Z.ART

08.03.2010 um 13:49 Uhr

ICH KONNTE SIE NICHT RETTEN

Musik: Harry Manx – Nine summers lost

play

 

 

Es war mir klar, eine Rettung meinerseits

ist nicht möglich, dennoch konnte ich nicht umhin,

aus dem Nest gefallene Jungvögel

an mich zu nehmen, sie in einen mit Moos

und Blumen ausstaffierten Schuhkarton

zu betten und ihnen symbolisch Nahrung beizulegen.

Sicher, einen Funken Hoffnung hatte

mein Kinderherz immer

 

und doch

 

alle starben sie unter meiner Hand;

ihnen  jedoch für kurze Dauer

Schutz und Geborgenheit vermittelt zu haben

- so mein Gefühl damals -

(mein Handeln war natürlich unkorrekt!)

übertönte meine Traurigkeit.

Bestattet habe ich sie im Garten.

Geflochtene Gänseblümchenkränze

sowie ein aus

kleinen Ästen gefertigtes Kreuz

zierten die Grabstelle.

 @zartgewebt

 

Bildquelle: Colleen Plumb

 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSchlafblume schreibt am 08.03.2010 um 14:17 Uhr:Das ist süß.. Ich begrab manchmal immernoch kleine Tierchen ^^ Dann fühl ich mich besser.. will sie nich in die Mülltonne werfen.. das ist fies..
  2. zitierenzartgewebt schreibt am 08.03.2010 um 23:30 Uhr:… Tiere sind ja auch keine Müll!

    Ich grüße dich ;-)
  3. zitierenannaswelt schreibt am 09.03.2010 um 20:18 Uhr:Sowas tut mir unendlich leid. Als ich noch an der Schule arbeitete brachten mir die Kinder auch manchmal so kleine Vögelchen. Eines konnte ich einen Tag lang aufpäppeln. Dann starb es in meinen Händen und ich streichelte es dabei. Das war sehr traurig. Einmal von Menschen angefasst macht es ja auch keinen Sinn mehr sie wieder ins Nest zu setzen weil sie von den Eltern verstoßen werden.
  4. zitierenzartgewebt schreibt am 10.03.2010 um 15:34 Uhr:UNENDLICH leid tat es mir nicht,
    ich habe in meiner Kindheit viele Tiere
    sterben sehen, auch war ich schon mehrmals
    dabei, wenn ein Mensch gegangen ist.
    Weißt du Anna, ich empfand als Kind
    bzw. empfinde auch jetzt noch die Welt,
    das Leben einfach als wunderwunderschön,
    und wenn ein Wesen stirbt, dann fühle ich
    Traurigkeit, oder … eher ein Bedauern,
    weil dieses Wesen – in eben jenem Körper –
    nicht mehr an diesem „WUNDER“ teilhaben kann.

    Aber, was ich eigentlich ausdrücken wollte, ist,
    auch wenn man „tut und macht …RETTEN WILL!“,
    es liegt nicht in unserer Hand, ich denke …
    wenn eine Seele gehen will, dann tut sie das auch.
  5. zitierenannaswelt schreibt am 10.03.2010 um 16:44 Uhr:Ja Zarte, damit hast Du sicher recht. Wenn man es als Ganzes nimmt. Und wohl dem, der in solchen Momenten so klar sieht. Die Seele entschließt sich dazu. Dennoch ist es doch ein sehr bewegender Moment. Da bin ich wohl zu emotional angesiedelt.

Diesen Eintrag kommentieren