FLAMMENDE LEIBER
Musik: Portishead – All mine
Du füllst den Kamin mit Holz
feuerst an, ich
verschwinde derweil ins Bad
genieße die ausgiebige Dusche
sie ist eine wahre Wohltat, weicht
meinen ausgefrorenen Körper
es war ja sehr kalt draußen
und ich bin nun mal eben
eine kleine Frostbeule
Dann, etwas später
mache ich es mir
vor dem Feuer gemütlich
Nackt setze ich mich
auf die weiche Decke
die du vorsorglich
auf dem Parkettboden
ausgebreitet hast und schaue
die zuckenden Flammen
Ich schaue auch mich und
schaue dich
sehe, wie du dich
hinter mich kniest
mich mit deinen Blicken
lüstern umfängst
das schützende Glas
spiegelt uns
spiegelt unsere
flackernden Leiber
Wir tun es
den Flammen gleich
züngeln
reiben uns, fallen
schlingern ineinander
brennen lichterloh
@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt


Feuer hat eine ungemein erotisierende Wirkung auf mich;
ich liebe es, nackt vor dem offenen Kamin zu liegen bzw.
auch vor der Glasscheibe zu sitzen
(ist ja noch eine trennende Glaswand dazwischen … aber
das tut dem wonnigen Gefühl keinen Abbruch).
Du spürst förmlich, wie die Flammen
in dich kriechen, wie sie
an dir hochzüngeln … ;-)
und durch die Spiegelung im Glas,
kann man sich selber mitten im Feuer
sitzen sehen – das verstärkt das Ganze ;-o