Z.ART

10.01.2011 um 16:39 Uhr

URSCHREI GESUNGEN

Musik: Glenn Hughes - Mistreated

play

 

 

Eigentlich wollte ich ja

etwas Leichtes schreiben

doch mir ist nicht nach

locker, flockig

nicht heute

 

heute ist mir schwer

 

Ich weiß, ich sollte diese Schwere

nach außen transportieren

gar mächtig drückt sie

von innen her

gen meinen Brustkorb

doch ich halte still

 

Dabei ist mir nach

 

 Urschrei

Urschrei in Form von

  Gesang

 

so in der Art

wie es Glenn Hughes

ganz oben vorexerziert

aber dazu

brauche ich viel Raum

 

 

klick da

 

 

damit sich die Schwere

in das All entlädt

um sich darin

gänzlich aufzulösen

@zartgewebt

 

Bildquelle: unbekannt

 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSeren_a schreibt am 10.01.2011 um 19:06 Uhr:Mir geht es grade sehr ähnlich. Ja, der Urschrei, der müsste wieder mal seinen Weg nach draußen finden, so richtig...
    Das Bild ist der Hammer. ...
  2. zitierenMuffin schreibt am 11.01.2011 um 19:22 Uhr:Mir gehts heute auch so :/ Wahrscheinlch muss jeder mal so nen Tag oder so ne Zeit haben, vllt auch grade jetzt am Anfang des Jahres, sodass es gegen Ende wieder schöner werden kann ;T
  3. zitierenzartgewebt schreibt am 12.01.2011 um 23:39 Uhr:@Serena
    …das weiß ich Serena, bin ja eine fleißige Leserin deines Blogs,
    den ich überaus schätze, denn du zeigst dich …
    im Gegensatz zu mir – ganz unverblümt.

    Ich verpacke (noch) gerne, nichtsdestotrotz
    gebe ich sehr viel preis ;-)
  4. zitierenzartgewebt schreibt am 13.01.2011 um 00:05 Uhr:@Muffin
    Als unschön, würde ich so einen Tag nicht bezeichnen,
    wo sich mir der Urschrei aufdrängt …

    es ist ja auch kein Tag, wo alles schief läuft oder
    ich von einem Fettnäpfchen ins andere trete.
    Das wäre für mich dann unschön, da oberflächlich,
    das geht nicht wirklich tief; wie ein lästiger Hautausschlag
    der juckt und brennt, wo ich aus der Haut fahren möchte.
    Aber das, das könnte mir nur einen Frustschrei entlocken,
    den ich natürlich hin und wieder praktiziere
    (ich kann sehr laut werden), hat aber für mich
    nichts mit dem Urschrei gemein.

    Wenn mir schwer ist, mir also nach Urschrei ist,
    dann deshalb, weil ich spüre, irgendetwas „stirbt“ in mir,
    etwas, das sich schon lange vorher angekündigt hat,
    ich aber nicht gewillt war herzugeben.
    Doch ich kann es nicht aufhalten,
    es drückt unaufhörlich nach außen,
    es will von mir – entlassen werden.

    Das macht mich traurig.
    Das macht mich schwer.

    Es fühlt sich an wie ein Abschied,
    ein Abschied von einem Teil von mir,
    der nicht mehr nötig ist
    (mir aber lange Zeit sehr bedeutend war),
    weil etwas Neues in mir Raum sucht.

    Ich kann es nicht wirklich benennen,
    ich kann es nicht wirklich beschreiben,
    ich kann es nur fühlen.
  5. zitierenMuffin schreibt am 13.01.2011 um 00:36 Uhr:Hm, dann habe ich wahrscheinlich als ich das hier gelesen habe, nicht tief genug gedacht. Aber ich denke, dass ich weiß was du meinst.
  6. zitierenzartgewebt schreibt am 13.01.2011 um 09:33 Uhr:Das wollte ich auf keinen Fall damit andeuten,
    dass du zuwenig tief darüber nachdachtest,
    was ich mit meinen Worten auszudrücken versuchte.
    Ganz im Gegenteil Muffin, gerade deine Antwort und
    auch dann der Eintrag auf deiner eigenen Seite am 11.1.11
    verleitete mich dazu, noch etwas genauer hinzuschauen,
    was da gerade so Unsagbares in mir vorgeht.

    Liebe Grüße
    zartgewebt ;-)
  7. zitierenSeren_a schreibt am 13.01.2011 um 11:56 Uhr:Liebe zartgewebt... es muss ja nicht jeder so "unverblümt" sein... aber es stimmt, dass Du auch sehr offen schreibst, wenn auch auf eine ganz andere Art. Inzwischen schreibe ich wieder mehr Gedichte... nicht weil ich will, sondern weil sie rausströmen. Du drückst dich oft lyrisch aus. Und ich meine, es ist eine wunderschöne Form, mit der man auch viel zeigen kann, wenn man möchte, in deren Lyrik man aber auch irgendwie etwas geschützter ist, sehr wohlig ist das, finde ich.
    In deinem Kommentar für Muffin beschreibst du wunderschön den Urschrei, so meine ich ihn auch. Mein Problem ist dann immer, dass ich spüre, wie gewaltig er ist, also in der Tat wirklich LAUT... und ich nicht will, dass das jemand hört. Und dann geschieht das höchstens zensiert (zeitlich und räumlich, im Auto) oder eben leiser, also gedämpft, und das ist es nicht mehr... :/ Man sollte in der Hinsicht auch wieder wie ein Kind werden. Einfach schreien. Wer das hört und was der denkt kriegt man eh nie raus. Aber es ist eine Hemmung da. ... Über das Sterben von Etwas bin ich meistens gar nicht so traurig. Es löst ja auch so eine große Kraft aus, die ist schön...
    Lieben Gruß, Serena
  8. zitierenzartgewebt schreibt am 13.01.2011 um 20:40 Uhr:Sich lyrisch, in Gedichten und/oder poetisch auszudrücken,
    ist in der Tat eine geschützte Form sich mitzuteilen liebe Serena.
    Ich denke, ich habe mir gerade deswegen im Laufe der Zeit,
    ganz unbewusst und auch unbeholfen eine Schreibweise angeeignet,
    wo ich mein SEIN kundtun kann, ohne die Karten gleich offen
    auf den Tisch legen zu müssen, wobei der Stil, wie ich es handhabe,
    oft variiert bzw. keine Rolle spielt.
    Da habe ich auch gar keine Ahnung davon, von Stil,
    von der Rhythmik der Worte, von Lyrik, Gedicht, Poesie
    … ich verpacke halt nur gerne ;-o

    Wenn`s auspacken gefällt … na ja, da freue ich mich ;-)
    ~~~
    Was den Urschrei anbelangt, er drängt sich mir
    übrigens sehr selten auf, spüre auch ich eine Hemmung;
    es gehört schon eine Riesenportion Überwindung dazu, um
    ihn zu entäußern. Ich mag auch unbedingt alleine sein dabei,
    ist wie beim Weinen … sonst halte ich einen Teil zurück.
    Auch mag ich ihn lieber im Freien praktizieren, damit diese
    gewaltige Energie weit hinausgetragen wird und sich nicht
    in einem Raum verfängt.

    Beim Singen geht das viel leichter, da fällt auch die Hemmung weg.
    Ich merke das schon, wenn ich bloß einen Rockgiganten HÖRE.
    (Viele Rocker bringen das einfach!). Schon das Hören alleine,
    bringt mir etwas Erleichterung, weil ich mich total gut
    einfühlen kann. Eigenartig ist das .

    Liebe Grüße auch an Dich
    zartgewebt

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