Willkommen in Valkenvania

19.02.2011 um 12:27 Uhr

Napoleon Dynamite....

von: elfatuo   Kategorie: Filmkritik

Nun ich habe diesen Film geschenkt bekommen... Mit Filmen verhält es sich, glaub ich, wie mit Büchern -> Filme, die man geschenkt bekommen, werden genau so häufig gelesen wie Bücher, die man geschenkt bekommt... Was ich noch all an Büchern rum stehen habe, die ich geschenkt bekommen habe, und nie gelesen habe... Egal, also letztens war es dann so weit: Das Fernsehprogramm war soo schlecht, daß auch der Film mit dem rothaarigen Wuschelkopf mit der 90er-Jahre-Kassenbrille vorne drauf nicht schlechter sein konnte... Also Film ab. MTV-Films also... bei MTV denk ich natürlich an einen ehemals erfolgreichen Musiksender, der mittlerweile nur noch geschlechtsreife Amerikaner bei der Partnersuche (meist eine Mischung aus "Herzblatt" und "Junglecamp") und Gangstarapper bei der Autosuche zeigt. Noch dazu eine Tenniekomödie - meine Erwartungen waren auch entsprechend groß...

Der Anfang war dann auch dementsprechend: Unspektakulär, ruhig ... hätte fast ein deutscher Kunstfilm sein können... aber spätestens ab der Szene mit der Kuh wird es besser, der Film gewinnt an Fahrt, der Protagonist wird zwar nie wirklich sympathisch aber er wird interessanter. 

Also warum lohnt sich dieser Film:

Dieser Film ist authentisch -> Die Gegend um die Preston High School in Idaho, wo es keine befestigten Straßen zu geben scheint, und man von jedem Haus aus einen unverbauten Blick auf die „Great Plains“ zu haben scheint, ist zwar so aufregend wie das südwestliche Niedersachsen, ist aber wohl eher das richtige Amerika als eine Kleinstadt im Süden Kaliforniens (wo Schulkomödien eher angesiedelt werden…)

Die Charaktere sind alle keine Helden, werden aber manchmal welche: Der stille Pedro wird Schulpräsident und der farblose Kip findet seine Traumfrau – aber ausscgließlich nur weil sie sie selbst sind, und nicht, weil sie sich anpassen, so wie sonst in diesem Filmgenre üblich.

Der Film ist wirklich lustig – meistens durch Situationskomik – aber nie übertrieben.

Ergo: Es ist ein ehrlicher realistischer Film, der allerdings erst an Fahrt gewinnen muß…Man sollte ihm eine Chance geben – nicht umsonst gewann er etliche Auszeichnungen und spiele Weltweit die Produktionskosten hundertfach wieder rein.

09.01.2010 um 12:15 Uhr

Avatar – Aufbruch nach Pandora

von: elfatuo   Kategorie: Filmkritik   Stichwörter: Avatar, Aufbruch, Pandora, Genozid, Ökozid, Wilden, Zivilisation, Ökosystem, Film

Hmm, nun ja worum geht´s? Es geht ganz klar um Genozid und Umweltzerstörung... Eigentlich nichts Neues. Der Kampf des „zivilisierten“ Mannes gegen die Wilden – sowohl die Geschichte als auch die Filmgeschichte ist voller Beispiele. Filme über Ökozide gibt es weniger, aber es gibt sie. Also, warum „Avatar – Aufbruch nach Pandora“? Was macht diesen Film aus?

 

Die grobe Story -> Ein gebrochener Soldat am Arsch der Welt – nähert sich an die „Wilden“ an, lernt ihre Sitten und Gebräuche, wird von ihnen akzeptiert und verliebt sich. Schließlich kommt es zum Konflikt mit der eigenen Rasse und er erkennt, das die eigentlich zivilisierte Rasse die barbarische ist, worauf hin er gegen „die eigenen Leute“ kämpft. Genau wie bei „der mit dem Wolf tanzt“.

Die Natur erhebt sich und kämpft mit den vermeintlich Wilden gegen die fortschreitende Zerstörung ihrer Heimat – jetzt fällt mir der Titel von dem Film nicht ein, aber es gab einen Film in dem der von Regenwaldindianern aufgezogene „Weiße“ die Frösche bittet eine Überschwemmung hervorzurufen und dadurch einen Staudamm zerstört.

Das Volk wohnt in und auf Bäumen ist bewaffnet mit Pfeil und Bogen und steht in einem Energiefluss mit der Umwelt – Elfen oder Elben von „D&D“ bis „Herr der Ringe“ (auch sieht das Volk den Elben oder Elfen ziemlich ähnlich)

Die Wildtiere von Pandora – eine Mischung aus „Jurasic Park“, „Pitch Black“, „Herr der Ringe“ und „Hexen Hexen“

Die Hubschrauber erinnern an „Dune“. Je länger ich nachdenke die ganze Story klingt nach „Dune“ nur mit Regenwald – selbst diese „Auserwählten-Story“ taucht auf...

Das Happyend, die unblutigen Tode und die keusche Liebesgeschichte zeigen wiederum den typischen Disney...

 

Nun, warum dann dieser Film? Normalerweise endet der Kampf gegen „die Wilden“ mit Annektion, Ausrottung oder damit, daß man die Reste an Bevölkerung und Kultur in Ghettos steckt. Bei „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ ist es anders. Der Film zeigt hervorragend das Agieren der amerikanischen Militärmacht und deren Rechtfertigungspolitik „Stellen wir sie doch als Terroristen da und greifen sie dann an“. Und der Film zeigt ganz deutlich wie arrogant der zivilisierte Mensch mit seiner Umwelt umgeht – und das finanzielle Großinteressen um Bodenschätze usw. auch die Entwurzelung der Bevölkerung rechtfertigen. Und hier ist Pandora gar nicht mal so weit entfernt von Orten wie Garzweiler z.B..

Der Film liefert eine nette tiefgründige Geschichte mit viel Action und überraschenden Wendungen verpackt in einer großartigen Fantasy-Science-Fiction-Welt. Und Pandora zeigt noch was: Durch die neuen Möglichkeiten der Computeranimation kann es jetzt Planeten mit riesigen Regenwäldern und interessanten Tier und Pflanzenwelten geben... Das Ökosystem von Pandora macht schon etwas mehr her, als die Ökosysteme von Pitch Black, Arakis  oder Tatooine

11.09.2009 um 10:00 Uhr

Das Feuerschiff

Wenn man an Deutsches öffentlich rechtliches Filmgut denkt, so denkt man an biedere bodenständige Filme, deren aktionvolle Handlung nicht von Werbung unterbrochen wird, da es weder Werbung noch Action gibt... Das ist bei "Das Feuerschiff" auch nicht wirklich anders. Der Unterschied ist nur, daß es hier paßt!!

Das fiktive Feuerschiff "Borkum Riff" liegt in der Emsmündung und Schiff, Mannschaft und Kapitän tuen auf Ihrer letzten Wacht genau das, was sie immer getan haben -> unterm Strich: Gar nichts!

Zwei Faktoren, die förmlich nach Aktionen schreien, stören nun diese melancholische Rumdümpelei - der draufgängerischen Sohn des Kapitän und die flüchtenden bewaffneten Verbrecher.

Das wirklich interessante an dem Film ist der immer drastischer werdende Konflikt zwischen Aktionismus und Nichtstun, zumal der Kapitän mit seinem eisernen Festhalten am Nichtstun immer mehr isoliert aber auch bestätigt wird. Es ist ein Psychothriller ohne viel Action und viel Gemetzel aber mit vielen interessanten Motiven, die viel Raum für Interpretationen lassen.

Wer sich für Feuerschiffe oder das Meer interessiert, wer Jan Fedder mag und einen Film mit neuen Ideen sehen möchte, sollte sich diesen Film anschauen.  

01.12.2007 um 13:30 Uhr

Creep – Gewinner der goldenen Matschbirne

Es gibt eine große Gefahr für alle Filme -> dem Zuschauer könnten die dargestellten Charaktere völlig egal sein!

Achtung Spoiler – aber wer diesen Film ernsthaft schauen will, dem sei gesagt: Lass es! Es lohnt sich nicht.

 

http://www.creep-derfilm.de/


 

Die Story: Arthur und George finden auf ihrer berufsbedingten Wanderung durch die Londoner Kloake einen neuen Tunnel und ev. auch mehr – das weiß man bis zum Schluss nicht – ebenso wie viele andere Dinge in dem Film.

Anderes Set: Kate, ein kleines arrogantes ignorantes und hochnäsiges Model entschließt sich völlig zugedrogt auf einer Party dazu lieber mit Georg Clooney zu pimpern als mit Guy. Sie zickt noch etwas rum, belästigt ihre Mitmenschen, entschließt sich, trotz mehr als 120 Pfund Bargeld in der Tasche, die U-Bahn zu nehmen, kauft sich ein Kurzstreckenticket für 20 Pfund, schüttet noch mal 0,4 l Wodka in sich rein und schläft, 4 Minuten bevor der letzte Zug fährt, ein.

Als sie aufwacht stellt sie, schlagartig nüchtern, fest, das die U-Bahnstation ab- und sie eingeschlossen ist. Aber es kommt ja noch ein Zug und in dem sitzt Guy. Was Kate nicht weiß, Guy hat neben Kokainschnupfen noch ein anderes Hobby – er schleicht Frauen nach, wartet bis sie einpennen und in der U-Bahnstation eingeschlossen sind, dann vergewaltigt er sie. Diese Masche funktioniert aber diesmal nicht, weil er vorher vom Killer ¾ tot gemacht wird.

Der Killer, der überraschende Ähnlichkeit mit Gollum hat und dank Hasenscharte, Skoliose und Albinismus völlig hässlich ist, braucht sich in Punkto Ausdauer und körperlicher Geschicklichkeit nicht zu verstecken. Trotzdem tut er das – der Grund ist ganz einfach: Entweder er war ein medizinisches Experiment in seiner Jugend, oder er wurde zu jenem missbraucht oder aber er war eine Kuriosität, mit der Ärzte sich zusammen fotografieren lassen konnten – auch das wird in keinster Weise geklärt; auf jeden Fall hat er ein schweres Trauma davon getragen... Bedingt durch dieses Trauma bringt er alle die ihm begegnen – nachdem die U-Bahnstation verschlossen ist – wahlweise gleich um oder betäubt sie erst, um sie dann umzubringen oder in Käfigen, die in der Kloake hängen zu ersäufen. In den beleuchteten Abschnitten der Tunnel gehen ihm mehrere zahme Ratten voraus – warum, daß erfährt man nicht.

Der Film ist über weite Strecken einfach nur langweilig. Klar Verfolgungsjagden in einer verschlossenen U-Bahnstation führen zwangsläufig nur durch langweilige Tunnel und Kloaken, wo es größtenteils dunkel ist. Ein an die Dunkelheit gewöhnter Killer wird auch im Dunkel agieren – auch logisch. Wenn dann noch die spannende Musik weggelassen wird um die Autensität zu erhöhen geht die Spannung flöten.

Auch der Killer, da seine Geschichte völlig hinterm Berg bleibt und es sich offensichtlich „nur“ um das Böse aus der Tiefe handelt ( und nicht um einen durchgeknallten Ottonormalmensch – das ist zwar sehr ausgelutscht wäre aber in dem Fall besser gewesen), ist nicht wirklich interessant.

Der Film lässt viele Fragen offen – z.B. hat der Killer sein Werk schon länger vollzogen und die U-Bahnbetreiber hielten das komplette Verschwinden einer Nachtschicht von Bahn- und Sicherheitspersonal pro Nacht bisher für normalen Schwund und nur die arrogante Kate aus Deutschland konnte ihn stoppen, oder hatte er grade heute nacht da mal Lust drauf (20 Jahre lang habe ich meine Ratten auf Hochglanz gekämmt – heute mach ich mal was anderes – heute bringe ich alle Leute um, die hier rumlaufen)?

Oder ein anderes Beispiel: Morgens kommen die ersten Anzugträger in die U-Bahnstation und freuen sich über die neue vermeintliche Bettlerin, die da im Designerkleid auf der Erde kauert (Jaja Hochmut kommt vor dem Fall – eigentlich wollt sie sich ja von George durchpimpern lassen – stattdessen hat sie jetzt der Killer gebeutelt...) – hatte bis da hin eigentlich niemand die etlichen Blutspuren bemerkt, oder das Fehlen sämtlicher Fahrer und des Nachtwächters?

Naja, bei „House of Wax“ hatte ich noch gedacht -> „Nette Idee – Potential war vorhanden – die Besetzung war schlecht“. Bei „Creep“ hab ich gedacht: „Idee zu dem Film hörte sich nett an... das war´s – vergeigt“

22.11.2007 um 11:12 Uhr

Free Rainer - Dein Fernseher lügt.

Stell Dir vor es läuft RTL - und niemand schaut zu...

Ich war gestern im Kino - trotz Post-Belastungs-Syndrom (Wechselseitige in beide Augenhölen ausstrahlende Temporalkopfschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl, Magenschmerzen, Übelkeit) und obwohl ich zwischendurch mal für fünf Minuten raus mußte - muß ich sagen, der Film lohnt sich.

Anreiz zu dem Film gab mir eine Szene aus der Filmvorstellung: Friedlich wie ein Blatt im Wind segelt langsam ein Plasmafernseher gen Erdboden und zerschellt in tausend Teile... die beste Szene aus dem Film.

http://www.freerainer.de/

 

 

"Wir sehen es jeden Tag: Dummes Volk macht dummes Fernsehen macht dummes Volk macht dummes Fernsehen macht dummes Volk macht dummes Fernsehen macht dummes Volk macht dummes Fernsehen macht dummes Volk... und es wird nicht besser!" - Unsere Eltern haben uns gewarn: "Fernsehen macht dumm" - Unsere Lehrer haben es uns erklärt: "Die Römer hatten Brot und Spiele - Wir haben Hartz4 und Fernsehen um die Massen daran zu hindern, eine Revolution zu beginnen."

Doch was ist mit denen, die es nicht gesagt bekommen haben, die es nicht wissen; Die schlechtes Fernsehen konsumieren ohne es zu hinterfragen?

Rainer ist jemand der mit großen TV-Ereignissen wie "Deutschland sucht das Superbaby" eine Menge Geld macht, der exessiv lebt und Spaß dabei hat. Durch ein Attentat und durch mehrere Alpträume erkennt er, daß er Schuld daran trägt, daß Deutschland verblödet. Vom Saulus zum Paulus geworden zieht er los die Verblödung zu stoppen und den deutschen TV-Konsumenten zu befreien.

Der Film zeigt eindrucksvoll und beängstigend, wie manipulativ der nichtreflektierende TV-Konsument ist (das Volk frißt, was ihm angeboten wird - ob das Volk Bildung oder Blödsinn mag entscheidet es nicht selbst, sondern wird ihm vom Angebot diktiert). Volksverblödung ist anscheinend gewollt und "das System" ist relativ leicht manipulierbar...

 

27.09.2007 um 23:25 Uhr

Zimmer 1408

"Mike Enslin (John Cusack) hat zwei erfolg-reiche Bücher über Hotels, in denen es angeblich spukt, veröffentlicht.(...)  Derzeit  fasziniert ihn ein besonders mysteriöser Fall: Im Zimmer 1408 des New Yorker Dolphin Hotel sind unter seltsamen Umständen bereits 56 Gäste gestorben. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, schlägt Mike alle Warnungen des Hotelmanagers (Samuel L. Jackson) in den Wind und übernachtet in Nr. 1408 – ein kafkaesker Alptraum beginnt." (Pressenotiz www.1408.senator.de/)

Moral von der Geschichte: Wenn Du irgendwo am Arsch der USA ein Hotel findest, in dem es angeblich spukt und Dir die Besitzer überschwenglich farbenfroh und mit Prospekten von dem Geist erzählen, kann man da übernachten; wenn ein New Yorker Luxushotel-Manager Dir teuren Alkohol und alles mögliche andere bietet, wenn Du nicht in einem bestimmten Zimmer übernachtest, solltest Du da nicht  übernachten wollen!

Ok, der erste der wohl in der Filmgeschichte Leuten in seiner Herberge unruhige Nächte erleben ließ war Nosferatu 1922 - Geister in New Yorker Hochhäusern gab es auch bei "Ghostbusters 1" - warum sollte man sich also "1408" anschauen. Dieser Film ist alles mögliche: Er ist Horror, er ist Thriller, er ist Drama; nur eines ist er nicht: Lustig. Dieser Film ist fies und gemein - dieser Film ist böse! Ich finde dieser Film nutzt die volle Bandbreite des Genres Horrorfilm, er ist kreativ, überaschend und absolut unberechenbar - trotzdem wird er, im Erzählfluß der Hintergrund-Geschichte dem epischeren Stephen King-Verfilmungen wie "Stand by me" und "die Verurteilten" gerecht. Der Film ist sehenswert - aber nicht ohne. Ich vergebe 10 Totenköpfe

01.08.2007 um 12:20 Uhr

Harry Potter und der Orden des Phönix - Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen

Gut, ich habe ihn gesehen. Dazu muß man sagen, ich bin nicht so wirklich der große Harry-Poter-Fan, verstehe diesen Hipe nicht so wirklich und würde mir so merchandisingtechnisch höchstens ein detailgetreues Model von Hogwarts oder des Hogwarts-Express kaufen - was aber eher mit meiner Vorliebe für Neogothik und Dampfzüge als mit Harry Potter zusammen hängt. Egal, es geht ja um den Film.

Ich denke allzu viel Inhalt muß ich hier nicht wiedergeben, denjenigen, den die Filme interessieren, der schaut es sich eh an und denjenigen, der bisher Harry Potter-Filme gemieden hatte, der sollte mit Teil 1 anfangen - durch Teil 5 wird er sonst nämlich überhaupt nicht durchsteigen - das fiel mir schon sehr schwer. Gut, ich habe Teil 4 auch nicht gesehen - vielleicht habe ich deswegen einiges schlicht und ergreifend nicht verstanden...

So langsam nimmt die ganze Story Formen an - die Geschichte löst sich so langsam von der dahin plätschernden Internatsstory mit ihren kleinen und großen Alltagsproblemen und alles zielt in Richtung Endkampf - wichtige Gruppen werden vorgestellt - Geschichtenerzähler liefern wichtige Hinweise und werden dann abgemurkst - Truppen werden rekrutiert - "Die Welt ist im Wandel" - das Gewitter brodelt sich zusammen - "Das Nichts breitet sich aus" - "Der dunkle Herrscher versammelt seine Truppen" - das Übliche halt, man kennt es ja - es gibt Zweifler - Verbündete werden zu Feinden - auch das seit "Herr der Ringe" nichts neues - Es gibt leichte Aufwärmkämpfe usw. usw. Warum schaut man sich das ganze Umzugeplänkel eigendlich an, wenn einem dann in einigen Jahren der große Entkampf geboten wird? Harry Potter vs Dunkler Lord - Kampf auf Leben und Tod? Gut, wahrscheinlich kapiert man dann gar nichts - aber was soll man bis dahin schon großartig verpassen? Fragt man sich jedenfalls bei dem aktuellen Film...

Gut, immerhin wurde der Orden des Phönix vorgestellt - damit wurde er dann ja jedenfalls seinem Titel gerecht. Ansonsten wurden hastig alte Handlungsstränge von neuen überlagert, es wurden neue interessante Figuren in den Film hinein katapultiert und wieder in die Ecke gestellt. Der Film wirkte unglaublich überladen und ließ den Zuschauer am Schluß genauso dämlich in der Ecke stehen, wie einige Figuren. Da ist zum Beispiel eine miesgelaunte Dienerelfe die nicht nur Harry, sondern auch der Zuschauer interessant findet - Harry ist nacher hoffendlich klüger - der Teil wurde rausgelassen... oder ein blondes Mädel, was entweder einen Sockenschuß hat, oder doch mit interessanten Mächten in Verbindung steht ... - man kommt nicht dahinter, hatte sie doch wohl nur nen Sockenschuß. Es gibt aber noch mehr Figuren, von denem man mehr erwartet hätte. Auch inhaltliche Fragen werden nicht geklärt: Z.B. Wie geht es Dudley im späteren Film? Wie geht es der Schnitte, mit der Harry lang und breit rumknutschte? Wie kann man auf Viechern reiten, die man nicht sieht? Wie kann man Wände zu Räumen einreißen, die sich in anderen Dimensionen befinden? USW

Obwohl der Film so verwirrend war, war er im Endeffekt ganz schön langatmig - wie wohl alles langatmig erscheint, was man nicht versteht );.

Aber gut gefallen haben mir Rons Brüder - die waren auch einige der wenigen, die nicht zu kurz kamen.

27.01.2007 um 21:16 Uhr

Hallo Besucher. Ich möchte ein Spiel spielen... (SAW III Kritik)

von: elfatuo   Kategorie: Filmkritik   Stichwörter: SAW, Jigsaw

Hallo Besucher. Ich möchte ein Spiel spielen...

Ok, jetzt wissen die meisten, worum es geht – für die , die es nicht wissen, es geht weder um IKEA noch um Ravensburger – es geht um SAW – genauer um SAW 3.

Auch im dritten Teil stimmt der Titel noch – so tritt neben der „Knochensäge“ aus Teil 1 noch eine Kreissäge (wahrscheinlich aus „Hör mal wer da hämmert“) und eine elektrische Säge, wie sie Pathologen zum Freilegen des Gehirns nutzen, auf.

Gut, jetzt hab ich, seit dem letzten Absatz was gegessen, ne Reportage über Raptoren gesehen, mit meinen Alten telefoniert und überlegt, auf welche Schrottveranstalltung ich heute Abend gehe, mal schauen, ob ich noch ne Kritik zu Stande bringe...

Also Saw 3: Jigsaws Nachwuchskiller entpuppt sich als ähnliche Enttäuschung wie Darth Maul seinerzeits. Aber immerhin für jeden, der denkt Jigsaw krepiert letztendlich, Ironie des Sicksals, durch die, wie es scheint, in einem Anfall geistiger Umnachtung durch ihn hervorgerufene, Wut einer Frau („Die Hölle kennt keine Wut wie die einer verschmähten Frau“), gibt es noch eine Überraschung. Realsadisten von solchem Format neigen augenscheinlich nicht zur geistigen Umnachtung!

Der Sinn des ganzen Spiels -> „Zeig das Du Überlebenswillen besitzt“ schwindet zugunsten eines „Gnade statt Rache“-Sinns, Jigsaw bleibt auch weiterhin rechtschaffend wenn auch sehr böse und „spielt“ nicht aus „niederen Beweggründen“ sondern weiterhin mit einer „Moral von der Geschichte“

Was gabs sonst noch: Alte Fabriken, Maschienen in allen Größen, Flashbacks in allen Farben, Blut, Schweiß und Panikattaken und neu (!!) Gammelfleisch!

Und nun das Resümee: Wenn Originellität etwas positiv bewertet, was vorher noch nicht da war, muß ich sagen: Eben weil das Meiste vorher noch nicht soo da war, ist der Film sehr originell - manche Sachen nerven trotzdem irgendwann.

 

28.10.2006 um 09:15 Uhr

"Happy End" - Eine Fimkritik

von: elfatuo   Kategorie: Filmkritik   Stichwörter: Happy, End, Film, Horror, Thriller, Geisterhaus, Schriftsteller

"VideoWoche
Angenehm in einer fremden Welt/Zeit steckengeblieben wirkt dieser Geisterhaushorrorfilm aus heimischer Filmhochschülerhand, in dem auf Schreibmaschinen gedichtet und Plattentellern musiziert wird, während das nächste Lampen- oder Putzmittelgeschäft wohl ein paar Fußmärsche zu weit entfernt liegt. Dunkle Flure, Schattenspiel und Kleinmädchenspuk verraten Einflüsse der "Ring"-Schule in einem mitunter witzigen und stimmungsvollen, insgesamt aber auch etwas hölzernen und mäßig originellen Horrorkammerspiel."

 

Ja den haben wir gestern geschaut und meine Meinung dazu ist:

Na klar: Ein Schriftsteller mit Schreibblockade - eine alte Wohnung - Eine Freundin, die die Wohnung nicht mag - Die Vormieter fanden ein augenscheinlich banales Ende - Vom ersten Augenblick an scheint was nicht zu passen, es scheint ein Geheimnis zu geben. Soweit so gut. Tausendmal da gewesen.

Die einzig wichtige Frage scheint zu sein: Warum stehen Männer auf seit sieben Jahren ungenutztes Interieur - sind wir wirklich so beschränkt, daß wir die pilzige und versiffte Dusche eines toten Alkoholikers gleich als die unsere akzeptieren? Auch die Story bietet erstmal nicht so die Überraschungen, sie ist relativ gradlinig ohne Überraschungen und gespickt von Schockern, die man nach "The Ring", "Polergeist" und "The Grudge" nicht anders erwartet. Im Laufe des Films wird der Horrorfilm zu einem vor sich hinplätschernden Thriller. Dann kommt der Punkt, wo eigentlich Schluß sein könnte - is aber nicht (ok, das ist auch nicht originell) aber was dann kommt is nicht schlecht! Sehr kreativ und vor allem neu!

Der Schluß ist schon ein Happy End, allerdings ohne Pferde und Sonnenuntergang, aber ganz anders, als man ihn erwartet hat. Sehr schön auch das Motiv der letzten Szene!

Was bleibt von dem Film? Nicht die plumpe Angst nachts durch die Wohnung zu laufen, sondern das Entsetzen darüber, das das Schicksal durch unsere Entscheidungen bestimmt ist.

Insgesammt ein netter unterhaltsammer und im Vergleich tiefgründiger Horrorthriller.

25.02.2006 um 15:59 Uhr

Film Kritik SAW 2

von: elfatuo   Kategorie: Filmkritik   Stichwörter: Film, Kritik, Horror, Saw, ersten, Teil, Mindhunters

So, hab grad ne kleine Kritik zu SAW 2 (Geschichte -> http://www.filmstarts.de/kritiken/Saw%202.html) geschrieben, bitteschön:

Am besten ist es immer, wenn man vorher über Filme nix gehört hat, da die Erwartung dann auch nicht so stark ist.

Ich fand den Film nach dem ganzen Hype um den ersten Teil (den ich leider nicht gesehen habe) enttäuschend. Gut nach Matrix II, Zurück in die Zukunft II und Stirb Langsam II weiß man, zweite Teile sind oft nicht so prall.

Es war kein Virus sondern angeblich Sarin (leider haben die Filmemacher versäumt sich auch nur eine Spur über Sarin zu informieren z.B. hier) Auch sonst strotzte der Film vor inhaltlichen und logischen Fehlern und es mangelte ihm an Geschwindigkeit, die von diesen Fehlern ablenken könnte. Die Idee (Eine Gruppe Menschen sitzt umgeben von Fallen fest) ist zwar ganz nett nur leider auch geklaut (die Idee wurde in Mindhunters wesentlich besser umgesetzt)

Allein der Schluß ist überraschend und originell.

Wer einen richtigen Horrorfilm mit Schreckelemtenten sucht wird von SAW II enttäuscht (man wurde selbst in "Die Geisha" mehr erschreckt); wer einen pervers blutig-ekeligen Actionfilm möchte, wird ev noch zufrieden sein.

Also ich werd mir den ersten Teil mal anschauen und den dritten auch; von beiden erwarte ich mehr.

07.01.2006 um 19:46 Uhr

Kino 2006 Underworld Evolution ( Filmstart 02.03.06)

So, mal ne Kurzfilmkritik, die ich letztens geschrieben habe, beruhend auf der Tasache, das es zu Underwold nun auch noch ne Fortsetzung gibt:

Underworld Evolution (02.03.06)

Ich hatte eigentlich gehofft, das diese absolut kalte Vampier-Werwolf-Prügelei (die wieder mit der Erschaffung eines Super-Wesens endete) bei einem gescheiterten Dreiteiler-Einteiler bleiben würde.

Ich weiß ja auch schon, was pazieren wird: Marcus wird auferstehen und er wird sauer sein, Michel muß kämpfen und seine schwarzhaarige Lackschnecke auch(letztere wird sehr wahrscheinlich drauf gehen - Marcus letztendlich auch) es wird irgendeine Form von altem virusinduziertem mutiertem oder genetisch verändertem Super-super-Werwolf-Vampier-Mensch-Irgentwas geben, der zwar unbesiegbar ist, aber gegen Ende doch wieder besiegt wird.

Doch dennoch interessiert mich die Fortsetzung, denn ich frage mich: Können Vampire und Werwölfe auch irgendwo anders kämpfen, als in Industrieruinen, oder wird das zu teuer? Wird die Sonne diesmal aufgehen? Gibt es nur Geballer, Schwertkämpfe und Pseudo-Teckwando-Karate-Kickbox-Kämpfe (so Draufdresch-Box-Ringkämpfe a la Bud Spencer wären mal wieder interessant)? Gibt es wieder Unmengen an Spezialeffekten, die von Matrix stammen?