YAIMM

30.01.2010 um 14:49 Uhr

Vor ziemlich genau einem Jahr

von: Yaimm   Kategorie: Geschichten vom Berg

...erhielt ich auf der Arbeit ein Paket vom internen Transport.
"Zu Händen Frau R. persönlich". Ich stöhnte und wollte schon losmaulen, was für einen Mist die Konstruktion oder wer auch immer mir jetzt wieder auf´s Auge drücken will.
Dachte mir aber, erstmal gucken.

Es lächelte mich ein Zettel an;

darunter eine CD, eine Einladung zu seinem 40. und...

Mir kamen fast die Tränen vor Freude und Rührung, ich war ganz sprachlos.

A zu beschreiben oder unsere Beziehung zueinander ist nicht so einfach.
Mit 15 war ich mal unheimlich in ihn verliebt. Naja eher heimlich, denn er war 23 und in meinen Augen unerreichbar. Wir begegneten uns immer dort, wo unsere Cliquen aufeinander trafen und ich himmelte ihn stillschweigend an. Irgendwann verlor man sich aus den Augen.
Vor gut 5 Jahren traf ich ihn wieder, auf einer Weihnachtsfeier unserer Abteilung. Berühmt berüchtigt zog sie schon immer die Mitarbeiter anderer Abteilungen und Werke an.
Als ich ihn sah, konnte ich es kaum glauben. Er schaute auch immer rüber und schien zu überlegen, ob und woher er mich kennt. Während ich noch drüber nachdachte, wie er auf diese Feier gelangt ist, saß er schon neben neben mir.
- "Woher kenn ich Dich?"
- "Aus alten Zeiten. Parties von X, ich hing immer mit **** zusammen."
- "Ah jaaa, stimmt. Wir hatten aber nicht wirklich was miteinander zu tun, oder?"
- "Nein, aber ich war sowas von verliebt in Dich."
Seine Augenbrauen gingen hoch.
"Was ehrlich?". Ich nickte. "Aber damals war ich noch fett und hatte einen Vokuhila!"
- "Ich fand Dich toll."
Er schaute mich an und mir fiel wieder auf, was für unglaublich schöne Teddyaugen er hat.
- Ich muß aber sagen, heute siehst Du noch besser aus als damals", stellte ich fest.
- "Wow... danke! Ich frage mich gerade aber auch, warum Du mir damals nicht aufgefallen bist."
- "Ich war 15...".
Eine Weile Stille.
Dann das übliche Geplänkel. Was machst Du so,blabla.
Zum Abschied umarmte er mich "Ich hoffe, ich sehe Dich schnell wieder."

Was die Monate darauf ablief, nannten wir "Ohne Rechte, ohne Pflichten."
Manchmal hatten wir tagelang keinen Kontakt und dann klopfte es in der Nacht an mein Fenster und zwei Teddyaugen schauten mich an. "Darf ich bei Dir bleiben?"
Es war ein erfrischend ungezwungenes Miteinander, dessen Ende vorprogrammiert war. Es war klar, daß daraus niemals eine Beziehung werden würde. Denn A hat ein Bild seiner Partnerin im Kopf und dem entsprach in den Punkten
- Kein Kind
- Keine langen Haare
- Keine Raucherin
nicht. Und wollte ich auch nicht. Ich fand seine Art der Partnerwahl - Liste im Kopf abschecken und wenn es paßt, auf das Verlieben warten - extrem suspekt. Außerdem gefiel mir, daß er extreme Zuneigung für mich hatte, obwohl ich diesem Muster absolut nicht entsprach.

Das Ende dieser Phase, für die ich kein Wort finde, kam mit einem Konzert der Toten Hosen, wie skurril. Wir sahen uns den ganzen Abend kaum und trafen erst auf dem Weg zur Parkgarage wieder aufeinander. Er wirkte bedrückt.
- "Was ist denn los?"
- "Ich glaube, ich habe mich verliebt."
- "Wow, laß mich raten, das kurhaarige Mädel, was mit **** gekommen ist. Ist doch klasse!"
- "Tut mir leid."
- "Du spinnst."

Wir sahen uns eine Weile nicht. Eines Abends stand er vor meiner Tür. Er sah extrem fertig aus. Sein Vater, der seit Jahren an Darmkrebs litt, war nun in der Sterbephase. Er hat das alles schon einmal mitgemacht, denn kurz bevor die Krankheit festgestellt wurde, starb seine Mutter an Krebs. Und er durchlebte diesen Albtraum wieder. Zusehen, wie ein geliebter Mensch stirbt. Katheder wechseln, Morphium verabreichen. Sich anschreien lassen und den Kranken trösten, wenn er weint. Für mich unvorstellbar, wie er sich dabei die positive Lebenseinstellung erhalten konnte.
Diese war zu der Zeit an der Grenze, er war an seiner Grenze. Er wollte sich aussprechen, anlehnen. Und so verbrachten wir die Nacht, ich sitzend, er liegend, während ich seinen Kopf auf meinem Schoß kraulte. Und er redete sich alles von der Seele. Am Ende sagte er: "Danke. Danke, daß Du da bist. Bei meiner Freundin fühle ich diese Geborgenheit einfach nicht."
Es hat mich ebenso gerührt wie betroffen. Denn ein Partner sollte in so einer Situation der Anker sein.

Ich sehe ihn nur noch sehr selten, aber er überrascht mich immer wieder.
Zu meinem Geburtstag lag einmal die Single "Du erinnerst mich an Liebe" in meinem Briefkasten und darauf mit Edding

Kleine SMS, die mich umhauen.
Ein Anruf vom Rock am Ring bei Madsen, sie spielen gerade "Die Perfektion".
Ich bewahre mir all diese Dinge auf. Auf Bildern, in Schubladen, im Herzen.

Es sind diese Momente und diese Menschen, die mein Leben so lebenswert machen.
Die, die mich unabhängig von äußeren Umständen mögen und lieben, einfach für das, was oder wie ich bin.
Diese Raritäten, die ich vom ganzen Herzen liebe.
Ohne jeglichen sexistischen Hintergedanken.

29.01.2010 um 16:39 Uhr

Geschichten vom Berg; Stau

von: Yaimm   Kategorie: Geschichten vom Berg

"Ein guter Tag für Fitness/Wellness" stand in meinem Tageshoroskop.
Ja wie... erst Fitness, dann Wellness?
Ich hatte meine Fitness meiner Meinung nach, als ich mit meinem Kollegen zum Rauchen raus wollte und sah, daß sich unser automatisches Tor senkte. Ich setzte also zum Spurt an und schlupfte hindurch. DC drehte sich verwundert zu mir um.
"Bist Du gelaufen? So richtig gelaufen? Ich glaube, ich habe Dich noch nie laufen sehen."
Tzzzes... und als ich beim Fitness-Horoskop drauf hinwies, brach er auch noch in Gelächter aus.
Tzzzeszzzes!

Trotzdem hatte ich meine Fitness, denn es hatte ja letzte Nacht und heute tagsüber unermüdlich geschneit...

Also wieder Schnee schieben.

Während ich auf der Hälfte angekommen war, fuhr das Schneeräumfahrzeug vorbei. Etwas neidisch blickte ich schon auf die leergefegte Fläche, die es hinterließ und das in Sekunden.
Nach getaner Arbeit begutachtete ich mit Percy mein Werk.

Auch er schien zufrieden.
Klotzen statt Kleckern war gestern die Devise, also wollte ich heute auch noch was nachhaltigeres schaffen. Und so fing ich an, die erste Schneekugel zu rollen. Bei der zweiten ließ Linchen sich dann überreden, mitzumachen. Während wir unserem Schneemann noch den letzten Schliff gaben, kam plötzlich ein LKW vorbei gerutscht. Rutschte, rutschte... und blieb stehen. Mit einem Rad in den Schneehügel am Straßenrand. Da saß er nun fest. Kurze Zeit später kam das nächste Auto und konnte nicht weiter, anschließend schloß sich noch das Räumfahrzeug auf seinem Rückweg an.
Da standen sie, versperrten zu dritt die Straße und spekulierten herum.

Letztendlich entschieden sie sich, daß der Fahrer des Räumfahrzeugs umdreht (auf meinem frisch geschobenen Hof, hach da hätte er doch gleich mal... hätten ihnen das nicht auf dem Hinweg passieren können?) eine Runde dreht und ihn von vorne rauszieht. Gesagt, getan und schon war wieder Ruhe eingekehrt.

Und es schneit immer noch munter weiter.
Aber egal, Wochenende! Und ich habe ja noch eine Verabredung mit der Wellness ;)

27.01.2010 um 16:07 Uhr

Meine liebe Emily,

von: Yaimm   Kategorie: Gedankenschwurbel

eines Tages, ich war gerade beim Unkraut jäten, stach mich eine Wespe in den Nacken. Wütend lief ich in den Schuppen und schnappte mir eine Dose Insektenspray und eine Fliegenklatsche. Dann stürmte ich in den Garten, um den Wespen den Krieg zu erklären. Ich war entschlossen, sämtliche Wespen auszurotten, die in und um meinen Garten herum summten.
Zwei Stunden später war das Kartoffelbeet immer noch voller Unkraut, der Rasen war noch nicht gesprengt und die Möhren noch nicht gedüngt.
Aber das kümmerte mich nicht, denn ich wollte die Wespen töten. Aber das Problem war, dass es einfach nicht weniger wurden.
Es dauerte Stunden, bis mir klar wurde, wie verrückt das alles war. Es würde immer mehr Wespen geben, als ich totschlagen konnte und ich fühlte mich hundeelend.

 

Im Leben ist es genauso. Es wird Zeiten geben, in denen du dich um deinen eigenen Kram kümmerst und niemandem etwas zuleide tust.
Und dann kommt plötzlich jemand vorbei und ärgert dich. Du hast zwei Möglichkeiten zu reagieren:
Du kannst wütend werden und tagelang deine Zeit damit vergeuden und mit jedem Streit anfangen, der dir bedrohlich erscheint. Wenn du das tust, wirst du am Ende feststellen, dass du nichts erreicht hast.
Besser ist es, sich so gut es geht zu schützen und seinen Garten zu genießen.

 

Wenn du gestochen wirst, tut es weh; du weinst vielleicht und fragst dich, womit du eine solche Behandlung verdient hast. Aber dabei lässt du es dann am besten bewenden.
Atme tief durch, kühle den Stich, wisch deine Tränen ab und setze ein Lächeln auf. Wende dich wieder deinem Garten zu und erfreue dich an seiner Schönheit.
Ich hoffe, du verstehst, was ich dir sagen will.
Pflege deinen Garten und genieße dein Leben.

 

In Liebe,
Opa Harry

27.01.2010 um 16:02 Uhr

´94

von: Yaimm   Kategorie: Es war einmal...

Die Geschichte von der Liste hat mich dazu gebracht, eine fast vergessene Kiste wieder heraus zu kramen und zu durchwühlen.
Alte Fotoalben, vieles aus der Schulzeit.
Melanie. Melanie und ich strahlend Arm in Arm. Sie war meine beste Freundin von der ersten Klasse an, wir sind durch dick und dünn gegangen. Irgendwann verlor es sich ein wenig und in der achten Klasse blieb sie plötzlich weg. Später kam heraus, daß sie von ihrem fast 30 Jahre älteren Freund schwanger, von zu Hause abgehauen und zu ihm in die Komune gegangen war.
Was auch immer das für eine "Sekte" war... Ich sah sie nie wieder.
Jahre später bekam ich einen Anruf. "Melanie ist tot". Sie ist an ihrem 23. Geburtstag mit dem Auto von der Straße abgekommen und hat sich überschlagen.
Noch heute mahnen ein Holzkreuz und immer frische Blumen die Stelle.
Ich ging zur Beerdigung und traf all die Mädels aus den alten Zeiten dort wieder. Und ihre Tochter. Inzwischen 8 Jahre alt, sah sie aus wie der eineiige Zwilling ihrer Mutter im gleichen Alter. Eine verwirrende Situation. Da stand Melanie an ihrem eigenen Grab...
Es war wie ein Schubs in die Vergangenheit.

Zwischen all den Fotoalben und losen Bildern fand ich unsere Abschlußzeitung. Inzwischen recht vergilbt und mit fransigen Ecken versehen, aber durchaus noch lesbar.
"Abschluß ´94". Ich mußte beim Durchblättern lachen, wie konnte ich nur einige der Anekdoten vergessen? Was war das für eine wilde, unbeschwerte Zeit!
Nach zehn Jahren hat einer der ehemaligen Mitschüler, inzwischen Wirt eines eigenen Gasthauses, ptaktischerweise mit Saal, ein Treffen organisiert. Bis auf eine Handvoll waren alle Abgänger des Jahres da. Und ich hörte immer wieder, ich hätte mich gar nicht verändert. Weiß bis heute nicht, ob das ein Kompliment war...

Ich habe mit niemandem aus meiner Klasse heute noch Kontakt.
So eine Liste wäre eine tolle Erinnerung gewesen.

25.01.2010 um 17:41 Uhr

Die Liste

von: Yaimm   Kategorie: Gedankenschwurbel

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen.
Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben.
Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie Ihre Blätter der Lehrerin.


Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten.
Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle.
"Wirklich?", hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare.
Niemand erwähnte danach die Listen wieder.
Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt.


Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen. Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathelehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen."
Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
"Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das  wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen."

Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt."
Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch". Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen.
"Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird.
Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind.

Sag es ihnen, bevor es zu spät ist.

22.01.2010 um 15:53 Uhr

Kurz eingeworfen

von: Yaimm   Kategorie: Gedankenschwurbel

... weil ich es gerade gelesen habe und so drüber lachen musste:

Gerade die Herausbildung der typischen Verhaltensweise der Sesshaftigkeit ist es die mich bisher davon abhielt, mir auch so ein possierliches Männchen in die Wohnung zu holen. Der gewaltige Zeit- und Pflegeaufwand steht in keinem Verhältnis zu dem - zugegeben manchmal drolligen - Balzverhalten.

 

05.01.2010 um 12:25 Uhr

Eiszeit

von: Yaimm   Kategorie: Geschichten vom Berg

Wir leben seit zwei Wochen in einer surrealen Eiswelt.

Alles ist überzogen mit einer dicken Schicht Eis.

Vom kleinsten Grashalm bis hin zum Haus, quasi alles, was draußen ist, ist eingeforen.
Ich habe gestern mit meinem Schrauber gesprochen und abgemacht, daß wir mein Schätzchen heute zu ihm bringen. Ich bin also raus, um es von der 30cm Schneeschicht zu befreien.
DAS war kein Problem, aber danach hatte ich eins...

Auweia... 
Kein Chance, die Tür aufzukriegen. Aber beim Kofferraum gelang es mir, so konnte ich rein klettern und die Tür von ihnen aufbrechen.
Das nächste Problem war die monstermässige Eisschicht auf der Frontscheibe. Aber danke eines Heizlüfters, eine Stunde auf voller Leistung, konnte auch die beseitigt werden.

Könnte bei den Straßenverhältnissen interessant werden, das Baby nachher abzuschleppen. Ohne eigene Antriebs- oder Bremskraft. Ich bin da eigentlich nicht ängstlich, aber bei der Berg- und Talfahrt, die uns bevor steht, hab ich kein gutes Gefühl.

Wenn wir das hinter uns haben, kann ich diese Eiswelt vielleicht auch geniessen, denn sie sieht ja eigentlich unglaublich schön aus!

Zum Glück habe ich diese Woche noch frei!

03.01.2010 um 13:00 Uhr

Caillean n´ha Ceridwen

von: Yaimm   Kategorie: Gedankenschwurbel

freut sich, wenn man ihr Gedicht verwendet und ich tue es gerne, es ist grandios:

Der See der ungeweinten Tränen – so groß und tief,
in Ihn fließen die Bäche der Verletzungen;

Die Berge der Verzweiflung, mit dem Eis der Einsamkeit,
den Schluchten der Hoffnungslosigkeit und den Abhängen der Hilflosigkeit,
so groß, weit und gefährlich;

Die Wälder der Liebe, mit der zerstörten Schonung der Geborgenheit die den Unwettern des Schweigens und des Hasses zum Opfer fiel, die Bäume krank, verkrüppelt weil der Schatten der Gleichgültigkeit ihnen nicht genug Licht zum wachsen ließ, die Erde sauer und versumpft von Ablehnung, durchflossen von den Bächen der Verletzungen, durchsetzt mit den Dornendickichten der Narben meiner Seele;

Die Wiesen der Freundschaft, durchsetzt mit den Sümpfen der Lügen, dem Treibsand des Benutzt Werdens, durchflossen von den Bächen der Verletzungen, die vereinzelten Wildblumen des Verständnisses bleiben klein und sind kaum erkennbar;

Das Meer der Hoffnung, unerreichbar durch die Klippen der Angst und die Riffe der Isolation;

Das Wolfsrudel des Mutes – nur ein paar kaum lebensfähige Welpen sind noch am Leben,
deren Mutter im Meer der Hoffnung an einem der Riffe der Isolation ertrank, der Leitwolf ertrunken im See der ungeweinten Tränen, die starken Jungwölfe erfroren im Eis der Einsamkeit, die Wölfinnen verendet in den Sümpfen, der Wälder der Liebe oder der Wiesen der Freundschaft, die Rüden verendet weil sie in den Schatten der Gleichgültigkeit den Weg aus dem Wald der Liebe nicht mehr fanden....

Und doch füttere ich die Welpen mit der Musik der Zuversicht, nähre sie mit meiner Liebe und meiner Wut, und Hoffe sie werden es trotz allem Überleben und zu einem neuen starken Wolfsrudel heranwachsen das den Gefahren meiner Seelenlandschaft gewachsen ist.

 

02.01.2010 um 23:33 Uhr

Der Anfang beginnt mit einem Abschluss

von: Yaimm   Kategorie: Gedankenschwurbel

Es sind diese Lügen, all die Lügen.
Ich bin es so leid, angelogen zu werden und zum Lügen gezwungen zu werden, um die Fassade eines Anderen aufrecht zu erhalten.
Ich bin es so leid, jemandem Loyalität zu zeugen, der das in der Form nicht mal im Ansatz für mich tun würde.

Schluß damit.
Das Päckchen ist gepackt, der Brief ist geschrieben und mit eingetütet.
Montag wird es zusammen auf die Reise gehen.

Es tut mir nicht leid, ich muß mich für nichts entschuldigen, aber ich finde es verdammt schade.
Schade, daß die Machenschaften eines Einzelnen negativen Einfluss auf so viele andere Menschen haben muß, die einfach gar nichts dafür können.

Ich werde mit diesen Machenschaften in Zukunft nichts mehr zu tun haben.

ByeBye 2009 und mit Dir ein Mensch, der mir nicht gut tut... und willkommen 2010.