WAHRNEHMUNG
Ich blicke den Baum
sehe ihn
im gleichen Moment
werde ich erfüllt
nehme "das" wahr.
Kennst du das Gefühl?
@zartgewebt
Bildquelle: 1 @zartgewebt – 2 unbekannt
Ich blicke den Baum
sehe ihn
im gleichen Moment
werde ich erfüllt
nehme "das" wahr.
Kennst du das Gefühl?
@zartgewebt
Bildquelle: 1 @zartgewebt – 2 unbekannt
Musik: Wim Mertens – Often a bird
Es war in der Schule
im Religionsunterricht,
vor ein paar hundert Jahren ungefähr *grins*.
Die Lehrerin, eine Ordensschwester,
gab uns die Möglichkeit,
uns durch einen Tanz auszudrücken.
Sie verdunkelte den Raum,
und wir Mädchen stellten uns
in die Mitte dessen,
um unseren Gefühlen
Ausdruck zu verleihen.
(Die Tische wurden vorab
an den Rand gerückt.)
Es erklang ganz wunderbare Musik.
Ich war hingerissen,
verzückt von den Klängen
und begann mich zu drehen,
zu wiegen,
schwebte durch die Lüfte,
verschmolz mit dem Boden;
ich fühlte mich
in meinen Körper hinein
und alles Schwere entwich.
Ein überaus befreiendes Gefühl!
Dazu sollte man aber wissen,
dass ich ein sehr
schüchternes Mädchen war
und (eigentlich) noch bin.
Ich meine schüchtern,
nicht Mädchen – na ja *zwinker*
Auf alle Fälle habe ich mich
völlig dem Klang hingegeben,
alles rausgelassen,
mich „fallen lassen“.
Nur, dass ich
ganz alleine getanzt habe,
das wurde mir
erst im Nachhinein klar,
denn als die Musik verebbte,
ich langsam wieder zu mir kam,
saßen alle Mädchen auf dem Boden.
Sie hatten einen Kreis um mich gebildet
und applaudierten; auch die Nonne.
Mir war das dann schon etwas peinlich …
kam es doch einer Entblößung gleich.
@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt
Musik: Noto & Sakamoto – Trioon
zartgewebt auf Abwegen
Natürlich mag sie es auch unnatürlich!
Video: Ars Electronica
Ein klitzekleiner Eindruck
von mir dieser Tage bildlich eingefangen:
100 Erikas
Wie bilden sich die Menschen
ein klares Bewusstsein über andere Menschen?
Was veranlasst sie,
jemanden zu mögen oder abzulehnen?
100 Erikas thematisiert den
entscheidendsten Faktor dieser Wahrnehmungen,
Gefühle und Emotionen ….
Mertz
Eine Kinderstimme, große Augen
und buschige Augenbrauen –
Mertz ist ein "Face Roboter",
der Sympathien weckt.
Sobald er einen Menschen
in seiner Umgebung wahrnimmt,
nimmt er Kontakt auf…
Quartet
„Quartet“ macht Sie
zu einem Teil eines Quartetts.
Auf einer Tastatur können Sie
ein musikalisches Motiv einspielen ...
Knock! Music Program
„Knock! Music Program“ vermittelt
auf interaktive und spielerische Weise
Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien.
Jede der vier Station entspricht zudem
einem historischen Schritt in der
Technologieentwicklung …
Zum Abschluß ein süßer preisgekrönter Film
Bildquelle: alle @zartgewebt
Musik: Cowboy Junkies – Sweet Jane
Jeden Tag
entdecke ich dich
neu
bist mir so vertraut
wie ein offenes Buch
in dem ich lesen darf
und doch
irgendwie auch fremd
da es mit Zaubertinte
geschrieben scheint
ein Rätsel oft
aufregend
magisch
glasklar manchmal
im Ausdruck
undurchsichtig
im Inhalt
überaus schmackhaft
mundend
aber nicht immer
leicht bekömmlich
@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt
Musik: Melody Gardot – Love me like a river does
In Liebe gebettet lassen wir uns treiben
@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt
Musik: Moby – Whispering Wind
Nicht der Wind ist es, der flüstert.
@zartgewebt
Bildquelle: Isabelle Dutoit
Musik: Madrugada – Quite emotional
Du legst mehr ins Wenige
und gibst damit alles
@zartgewebt
Bildquelle: Anke Merzbach
Musik: Bajofondo – Pa Bailar
Bin ich das,
frivol,
wenn ich meine
Sexualität ausspiele,
sie bewusst einsetze,
etwas ausreize?
Ich wurde mal gefragt,
hier,
warum mein Thema
so oft um die
sexuelle Lust kreist,
ich sie vordergründig
in Wort und Bild setze,
sie gerne einflechte.
Hmmm,
ich habe nachgedacht,
denn es nagt schon ein wenig
in meinem Hinterkopf,
lässt mich nicht
zur Ruhe kommen.
Ich kann es mir
nur so erklären, dass ich
meinen Körper eben sehr mag,
all seine Funktionen
gerne auskoste,
miteingeschlossen
natürlich auch
die Sexualität.
Sie einfach
unter den Tisch zu kehren,
ist nicht mein Ding!
Das wäre dann nicht ich,
wenn ich einen Teil von mir
hier gänzlich
ausgrenzen würde
...
aber ich gelobe Besserung
*grins*
@zartgewebt
Bildquelle: Jindra Noewi
Musik: Joanna Newsom
sehr gewöhnungsbedürftig – aber schön
Den Räuber Hotzenplotz
habe ich als kleines Mädchen
regelrecht verschlungen,
so wie eigentlich
alle meine Kinderbücher.
Er ist mir auch einmal begegnet.
Im Wald.
Ja, regelrecht aufgelauert
hat er mir!
Ich war gerade am Blumenpflücken;
Schlüsselblumen
für den Ostersonntagstisch
hatte ich im Sinn.
Ganz alleine war ich unterwegs,
nichts desto trotz,
wagte ich mich auch
tief in den Wald hinein,
dort wusste ich um
„Hänsel und Gretel“
(das sind Blumen!).
Und da habe ich ihn dann erblickt,
den geplozten Hotz,
den räuberischen!
Bloß sein breitkrempiger Hut
lugte hinter einem Baum hervor,
vage konnte ich auch
eine Feder wahrnehmen,
die jenen zierte.
Ich war so erschrocken,
dass ich nicht einmal schreien konnte
und rannte davon
als wäre der Leibhaftige
persönlich hinter mir her.
„Wo rennst den hin!“,
rief er mir noch nach.
Ich war außer mir,
bangte um mein Leben!
Zuhause angekommen
hüllte ich mich in Schweigen,
denn natürlich dämmerte mir schon,
dass der Hotzenplotz seinen
Platz nur im Buch hatte.
Wird wohl ein Jäger gewesen sein;
doch für einen Moment ,
für eine kleine Schrecksekunde nur,
war er für mich der Räuber.
@zartgewebt
Bildquelle: alle @zartgewebt
Musik: Piers Faccini
Sind wir das?
Ein Traum in einem Traum?
Sein ist.
Auch der Traum.
Was denkst du?
Oder besser gefragt:
Wozu die Schilder?
@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt