BEFANGENHEIT
Musik: Wolfgang Haffner - Shapes
Er war mir
nicht fremd
kannte ihn
schon lange
doch nahe
war er mir
nie wirklich
Smalltalk nur
den wir pflegten
Scherze
Wortgeplänkel
Dann
bei einem Fest
er stand dicht
hinter mich gedrängt
dieser eine
Satz von ihm
Worte
eigentlich bloß
zu sich selber sprechend
doch an mich gerichtet
einfach so
in den Raum gestellt
mir in den
Nacken gehaucht
geraunte Worte nur
die mich
genau dort trafen
wo sie eigentlich
nicht hingehörten
Ich spielte gerade
mit meinem Haar
es war sehr heiß
und so fasste ich es
kurzerhand nach oben
legte meinen Nacken frei
um mir
etwas Kühlung
zu verschaffen
„Mhhhhh
ich halt `das
nicht aus
dein Duft
phhhhhh
du machts mich
ganz verrückt
weißt du das?“
Wusch!
Das hat gesessen
Er kam mir damit
sehr nahe
näher als mir lieb war
ich meine
es war so
aus heiterem Himmel
so ganz
unvorhergesehen
nie hätte ich
damit gerechnet
derartige Worte
aus seinem Mund
zu hören
Sie waren
so gar nicht gescherzt
das machte mich
befangen
…
@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt

Es war, es ist … die Worte haben sich, eingebrannt bei mir,
ich sehe ihn jetzt … anders, nämlich als MANN – ich meine,
ich nehme ihn jetzt als MANN wahr, wo er vorher (für mich)
NUR … als MENSCH in Erscheinung trat.
MANN ist nicht gleich MANN …
ich weiß, das klingt verrückt, ist aber so;
denn auf einmal hat sich seine „Männlichkeit“,
seine Sexualität in unsere „lose - menschliche“ Beziehung
eingeschlichen, und ich kann mit ihm irgendwie …
nicht mehr so, wie ich es früher konnte, denn jetzt bin ich
befangen … IHM gegenüber, es ist eine Komponente
dazukommen … die … na jaaaa … so nicht sein sollte ;-o
Habe übrigens vor langer Zeit schon mal über eine ähnliche Situation geschrieben:
http://www.blogigo.de/zartgewebt/BEFANGENHEIT/4460/
Schönen Tag euch … ;-)
er kann das Gehirn der Frau ganz schön benebeln ;-)