Z.ART

25.03.2011 um 10:40 Uhr

AUS DEM AUGE

Musik: Noir Désir – Le Vent Nous Portera

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Manchmal verliere ich etwas aus dem Auge,

es ist zwar nicht aus dem Sinn,

entzieht sich aber meiner Aufmerksamkeit.

Es passiert nie abrupt, vielmehr ist es ein

sehr langsamer,  ein eher schleichender Prozess,

der mir aber nicht entgeht, das heißt,

ich bemerke es zwar, halte es aber nicht auf.

Erst dann, wenn der Punkt erreicht ist,

wo es sich ganz zu lösen droht,

fühle ich Schmerz, überkommt mich Wehmut,

denn es klatscht mir dann

noch einmal so richtig rein ins Auge.

 Traurigkeit steigt hoch.

@zartgewebt

 

Bildquelle: unbekannt

 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSeren_a schreibt am 25.03.2011 um 11:01 Uhr:Oh ja... besser hätte man es nicht beschreiben und illustrieren können... Gestern packte mich auch ein Stück dieser Traurigkeit. Sie fühlte sich wie kalter Sand an...
  2. zitierenwbidi schreibt am 26.03.2011 um 09:12 Uhr:Eine wunderschöne Aufnahme ist dir da gelungen! Doch die Farben und das neue Outfit wirken sehr kühl. Gewollt...?

    Du hast das so schön beschrieben, dass ich dachte, woher weiß sie...

    Was begegnest du der Traurigkeit?
  3. zitierenwbidi schreibt am 26.03.2011 um 09:13 Uhr:Das "Was" ist natürlich ein "Wie".
  4. zitierenzartgewebt schreibt am 26.03.2011 um 09:24 Uhr:@Serena
    Wie Sand fühlt es sich bei mir nicht an,
    auch hat es nichts Kaltes;
    es fühlt sich eher an wie eine Überschwemmung,
    eine Flut, die über mich hereinbricht und ich
    zu ertrinken drohe.

    Ich kämpfe nicht dagegen an,
    lasse es zu.
  5. zitierenzartgewebt schreibt am 26.03.2011 um 09:38 Uhr:Hallo wbidi, danke für dein Lob ;-)
    Das neue Design habe ich gewählt,
    da es einen ganz wunderbaren Moment des INNEHALTENS,
    einen Moment INNERER STILLE in meinem Leben spiegelt.

    Sieh da, wenn du magst:
    http://www.blogigo.de/zartgewebt/KEIN-FENSTER-ZUM-HOF-BLUE-IN-BLUE/4774/

    Der Traurigkeit begegne ich … hm … so,
    indem ich in sie hineingehe.Ich umarme sie,
    heiße sie willkommen.

    Sie ist weich.
  6. zitierenwbidi schreibt am 26.03.2011 um 10:38 Uhr:Ah okay. Danke. Wie Worte etwas doch gleich verändern können.
    Vielleicht liegts daran, dass man beim Design in diesem Blog an die warmen Farbtöne gewohnt war... ;o)
    Dazu noch die Änderung des Blognamens, das wirkte nach Im-Aufbruch-sein, das wiederum oft mit Unruhe einhergeht.

    Diese Traurigkeit zu umarmen ist weich. Oh ja.
    Es gibt da aber auch diese andere, die zu Anfang von großem Schmerz begleitet wird. Der reißt und zerrt, ist laut und brennt, verursacht tiefe Wunden. Gut ist, wenn auch er im Endstadium in diese Weichheit des Traugrigseins übergehen darf.

    Ich finde Einträge wunderschön, die man nach dem Lesen nicht sofort wieder vergessen hat, sondern mit hinausnimmt, ganz unwillkürlich. Dieser ist so einer.
  7. zitierenHApart1 schreibt am 26.03.2011 um 18:32 Uhr:die Melancholie ist dann nicht gefährlich, wenn das eigentlich verlorene zu keinem Zeitpunkt wirklich weg war. Mich überrascht sie immer und ich danke ihr dann, weil sie mir das scheinbar verlorene wiederbringt. Es liegt bereit am anderen Horizont und dein Blick kann einen Ausflug machen. UND dann Schwimmen im Wolkenmeer, du erinnerst dich!
  8. zitierenAnaelle schreibt am 30.03.2011 um 20:45 Uhr:Die Sanftheit und Sensibilität, die ich bei Euch finde, ist Balsam für meine Seele. Danke.
  9. zitierenzartgewebt schreibt am 31.03.2011 um 00:00 Uhr:Mal üben wir uns mehr, mal weniger
    in Sanftheit und Sensibilität Anaelle ;-)

    Mir mangelt es manchmal an Höflichkeit,
    da ich gefließentlich Kommentare …
    zwar nie übersehe, aber sie unbeantwortet
    einfach so im Raum stehen lasse.
    Ich finde nicht immer die Worte,
    auch mag ich Gefühltes nicht immer zerreden.

    Dennoch freue ich mich immer sehr und
    finde es auch sehr mutig, wenn mir
    Gefühle offenbart werden; sie finden hier
    immer Raum und auch ein Ohr ;-)

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