Willkommen in Valkenvania

26.03.2007 um 18:52 Uhr

Es ist Frühling - ein altes Gedicht von mir!

Gut, auch wenn das Wetter relativ gut ist und ich im nicht so oft an der Uni bin - nochmal n alter Text:

"

12.03.05

Es ist Frühling!

Der Wind peitscht

Und es ist Frühling

Es gießt wie blöd

Und es ist Frühling

Du hast keinen Schirm mit

Und es ist Frühling

Die Stadt ist grau

Und es ist Frühling

Du verpaßt die Bahn

Und es ist Frühling

Die nächste kommt in 10 Minuten

Und es ist Frühling

Wenn die Sonne scheint, hockst Du hinter Stahlbeton inne Uni

Und es ist Frühling

Die Tage verbringst Du mit Lernen

Und es ist Frühling

Du bekommst zu wenig Schlaf

Und es ist Frühling

Dein PC stürzt ab

Und es ist Frühling

Im TV nur Schrott

Und es ist Frühling

Im Netz ist auch nix los

Und es ist Frühling

Du solltest mehr Sport machen, Dich gesünder ernähren und weniger Kaffee trinken

Und es ist Frühling

Wenn Du nicht grad gestreßt bist ist alles öde und langweilig

Und es ist Frühling

Es ist Frühling – naja, was soll’s - wird wohl nicht der letzte gewesen sein!"

 

07.01.2007 um 23:12 Uhr

Kribbmspiel -Mal anners!!

Ich habe grad mal meine alten Disketten durchgeschaut und da noch ein Theaterstück gefunden, was ich vor 10 Jahren mal für unsere Schulweihnachtsfeier geschrieben habe. Paßt zwar nicht zur Jahreszeit aber bittesehr:

(Man ignoriere die Formatierung, die war ursprünglich wunderschön - ich hatte sogar Bilder mit drinn - aber das ist beim Umformatieren - ursprünglich war der Text mit Works geschrieben - flöten gegangen)

Kribbmspiel - Mal anners!!

Rollen:

Erzähler

Engel

Jope

Maria

Soldat

Jojachim

Wirt Harald

(Cheruskische Schafzüchter):

Wiwulf

Arnoldix

Helgar

(Astrologiestudenten):

Baltasar

Kasper

Melchor

I.

Erzähler: Erstmal ´nen kleinen historischen Kontext: Also Judäa war mal wieder belagert, nach den Ägyptern und Babyloniern waren jetzt die Römer an der Reihe und die waren hier genauso unbeliebt wie bei Asterix und Obelix und irgendwie dachte jeder das es nun mal Zeit wäre, das dieser Messias endlich auftaucht und das Volk Gottes befreit. Die Leute haben natürlich gedacht, das dieser Messias so ´ne Art Batman wär, der die Römer erstmal ordentlich verhaut, aber in Wirklichkeit war der ganz anders drauf. Nun wollen wir uns aber erst malwieder, so wie jedes Jahr die Story von seiner Geburt reinziehen.
Jope, der aus dem Hause David stammte, und als Tischler seine Lehre gerade beendet hatte, wohnte mit ein paar Kumpels in einer WG, hatte eine feste Freundin, die Maria hieß und führte eigentlich ein normales Leben, bis zu jenem Abend. Es war kurz nach Neun und Jope war schon fast im Bett, als es an der Tür klingelte.

Jope: Kann nicht mal Einer die Tür aufmachen! Simon, Petrus, Jojachim? Na toll, dann eben nicht!

geht zur Tür und öffnet.

Soldat: Moin, bist du Josef, genannt Jope, aus dem Hause David, geboren in Bethlehem?

Jope: Joa eigentlich schon.

Soldat: Ha, Kumpel, dann darfst du dich freuen, unser lieber Imperator hat aus einer Sauflaune heraus beschlossen, mal wieder eine Volkszählung zu veranstalten, und am nächsten Montag ist Volkszählung in Bethlehem und....

Jope: Jaja und alle die dort geboren sind, dürfen sich dahin begeben, wozu habt ihr eigentlich Computer, wenn ihr doch andauernd Volkszählungen veranstaltet?

Soldat: reine ABM-Maßnahme!

Soldat ab

Jojachim erscheint

Jojachim: Äh, Jope, schlechte Nachrichten! Maria hat gerade angerufen, als der Bundie da war und ... äh ... sie ist irgendwie schwanger

Jope: Sie ist was!

Jojachim: Ja, äh irgendsoein Heiliger Geist war in der Nacht zu ihr gekommen...

Jope: Na toll mich läßt sie nicht rann, und mit dem erstbesten Esoterik-Heinie steigt sie in die Kiste und ich muß jetzt auch noch nach Bethlehem tigern, nur weil die in Rom zu viele arbeitslose Volkszähler haben, ach was soll´s, ich geh jetzt ins Bett!

II.

Traum

Jope, Engel

Erzähler: Während Jope friedlich pennt, erscheint ihm im Traum ein Engel des Herrn.

Engel: Hi

Jope(verschlafen): Hi.... (aufgewacht) was machst du denn in meinem Traum und wer bist du überhaupt.

Engel: ich bin ein Engel des Herrn, hier ich kann mich ausweisen.

Jope: Ohne Flügel?

Engel: Ja auch im Himmel muß gespart werden, aber dafür habe ich ein Handy, mit Direktleitung zum Boß, aber jetzt mal was anderes, du nimmst deiner Schnitte also nicht ab, das sie wirklich vom Heiligen Geist schwanger ist, aber es stimmt und wenn du sie wirklich liebst, und das tust du ja selbst jetzt noch, dann nimmst du sie mit nach Bethlehem, dort wird das Kind geboren, daß müßt ihr dann Jesus nennen, und auf die Frage was das alles soll, kann ich dir jetzt schon sagen, daß das Kind einmal berühmter als Michael Jackson wird und mehr Tricks draufhaben wird als David Kopperfield und wenn ich jetzt noch sage, das dem Bigboß im Himmel echt viel daran liegt, dann bist du ganz überzeugt, und ach ja was die Sache mit der Jungfräulichkeit von Maria angeht, und das du ja ihr erster Mann sein wolltest, so kann ich dich beruhigen, denn Maria ist immer noch Jungfrau.

Jope: OK, ich mach´s ja, ich nehme sie ja mit, aber äh, wenn du das nächste Mal einen Hausbesuch machst, texte die Leute bitte nicht so zu, auch wenn du wahrscheinlich Gedanken lesen kannst.

III.

Vor der Kneipe

Jope, Maria, Wirt Harald

Erzähler: Maria und Jope sind nun also nach Bethlehem getingelt, und das war gar nicht so einfach, wie sie sich gedacht haben, aber jetzt stehen sie ja endlich vor der Kneipe, die einem guten Bekannten von Jope gehört.

Jope klingelt: Moin Harald, ich bin´s Jope!

Harald: Jope? Jope, aus dem Hause David? Du bist ja groß geworden; und was willst du später werden?

Jope: Äh... Ich bin jetzt Tischler...

Harald: Oh Tischler. Und hast du schon ´ne Freundin?

Jope: Die steht doch neben mir,...ach so Maria, das ist Harald, der hat hier die Kneipe schon seit ´ner Ewigkeit, Harald, das ist Maria, meine feste Freundin...

Harald: Ha, da hast dir ein fesches Mädel geangelt, aber fang blos nicht mit dem Rauchen an!

Jope: Äh... Harald, ich bin 21 und ich hab schon mit 16 als ich umgezogen bin geraucht, aber jetzt hab ich wieder aufgehört.

Harald: Naja, gut. Lassen wir das; also, was macht ihr hier, nach so vielen Jahren?

Jope: Also wir sind eigentlich wegen der Volkszählung hier, wir sind 5 Tage mit dem Bus gefahren, wir sind dreckig ,wir sind müde, Maria ist schwanger und nun brauchen wir ein schönes Zimmer und ein nahrhaftes Essen.

Harald: Naja, da gibt es nur ein Problem... wir haben hier eine Volkszählung, eine Schafzüchterausstellung und einen Astrologenkongreß. Wir sind also, und wenn ich wir sag, meine ich alle Häuser mit Hotelbetrieb, äh... wir sind also ausgebucht.

Maria: Oh toll, erst bleibt der scheiß Bus alle Nase lang stehen, dann bricht er 2 Kilometer vor Bethlehem endgültig zusammen, aber Herr Jope kennt ja eine Abkürzung, 3 Kilometer über einen Truppenübungsplatz und auf die Frage ob man nicht hätte reservieren sollen, erhält man nur die Antwort: in Bethlehem ist immer tote Hose, da gibt es Betten, wie Sand am Meer.

Harald: Moment, bevor ihr euch hier noch gegenseitig an die Gurgel geht, habe ich noch einen Vorschlag zu machen: ihr könnt im Schuppen pennen, da stehen noch zwei alte Liegen und warm ist´s ja sowieso. Das ist ein absolutes Freundschaftsangebot, ebbend waren nämlich noch ein paar cheruskische Schafzüchter da, die hab ich wieder weckgeschickt.

Maria und Jope: Ja OK!

IV.

Draußen auf dem Felde

Cheruskische Schafzüchter (Wiwulf, Arnoldix, Helgar)

Erzähler: Die cheruskischen Schafzüchter Wiwulf und Helgar und der gallische Austauschstudent Arnoldix haben keine Unterkunft mehr gefunden und hocken jetzt draußen auf dem Felde.

Wiwulf: Na toll, das hab ich jetzt davon, mein Vadder hat gleich gesagt: “Junge studiere und werd was ordentliches!” aber nein ich mußte ja Schafzüchter werden, nun sitzen wir hier fern der Heimat, ohne einem Dach überm Kopf und die Herde ist Caesarea, nur weil wir unbedingt “ICE 1. Klasse ohne Schafe” fahren mußten.

Arnoldix: Dü ast Rescht meine teure Freund, auch mir ist gekommen abanden meine gute gallische Schaf und isch vermisse meine schöne Gallieen.

Helgar: Oh Leute was seit ihr nur für Quakpötte! Hier ist es warm hier gibt es keine Wölfe und um die Schafe brauchen wir uns auch nicht dauernd kümmern.

Wiwulf: Schäm dich, ein echter Cherusker ist erdverbunden, unerfrierbar und trotz jedem Wolf, außerdem sind wir echte Ökohirten und die lieben ihre Schafe, aber als Frau verstehste das ja sowieso nicht.

Arnoldix: Genau und wenn Frau elger lieber werden will eine Massenschafalter, soll sie werden!

Helgar: Wenn ihr glaubt ich sei ein Weichei und keine echte Cheruskerin, könnt ihr auch was aufs Maul bekommen!

Engel erscheint: Halt, dies ist doch ein Krippenspiel also keine Schlägereien!

Helgar: Wer bist du denn, das du hier den Moralischen raushängen läßt?

Engel: Ich bin ein Engel und ich komme von Gott, von dem einzig wahren Gott, und ich soll euch verkünden, das euch heute ein Kindlein geboren ist, dieses Kind ist der Retter der Welt. Naja und eigentlich sollten jetzt die himmlischen Heerscharen kommen, aber die sind über Weihnachten alle in den Winterurlaub gefahren.

Wiwulf: Du meinst, wir sollen also ohne Geschenke zu wildfremden Menschen gehen und uns ein neugeborenes Baby anschauen.

Engel: Geschenke braucht ihr nicht, denn die größten Güter tragt ihr in eurem Herzen!

Arnoldix: Isch nischt verstehen ganz, aber wir nicht aben ier was zu tun, und deswegen wir sollten ge´en denke isch.

Wiwulf: Jupp und vielleicht gibt es dort auch noch was zu trinken.

V.

Straße

(Kasper, Melchor, Baltasar)

Erzähler: In Bethlehem machen während dessen drei babylonische Astrologiestudenten die Stadt unsicher.

Baltasar Kasper stützend: Na ist ja wieder typisch: Auf dem Kongreß pennt er und abends ist er dauerbreit

Kasper: Wer is denn hier upps Tschuligung brayd? Also isch nischt, isch will nua singn unzwaar die ganze Nacht. Ohh wieschön is Babeljon.

Melchor: Erstmal heißt das Babylon und außerdem schaut euch mal den Stern an.

Baltasar: Oh ein ganz besonderer, so hell, und doch ist er mir unbekannt.

Kasper: Welchen von den vielen kleinen Sternen meint ihr, upps Tschuligung.

Baltasar: Hmm, was haben wir gelernt? Wenn es einen neuen Stern gibt, dann wurde in dem Haus über dem er steht ein König geboren?

Melchor: Kann sein, naja denn laß uns mal nachschauen, scheint ja hier in der Nähe zu sein, doch was machen wir mit Kasper.

Baltasar: Na den müssen wir wohl mitnehmen, der macht allein doch wieder nur Blödsinn.

VI.

Im Schuppen:

Typische Krippendarstellung Jope links, Maria rechts, Jesus in der Krippe

Erzähler: Während der Engel und der Stern ordentlich Reklame für das Christkind gemacht haben ist es im Schuppen nun auch auf die Welt gekommen. Ja, so schnell kann das gehen.

Jope und Maria andächtig

Hirten kommen rein

Hirten: Moin!

Wiwulf: Uns hat son Typ auf dem Feld erzählt, daß hier ein berühmtes Kind geboren worden wär.

Jope: Das stimmt...

Maria: Ja er wird irgendwann diese Welt retten.

Helgar: Cool, und wie soll er heißen: vielleicht Vater Theresa oder Robin Hood?

Maria: Äh, nee, eigentlich Jesus...

Arnoldix: Ooo, was füreine schöne Nameen, eigendlisch wir wollten Geschenke mitbringen...

Helgar: Aber da wir nix haben, außer ein paar Visitenkarten vom Cheruskischen Ökologischen Schaffreundeverband...

Wiwulf: Haben wir uns gedacht wir singen einfach ein tolles Volkslied.

Jope: Äh laßt stecken Jungs, ist zwar lieb gemeint aber nachher kriegen wir wieder eine Anzeige wegen Ruhestörung

Kasper, Melchor, Baltasar kommen rein

Alle Drei: Moin!

Melchor: Wir sind Kasper, Melchor und Baltasar- drei Astrologiestudenten aus Babylon und wir wollen den neuen König begrüßen.

Maria: Da seit ihr hier richtig.

Baltasar: Eigentlich wollten wir ja Weihrauch, Myrrhe und Gold als Geschenk mitbringen, aber der Kiosk unten an der Ecke hatte son exotischen Kram ja nicht und da haben wir einfach `nen Sechser Bier mitgebracht.

Jope: Oh Bier ist auch in Ordnung.

Erzähler tritt in den Vordergrund

Erzähler: Und so wurde das erste Weihnachten gefeiert.

Maria: Was mach´s du denn hier?

Erzähler: Ich erzähle den Leuten diese Geschichte!

Helgar: Und du hast auch erzählt, das wir unsere Schafe verloren haben?

Wiwulf: Das wär nämlich echt peinlich

Erzähler: OK, wenn ich die Geschichte noch mal erzähle, habt ihr eure Schafe nicht verloren!

Melchor: Wo du gerade beim Lügen bist, kannst du nicht auch erzählen, das wir heilige Könige sind und kostbare Geschenke mitgebracht haben?

Kasper: Un dass ich garnich brayd binn!

Jope: Und was hier fehlt ist ein Elefant und ein Fernseher

Erzähler: Äh.. wie wär´s mit einem Esel und einem Ochsen ..... Naja aber jetzt kann ich sowieso nichts mehr ändern, denn die Geschichte ist schon längst zu Ende.


Ende

Könnt Ihr ja mal lesen, wenn Ihr Langeweile habt. Heute kommt mir das ganze Stück etwas albern vor - aber das geht mir immer so, wenn ich alte Sachen von mir lese.