xy12

15.09.2009 um 09:57 Uhr

Alles richtig gemacht...?

von: xy12

Ich kann es nicht mehr hören. Man muss Zivilcourage zeigen - wir (der Staat) sind ja mit anderen Dingen beschäftigt. Wir müssen Politiker schützen, euch überwachen, Kontrollgesetze verabschieden, Steuereinnahmen durch Verkehrskontrollen schaffen usw usf. Aber: Der tote Geschäftsmann hat doch alles richtig gemacht.... und pipapo.

Falsch! Der Mann hat nicht alles richtig gemacht - der Mann hat gegen die Grundregel aller Streetfighter verstoßen. Die Regel, die man immer beherzigen muss, wenn man sich auf der Straße in eine Auseinandersetzung einlässt.

ZEIGE DEM ASOZIALEN GESOCKS NIEMALS WO DU WOHNST! ÄNDERE FÜR MINDESTENS EINEN MOMENT DEINEN LEBENSABLAUF.

Bleibe in der Straßenbahn. Fahre weiter. Fahre zurück. Aber NIEMALS NIEMALS NIEMALS steige mit denen aus oder lasse es zu, dass sie dir folgen. 

Das sie dich totschlagen ist ein tragischer Unfall. Was wahrscheinlicher ist: sie schlagen deine Scheiben ein, bedrohen deine Familie, zerkratzen dein Auto, bepinseln deinen Tempel... Die vielen kleinen üblen Dinge, die nicht in der Zeitung stehen. Über die nicht öffentlich gesprochen wird - die aber das Leben des couragierten Helfers fortan zur Hölle werden lassen können.  Und die bei der Ermittlungsarbeit der Polizei zum allgegenwärtigen Schulterzucken führen. Täter nicht ermittelbar. Und überhaupt haben wir was anderes (wichtigeres) zu tun...

Wer Zivilcourage zeigt, sollte wissen (alternativ: überlegen) was er tut. Und wer A sagt MUSS auch B sagen. Wer nur A sagt - und B unterlässt, darf sich hinterher oftmals in ziemlich unschönen Situationen wiederfinden. In diesem Sinn: die Hilfe in der S-Bahn war die edle A-Geste - aber leider fehlte die anschliessende B-Konsequenz sein Verhalten zu ändern. Mein Beileid. Aber meine Wut gegenüber den "alles richtig gemacht" Dummmacher Statements unserer inzwischen weit lebens- und realitätsfernen Politiker!

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenDieRoteZora schreibt am 15.09.2009 um 10:12 Uhr:und leider dem rollstuhlfahrer wieder wasser auf die mühlen gegeossen. es werden die verkehrten konsequenzen gezogen. ich sage, statt noch mehr überwachung schnellere bestrafung und im zweifelsfall auch mal ausweisen.
  2. zitierenHApart1 schreibt am 15.09.2009 um 10:27 Uhr:in cowboyfilmen wird auch nicht gezeigt wo der sheriff privat wohnt.
    unter einsatz seines lebens helfen ist schon sehr heroisch. ich finde zivilcourage ist hier mißbräuchlich verwendet.
  3. zitierenDieRoteZora schreibt am 15.09.2009 um 10:33 Uhr:ach, radarkontrollen ... als würden die eingesetzt, um zu schützen ... pah ... ist einfach nur eine beliebte einnahmequelle. wenn dich auf der autobahn jemand beim überholen nötigt oder hier mal wieder jemand mit 90 km/h durch den ort ballert, ist niemand da. alles nur fassade ... ruhigstellen und in sicherheit wiegen. die leidtragenden sind die verantwortungsvollen, denen beim essen zugeschaut wird, obwohl sie einfach nur ihre ruhe wollen. täter kommen mit minimalen konsequenzen davon. opfer werden nicht geschützt sondern allein gelassen.
  4. zitierenxy12 schreibt am 16.09.2009 um 15:09 Uhr:Ja - unsere Radarkontrollen - die sind gerade in Krisenzeiten eine beliebte Einnahmequelle um wegbrechende Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen der Komunen zu kompensieren. Nix verkehrssicherung. Nur Knete. Wenn wir jetzt alle vorschriftsmässig fahren bricht auch noch diese Geldquelle von Staat, Stadt, Land und Gemeinden weg. Eigentlich sollten die mit jedem Knöllchen eine kleine rote Rose verteilen - DANKE für ihr Vergehen.
  5. zitierenDieRoteZora schreibt am 16.09.2009 um 15:23 Uhr:ja, wenn wir uns still verhalten, nicht mehr rauchen, kommunizieren oder gar das haus verlassen, könnten wir den staat ruinieren ;)
  6. zitierenxy12 schreibt am 16.09.2009 um 17:13 Uhr:Das "ruinieren" schaffen die in Berlin schon ganz alleine. Schaue dir den Defiziterfolg der amtierenden Rot / Schwarzen Regierung an. Dafür brauchen die gar kein Volk.

    (Eigentlich sogar im Gegenteil. Wenn die ganze Hartz IV Armee sich in Afghanistan umbringen lassen würde, würde es die Sozialkassen enorm entlasten. Daraus folgend müsste man sogar die Schläger von München härter bestrafen: sie haben ein wichtiges Mitglied der Gesellschaft umgebraucht. Einen Steuerzahler. Der arme Mann hat vermutlich in einem Jahr so viel an Steuern gezahlt, wie die Looser in ihrem ganzen Leben niemals zahlen werden. Die volkswirtschaftliche Tragödie dieser Straftat ist enorm. - und es sollte schnellstens ein Aufruf an die Zivilbevölkerung ergehen: Zivilcourage - ja bitte, aber nur für Leute ohne Arbeit und die sonst nicht von Volkswirtschaft wegen gebraucht werden. Alle anderen mit einem Steueraufkommen von > 10.000 Euro / p.a. haben sich von Gewaltausbrüchen aller Art möglichst entfernt zu halten. Das schliesst auch das Verbot der Teilnahme an Demos ein - siehe die Demo am Samstag in Berlin mit den etwas "dubios" reagierenden Polizisten.

    Und wenn wir schon so weit sind: dann kommen wir zu einem alten Projekt von mir: Autokennzeichen farblich staffeln. Nach der Höhe der jährlichen Steuerzahlung. Selbiges gilt dann auch für die Verkehrsregeln, Bauregeln und für die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen. Wenigzahler müssen langsam auf der rechten Spur bleiben - was die tun ist eh nicht wichtig. Vielzahler dürfen am linken Strassenrand ungebremst dahin brettern, Firmen ruinieren, Arbeitsplätze in den Müll managen und was sonst noch alles. Und wenn wir jetzt politische Vergünstigungen (ugs: Subventionen) an die Höhe der Einkommensteuerzahlungen des Vorjahres koppeln .... oh je, dann müssen wir uns fragen, ob wir noch über Fiktion oder schon Realität reden....?

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