DER HIMMEL SCHWÄRZTE SICH
Musik: House with no door
Ich erinnere mich, es war
an einem Ostermontag als sich
der Himmel schwärzte
dicke Rauchschwaden
schluckten das Sonnenlicht
und verleideten uns Kinder
das Spiel im Garten
Wie getrieben rannten wir los
denn die meterhohen Flammen
die aus dem Dachstuhl eines
nahegelegenen Bauernhofes schlugen
zogen uns massiv in ihren Bann
Für mich tat sich das Grauen auf
ich erstarrte vollends, stürzte
in den Schlund einer
inneren Hilflosigkeit die mich
zu verschlingen drohte
angesichts der Verzweiflung
die förmlich aus den dort
wohnenden Menschen schrie
Es stank ganz fürchterlich
und auch heute noch
habe ich dumpf das mir
durch Mark und Bein gehende
Gebrüll der Tiere im Ohr
die aus den Stallungen
getrieben wurden
panisch und in Todesangst
alles niedertrampelnd
das ihnen ihm Weg stand
Sehr lange konnte ich
dieses Bild nicht ablegen
es beherrschte mich nicht
dennoch war es da
es brannte sich ein
@zartgewebt
Bildquelle: Anya Janssen

Ich gestehe, sehr ergriffen bewegte mich dieser Eintrag hier. Feuer... das Element das dem Menschen Licht und Wärme zum Leben gibt. Und gleich auch diese Zerstörungskraft in sich bringt.
Eine Frage hätte ich da nur. Wo ist das andere Bild geblieben?
das heißt, ich sehe ein Bild (wenn ich einen Streifzug durchs Netz mache)
und „erinnere“ mich; es ist wie ein Spiegel in den ich sehe
der einen Moment meiner Zeit streift und das dort befindliche
Gefühl wieder aufgreift, es sozusagen wiederbelebt …
und genau darüber, versuche ich dann zu schreiben
– es in Worte zu fassen.
Das zweite Bild, nun ja, das war mir ehrlich gesagt… zu krass,
es hat zwar den Moment wiedergegeben, aber in mir ein sehr
starkes Unbehagen ausgelöst. Es drohte mich zu verschlingen,
da habe ich es wieder rausgenommen.
Übrigens, es war nicht so sehr das Feuer damals,
das mich so „irritierte, mich dermaßen runterzog,
es war mehr der Ausdruck der Menschen und Tiere,
der mir in dem Ausmaß eher fremd war.
Für mich ist diese eine hohe Kunst und da ich ein Mensch bin der fast jeder Art von Kunst seinen Respekt zollt, so halte ich nie damit hinter dem Berg. Erkläre mich gern wenn ich für mich etwas Besonderes lesen darf. Ich die Emotionen die das geschriebene Wort mit sich führt, auch empfinde. So wie es der Autor wohl vermitteln wollte. ;-)
Das es hierbei nicht um dies Feuer ging, dies ist mir bewusst. Ich wollte es mehr verallgemeinern.
Bei mir ist es anders. Ich empfinde, fühle, rieche, schmecke, spüre vielleicht Melancholie in mir. Oder Euphorie. Dieses herrschende Gefühl, zusammen mit bildhaften Fragmenten aus Erinnerungen, lassen im meinem Kopf Bilder entstehen. Ich weiss, wenn ich es hinbekomme dieses so entstehen zu lassen, so wie das geistige Auge es sieht, dann kann ich ausdrücken was nmich bewegt. ;-)
Dabei verweisse ich gern auf die beiden Hälften, die nur zusammen das "Ich" sind. Denn wenn die starke emotionale Welt des Wolfes dem Kreativen vom Tom in all seiner Reinheit zur Seite steht, dann werden es für mich immer nicht nur sehr schöne sonder auch sehr wichtige Bilder. Denn dann kann ich ausdrücken was "ICH" empfinde. ;-)