Die Adventszeit ist wie geschaffen für kleine Auszeiten. Wenn die Straßen in goldenem Licht erstrahlen, der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln in der Luft liegt und die Städte sich in festlichen Glanz hüllen, gibt es kaum etwas Schöneres, als einen Städtetrip zu unternehmen. Damit Ihr Weihnachtsausflug allerdings nicht im Stress endet, sondern zu einem echten Highlight wird, lohnt es sich, einige Dinge im Voraus zu bedenken. Hier finden Sie fünf Tipps, die Ihren Trip unvergesslich machen.
Inhaltsverzeichnis
1. Wählen Sie die richtige Stadt
Das klingt vielleicht offensichtlich, aber nicht jede Stadt entfaltet in der Weihnachtszeit denselben Zauber. Manche Orte sind wahre Weihnachtswunder, andere dann doch eher zurückhaltend. Wenn Sie auf der Suche nach einem klassischen Weihnachtsmärchen sind, führt kaum ein Weg an Wien vorbei. Die österreichische Hauptstadt verwandelt sich in ein Lichtermeer, ihre prachtvollen Gebäude bilden die perfekte Kulisse für romantische Spaziergänge. Der Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz ist legendär – hier finden Sie handgefertigte Geschenke, traditionelle Leckereien und eine Atmosphäre, die sofort in Weihnachtsstimmung versetzt.
Prag ist eine weitere Perle. Die historische Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und der majestätischen Karlsbrücke wirkt im Winter wie aus einem Märchenbuch. Der Weihnachtsmarkt am Altstädter Ring ist ein Muss – probieren Sie unbedingt Trdelník, ein süßes Gebäck, das frisch über offenem Feuer gebacken wird.
Und dann ist da noch Straßburg, die selbsternannte „Weihnachtshauptstadt“. Hier wird Weihnachten großgeschrieben: Über 300 Stände, funkelnde Dekorationen und ein riesiger Weihnachtsbaum auf dem Place Kléber machen die Stadt zu einem Paradies für alle, die den Zauber der Festtage lieben.
Die drei Städte sind in der Weihnachtszeit sehr begehrt. Wenn Sie weniger Trubel möchten, wählen Sie kleinere Orte wie Gent oder Salzburg. Sie sind ebenfalls wunderbar charmant und oft etwas entspannter als die großen Metropolen.
2. Planen Sie Ihre Route clever
Ein häufiger Fehler bei Städtetrips: zu viel auf einmal wollen. Natürlich möchten Sie in relativ kurzer Zeit alle Sehenswürdigkeiten sehen, die besten Märkte besuchen und die schönsten Fotos machen. Aber gerade in der Weihnachtszeit sind die Hotspots oft überfüllt. Lange Warteschlangen, Gedränge und Stress können die Stimmung trüben.
Unser Tipp: Planen Sie maximal drei Highlights pro Tag. So bleibt genug Zeit für spontane Entdeckungen – und die sind oft die schönsten! Schlendern Sie durch kleine Gassen, entdecken Sie versteckte Cafés oder besuchen Sie einen weniger bekannten Markt. In Wien lohnt sich zum Beispiel ein Abstecher zum Spittelberg-Markt, der in einem charmanten Viertel liegt und eine gemütliche Alternative zum großen Rathausplatz bietet.
Nutzen Sie außerdem digitale Helfer: Viele Städte bieten Apps mit interaktiven Karten, Öffnungszeiten und Geheimtipps. So können Sie Ihre Route flexibel anpassen, ohne ständig auf Papierkarten oder Reiseführer angewiesen zu sein.
3. Packen Sie smart
Eine weitere Herausforderung bei einem Winter-Städtetrip? Das Gepäck. Sie brauchen warme Kleidung, möchten aber trotzdem gut aussehen – schließlich entstehen gerade in der Weihnachtszeit die schönsten Fotos. Die Lösung: Layering. Setzen Sie auf mehrere dünne Schichten statt auf einen einzigen dicken Pullover. So können Sie sich flexibel an wechselnde Temperaturen anpassen.
Und vergessen Sie nicht: Auch wenn es draußen kalt ist, gibt es oft festliche Anlässe – ein Dinner in einem eleganten Restaurant oder ein Konzert in einer historischen Kirche. Für solche Momente lohnt es sich, ein schickes Damenkleid einzupacken, das Sie mit Thermo-Strumpfhose und Stiefeln kombinieren können. So sind Sie stilvoll unterwegs, ohne auf Komfort zu verzichten.
Weitere praktische Tipps:
- Schuhe: Bequeme, wasserfeste Stiefel sind ein Muss. Nichts ruiniert einen Trip schneller als kalte, nasse Füße.
- Accessoires: Handschuhe, Mütze und Schal – am besten in Farben, die zu Ihrem Mantel passen. So sehen Sie auf Fotos harmonisch aus.
- Mini-Notfallset: Lippenpflege, Handcreme und ein kleines Wärmepad für die Tasche. Ihre Haut wird es Ihnen danken.
4. Budget und Buchungen
Die Weihnachtszeit ist Hochsaison. Hotels, Flüge und Restaurants sind schnell ausgebucht. Wer früh plant, spart Stress, aber das heißt nicht, dass Last-Minute-Optionen nicht auch noch wunderbar funktionieren.
Auch für Restaurants lohnt sich eine Reservierung. Viele Lokale bieten spezielle Weihnachtsmenüs an, die schnell ausverkauft sind. Wenn Sie ein besonderes Dinner planen – vielleicht in einem historischen Gasthaus oder einem Sterne-Restaurant –, sichern Sie sich Ihren Platz rechtzeitig.
Budget-Tipp: Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel statt Taxis! Viele Städte bieten günstige Tageskarten oder sogar spezielle Weihnachts-Tickets für Touristen. Und vergessen Sie nicht: Märkte sind verlockend, aber setzen Sie sich ein Limit für Souvenirs. Sonst wird der Geldbeutel schneller leer, als Ihnen lieb ist.
5. Genießen Sie bewusst
Es ist leicht, sich von der Hektik mitreißen zu lassen: Geschenke kaufen, Fotos machen, alles abhaken. Aber die wahre Magie eines Kurztrips liegt in den kleinen Momenten. Nehmen Sie sich Zeit, einfach da zu sein. Setzen Sie sich mit einem heißen Kakao auf eine Bank und beobachten Sie das Treiben. Lauschen Sie den Weihnachtsliedern, die durch die Straßen klingen. Atmen Sie den Duft von Zimt und Vanille ein. Oder probieren Sie lokale Spezialitäten, die Sie sonst nie essen würden.
Und vor allem: Seien Sie flexibel. Wenn es schneit, freuen Sie sich über die weiße Pracht, auch wenn der Plan durcheinandergerät. Wenn ein Markt überfüllt ist, gehen Sie in die nächste Seitenstraße; oft warten dort die schönsten Überraschungen.

