Z.ART

30.04.2007 um 23:59 Uhr

ICH WÜNSCH DEN KUSS

 

Musik: Lagbaja

play

 

 

Deinem Kuß möcht' dar ich bringen
mehr ... viel mehr als nur den Mund
ließe tief in mich ihn dringen
wie den Sonnenstrahl der Grund

 



Wie der Grund das glühend Weben
das in seinen Schoß sich gießt
dem aus diesem Kusse Leben
Blühen segensreich entsprießt

 



Dieser beiden Liebestaten,
daß sich eins dem andern leiht
jede Blume darf's verraten
jeder Traube Süßigkeit; -

 



Unser Kuß, er gilt als Sünde
und Dein Mund, der küßt, er - spricht ...
drum - wie sich dies Herz auch winde -
wünsch' ich ihn und - küß Dich nicht.

 

 

@Sidonie Grünwald-Zerkowitz (1852-1907)
Bildquelle: Rabi Khan

 

30.04.2007 um 10:25 Uhr

DAMPF ABLASSEN

 

Musik: Joe Satriani - The Extremist

play

 

 

 

Harte Gitarrenklänge,

wild, wo es so richtig fetzt,

mein Körper wie unter Strom steht,

die Gedanken verpuffen (für kurze Zeit)

ja, manchmal verlangt es mir nach

derartiger Musik.

 

Sie ist wie ein Ventil!

 

Ein Ventil, um Dampf abzulassen –

um aus mir „rauszugehen“!

Sag, wie verhinderst du das Überkochen?

Oder gibt es bei dir nur „kalte Küche"!

 

 

zartgewebt

 

 

 

23.04.2007 um 20:58 Uhr

FÜHRE ZÄRTLICH DEN BOGEN

 

Musik: Meditation from Thais
play

 

Bildquelle: Pino Daeni - Italien

 

Führe zärtlich
den Bogen -

streiche
mich sacht,
bring zum Vibrieren
den Körper -
lass ertönen
ihn sanft.

Der Klang
so bezaubernd -

betörend
und rein,

vermag zu nässen
das Auge -
den Weg dir weisen

tief in die Seele
hinein.

 

@zartgewebt 



21.04.2007 um 19:53 Uhr

EINBILDUNG?


Musik: John Hiatt
play

 


 

Ungläubig haben sie den Kopf geschüttelt!
Doch es stimmt; ich kann mich erinnern…
Erinnern daran, als ich die Milch noch
aus der Flasche genuckelt habe.
Ich sehe mich ganz deutlich auf dem kuscheligen,
roten Sofa liegend das Fläschchen verweigern.

Mich ekelte!

Die Flasche war neu, nein – nicht neu,
nur von der Nachbarin geborgt,
denn die Eigene war zerbrochen.

Mich ekelte! Mich ekelte vor der Flasche!

Sie war aus einem anderen Material gefertigt,
zudem hatte sie eine grässliche Farbe.

Einbildung – sagt meine Mutter,
denn sie kann sich an diese Szene leider nicht mehr erinnern.
Und auf die Frage hin, bis zu welchem Alter ich denn nun
Flaschennahrung gereicht bekommen hätte,
bleibt sie mir leider auch eine Antwort schuldig.

Sie wusste es nicht mehr!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich diese Begebenheit
aus meiner Phantasie geschöpft haben soll,
denn die Erinnerung ist sehr greifbar.
Auch, dass mir mein Gitterbett nicht behagte,
die sich vor mir auftürmenden Stäbe furchteinflößend
auf mich wirkten, habe ich noch genau vor Augen.

Wie weit mag unsere Erinnerung wohl zurückreichen?

Nun, wie dem auch sei,
ich finde es nur wahnsinnig faszinierend,
wie „zeitlos“ sich so Erinnerungen,
Gefühle, Emotionen, Gerüche in unser Gehirn heften.

Irgendwie fühle ich mich immer „gleich alt“.

Klingt komisch – ich weiß;
zwar gereifter aber nicht anders…

zartgewebt

 


 
Bildquelle: www.schwingung-und-gesundheit.de / Ursula Schumann

 

 

16.04.2007 um 22:37 Uhr

UND ICH, ICH SCHMELZE

 

Musik: Joe Satriani

play

 

Bildquelle: Brita Seifert

 

Ein Wort oft nur
und ich schmelze.

Ein kleines Wort manchmal
kein bestimmtes
eigentlich unbedeutend
doch ich -
ich schmelze.

Ein Wort oft nur
oder ihrer zwei
versteckt
im dichten Wörterdschungel
klitzeklein
fernab von teuren Liebesschwüren
unbedacht gesagt
manchmal -
wie verlaufen scheinend
mitunter auch
bestimmend
fordernd
fest
 
ach 
und ich
ich schmelze

 
@zartgewebt

 

 

11.04.2007 um 11:00 Uhr

AUSGEATMET HAST DU MICH

 

Musik: Björk – Oceania

play

 

 

Ausgeatmet hast du mich

 

 

 

doch manchmal
manchmal
kann noch fühlen ich
spüren deinen Odem

 

 

 

Du langst nach mir
zärtlich
forderst mich zurück

 

 

 

Ich werde wiederkehren

 

 

 

irgendwann…

 

 

 

ganz bestimmt!

 @zartgewebt

 


  

Bildquelle: Ebrahim Ehrari

 

 

09.04.2007 um 00:37 Uhr

ERBLÜHEN


Musik: The Sensual World

play

 

 


Du ergreifst Besitz von mir

mit voller Inbrunst

Lust und Wonne

dringst ein

lässt erschauern mich

strahlst um die Wette

mit der Sonne

Dein köstlich Nektar

zerfließt in meinem Munde

du erquickst mich

stillst mein Verlangen

lässt es tropfen auf die Zunge

 

@zartgewebt

 


Bildquelle: www.katter.at

 


06.04.2007 um 13:37 Uhr

WERDE STILL

 

Musik: Kate Bush – An Architect`s Dream

play

 


halte inne


 
werde still

 

 
einen Moment lang

 

 
Freudvolle Osterfeiertage!

 

Bildquelle: Giovan Battista Mazzucco

 

03.04.2007 um 11:04 Uhr

SANFT ZÄRTLICH - NICHT VAGE

 

Musik: Bowie – Wild ist he wind

play

 

Bildquelle: Jia Lu

 

Was machst du

machst du nur,

tust du mit mir?

Schmiegst dich an

umschlingst mich

schmeichelst -

wie soll ich so

so nur widerstehen dir?

Bin doch längst schon erlegen

deiner Kosung - der weichen

ausgeliefert ihr.


Zeichnest nach

die Konturen

sanft zärtlich - nicht vage

legst frei!

Kann mich nicht wehren

bin dir erlegen

nenne es nicht

Spielerei!

@zartgewebt