MICH GRUSELT!
Trotz, dass es mich gruselt,
kann ich nicht davon lassen;
immer wieder schaue ich das Bild.
Ich weiß nicht genau
woran es liegt, aber es hat
etwas sehr Fremdes inhärent,
das ich nicht wirklich
zuordnen kann;
eigenartigerweise
finde ich weder Mann
noch Frau darin,
auch sehe ich
nichts Transsexuelles.
Das Betrachten des Bildes
erzeugt ein sehr flaues Gefühl
in der Magengegend,
denn das Wesen darauf
scheint einem Alptraum entsprungen,
ein Wesen ähnlich der Art,
wie es mich manchmal
in meinen Träumen heimsucht.
Zudem sollte man aber wissen,
dass ich in meinen Träumen
hin und wieder Gestalten kreiere,
die sich in ihrem Sein
weitab von „Gut und Böse“ bewegen,
Wesen, nicht Tier,
aber auch nicht Mensch.
Obwohl, ich muss gestehen:
Gruseliges liegt mir;
na ja, liegt, ist nicht das Wort,
doch es löst etwas aus,
es weckt etwas in mir
das tief zu schlummern scheint.
Grobschlächtiges vermag das nicht,
Grobschlächtiges stößt mich ab,
das geht nicht in die Tiefe;
es ist eher das Feine, das
Subtile, Versteckte
(keine Ahnung)
das mich erschaudern lässt.
Sieh selbst:
Dieser Trailer
ein kleiner Ausschnitt von
Jean Cocteaus
„Le sang d`un poete“
lässt gar meinen Atem stocken.
Der Fall in den Spiegel
beinhaltet für mich
eine Schrecksekunde,
einen Moment
der mich erstarren lässt;
geht sehr stark in die Psyche.
Und doch,
macht es mich neugierig,
und doch,
will ich wissen,
was dahinter steckt,
will ich wissen,
was sich dahinter verbirgt,
was der Auslöser
dieses Gruseleffekts ist
@zartgewebt
Bildquelle: Christer Strömholm
