KEINE MASKERADE - EINE ENTBLÖSSUNG
Musik: Der Räuber und der Prinz
Eigentlich kam es einer
Entblößung gleich,
wenn meine Freundin und ich
uns im Teeniealter
mitten unterm Jahr
verkleideten, maskierten,
in diverse Rollen schlüpften,
um uns dann öffentlich
zur Schau zu stellen.
Wir waren außerordentlich kreativ
was die Kostüme anbelangte,
denn in der Dachbodenkammer
befand sich ein wahrer Fundus
an Utensilien
die unsere Phantasie
regelrecht beflügelte.
Wochenlang wurde geprobt,
bis wir uns durchrangen,
uns singend, tanzend und
schauspielernd
einem kleinen Publikum
(meist Nachbarn)
zu offenbaren.
Entblößung sage ich deshalb,
weil, obwohl man Maske trug,
kam doch viel Verborgenes
zum Vorschein,
ließ einen selbst, manchmal
ganz nackt vorkommen.
@zartgewebt

vielleicht gerade „deshalb“ ... weil
In meiner Jugend habe ich viel Theater gespielt;
abgesehen von den Schulaufführungen,
spielten wir aber meist nur im privaten Rahmen,
im kleinen Kreis der Nachbarschaft.
Ich konnte "so" vieles ausleben, das IN MIR steckte,
wozu ich als introvertierter Mensch im „NORMALEN“
eher nicht neigte.