Musik: Lhasa de Sela – My Name
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Während meiner "ersten" Liebe,
drück da
also im Zeitraum zwischen meinem
16. und 20. Lebensjahr ungefähr,
wurde ich sehr häufig
von Alpträumen heimgesucht.
Es waren Träume, meist von der Art,
wo mir ein Mörder auflauerte,
mich verfolgte, hetzte,
aber ich mich der Tötung immer entzog
indem ich kurz vorher
schweißgebadet aufwachte.
Die Zeit meiner "ersten" Liebe
war eine ganz wunderbare,
aber auch eine sehr, sehr intensive Zeit,
da der Altersunterschied doch
zehn Jahre ausmachte und sich der
dazugehörige Freundeskreis
u.a. auch dem Drogenmilieu verschrieb.
Es war nicht wirklich offensichtlich,
doch ich wusste darum.
Auch Alkoholexzesse waren mir nicht fremd,
nur verstand ich es ganz gut,
mich von alldem abzugrenzen.
Die Alpträume, denke ich jetzt,
waren da ganz wichtig,
um das alles irgendwie verarbeiten zu können.
Nun, auf was ich hinaus will, ist:
Einmal hatte ich wieder einen
derartigen Traum, nur war es dieses Mal so,
dass ich getötet wurde.
Ja, es passierte!
Und ... es war schön!
Ich wurde erschossen.
Eine Pistolenkugel traf mich;
sah das Projektil in Zeitlupe
auf mich zusteuern,
konnte aber nicht ausweichen.
Es tat nicht weh, spürte nur einen
dumpfen Schlag, so,
wie wenn man sich mit der Faust
auf die Brust schlägt.
Ich fiel und mir wurde wundersam leicht.
Es war himmlisch!
Als ich erwachte, war ich glücklich.
Nicht weil ich erwachte,
sondern weil ich es erfahren durfte.
In dem Zeitraum um den Traum,
„fand“ ich übrigens eine neue Liebe.
@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt