mir weg- bzw. vor mir herschiebe, als wäre er nie passiert.

Ich gehe manchmal in meinen eigenen Gedanken verloren, weil ich so viele Türen verschlossen und Umwege gebaut habe, aber manchmal gehen die verschlossenen Türen einfach auf und drinnen ist das gesamte Chaos noch, das ich weggesperrt habe, und es ist unverändert und unberührt.
Deshalb gibt es da immer nur zwei Wege: Den Alltagsweg, in dem ich mit Musik in den Ohren an den Chaos-Räumen vorbeispaziere und offene Türen ohne hinzugucken wieder zumache, und es gibt den Weg, auf dem ich unvermittelt in eine offene Türe stolpere und alles nur entsetzt ansehe, ohne etwas zu verändern.

Ich glaube, ich habe nicht genug getrauert und geweint. Aber ich war noch nie zuvor in einer so unendlich tief zerstörenden Situation wie nun mit dem Tod meines Vaters, daher weiß ich nicht, ob mich die Trauer eines Tages einholen und auffressen könnte, oder ob sie irgendwann einfach abbauen und harmlos werden wird, bis ich sie ganz und gar vergesse. Ich weiß selbst nicht, was mir lieber wäre.
"

28.01.2009 um 18:36 Uhr

Heute

von: RedSun   Kategorie: Gefühlsmus

Heute habe ich geweint. Den ganzen Tag, nein, eher den ganzen letzten Monat hat es sich angestaut und jetzt kann ich überhaupt nicht mehr aufhören. Wegen Ben, wegen Papa, wegen Papa, wegen Papa... und wegen Max und der Schule und Jacob und Mama und Viviane und allem, was ich nicht sein kann, egal, wie sehr ich es versuche und egal wie sehr ich es mir wünsche.

22.01.2009 um 16:36 Uhr

Ärger' die Monotonie!

von: RedSun   Kategorie: astoundingly lyrical   Stichwörter: Poetry, Slam, Sebastian23

Stimmung: Gut!

Dies ist ein total genialer Text vom Slampoeten Sebastian 23. Ich kenne noch verhältnismäßig wenig von ihm, aber dieses Werk, genannt "Ärger die Monotonie" liebe ich jetzt schon abgöttisch. Besonders die letzten 7 Zeilen. :)

Sebastian 23 - Ärger die Monotonie (Geh!)

Geh! Lauf los!
Geh irgendwo hin, wo du noch nie vorher gewesen bist.
Probier doch mal was Neues.
Sei doch mal ein bisschen crazy.
Geh deinen Tag mal anders an.
Setz dich auf statt an den Frühstückstisch,
steck dir Müsli in die Nase und kipp dir Milch in die Ohren.
Rasier dir mal den Arsch statt dem Gesicht
und finde raus, ob die einen Unterschied bemerkst!

Geh! Lauf los!
Geh doch mal statt zur Arbeit zu deinem Chef nach Hause,
mal schaun wie der so wohnt...
Und ob Beton wirklich nicht brennt.

Geh, Lauf los!
Frag doch mal ein Rudel Skinheads nach dem Weg zum Friseur,
mal hören was die so erzählen!
Und wenn du danach noch lebst, dann probier doch mal was anderes.

Geh, Lauf los!
Wähl nicht immer die Spinner von irgendwelchen Parteien,
wähl dich doch mal selbst, ja!
mach eine Koalition mit dir selber und regier fröhlich in den Tag hinein,
verabschiede Gesetze gegen schlechte Laune hier und für Experimentierfreude!

Geh! Lauf los!
Ruf doch mal bei der Deutschen Bahn an
und sag, dass du heute zu spät kommst,
wegen Verzögerungen im Betriebsablauf!

Geh! Lauf los!
Mach doch mal ne umgekehrte Diät, ja.
Friss einfach mal alles in dich hinein, worauf du grad Bock hast:
Burger, Butter, Fritten, Chips, Majo, Schokoriegel
und alles mit Cola, Kaffe und Bier runtergespült.
Und schäm dich, wenn du eine Kohlsuppe auch nur anguckst!
Boah, fiese Kohlsuppe.

Geh! Lauf los!
Sprich abends im Club doch einfach mal eine wirklich hässliche dicke Frau an -
Du wirst sehen, das geht viel einfacher..!

Geh! Lauf los!
Ärger die Monotonie!
Nimm doch mal das Auto, statt die 100 Meter zum Bäcker immer zu laufen.
Einfach weil du Bock auf den Klimawandel hast
und demnächst gerne Oliven und Pfirsiche in deinem Garten anbauen möchtest!
Und wenn Holland versinkt?
Naja, 10% Verschnitt muss man immer einrechnen.

Geh, Lauf los!
Geh doch mal in dich,
komm aus dir raus und bleib da!
Denk doch mal daran, dass du sterben wirst,
und dann denk daran, dass du geboren wurdest!

Und jetzt grade bist du hier!
Jetzt! Hier! Also geh!
Aber tanze, statt zu laufen.

15.01.2009 um 00:30 Uhr

Trauer und Frohsinn?

von: RedSun   Kategorie: Gefühlsmus

Bin ich wirklich fröhlich?

Ich rede mir Trauer aus. Ist das gesund?
Ich rede mir Liebeskummer aus.
Ich verbiete mir die Gedanken an meinen Vater. Ich verbiete mir Trauer.
Weil es einfacher ist, zu lachen und weiterzumachen, als liegenzubleiben für eine Weile und in sich zu gehen und alles aufzuwühlen, was man so schön festgestampft hat. Aber dafür bleibt es immer da und der Gefühlsboden wird langsam aber sicher höher und manchmal wird er rissig. Und dann kommen Schuldgefühle, Liebeskummer, die Sehnsucht nach meinem Vater, die Angst vor der Zukunft und alle anderen Kleinigkeiten, die ich sonst einfach runterschlucke, hervor und lassen mir keine Wahl mehr, als mich der vollen Brutalität der Trauer und Unglücklichkeit zu stellen.

14.01.2009 um 17:49 Uhr

Ohne Worte

von: RedSun   Kategorie: astoundingly lyrical

Stimmung: einsam

Die Musik muss laut sein, damit wir nicht hören, wie die Welt zusammenbricht.

08.01.2009 um 21:42 Uhr

ich bin missglückt!

von: RedSun   Kategorie: Gefühlsmus

Stimmung: Gut!
Musik: Swiss feat. Buddy Ogün - Missglückt

Ein frohes neues Jahr wünsche ich, leicht verspätet, aber dennoch von Herzen kommend ;D

Hm, es ist viel passiert. Ich hab mich ein bisschen verliebt, wurde enttäuscht und habe eine erwachsene Entscheidung getroffen, um die Freundschaft zu wahren. Ich habe gute Noten in schlechten Fächern geschrieben und schlechte Noten in guten Fächern und ich hatte ein trauriges Weihnachten ohne Vater, was eine ganz außergewöhnliche, bedrückende und dennoch irgendwie schöne Stimmung mit sich brachte. 

Und wieder einmal nervt mich die Pubertät, weil das einzige, was mich im Moment beschäftigt, verschiedene Jungs, nein, eher Männer, und meine diversen Probleme mit selbigen sind.
Und Liebe ist ein schadenfrohes Arschloch, das mir ständig schöne rosa Wege mit Blümchen drauf baut und mich dann, wenn ich losgehe, mit Eiern bewirft.

14.12.2008 um 19:19 Uhr

NEUN TAGE FRANKREICH?!

von: RedSun   Kategorie: Gefühlsmus

Musik: My Chemical Romance - Teenagers

Neun Tage Frankreich???

Neun Tage???

So eine VERDAMMTE SCHEISSE; ich will nicht 9 von 14 Ferientagen abgekapselt in der Bretagne mit meiner Familie zusammenhocken!!

5 Tage, meinetwegen 6, aber bei 9 verfickten Tagen kommt mir einfach nur noch das blanke Heulen!
ICH WILL NICHT, ICH WILL NICHT, ICH WILL NICHT!

Und der größte verfickte Scheiß ist, dass ich bei dieser dummen Festlegung nicht werde mitentscheiden dürfen... nein, ich muss mich danach richten, was die Frau Mutter sagt. Und ich werd wieder als unfamiliär abgestempelt werden - nur weil ich die ersten Ferien nach meinem scheiß 16. Geburtstag und die ersten Ferien nachdem es in der Schule scheißscheißscheißhart geworden ist anderweitig nutzen will als mit meinen Großeltern Lebkuchen zu essen!! MANN!
Ich will trinken, kiffen und Sex, und dieses Weihnachten kotzt mich jetzt schon zu Tode an!

 

Nachtrag vom 10. Januar: Ich distanziere mich von diesem Eintrag ^^" Ich sollte nicht bloggen, wenn ich vor Wut schäume. Ich bin zu impulsiv.

12.12.2008 um 12:36 Uhr

Der Sinn des Lebens

von: RedSun   Kategorie: In den Mund gelegt

All animals except man know that the ultimate of life is to enjoy it.
- Samuel Butler

 

("Außer dem Menschen wissen alle Tiere, dass das Höchste im Leben ist, es zu genießen.")