AUS DEM AUGE
Musik: Noir Désir – Le Vent Nous Portera
Manchmal verliere ich etwas aus dem Auge,
es ist zwar nicht aus dem Sinn,
entzieht sich aber meiner Aufmerksamkeit.
Es passiert nie abrupt, vielmehr ist es ein
sehr langsamer, ein eher schleichender Prozess,
der mir aber nicht entgeht, das heißt,
ich bemerke es zwar, halte es aber nicht auf.
Erst dann, wenn der Punkt erreicht ist,
wo es sich ganz zu lösen droht,
fühle ich Schmerz, überkommt mich Wehmut,
denn es klatscht mir dann
noch einmal so richtig rein ins Auge.
Traurigkeit steigt hoch.
@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt

Du hast das so schön beschrieben, dass ich dachte, woher weiß sie...
Was begegnest du der Traurigkeit?
Wie Sand fühlt es sich bei mir nicht an,
auch hat es nichts Kaltes;
es fühlt sich eher an wie eine Überschwemmung,
eine Flut, die über mich hereinbricht und ich
zu ertrinken drohe.
Ich kämpfe nicht dagegen an,
lasse es zu.
Das neue Design habe ich gewählt,
da es einen ganz wunderbaren Moment des INNEHALTENS,
einen Moment INNERER STILLE in meinem Leben spiegelt.
Sieh da, wenn du magst:
http://www.blogigo.de/zartgewebt/KEIN-FENSTER-ZUM-HOF-BLUE-IN-BLUE/4774/
Der Traurigkeit begegne ich … hm … so,
indem ich in sie hineingehe.Ich umarme sie,
heiße sie willkommen.
Sie ist weich.
Vielleicht liegts daran, dass man beim Design in diesem Blog an die warmen Farbtöne gewohnt war... ;o)
Dazu noch die Änderung des Blognamens, das wirkte nach Im-Aufbruch-sein, das wiederum oft mit Unruhe einhergeht.
Diese Traurigkeit zu umarmen ist weich. Oh ja.
Es gibt da aber auch diese andere, die zu Anfang von großem Schmerz begleitet wird. Der reißt und zerrt, ist laut und brennt, verursacht tiefe Wunden. Gut ist, wenn auch er im Endstadium in diese Weichheit des Traugrigseins übergehen darf.
Ich finde Einträge wunderschön, die man nach dem Lesen nicht sofort wieder vergessen hat, sondern mit hinausnimmt, ganz unwillkürlich. Dieser ist so einer.
in Sanftheit und Sensibilität Anaelle ;-)
Mir mangelt es manchmal an Höflichkeit,
da ich gefließentlich Kommentare …
zwar nie übersehe, aber sie unbeantwortet
einfach so im Raum stehen lasse.
Ich finde nicht immer die Worte,
auch mag ich Gefühltes nicht immer zerreden.
Dennoch freue ich mich immer sehr und
finde es auch sehr mutig, wenn mir
Gefühle offenbart werden; sie finden hier
immer Raum und auch ein Ohr ;-)