Z.ART

28.11.2009 um 12:03 Uhr

ZAPPA LEGT DEN SCHALTER UM

Musik: Frank Zappa – Uncle Remus

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Sein „Woah“

 in der 0`25 Minute genügt

und ich werde zum Vamp.

Mehr brauch ich eigentlich nicht,

da ist alles drin,

 in dem„Woah“,

 was bei mir einen Schalter umlegt.

Zappa konnte das,

der hatte das einfach drauf.

@zartgewebt

 

Bildquelle: Brita Seifert

 

 

26.11.2009 um 20:37 Uhr

~~~

Musik: Dave Brubeck Quartet – Bluette

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Gefühlsmoment ... @zartgewebt

 

Bildquelle: Joan Miro

 

23.11.2009 um 12:32 Uhr

KLANGBILD: ERGIB DICH IHR!

Musik: Sawhney & Eno – Prophesy

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Komm

komm und stell

stell die Musik laut

ganz laut

ganz laut mach sie

und tauche ein

 

 

tauch ein

in ihren Klang

fühle ihre Wärme

ihre Weichheit

 

 

Tauche ein in sie

lass dich fallen

dich mitreißen

von ihrem Rhythmus

Ergib dich ihr

@zartgewebt

 

 

Bildquelle: Boutilier-Brown (farbverändert)

 

 

18.11.2009 um 11:49 Uhr

BLUTGESCHWOLLEN

Musik: Cat Power – Werewolf

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Atemschwer

und blutgeschwollen

deine Lust

durchtränkt von

purer Fleischesgier

reißt mich mit

in süße Wonnen

dem Tod

sein Lebenselexier

@zartgewebt

 

 

Bildquelle: 1unbekannt – 2 art lazar

 

 

16.11.2009 um 13:08 Uhr

DER BRUNNEN

Musik: Knot comes loose

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Manchmal versinkst du, fällst
hinab in dein Schweigeloch,
in deinen Abgrund stolzen Zorns,
und mühsam nur
kommst du wieder heraus, behaftet noch
mit den Fetzen dessen, was du findest
in der Tiefe deines Daseins.
Meine Liebe, was findest du
in deinem verschlossenen Brunnen?
Algen, Morast, Felsbrocken?
Was siehst du mit blinden Augen,
grollend und verwundet?
Mein Leben, du wirst
in dem Brunnen, worein du fällst,
nicht finden, was ich dir oben aufbewahre:
einen Jasminzweig voll Tau,
einen Kuss, noch tiefer als dein Abgrund.
Fürchte mich nicht, fall
nicht aufs neue in deinen Groll.
Schüttle ab mein Wort, das kam, dich zu verletzen,
und lass es davonfliegen, zum offenen Fenster hinaus.
Es wird zurückkehren, um mich zu verletzen,
ohne dass du es lenkst,
denn es wurde geladen mit einem harten Augenblick,
und dieser Augenblick wird entschärft in meiner Brust.
Lächle mich strahlend an,
wenn mein Mund dich verletzt.
Ich bin nicht der sanfte Hirte
aus dem Feenmärchen,
sondern ein rechter Holzfäller, der mit dir
Erde, Wind und Dornen der Berge teilt.
Liebe mich, du, lächle mich an,
hilf mir gut sein.
Verletze dich nicht an mir, es wäre unnütz,
verletze nicht mich, du verletzt sonst dich.
@Pablo Neruda


Bildquelle: unbekannt

 


13.11.2009 um 15:49 Uhr

ICH WURDE GETÖTET UND ES WAR ...

Musik: Lhasa de Sela – My Name

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Während meiner "ersten" Liebe,

 

 

drück da

 

 

 

also im Zeitraum zwischen meinem

16. und 20. Lebensjahr ungefähr,

wurde ich sehr häufig

von Alpträumen heimgesucht.

Es waren Träume, meist von der Art,

wo mir ein Mörder auflauerte,

mich verfolgte, hetzte,

aber ich mich der Tötung immer entzog

indem ich kurz vorher

schweißgebadet aufwachte.

Die Zeit meiner "ersten" Liebe

war eine ganz wunderbare,

aber auch eine sehr, sehr intensive Zeit,

da der Altersunterschied doch

zehn Jahre ausmachte und sich der

dazugehörige Freundeskreis

u.a. auch dem Drogenmilieu verschrieb.

Es war nicht wirklich offensichtlich,

doch ich wusste darum.

Auch Alkoholexzesse waren mir nicht fremd,

nur verstand ich es ganz gut,

mich von alldem abzugrenzen.

Die Alpträume, denke ich jetzt,

waren da ganz wichtig,

um das alles irgendwie verarbeiten zu können.

Nun, auf was ich hinaus will, ist:

Einmal hatte ich wieder einen

derartigen Traum, nur war es dieses Mal so,

dass ich getötet wurde.

 

Ja, es passierte!

Und ... es war schön!

Ich wurde erschossen.

 

 

Eine Pistolenkugel traf mich;

sah das Projektil in Zeitlupe

auf mich zusteuern,

konnte aber nicht ausweichen.

Es tat nicht weh, spürte nur einen

dumpfen Schlag, so,

wie wenn man sich mit der Faust

auf die Brust schlägt.

Ich fiel und mir wurde wundersam leicht.

Es war himmlisch!

Als ich erwachte, war ich glücklich.

Nicht weil ich erwachte,

sondern weil ich es erfahren durfte.

 

In dem Zeitraum um den Traum,

„fand“ ich übrigens eine neue Liebe.

@zartgewebt

 

Bildquelle: unbekannt

 

 

11.11.2009 um 12:30 Uhr

BIST DU ... MEIN SPIEGELBILD?

Musik: Nick Cave – The ship song

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Das irritiert mich

Schenkst mir manchmal

ungeahnte Nähe

und doch

lässt du mich nicht wirklich

immer an dich ran

@zartgewebt


Bildquelle: unbekannt

 

 

06.11.2009 um 11:16 Uhr

ANS BETT GEFESSELT

Musik: Lou Reed – Kicks

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Ans Bett gefesselt, ja,

das wurde ich dieser Tage.

Der Herr Infekt war es,

genannt „Grippal“!

Rücksichtslos

und ohne Vorwarnung,

hat er mich

so „mir nichts – dir nichts“

aus dem Hinterhalt überfallen.

Ich war wohl für seinen Geschmack

etwas zu freizügig,

zu offenherzig unterwegs,

da hat er mich einfach

flachgelegt, dieser Unhold,

dieser umtriebige.

Derb presste er mich an sich

und ich spürte,

wie sein feuriger Atem

meinen Rachen versengte,

als er mit seinen gierigen Lippen

meine umschloss.

Er hatte ein leichtes Spiel mit mir;

so zart wie ich nun mal bin,

konnte ich mich seiner

nicht erwehren.

Er fesselte mich ans Bett

und fuhr gefühlskalt in meine Glieder,

ergriff so Besitz von mir.

Ich schüttelte, wand mich,

doch Herr Grippal

krallte sich in meiner Brust fest,

zurrte die Schnüre

nur fester und immer fester.

Gerade, als ich mich

den schier unerträglichen Qualen

ergeben wollte, wurde ich

von gleißendem Licht geblendet.

Meine wunden Augen

nahmen einen Engel

am Fußende des Bettes wahr.

„Oh Gott! Hilf mir!“,

so mein Gedankengut.

Ja, Gott! Es musste, konnte

nur Gott sein,

der mich da anlächelte,

sich auf den Bettrand setzte,

meine heiße Stirn befühlte,

den Hals abtastete

und sein verlängertes Ohr

auf meine entblößte,

nackte Brust legte

*hüstel*

ich verzieh

 mich jetzt lieber wieder

@zartgewebt

 

Bildquelle: unbekannt

 

 

02.11.2009 um 19:38 Uhr

UND EWIG LOCKT ...

Musik: Nothing can come between us

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Komm!

Bin schnurrig

@zartgewebt

 

 

Bildquelle: unbekannt