ICH KONNTE SIE NICHT RETTEN
Musik: Harry Manx – Nine summers lost
Es war mir klar, eine Rettung meinerseits
ist nicht möglich, dennoch konnte ich nicht umhin,
aus dem Nest gefallene Jungvögel
an mich zu nehmen, sie in einen mit Moos
und Blumen ausstaffierten Schuhkarton
zu betten und ihnen symbolisch Nahrung beizulegen.
Sicher, einen Funken Hoffnung hatte
mein Kinderherz immer
und doch
alle starben sie unter meiner Hand;
ihnen jedoch für kurze Dauer
Schutz und Geborgenheit vermittelt zu haben
- so mein Gefühl damals -
(mein Handeln war natürlich unkorrekt!)
übertönte meine Traurigkeit.
Bestattet habe ich sie im Garten.
Geflochtene Gänseblümchenkränze
sowie ein aus
kleinen Ästen gefertigtes Kreuz
zierten die Grabstelle.
@zartgewebt
Bildquelle: Colleen Plumb

Ich grüße dich ;-)
ich habe in meiner Kindheit viele Tiere
sterben sehen, auch war ich schon mehrmals
dabei, wenn ein Mensch gegangen ist.
Weißt du Anna, ich empfand als Kind
bzw. empfinde auch jetzt noch die Welt,
das Leben einfach als wunderwunderschön,
und wenn ein Wesen stirbt, dann fühle ich
Traurigkeit, oder … eher ein Bedauern,
weil dieses Wesen – in eben jenem Körper –
nicht mehr an diesem „WUNDER“ teilhaben kann.
Aber, was ich eigentlich ausdrücken wollte, ist,
auch wenn man „tut und macht …RETTEN WILL!“,
es liegt nicht in unserer Hand, ich denke …
wenn eine Seele gehen will, dann tut sie das auch.