YAIMM

06.04.2011 um 15:16 Uhr

Ich bin umgezogen

von: Yaimm   Kategorie: Mal so am Rande

...aber natürlich schaue ich immer mal wieder bei meinen Favoriten bei Blogigo vorbei.
Ich wünsch euch mit dem hoffentlich schnelleren Server wieder mehr Spaß hier, wer mich besuchen mag, dem schicke ich meine neue Blogadresse gerne per PN und wer losen Kontakt halten mag, bekommt auch meine Emailaddy.

TAKE CARE!

31.03.2011 um 22:51 Uhr

Nachtgeschichte

von: Yaimm   Kategorie: Gedankenschwurbel

Zwei Herren, beide ernsthaft erkrankt, belegten dasselbe Krankenzimmer.
Einer der Herren hatte die Erlaubnis, sich jeden Nachmittag für eine Stunde aufzusetzen, damit die Flüssigkeit aus seiner Lunge abfließen konnte. Sein Bett stand am einzigen Fenster des Raumes.
Der andere Herr musste die ganze Zeit flach auf dem Rücken liegen.

Letztendlich unterhielten sich die beiden Männer stundenlang.
Sie sprachen von ihren Frauen und Familien, ihrer Heimat, ihren Jobs,ihrem Militärdienst und wo sie im Urlaub waren.
Jeden Nachmittag, wenn der Herr im Bett am Fenster sich aufrecht hinsetzte, ließ er die Zeit vergehen, indem er seinem Zimmernachbarn all die Dinge beschrieb, die er draußen am Fenster sah.

Der Herr im anderen Bett begann aufzuleben in jeder dieser Stunden, wo seine Welt erweitert und belebt wurde durch all die Geschehnisse und Farben der Welt dort draußen.
Das Fenster überblickte einen Park mit einem schnuckligen See. Enten und Schwäne spielten auf dem Wasser während Kinder ihre Modellboote segeln ließen. Junge Verliebte bummelten Arm in Arm durch die unzählig bunten Blumen und eine schöne Aussicht auf die Silhouette der Stadt lag am Horizont.
Wenn der Herr am Fenster all dies beschrieb mit allen kleinsten Details, schloss der Herr auf der anderen Seite im Raum die Augen und stellte sich die bildhaften Szenen vor
An einem warmen Nachmittag beschrieb der Mann am Fenster eine vorüberziehende Parade. Obwohl der andere Herr die Kapelle nicht hören konnte, konnte er sie vor seinem geistigen Auge sehen, während der Herr am Fenster sie mit anschaulichen Worten beschrieb.

Tage, Wochen und Monate vergingen.

Eines Morgens, die Tagschwester kam um Wasser für das Bad zu bringen, fand sie den leblosen Körper des Herrn am Fenster, der friedvoll in seinem Schlaf verstorben ist.
Sie war traurig und rief die Bediensteten, um den Toten wegbringen zulassen.
Nach einer angemessenen Weile fragte der andere Herr, ob man ihn ans Fenster verlegen könnte. Die Schwester war erfreut über den Tausch und nachdem sie sich vergewisserte, dass er sich wohlfühlt, ließ sie ihn allein.

Langsam, schmerzvoll stützte er sich auf einen Ellenbogen um seinen ersten Blick auf die echte Welt draußen zu richten.
Er strengte sich an, sich langsam zu drehen um aus dem Fenster am Bettzu gucken. Es zeigte auf eine leere Wand..
Der Mann fragte die Schwester, was seinen verstorbenen Zimmernachbarn veranlasst hatte, ihm so wundervolle Dinge von draußen vor dem Fenster zu erzählen.

Die Schwester erwiderte, dass der Herr blind war und nicht einmal die Wand sehen konnte.
Sie sagte "Vielleicht wollte er Sie nur aufmuntern."

Epilogue:
Es ist eine riesige Freude, andere glücklich zu machen, ungeachtet unserer eigenen Situation. Geteiltes Leid ist halbes Leid, doch Freude, wenn geteilt, ist doppelte Freude.
Wenn Du Dich reich fühlen möchtest, zähle all die Dinge, die man für Geld nicht kaufen kann. "Heute" ist ein Geschenk, deshalb nennt man es "the präsent".
Die Herkunft dieser Geschichte ist unbekannt, aber es bringt ein Glücksgefühl für jeden, der sie weitergibt.

31.03.2011 um 16:17 Uhr

Blogigo den Spammern überlassen

von: Yaimm

Die technischen Schwierigkeiten und Spamblogs überreizen meine Geduld mit dieser Seite.
Ich will hier weg.
Einzig schade um die mir liebgewonnenen Blogs, ich werd sie mir wohl im Browser in die Favoriten packen.

28.03.2011 um 11:22 Uhr

Im Zeitalter von Photoshop

von: Yaimm   Kategorie: Mal so am Rande

Was heute alles so möglich ist... perfekte Körper auf Werbeplakaten, das Aussetzen von physikalischen Gesetzen, einfach alles kann man sich auf Bildern zurechtzaubern.

Gestern war ich mit einer befreundeten Band beim Fotoshooting mit ihrem neuen Drummer.
Wir hatten einen Riesenspaß und die Fotos sind so schon unglaublich geworden. Ich bewundere diesen Sinn für Licht, Schatten und Perspektiven.

Heute sah ich die Bilder in bearbeiteter Form auf der Homepage der Fotografin.
Ein paar Klicks hier und da und wow... dieses plastische hat einfach was. Ich hab mal ein paar Detailaufnahmen rausgesucht.

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23.03.2011 um 18:51 Uhr

Gück... Momente des Glücks

von: Yaimm   Kategorie: Gedankenschwurbel

Meine Oma ist 2008 gestorben... ein Teil der Familie raffte sofort ihre Sachen zusammen und stellte den unerwünschten Rest in einen Raum des Hauses von dem anderen Teil der Familie (man muss nicht lange raten, mit welchem Teil ich gut klar komme und von welchem ich mich schon lange distanziert habe).

Vor ein paar Wochen sollten meine Mom und ich schauen, ob wir etwas von diesen Sachen haben wollen, denn man kann sie ja nicht den Rest der Zeit dort liegen und verstauben lassen. Ich hatte mir schon nach ihrem Tod ein Kissen mitgenommen. Ich wollte etwas persönliches, etwas, bei dem ich sofort an sie denke, wenn ich es sehe. Solang ich denken kann, lag es bei ihr auf dem Sofa. Dieses Kissen ist so alt, daß selbst meine Mutter nicht sagen kann, wann sie es eigentlich gehäkelt hat. Es hat 70er-Jahre Farben, orange, braun und weiss.
Jeder Außenstehende würde sagen, ein wirklich grässliches Kissen - aber eben ein ganz besonderes für mich.

Ich konzentrierte mich bei den Sachen auf die Fotos und betrachtete sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie hat oft eigene Sprüche zu den Bildern geschrieben oder ausgeschnittene dazu geklebt. Ein Bild habe ich so gelassen, wie es war und mir hierhin gestellt.
Es zeigt meine Cousine und mich als Kinder.

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Ich habe mir das Bild lange angesehen und den Spruch mehrmals gelesen. Ich habe ihn verstanden. Aber es wäre zu lang, es zu erklären.

Ich war eben einkaufen und als ich an der Kasse mein Zeug auf das Band legte, sah ich hinter mir eine Frau mit einer Flasche in der Hand.
"Möchten Sie vorgehen?" fragte ich sie.
Ihr Gesicht erstrahlte, dann verzog sich die Miene wieder. Sie sah nach hinten zum Zeitungsstand und meinte "Da kommt aber noch eine Bravo dazu."
Ich lachte. "Kein Problem!", und sie strahlte wieder.
"Oh das ist ja toll, ich bin schon den ganzen Nachmittag unterwegs, vielen vielen Dank!"
Sie hat sich so sehr gefreut, daß ich das Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht bekam, sie mich in ihrer Freude über diese Kleinigkeit völlig mitgerissen.


Ein echter Glücksmoment.
Den nächsten hatte ich, als ich meiner Kleinen das neue "Haus Anubis" Heft in die Hand drückte, sie mich umarmte und mir ein "DANKE Mama!" entgegen strahlte.

Das wahre Glück, mein Freund...