Z.ART

31.10.2006 um 19:16 Uhr

LIEBE

Musik: Vangelis

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Ich habe ein sehr großes Faible für Vögel,
und wenn mich zuweilen vom Spätherbst,
bis weit in den Frühling hinein
das Rotkehlchen besuchen kommt,
ja, da geht mein Herz förmlich über.
Es auch nur für wenige Minuten
betrachten, beobachten zu können,

 

 

löst ein enormes Glücksgefühl in mir aus.

 

 

Ich stehe dann immer wie versteinert
vor dem Fenster und getraue mich
fast nicht zu atmen …
lasse dieses Vöglein
förmlich in mich einfließen.

Ich liebe es sehr!

 

 

Fotoquelle: alle aus dem Netz

 

 

29.10.2006 um 19:39 Uhr

DURCH DICH, ABER NICHT VON DIR

 

Musik: Kate Bush - Prologue

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Bildquelle: Galerie www.antje-sleuser.de/

 

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht
des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind,
gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,
aber nicht eure Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben,
aber nicht ihren Seelen,
denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,
das ihr nicht besuchen könnt,
nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein,
aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts,
noch verweilt es im Gestern
.

Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

 

Der Schütze sieht das Ziel
auf dem Pfad der
Unendlichkeit,
und er spannt euch
mit seiner Macht,
damit seine Pfeile
schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen
von der Hand des Schützen
auf Freude gerichtet sein.

 

denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt,
so liebt Er auch den Bogen, der fest ist.


@Khalil Gibran/1883-1931

 

 

24.10.2006 um 23:35 Uhr

KUSS

 

Musik: Lisa Stansfield

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Dich küssen wollen
deine Finger und deine Handflächen
deine Lippen und deine Zunge
deine Augen und deine Brüste
deine Achselhöhlen und Kniekehlen
und deinen Schoß

Dich einatmen wollen
und ausatmen
und wieder einatmen beim Küssen
dich berühren und sehen wollen
und riechen und kosten beim Küssen

Dich anbeten beim Küssen
und bei jedem Gedanken daran
dich geküsst zu haben
und dich wieder zu küssen

Und wissen dass du es bist
beim Denken an dich
und beim Küssen

 

Worte: Erich Fried (1921-1988)
Bild: Galerie www.katter.at

 

 

20.10.2006 um 11:11 Uhr

STAUNEN

 

Bildquelle: Galerie Digicamfotos.de


Das Leben ist verhüllt und verborgen,
wie auch euer größeres Selbst verborgen
und verhüllt ist.

Aber wenn das Leben spricht,
werden alle Winde Worte;
und wenn es von neuem spricht,
so wird das Lächeln auf euren Lippen
und die Tränen in euren Aug' zum Wort.

Wenn es singt, hören es die Tauben
und sind ergriffen;
und wenn es sich langsam nähert,
sehen es die Blinden und sind entzückt
und folgen ihm verwundert und erstaunt

 

Gedicht @Khalil Gibran

 

 

12.10.2006 um 23:40 Uhr

LICHTQUELLE

 

Musik: The long and winding road

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Glaubst du nicht,
es liegt vielleicht an Dir,
wenn du dich im
Schatten
wähnst

obwohl du doch von
Licht
umgeben bist?
Glaubst du nicht,
dass sich hinter jedem
Schatten
Licht
verbirgt,
verbergen muss?
Wäre es nicht besser,

den Blick auf das
Licht
zu lenken?

Nimm dir Zeit
bei der Suche nach der

Lichtquelle.
Es lohnt sich!

 

@zartgewebt

 


 

Bildquelle: Rene`Magritte

 

 

07.10.2006 um 21:47 Uhr

ES IST GUT SO!

 


 

Du, ja du,
weckst mich oft mit einem sonnigen Lächeln,
malst mir die atemberaubendsten Bilder,

 

 


betörst mich mit deinem Duft.

 

 

Ein prickelnder Schauer durchrieselt meinen Körper.

 


 

Ich lass dich auf meiner Zunge zergehen.

 


 


Du hast mich verzaubert!

 

 

Nur, du kannst auch anders.
Zeigst mir an manchen Tagen
die kalte Schulter,

hüllst dich in Schweigen

 

Ja, auch das bist du!
Ich mag dich, so wie du bist.

Es ist gut so!

 

@zartgewebt

 

 

Bild 1/Galerie coughtintimephotography.com
restl.Bilder digicamfotos.de
 
 

03.10.2006 um 23:32 Uhr

BIN MIR FREMD - MANCHMAL

 

Bildquelle: Bernd Rosenheim

 

Manchmal
manchmal bin ich mir selber fremd,
erkenn` mich nicht wieder.
Das erschreckt mich.

Habe ich so viele Gesichter?
Oder ist es vielleicht nur deshalb,

weil es Seiten von mir gibt,
Seiten, die brach liegen,
Seiten, die jemand gekonnt
zu wecken vermag?

@zartgewebt

01.10.2006 um 21:14 Uhr

ICH GLÜHE!


 

Du tust mir so gut,
verwöhntest mich heute sehr!
Liebkosungen der besonderen Art.

Bedecktest Mund, Wangen, Hals
mit lodernden Küssen,
schmiegtest dich an mich,
sanft, weich und warm,
zärtlich meine Schenkel berührend,
konnte deinen heißen Atem spüren.
Grubst dich tief in meinen Schoß,
nährtest mich – gabst mir Kraft.


Ach Sonne
du gibst so viel!
Ich glühe!

 

@zartgewebt



Bildquelle: Andreas Tschannen
Sonnenanimation: www.hs.uni-hamburg.de