Es ist kein Geheimnis, dass die Nähe zur Natur einen klaren Geist fördert und den Verstand zur Ruhe bringt. Sie wirkt erholsam und stressreduzierend, sei es durch einen Spaziergang am See, im Durchstreifen eines Waldes oder bei der atemberaubenden Aussicht von einem Berggipfel. Aber was, geschieht, wenn die Reize auf uns wirken? Warum ist es ein Erlebnis, an einer Blume oder an Stauden zu riechen und ihren betörenden Duft aufzunehmen? Hinter der Freude bei der Begegnung mit der Natur stecken uralte Instinkte.

Klang der Natur: Die beruhigende Wirkung als therapeutischer Effekt

Jeder kennt das Gefühl, wie sich die Seele erholt, sobald sie aus der lärmenden Stadt hinaus auf ein freies Feld, auf rauschende Bäume oder fließendes Gewässer trifft. Sowohl der Blick als auch das Geräusch bewirken in uns eine positive Reaktion. Diese reicht in vergangene Zeiten zurück, wo es um das Überleben in der Natur ging. Unterbewusst wecken Gewässer oder Felder immer die Assoziation mit Nahrung und Reinigung. Der Aufenthalt in der Landschaft hebt die Stimmung, aber auch schon kleinere Wasser- und Grünflächen in der Stadt erzielen eine positive Wirkung. Schon in der Antike bildete Wasser als ästhetisches Landschaftselement eine wichtige Bedeutung und war Teil der Planung und Gestaltung. Wir wissen, dass eine schöne Landschaft eine unglaubliche Anziehungskraft auf unsere Sinne ausübt, die auch gesundheitliche Effekte hat.

Naturerlebnis als Gesundheitsförderung

Der Wechsel von einer hektischen Stadt in die Stille der Natur wirkt sich immer auf unsere Gesundheit aus. Stress wird reduziert, das Immunsystem gestärkt und die Psyche stabilisiert. Selbst wenn wir an einem Beet mit Gewächsen wie der Hydrangea macrophylla, Rosen oder Tulpen vorbeigehen, spüren wir, wie Freude in uns aufsteigt. Auf einmal bessert sich die Laune und wir haben weniger Angst, wodurch sich unser Geist und Körper erholen.

Kurze Spaziergänge für die Gesundheitsvorsorge

In moderner Form wird gerne vom Waldbaden gesprochen. Neben dem Meeresrauschen oder dem Fließen eines Flusses bieten Bäume ihre Heilkraft durch ihr Rauschen und ihren Duft. Das durch die Blätter dringende Sonnenlicht schafft wunderschöne visuelle Effekte. Aber auch die frische Luft ist eine Wohltat für unseren Körper. Im Wald findet der Mensch zu sich selbst. Es ist leicht, den Spaziergang in den Alltag zu integrieren, selbst nach einem stressigen Arbeitstag. Oft sind Waldgebiete nicht weit entfernt und mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fuß schnell erreicht. Das Waldbaden stammt aus Japan und ist dort ein fester Bestandteil des gesunden Lebensstils. Es wird „Shinrin-Yoku“ genannt, was bedeutet, die Stille und Unberührbarkeit des Waldes mit allen Sinnen zu erleben. Das lässt sich auch in Deutschland umsetzen, um Krankheiten vorzubeugen und abzuschalten.

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