Z.ART

14.02.2010 um 20:05 Uhr

KEINE MASKERADE - EINE ENTBLÖSSUNG

Musik: Der Räuber und der Prinz

play

 

 

Eigentlich kam es einer

Entblößung gleich,

wenn meine Freundin und ich

uns im Teeniealter

mitten unterm Jahr

verkleideten, maskierten,

in diverse Rollen schlüpften, 

um uns dann öffentlich

zur Schau zu stellen.

Wir waren außerordentlich kreativ

was die Kostüme anbelangte,

denn in der Dachbodenkammer

befand sich ein wahrer Fundus

an Utensilien

die unsere Phantasie

regelrecht beflügelte.

 



 

Wochenlang wurde geprobt,

bis wir uns durchrangen,

uns singend, tanzend und

schauspielernd

einem kleinen Publikum

(meist Nachbarn)

zu offenbaren.

Entblößung sage ich deshalb,

weil, obwohl man Maske trug,

kam doch viel Verborgenes

zum Vorschein,

ließ einen selbst, manchmal

ganz nackt vorkommen.

@zartgewebt

 

 

Bildquelle: Hugues Gillet 

 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenmockingbird schreibt am 18.02.2010 um 08:44 Uhr:...vielleicht nicht obwohl, sondern gerade weil man Maske trug...
  2. zitierenzartgewebt schreibt am 18.02.2010 um 13:40 Uhr:Ja, das denke ich JETZT auch mockingbird,
    vielleicht gerade „deshalb“ ... weil

    In meiner Jugend habe ich viel Theater gespielt;
    abgesehen von den Schulaufführungen,
    spielten wir aber meist nur im privaten Rahmen,
    im kleinen Kreis der Nachbarschaft.

    Ich konnte "so" vieles ausleben, das IN MIR steckte,
    wozu ich als introvertierter Mensch im „NORMALEN“
    eher nicht neigte.

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