Das Jahr 2009 war wohl geprägt von..ja...von was. Ich würde sagen Veränderungen und Aufbruch. Nicht bei mir direkt, aber um mich herum. Leute, die mit Studium fertig werden. Freunde, die von zu Hause ausziehen. Herzallerliebste, die einen sicheren Job gekündigt hat, weil sie sich einfach weiterentwickeln will (allerdings war klar, dass sie mit ihren Fähigkeiten überall mit Kusshand genommen wird. Ich hab schon gescherzt, dass wir ja dann jetzt endlich heiraten könnten, wo sie genug für sich, mich und Noah-Cartagia verdienen könnte :P ). Â
Dazu die Gespräche auch mit Bekannten etc. Alle sind unruhig und auf dem Sprung oder auf der Suche nach etwas, wo sie hinspringen wollen. Da kann ich mich zumindest wieder einhaken. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wo ich lande. Ich bin Kulturwissenschaftler. Ich kann alles
Oft teile ich die Ängste und Bedenken. Und ja, es ist beruhigend, dass man damit nicht alleine ist.Â
Ich persönlich würde alles mal viel entspannter sehen, wenn für mich aus diversen Gründen die üblichen "wah..ich arbeite alles Hauptsache Geld"-Jobs wegfallen. Aber auch nur in den ganz bitteren "ich bin so uuuunfäähiiiig"-Stunden, die zum Glück immer seltener werden. Obwohl ich mir nach wie vor viel zu oft selbst im Weg stehe. Oder eher liege
Und was Stina in ihrem aktuellen Blog zu dem Thema über die Verpflichtung den Eltern gegenüber sagte - ja. Die haben mir so vieles ermöglicht - das will ich nicht mit Füßen treten.Â
Ich habe keinen 100 pro festgelegten Berufswunsch. Da bin ich in gewissen Bereichen sehr flexibel - mich interessieren viele Sachen und meine Studienkombination deckt einfach auch ein weites Feld ab. Mal sehen, wo ich lande.Â
Aber - ich werde einen Bauernhof haben. Darüber diskutiere ich auch nicht. Die Frage ist wann und wo er sein wird. Dann wie er aussieht - denn davon ist auch abhängig, was da sonst noch so dazu passt. Es gibt Rahmen. Gerne mit mehreren Leuten. Und traditionelles Arbeiten. Es geht sich bei dem Hof überhaupt nicht darum groß ertragreich/ein landwirtschaftlicher Betrieb zu sein sondern um die Sache an sich. Dabei wird schon genug zur Selbstversorgung abfallen :P Wenn sich da irgendwer der Mitziehenden mehr vorstellt, kann sie das gerne tun.Â
Mir geht es um die back-to-basic Arbeitsweise mit Pferden (und anderen Tieren). Am besten irgendwo in Mittel-/Nordhessen (aber auch das ist flexibel). Nach und nach Aufbau von Seminarhaus bzw. Veranstaltungsräumlichkeiten. Mit angehangener Eventagentur. Sprich: Organisation eigener Veranstaltung ebenso wie Fremdveranstaltungen (Hochzeiten. Firmenfeiern. was man halt so feiert). Aber auch die Möglichkeiten einfach so die Räumlichkeiten zu mieten.
Kutschfahrten. Wanderungen mit Packziegen. Lebensberatung. Seminare. Um nur einige zu nennen.
Dazu ein Teilzeitjob in der nächsten Stadt? Ein Buchladen? Ein Café? Die Spaltbar? Doch eine Sparten-Unternehmensberatung? Bleistiftanspitzer?
Was weiß ich. Das wird sich zeigen. Ausschließen tue ich erstmal nichts und manche Dinge müssen auch kein "oder" sondern können ein "und" sein. Es gibt genug Beispiele, bei denen es gerade deswegen gut funktioniert. Kommt natürlich auch auf die Mitstreiter an.Â
Über mangelnde Ziele kann ich mich nicht beklagen.. Mit genug Raum für Überraschungen.Â
Spielt aber zum Glück auch alles in einem Rahmen, der sich gut zusammenfassen lässt.Â
So arbeite ich auf die groben Rahmenbedingungen hin (ist ja nicht so, dass man in Deutschland mal eben so einen Hof betreiben kann. Nene. Dat wäre ja zu einfach. Und Banken stehen auch auf Sicherheiten. Einige Grundlagenscheine kann ich auch jetzt schon beginnen. Für die weiteren brauche ich wieder regelmäßige Fahr-/Gespannpraxis. Das muss noch ´nen Moment warten. Naja..die Liste ist lang) , und der Rest findet sich, wenn es dann mal soweit ist.Â
Kinder? Gerne, wenns sein soll. Ewige Partnerschaft ebenso. Aber davon mache ich mein Lebensziel nicht abhängig.Â
Warum überhaupt dieser Eintrag? Einmal, weil wie gesagt das momentan um mich herum ein großes Thema ist und desweiteren, weil es mir einfach unverständlich ist, wie man keine Ziele im Leben haben kann. Das begegnet mir immer wieder. Also klar weiß ich auch oft nicht, was ich will. Das merkt man momentan z.b., wenn man mit mir über mögliche Masterstudiengänge/Orte spricht. Von Hü nach Hott. Aber auch nur, weil es so viele tolle passende gibt und ich ja generell eher der "und" als der "oder" Typ bin. Auf jeden Fall bin ich nicht der "gibt nichts" Mensch. Wie kann man nicht wissen, was man mit seinem Leben anfangen will?Â
"Beschütze deine Seele vorm Ausverkauf
Und heb dir das Beste nicht immer bis zuletzt auf"
Kopf hoch, tanzen!Â