Lebenslügen...

16.09.2009 um 23:11 Uhr

was man nicht sagt....

von: zhm1981

und vieles doch klären könnte...

Lieblingskollege,
wird das gerade ein "wir-ignorieren-uns"-spielchen oder ist das nur mein persönlicher "überarbeitet/müde/allesblöd"-Wahn? Wenn ersteres, dann fände ich es zwar schade, aber ok. wenn zweiteres, dann peinlich...

warum ist alles nur so kompliziert zwischen uns. lass uns doch einfach die Zeit zurück drehen und wieder da ansetzen, wo wir mal waren. Ich vermisse die Gespräche mit dir, ich vermisse es mit dir Zeitzu verbringen und immer mehr zu deiner Vertrauten zu werden.

Der Sommer mit dir war toll, lass uns auch einen großartigen Herbst erleben.

13.09.2009 um 21:46 Uhr

das bin ich

von: zhm1981

Irgendwie will ich versuchen mich in Worte zu fassen, doch kann es nicht. ich verstehe mich selbst nicht und scheitere immer wieder an mir selbst. Wer soll mit mir klarkommen können, wenn ich es selbst nicht kann.

Ich bin wie Marcus Mutter aus About a Boy und meine Tochter ist die Leidtragende. Nicht umsonst lebt sie momentan nicht bei mir. Ich will ihr das alles ersparen, alle Tränen, alle Niedergeschlagenheit und alle Mutlosigkeit.

Ich bin eine Süchtige, nach Anerkennunng und schönen Momenten. Ich laufe dem Glück hinterher und erreiche es doch nicht. Wenn es Menschen gibt, die mich glücklich machen, so verletzte ich sie und sie verschwinden wieder aus meinem Leben. Ich bin ein Arschloch, was andere so lange benutzt, wie sie die braucht, wenn sich jemand besseres findet, werden sie ausgetauscht. 

Ich bin ein Lügner und Angeber. In Gesprächen stimmt nur wenig von dem was ich erzähle. Ich halte mich selbst und mein Leben nicht für gut genug und zu langweilig. Also erfinde ich und dichte dazu.

12.09.2009 um 21:47 Uhr

deutlicher können Körbe nicht sein

von: zhm1981

Gestern abend war es mal wieder so weit, Kneipe und Party mit ein paar Arbeitskollegen war der Plan. Erst wollte ich nicht, war zu müde und zu unmotiviert, doch auf ein Bier kann ich ja mitkommen, lautete die Meinung der anderen. Wohlwissend, dass es nicht bei einem Bier bleiben würde.

Also zogen wir nach der Arbeit in die Cocktailbar. Erst zu zweit, dann kam er dazu und später dann zu fünft. Er setzte sich neben mich, aber das war die einzig vertraute Geste des ganzen Abends. Wir unterhielten uns, ich sagte etwas und er schlug theatralisch den Kopf auf den Tisch um seine Genervtheit auszudrücken. Sonst redeten wir kaum. Dann zogen wir weiter und qatschten zwei mißgelaunte Weiber zu, die vor uns an der Pommesbude standen. Sie waren durch unsere Kommunikation genervt, wechselten auf Englisch und rechneten nicht damit, dass ich dann weiter mit ihnen auf Englisch quatschte. Er lächelte das erste Mal nach einigen Stunden über eine meiner Aktionen. 

Wir zogen weiter zum tanzen. Kurz danach saßen wir wieder draußen. Er unterhielt sich mit jedem, nur nicht mit mir. Irgendwann verschwand er lautlos in der Nacht.

So also endete diese wunderbare Zeit. Ohne eine Erklärung, ohne einen ersichtlichen Grund verschwand jedes Vertrauen und jede Nähe. Wir sind wieder nicht mehr als Kollegen.

 

08.09.2009 um 23:54 Uhr

Briefe, die man nicht abschickt

von: zhm1981

verdammtes Leben,
warum musst du mir immer ein auf und ab bescheren? und das auch noch gerade heute. du weißt ganz genau, wie es mir geht. du hast mir ja selbst vor acht jahren den termin der beerdigung meines bruders auf heute gelegt. Letztes Jahr hast du mir noch jemanden beschert, der diesen Tag durch seine Anwesenheit, durch das wortlose in den Arm nehmen und das blinde verständnis erleichtert hat. Heute reden wir nichtmal mehr miteinander, auch wenn er mir bis heute so fehlt.
Dieses Jahr also wieder alles, Stress, Liebesfrust und allein. Aber gut, ich kenne es ja nicht anders von dir. Aber sag mir eins, was macht das für einen Sinn? Und ist es wirklich zu viel verlangt an einem Tag wie diesem einfach nur in den Arm genommen zu werden?

Lieblingskollege,
würdest du mich bitte einfach nur wortlos in den Arm nehmen? Es muss nicht heute sein, irgendwann, wenn du Zeit hast. Und sei bitte einfach nur wieder wie vor dem Samstag. Das würde mich freuen...
und freu dich bitte über meine mail und finde sie nicht peinlich.

07.09.2009 um 23:06 Uhr

Tagebuch des Glücks

von: zhm1981

02.07.

Tollwood, erste Gespräche und das erste mal Spüren, dass es jemanden gibt, der einfach nur versteht. Gemeinsames lachen, gemeinsam wissend anlächeln, nebeneinander einschlafen und dabei noch kurz reden. Keine Berührung, keine Sexualität, einfach nur geistige Nähe.

04.07. 

Open Air Kino, Kneipe, Spielplatz

Erneutes wiedersehen, das erste mal zu zweit. Sofort ist das Vertrauen wieder da und die Gespräche wieder so nah. Anschließend weiterziehen, Freunde von ihm treffen und gemeinsam lachen, auf dem Spielplatz herumalbern. Im Sonnenaufgang glücklich nach hause.

11.07.

Atelieropening, trinken, reden, verstehen.

17.07.

Kneipe und Party mit mehreren Kollegen,erst lachen und albern, dann tanzen und feiern. Betrunken glücklich.

08.08.

Grillen an der Isar, kurz gesehen, ignoriert.

10.08.

Theatron Teil 1 mit a und j, gute Musik und viel geredet und gelacht. Gealbert und Verstanden, zusammen versackt, übernachtet bei ihm

17.08

Biergarten, viel reden, zum Schluß zu zweit.

Abschieds-SMS:

immer wieder schön mit dir zu reden
ich: gleichfalls und hoffentlich immer mal wieder schlaf gut
er: sicher immer mal wieder wünsch dir auch guten schlaf 

18.08. 

Schulung, berufliche Distanz und trotzdem ansehen können

20.08.

Theatron II und Schätzelein

Nachkommen, Musik hören, genießen, ein Absackerbier und gemeinsames Sticheln und lachen.

24.08.

im Supermarkt getroffen, geredet und bemerkt, er hört zu und merkt es sich

25.08.

In der Sonne mittagspause und reden, Pläne schmieden und genießen. Offenheitzu uns auch im Job

27.08.

Pasta e basta zu zweit über mehrere Stunden, er fragte und ich kam mit. Pause überzogen und kein schlechtes Gewissen. Grinsende Anspielungen durch andere. Locker nehmen und grinsen.

28.08.

Maildiskussion im Job,witzig und sprachgewandt. Zwei Stunden abschalten und fliegen. Versteckte Komplimente.

01.09.

BladeNight, fahren und kümmern, auffangen und bei mir bleiben, auch wenn seine Freunde vorfahren. Anschließend Kneipe und wenig reden. Abhauen und Anruf, der zeigt, dass er sich Gedanken macht.

04.09.

gemeinsame Nachtschicht und Absackerbier, beim Chinesen bestellen und ganz Assi bei McDonalds ein Bier aus dem Pappbecher trinken.

05.09.

gemeinsames Arbeiten und lachen, 7h, anschließend essen und bier trinken, sehr betrunken, sehr ehrlich und fast schon gemein in einer Aussage. Zur Bahn bringen und verabschieden.

06.09.

Hoffest und gemeinsames Frühstück, gemeinsam losziehen und dort versacken, die letzte Bahn weg, ich übernachte eneut bei ihm. Er wacht früher als ich auf und macht Frühstück. Aber auch Panik, ein Freund von ihm sagt mir ins Gesicht, dass man mir ansieht, dass ich verliebt bin. Ich gehe zu ihm und behaupte, dass es nicht so ist. Wir reden kurz darüber und er erzählt, dass seine Ex ihn fragte, ob er neu verliebt ist und dass er gesagt hätte, dass es nicht der Fall ist.

Der Absturz und das Ende des Glücks?