DAS TIER IN MIR
Bildquelle: Sue Anna Joe
Nimm mir
meine Eitelkeit
erweck
das Tier in mir!
@zartgewebt
Bildquelle: Sue Anna Joe
Nimm mir
meine Eitelkeit
erweck
das Tier in mir!
@zartgewebt
Musik: Since I`ve been loving you

Bildquelle: Jaroslaw Kubicki
Mein Geschlecht zittert
wie ein Vögelchen
unter dem Griff
deines Blicks.
Deine Hände eine zärtliche Brise
auf meinem Leib.
Alle meine Wachen
fliehn.
Du öffnest die letzte Tür.
Ich bin so
erschrocken
vor Glück
daß aller Schlaf
dünn wird
wie ein
zerschlissenes Tuch.
@Hilde Domin (1909-2006)
Musik: Brian Eno /Harold Budd
Bildquelle: unbekannt
Lösch mir die Augen
aus: ich kann dich sehn,
wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören,
und ohne Füße kann ich zu dir gehn,
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.
Brich mir die Arme ab, ich fasse dich
mit meinem Herzen wie mit einer Hand,
halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,
und wirfst du in mein Hirn den Brand,
so werd ich dich auf meinem Blute tragen.
@Rainer Maria Rilke
Ja,
es gibt sie,
so Bilder, Gedichte, Worte,
die berühren
mich ganz tief.
Sie vermitteln Wärme,
Hoffnung, Zuversicht,
Liebe.
Ich
fühle mich beim
Sehen, Hören,
Lesen
gut abgeholt bzw.
aufgehoben.
zartgewebt
Anybody here?
Yes
Yes Yes Yes
Yes
Yes
Bin da.
Ja.
Bin doch da!
Deck mich zu!
So deck mich zu!
Bedecke mich!
“zartgewebt”
Bildquelle: unbekannt
Musik: Ain`t no
sunshine when she`s gone
Bildquelle: Sue Anna Joe
Nun
weiß ich, daß Du in mein Leben greifst
und nicht in Unrast nur vorüberstreifst.
Wie eine Sonne stehst Du über mir,
und angstvoll bebend blick ich auf zu Dir.
Du stolzes Himmelsfeuer, glutentfacht,
Du leuchtest Blut in meine stille Nacht.
In Flammen blüht, wenn je Dein Hauch herrührt.
Auflodernd hat es meine Brust gespürt,
bist eine Sonne, die nicht wiederkehrt.
Achtlos, was sie auf ihrer Bahn verzehrt,
ob hell in Gluten dörrt die arme Flur,
sie rollt vorbei auf gelber Feuerspur.
O Sonne, sieh im Staube mich vor Dir!
Mir bangt vor Deiner Glut, - mir bangt vor mir!
Ich fühl es, daß Du mir Vernichtung bringst,
wenn Du die Flammenarme um mich schlingst.
Und
doch! Hier steh ich, und ich fleh Dich an:
Vernicht mich, so Du willst – was liegt daran!
@Marie Stona (1861-1944)