Wehmut
Wehe dir oh du Mut
Mut braucht man nicht
Auszuhalten was vergangen war
Die verlorene Zeit
Die bei einem ist
In jeder Pore hast du sie gespeichert
Immer abrufbereit
Sehe mich in meinem Schneckenhäuschen
Umzingelt von Menschen
Keiner kommt an mich heran
Wie denn auch
In meinem Schneckenhäuschen
Ist die Tür sehr klein
War immer da
Zugleich aber weg
Das tut weh
Zu erkennen
Das man nicht da war
Und jetzt, wo ich im Jetzt bin
Bin ich es schon längst nicht mehr
Vorbei, aber zugleich da
Das tut weh
Stark bin ich nicht
Verdammte Scheiße
Habe vorgegeben zu sein
Was ich nicht bin
Schwach bin ich
Die schwächste, im ganzen Land
Angeberin
Wollte immer stark sein
Sei doch authentisch
So wie du bist
Bist du einzigartig
Die artige in mir
Habe ich es erlaubt rauszukommen
Selber schuld
Chaos
Aus dem Chaos ist doch was entstanden
Es ist doch was aus mir geworden
Oder gebe ich das nur vor
Ich gebe vor aus dem Chaos was geworden zu sein
Fragt sich nur was
Tot werde ich umfallen, wie alle es vor mir waren
Tot T-O-T
Das war es dann wohl, werde ich sagen
Adieu - Oh du Welt - Ich verlasse dich - Hast mir eh nichts gegeben
In Ruhe mit dir - Amen!
Oh, Vater, der du bist im Himmel ...
Dein Reich ...
Dein Wille geschehe ... Amen!
Warum nur frage ich mich
Werde ich so unglücklich
Wenn ich bestimmt Lieder höre
Wird es auch so sein, wenn ich 80 bin?
Wahrscheinlich ja - oh geliebte Schwester
Mach dir keine Sorgen - Es ist recht so
Vater, warum läßt du die Morde zu
Warum läßt du es zu, dass Menschen Menschen töten
warum um himmelswillen läßt du das Millionenfache Morden zu
Warum läßt du zu, dass Katastrophen uns dahinwischen
Warum läßt du es zu, dass Kinder von ihren Eltern getrennt werdenWarum läßt du es zu, dass Kinder so wehrlos sind und den Erwachsenen ausgesetzt sind
Warum läßt du es zu, dass Kinder mißbraucht werden und damit millionfach sterben
Warum nur, ist es so schwer dich zu verstehen
Was steckt dahinter?
Ich öffne meine Augen
Und sehe es - Diese Gewalt, die mit uns mit mir ist
Ich bin eine Naturgewalt, ich kann zerstören, was lieb ist
Ich bin das Monster, ich bin das Zombie
Ich bin die Ameise, die zertrampelt bin
Ich bin Mutter, deren Herz zerreißt, wenn sie ihren Sohn im Schlaf sieht
So wehrlos ist er also - Jetzt wird es mir bewußt
Warum läßt du uns mit so einer großen Verantwortung allein
Denn wie kann ich es mir sonst erklären
Dass so viele Kinderseelen zerstört werden
Ich weiss es nicht
Ich hatte den Glauben an dich aufgegeben
Und habe aber zugleich den Glauben an mich bekommen
Wie du dich auch nennen magst, Allah, Gott, Vater, Budda, was weiss ich
Aber ich bin zurückgekehrt dadurch tatsächlich wieder zurückgekehrt
Ich bin die Hoffnung, die gebe ich nicht auf - ich gebe mich nicht auf - um keinen Groschen
Ich werde kämpfen, ich werde mit mir hardern
Bis ich das erreicht habe, was ich Glückseligkeit nenne
Ich meine, das ist so extrem schwachsinnig formuliert
Es geht einfach darum, dass ich zugleich Gott und auch Teufel bin - Ich bestimme, wer siegt!
So ist es!