BÖSE GEDANKEN
Aua!
Wer streut da Reißnägel?
Bildquelle: Naomi Lawrence
@zartgewebt
Musik: Ritchie Blackmore
Musik: Peter Green – A fool no more
Der Schein ist oft trügerisch!
Musik: Boris Bukowski – Vereinsamt
Hörprobe:
(Track 8) play
Die Krähen schrein
und ziehen schwirrend Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. -
Wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!
Nun stehst du starr,
schaust rückwärts, ach! Wie lange schon!
Was bist du Narr
vor Winters in die Welt entflohn?
Die Welt - ein Tor
zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
was du verlorst, macht nirgends halt.
Nun stehst du bleich,
zur Winter-Wanderschaft verflucht,
dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.
Flieg, Vogel, schnarr
dein Lied im Wüstenvogel-Ton!
Versteck, du Narr,
dein blutend Herz in Eis und Hohn!
Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein, -
Weh dem, der keine Heimat hat!
@Friedrich Nietzsche
Heiner
Bauschert - Handgedruckte Farbholzschnitte
Musik: Al Green
Ich verstehe es nicht!
Besitzen wir doch alle
etwas äußerst Wertvolles,
dennoch, irgendwie – so scheint mir,
fehlt es uns an der Gebrauchsanleitung.
Es ist kein großer Aufwand von
Nöten
kostet nichts
ist
jederzeit verfügbar
ja, geradezu unerschöpflich
und doch geizen wir damit.
Ist dir eigentlich bewusst, dass du etwas
unermesslich Wichtiges zurückhältst?
Du weißt doch, was ich meine?
Warum zögerst du?
Bitte!
Musik: Joe Cocker – You are so beautiful
Oh du, wenn deine Lippen mich berühren,
dann will die Lust die Seele mir entführen.
Ich
fühle tief ein namenloses Beben
den
Busen heben.

Mein Auge flammt,
Glut schwebt auf meinen Wangen;
Es schlägt mein Herz
ein
unbekannt Verlangen;
Mein
Geist, verirrt
in
trunkner Lippen Stammeln
kann
kaum sich sammeln.
Mein Leben hängt in einer solchen Stunde
an deinem süßen, rosenweichen Munde,
und will, bei deinem trauten Armumfassen,
mich fast verlassen.
Oh! daß es doch nicht außer sich kann fliehen
die Seele ganz in deiner Seele glühen!
Daß doch die Lippen,
die
voll Sehnsucht brennen,
sich
müssen trennen!

Daß doch im Kuß' mein Wesen nicht zerfließet
wenn es so fest an deinen Mund sich schließet,
und an dein Herz
das niemals laut darf wagen
für
mich zu schlagen!
@Karoline Louise von
Klenke (1754-1802)
Bildquelle: www.jana2002.com