PERLEN VOR DIE SÄUE WERFEN
Musik: Keiko Matsui – Across the sun
So in etwa, muss man sich das vorstellen,
wenn ich am Strand
entlang wandle,
meist in gebückter Haltung
und immer am Finden.
Die gebückte Haltung ist zweckdienlich,
denn das Meer ist sehr freigiebig,
nur sollte man keine Scheu zeigen
es auch zu beknieen,
um an dessen Schätze zu gelangen.
Einige geneigte Leser
werden jetzt sicher anmerken,
das sei ja wie:
„Perlen vor die Säue werfen“,
aber meinem Adlerblick
entging natürlich diese
seltene Kostbarkeit nicht,
oder es war vielleicht
mein „Drittes Auge“,
das sich im Fischauge spiegelte
und ich ihm so gewahr wurde.
Fischaugen, so nannte ich nämlich
obige „Occhio di Santa Lucia“ liebevoll,
die mir das bewegte Wasser
beim Wühlen im Sand
zwischen die Finger trieb;
ja, es gab auch Sand dort,
auf der grünen Insel,
nicht nur Unmengen von Steinen,
auf denen ich natürlich
mehr als nur oft herumkraxelte,
wie es für einen
gestandenen Steinbock
nun mal so üblich ist.
@zartgewebt
