Aus dem Leben eines Taugegarnichts

03.11.2011 um 20:59 Uhr

Gute Technik - Schlechte Technik

Heute:

Gute Technik:
Mein Auto! Wir könnte es auch anders sein?
Hat sich eine nigelnagelneue TÜV-Plakette abgeholt. Und dafür waren nur Ausbesserungen im Wert von 10,50 € notwendig!
Booyah!

Schlechte Technik:
Meine Duscharmatur, schon wieder*.
Aus keiner näheren Erklärung bedürftigen Gründen kann ich derzeit wieder mal nur unter Zuhilfenahme eines Schraubenziehers duschen.
Müsst ich mal was gegen unternehmen. Irgendwann. Hab diese Woche aber schon einen Zahnarzttermin vereinbart, und in so kurzer Zeit kann ich immer nur eine Heldentat vollbringen.

 

* ... Dank nofollow-Mist kommen die Links nicht nett verpackt, sondern schnöde dahinkopiert:
http://www.blogigo.de/Centaurea/Kalenderwoche-43/4086/
http://www.blogigo.de/Centaurea/Ich-bin-Klempner-von-Beruf/4084/
http://www.blogigo.de/Centaurea/Ich-bin-Klempner-von-Beruf-Teil-2/4085/
http://www.blogigo.de/Centaurea/und-wende-mich-wer-weiss-wohin./4164/
http://www.blogigo.de/Centaurea/Schon-wieder-klempnern/4149/

05.10.2011 um 23:12 Uhr

Dream, dream, dream

Meine Mutter rief mich heute nervös an.

Sie hatte diese Nacht geträumt, ich wäre in einem sehr heruntergekommenen Schwimmbad ertrunken.
Da konnte ich sie beruhigen.
Nicht nur, dass ich Schwimmbäder ohnehin eher meide. Die Nacht davor hatte ich außerdem einen Traum, in dem mich eine Frau in einem sehr ähnlichen Szenario zu ermorden versucht hatte. Ich hab sie aber zuerst umgebracht. Bin doch ne Heldin.

Um noch auf den nötigen dance content zu kommen: Heute das dritte Mal in Folge den Tanzsaal drei Stunden lang ganz für mich allein gehabt. Mit anderen trainieren ist ja gut und schön, aber am effektivsten ist es doch allein. Bewaffnet mit der Kamera.

In dem Zusammenhang festgestellt, dass ich doch Bunny Hops* kann. Huch. Wann ist das denn passiert?

*... http://smg.photobucket.com/albums/v476/Centaurea/Blog/?action=view&current=CIMG0654.mp4
Was soll eigentlich dieser Nofollow-Unsinn?

04.10.2011 um 16:46 Uhr

Von Nerds und Freaks

Das Wochenende hab ich mit Nerds im Endstadium verbracht.

Wenn wir nicht Pen&Paper (DSA) gespielt haben, drehten sich die Gespräche nur und ganz und gar ausschließlich um neuesten Regelentwicklungen. Welcher Autor welche Regel wie zu ändern gedenkt, welchem der 300 Regelwerke das wie widerspricht und warum das Unsinn ist.
Und das drei Tage lang, muss man auch Respekt vor haben. Ich hab davon ja keine Ahnung, und hab mir in der Zeit einen neuen Intermediate Treble Jig ausgedacht. Gott sei Dank, bin ich normal!

Jedenfalls genieß ich momentan noch dieses Kopf-in-den-Wolken-Gefühl, das man oft nach einem guten Kinobesuch hat. Nach Rollenspiel hat man länger was von, man denkt ja viel aktiver. Obwohl. Denken war nicht soo meine Stärke. Rätsel - und dieses Abenteuer hatte viele davon - liegen mir einfach nicht.
Wenigstens ist mein Char da ähnlich gestrickt.

"Macht mal eine Klugheitsprobe."
- *würfel* *in der Nase bohr*"

"Würfelt mal Sinnenschärfe."
- *würfel: 16, 18, 19* *ausgiebiges Nägelfeilen* *pfeif*

Mei. Keiner sagt, dass ein Frontschwein sonderlich schlau sein muss.


Apropos Treble Jig *riesenbogen*
Cathy hat jetzt endgültig ihre Entscheidung getroffen und wechselt. Das heißt, sie will schon noch weiter mit uns tanzen, aber die Wettkämpfe bestreitet sie jetzt für die Konkurrenz*. Was effektiv heißen wird, dass es sie noch ein paar Mal bei uns zum Training angedreht bringen wird, und sie sich danach irgendwann abmeldet. Blöd. Aber verständlich. Der neueste Treble Jig, den mir meine Trainerin beibringen wollte, war übrigens in Wirklichkeit ne Hornpipe. Just saying.





*... Wir sind eine mittelmäßige Gruppenshowtanzgruppe, die haben sich auf Solo-Wettkämpfe spezialisiert. Ein paar von uns schlagen durchaus immer mal ein paar von denen, aber wenn diese ein gewisses Level erreicht haben, werden aus den paar von uns dann ein paar von denen.

21.09.2011 um 20:48 Uhr

Nach dem Feis ist vor dem Feis

Da hatte ich mich schon gefreut, dass ich mich beim letzten Mal von der Kategorie Beginner verabschieden konnte, weil ich dann ja nicht mehr ganz so früh raus muss, um auf die Feisanna zu gehen. Hab ich übersehen, dass meine Mittänzerinnen ja noch zumeist Beginner sind, und ich ja schon schauen will, wie die sich schlagen. Also muss ich doch immer noch früh hin.
Das sind wir aber im Begriff zu ändern.

Ich selbst war auf dem Wettkampf per Ibuprofen gedopt. Hatte nämlich eine kurze fiebrige Phase am Morgen, gepaart mit der üblichen Ausdauerschwäche. Hätte auch schwören können, dass da eine richtige Erkältung draus wird, war aber nach 10 Stunden Schlaf am nächsten Tag (meine letzte Freilichtwandertheater-Reitvorstellung dieses Jahr) wieder auskurriert, zum Glück. Den ersten Tanz lang stand ich trotzdem irgendwie neben mir, soll gut ausgesehen haben, aber das lag wohl nur dran, dass ich den seit drei Jahren kann und der einfach schon im Stammhirn sitzt. Mir ist wieder mal aufgefallen, wie wichtig die endlose Vorbereitung ist. Während des Tanzens auf dem Wettkampf denkt man nämlich an exakt gar nichts - Turnout, Crossing, Kick-the-Butt - was nicht sitzt, kommt auch nicht mehr.

 

Oury
 

Primary:

Light Jig:
2. Platz. Sehr zufrieden. Gewonnen hat eine weiß-lila Tänzerin aus Russland, die gegen mich angetreten war und mich dabei trotz des galaktischen Platzes ziemlich bedrängt hat. Hätte sie angeblich bei anderen auch getan. Aber sowas tut man doch nicht absichtlich?

Hornpipe:
3. Platz. Woohoo! Zum ersten Mal angetreten. Und bei weitem nicht alle Passing Clicks und Back Clicks (ahahaha) getroffen. Und ich muss dringend das Ende abändern, das geht gar nicht.

Traditional Set (Blackbird):
1. Platz! Wooooohoooooo! Das war der einzige Tanz gewesen, mit dem ich beim letzten Feis leer ausgegangen war. Die Arbeit daran hat also gelohnt. Fürs Intermediate kann ich mir dann aussuchen, ob ich "King of the Fairies", "Garden of Daisies" oder "Job of Journeywork" tanzen möchte. Hach, die Sets klingen immer netter als sie zu tanzen sind.

Intermediate:

Reel:
2. Platz. Woooohoooo! Eigentlich ist das der beste Platz, den ich erreichen kann. Drüber komm ich schon ins Open, und ehe ich mich da traue anzutreten... Allerdings tanzt sich das Reel auch sehr schön. Nicht in der Tanzschule, da trau ich mich wegen des rutschigen Bodens nicht, völlig auszutanzen. Hab immer noch einen handflächengroßen blauen Fleck an der Seite, weil's mich vor zwei Wochen mal ordentlich hingelegt hat.
Auf den Feisanna haben sie einen schönen rutschfesten Boden, da kann man dann richtig loslegen. Und Alter, bin ich gesprungen! Ich hatte ehrlich das Gefühl, noch nie so hoch gesprungen zu sein. Als ich so in der Luft hing, war ich kurz echt irritiert. "Uh. Wow. Hoch! Hm. Beim nächsten Schlag muss ich aber wieder unten sein. Hm. Ich bin ja immer noch oben..."
War jedenfalls toll. Beim Training hab ich beim Reel oft den Eindruck, dass die Schwerkraft heute wieder ganz besonders hoch eingestellt ist. Aber der Adrenalinschub beim Wettkampf hat mich sogar die Bunny Hops ganz leicht nehmen lassen. Toll.
Ich hab aber durchaus immer noch einige Ecken, an denen ich noch Arbeiten muss. Da geht noch viel.

Slip Jig: Da hinter dir, ein dreiköpfiger Affe!! Nuja. Das erste Mal angetreten, und da ist auch noch einiges dran zu tun. Beim Füße-verknot-Teil am Schluss hab ich mich tatsächlich etwas verheddert. Das is' aber auch schwer. Aber Slip Jig ist so schön, da macht auch die Arbeit daran Spaß.

Single Jig: Das Wetter war ja auch schon mal besser, oder? Single Jig ist eh so ein komisches Ding. Wie beim Light Jig darf man nämlich nur Beginner-Schrittmaterial verwenden, es soll dann aber doch irgendwie nach Intermediate aussehen. Da steh ich noch etwas ratlos da.

Insgesamt bin ich wieder sehr zufrieden. Nicht nur dass sie mich nicht wieder zurückgestuft haben (das wäre das erste Mal in der Geschichte des Irish Dance gewesen, aber manchmal beim Training hab ich fest damit gerechnet), ich bin sogar einmal aufgestiegen.

Mindestens genauso cool sind aber die Ergebnisse der Mädels:
Yasmin, die vor einem Jahr das erste Mal auf einem Feis war, nicht viel gewonnen hat, und dann ein Jahr lang gehadert hat, wieder anzutreten, ist direkt drei Mal aufgestiegen (Reel, Light Jig und Slip Jig). Und ihre Mutter kam hinterher zu mir und meinte, das wäre ja auch zu einem großen Teil mein Verdienst (ich coache die Mädels schon etwas, wenn Cathy nicht da ist) und ich wäre ja Yasmins großes Vorbild.
Gut, dass ich saß.
Aaw.
Sara ist noch mit dem Slip Jig aufgestiegen und hat sogar ein paar Platzierungen in Primary-Tänzen erhalten - auf ihrem zweiten Feis! Und Annas großer Wunschtraum ist endlich in Erfüllung gegangen und sie ist mit dem Reel ins Intermediate aufgestiegen. Hat auch einen ersten Platz im Beginner Traditional Set (St. Patrick's Day) geholt. Hö.

Auch Jenny ist endlich wieder angetreten und ist im Single Jig und im Treble Jig (wo ich sie noch in der letzten Stunde ewig getrietzt hab, bis mir der Rhythmus gefallen hat und Shuffle und Toe ordentlich gekreuzt waren) endlich aufgestiegen.

Und jetzt machen wir nicht wieder erst Pause - im November ist der nächste Feis und es gibt viel zu tun!

08.09.2011 um 13:45 Uhr

Rhythm, rhythm, rhythm!

Große Dinge werfen ihr Zeugs voraus: Bald ist das nächste Feis! Und wie schon erwähnt hab ich in den Ferien viiiel zu wenig gemacht.
Was neuerdings in halbpanischen Muskelaufbau- und Stretching-Orgien mündet.

Cathy war im Gegensatz zu mir in den Ferien sehr fleißig und hat ein Tanzcamp in Irland mitgemacht. Wir erinnern uns, dass Cathy unsere beste Tänzerin ist, die einfach ganz toll und großartig tanzt. Hat man in Irland anders gesehen. Die Trainerin dort war wohl ein richtiger Coach, und hat diverseste Fehlerchen, Nachlässigkeiten und Unsauberkeiten entdeckt, angesprochen und gnadenlos ausbügeln lassen. So muss das sein.
Die paar Stunden haben ihr auch tatsächlich gut getan, die Verbesserungen - wo sie doch vorher schon so gut war! - sieht man doch recht deutlich.
Das Ganze hatte außerdem noch zwei Folgen:

1. ist sie jetzt von unserem gruppentanzlastigen und, hm, freundlichen Tanzunterricht noch mehr desillusioniert. Sie kommt hier einfach nicht mehr vorwärts. Tatsächlich coacht sich unsere kleine Wettkampfrunde mehr gegenseitig als, hm, wie es sein sollte. Das System ist abwärtskompatibel - die Beginner profitieren gut von den besseren Tänzerinnen. Eine Opentänzerin hat davon aber nichts mehr. Sie überlegt daher inzwischen sehr konkret die Schule zu wechseln. Wenn das wirklich passiert, gibt's ein großes Drama. Ich halte das aber auch für sehr notwendig. Man wird sehen. Und

2. sieht sie jetzt natürlich auch bei uns, also auch mir, noch mehr Verbesserungsbedarf, als mir ohnehin schon klar war. "Nach den Points mehr sliden, mehr Turnout, mehr pointen, die Butterflies gestreckter, die Bunnies ordentlicher, aufrechter, die Leaps mehr freezen, in der Drehung die Füße mehr zusammen, die Ballchanges mit mehr Vorwärtsbewegung, kick your butt, Rhythm, Rhythm, Rhythm, viiel mehr Turnout!" und überhaupt treff ich wieder mal nur 15% meiner Passing Klicks (von den Back Klicks fang ich gar nicht an, ich bin so deprimiert).

Meine Erwartungen an das Feis sind also auf ein "hoffentlich blamier ich mich wenigstens nicht ganz bis auf die Knochen"-Maß runtergesetzt.
Allerdings bin ich bisher ohnehin schon viel weiter gekommen, als ich je gedacht hätte. Und allein in diesem Jahr hab ich schon so viel erreicht. Eigentlich könnt ich mich ja auch mal auf meinen Erfolgen ausruhen.

Hng.

Ich geh mal meine Points sliden.

05.09.2011 um 17:24 Uhr

Endlich Sommer! Teil II

Zu den Wochen und Monaten, die man rein kalendarisch dem Sommer zuschreiben würde, werde ich mich einfach mal gar nicht äußern. Dann schämt er sich vielleicht wenigstens angemessen. Hmpf.
Ich berichte lieber über den Fortgang meiner Ferienzeit.

Der Dressurkurs war überaus lehrreich, vor allem in Verbindung mit dem Buch, das ich mir zuvor aus der Stadtbibliothek ausgeliehen hatte. In meinen zwei Jahren Reitverein hat mir ja kein Mensch gesagt, wie ich mir eine korrekte Gewichtshilfe überhaupt vorzustellen habe.
Einzige Mörderaktion war, dass sie mich tatsächlich noch mal zum Longieren aufs Pferd setzten. Ohne Steigbügel. Im Trab. Schmerz lass nach.

Mord war auch, dass ich an dem WE eigentlich Besuch hatte, wir Freitag bis nachts DSA gespielt haben und ich mich um 8 Uhr morgens aus dem Haus schleichen musste, um zum Kurs zu kommen. Gäste waren tagsüber eh auf der Feencon. Abends nach dem Kurs noch kurz auf dem Congelände vorbeigeschaut, weil ich die Feuershow uuunbedingt sehen sollte - anschließend noch zwei Stunden mit Tami und Tamischwester getanzt und gesungen, Bett, Reitkurs.

Montag Arbeit, anschließend noch bei Jenny eine Tasche genäht, Dienstag Arbeit, anschließend den Hänger mit dem Lagerkram miteingeräumt und dann selbst Taschen gepackt - dann Mythodea, woohoo!

Mythodea war natürlich großartig, aber insgesamt nicht viel anders als letztes Jahr. Außer, dass ich es noch frustrierender fand, eher Zuschauerin als Spielerin zu sein. Jenny und ich haben uns aber schon vorgenommen, das zu ändern und für nächstes Jahr eine Spielerkarte zu kaufen. Mal sehen, ob wir's tatsächlich tun, und was die anderen dazu sagen...

Was sonst war, worüber ich aber nicht ausführlich bloggen werde:

- Satzvey-Auftritt. Lief gut, auch wenn die Bühne immer schlimmer wird. Da müsste mal ein neuer Boden rein. Nach unserem Auftritt kam eine Band, und nach dieser noch eine, mit der wir ja bereits letzten Oktober einen Auftritt hatten. Und einen der Tänze haben wir (zwei Tänzerinnen und ich) dann auch die gesamte Zeit zwischen unseren Auftritten aufgefrischt und neu gebastelt. Hatten also von der Veranstaltung selbst eher wenig. Hm.

- Sommer! Ungefähr 4 Tage lang, irgendwann Mitte August. Dass ich das noch erleben durfte!

- Die kirchliche Trauung einer Mittänzerin. Ich war soo tapfer! Ich hab mir fast alle der dämlichen Witze verkniffen, die einem als Häretikerin* und Heirat-nicht-romantisch-Finderin einfach kommen *müssen*! Dabei gab es solche Steilvorlagen! Ich war ja so tapfer. Der Part der Hochzeit, den die Mittänzerin maßgeblich gestaltet hat, war aber sehr stilvoll.

- Auftritt auf Stadtfest. Lief. Muss mir aber dringend angewöhnen, mich vor 1-Stunden-Auftritten in sengender Hitze aufzuwärmen. Kreislauf war jedenfalls offenbar sichtlich down genug, um mir äußerst beunruhigte Blicke meiner Mittänzerinnen einzubringen. Eine hat mir dann auch Rescue-Tropfen eingeflößt. Muss bei Gelegenheit mal nachschauen, womit ich da gedopt wurde.

 

Nächster Eintrag soll sich dann endlich mal wieder intensiver mit Tanzen beschäftigen. So viel erst mal: War in den Ferien viel faul. Es gab zwar auch 3- und 4-stündige Intensivtrainings, aber davon abgesehen hab ich Muskelaufbau und Stretching ziemlich schleifen lassen. Hatte einfach einen dringenden allgemeinen Erholungsbedarf, dem ich den Ferien auch mal richtig nachkommen konnte. Ich meine: Nach der Arbeit nach hause kommen und nicht direkt wieder loshetzen müssen - ich hatte quasi Urlaub!


*... Was mich, völlig zusammenhangslos, vor kurzem amüsierte:
Wikipedia schreibt:
"...Die Fahrt verlief stürmisch und das Schiff geriet in Seenot. Der Legende nach soll Walburga die ganze Zeit im Gebet kniend an Deck verbracht haben, bis das Schiff heil in den Hafen von Antwerpen einlief.
Daher gilt sie bis heute als Schutzpatronin der Seeleute und Schutzheilige gegen Sturm."

Ich finde den Gedanken, dass sie in Wirklichkeit gar nicht im Gebet kniete, sondern einfach kotzend über der Reeling hing, gerade ganz köstlich.

25.08.2011 um 22:56 Uhr

Von Trochteln und Uchteln

Wow, Blogigo wird wieder richtig gewartet! Zur Feier dessen ein kurzer, aber nichtsdestoweniger völlig sinnloser Eintrag.

Was so passiert ist, erzähl ich später. Nichts Weltbewegendes natürlich, und die letzten paar Tage hatte ich sogar sowas wie Urlaub. Heißt: Ich kam von der Arbeit nach hause und musste dann nicht direkt wieder los. Hab sogar drei Stunden in der Sonne gesessen! Ich bin direkt erholt!

Als nächstes mitmach-Spiel wünsch ich mir Sätze mit Städten. Als Inspiration biete ich:

Nachdem sie das Trochtelfingen, gingen sie das Uchtelfangen.
Auch wenn's grammatisch nicht ganz korrekt ist. Egal. Ich bin so leicht zu erheitern...

25.07.2011 um 20:29 Uhr

Wochenaufgabe

Einmal in irgendeinem Gespräch (Pluspunkte, wenn dienstlich!) den Ausdruck "also nichts für untot" unterbringen.

Los, alle mitmachen!

/kindisch

[Nachträgliches Googeln zerschmettert immer den Gedanken, man hätte mal was Kluges erfunden. Schlimm.]

20.07.2011 um 18:55 Uhr

Endlich Sommer!

 

Sommer!

 

 

arschabfrier

 

Juhu, Sommerferien! Stark verringertes Trainingspensum. Besonders deswegen großartig, weil direkt nach den Ferien das nächste Feis hier umme Ecke ist.
Und eigentlich wollte ich da alles tanzen, was geht. Geht halt nicht. Mindestens nen Treble Jig krieg ich auf Intermediate-Niveau nicht mal eben so hin. Intermediate Slip Jig will ich aber machen. Den ersten Schritt krieg ich sogar schon halbwegs hin, nur der zweite ist so ein schlimmer Füße-verknot-Schritt, da muss ich über die Ferien im Wohnzimmer ein bisschen knoten, das wird sonst nix.

 

Vielleicht mal eben ein Kurzüberblick über die Dinge, die mich in letzter Zeit vom Bloggen abgehalten haben, in grob chronologischer Reihenfolge:


  • * Kletterwald in der Nähe entdeckt und mit einer Kollegin unsicher gemacht. Kletterwald ist großartig! Klettern - im Wald! Was für ein geniales Konzept!
  • * Auftritt aufm Schiff, ich erwähnte es kurz. Eine Pensionärs-Rheinfahrt. Rentner sind das absolut beste Publikum. Hinterher kamen bestimmt 15 Leute persönlich zu uns, um zu sagen wie toll sie uns fanden. So entzückend!
  • * Proben und Aufführungen von Ronja Räubertochter bei einem Freilicht-Wandertheater. Das Publikum muss zwischen drei Schauplätzen hin- und herpilgern und wird in der Zeit von komischen Leuten bespaßt. Eine dieser Rollen fiel mir zu. Ich also als depperter Landsknecht auf hübschen und nur leicht widerspenstigen Islandponys auf der Suche nach den Räubern. Wurde mehrmals ordnungsgemäß ins Boxhorn gejagt.
  • * DSA-Wochenende. Ich wusste übrigens schon immer, dass Praioten nicht prinzipiell fanatische Irre sind.
  • * Pampa-Woche. Bauernhof, User, Swimmingpool, Nahrung in Hülle und Fülle. Einfach mal Urlaub machen. Sehr entspannend.
  • * Richterin bei nem Tanzdiplom meiner  Tanzschule gewesen. 8 Stunden in der Tanzschule, um 5- bis 12-jährigen Kiddies zu erzählen, was sie alles beim Tanzen (Kinder-Tanz, Videoclip und Irish) schon ganz, ganz toll machen und was sie noch verbessern könnten. Waren natürlich alle wahnsinnig talentiert. Oder wenigstens motiviert. Oder mit Spaß dabei. Hauptsache etwas davon. Erstaunlich kurzweilig. Anschließend, abends dann,
  • * einer unserer kurioseren Auftritte. Auf einem Rodeo. Was übrigens ganz witzig war. Kleine deutsche Ponys, die zwei Meter vor der Tonne, auf der der Reiter ein Fähnchen in einen Eimer stecken muss, alarmiert ihre Hufe in den Sand stemmen. "Ich geh da nicht hin, die Tonne greift mich an!"
    In Ermangelung einer Bühne bekamen wir einen Motorradanhänger (sic!) auf den Reitplatz gefahren, der erbarmungslos all unseren Schwung schluckte, wodurch wir nach wenigen Sekunden Tanz schon fix und fertig waren. Das schon stark belastete Publikum hat uns aber gut unterstützt.


Ja. War alles ganz, ganz toll, aber ich freu mich auf ein Wochenende zuhause. Wenn schon nicht auf dem Balkon.
Nächstes WE krieg ich dann wieder DSA-Besuch (Fr-Sa) und nehme an einem psychomotorischen Reiter-Dressurkurs teil. Bin gespannt!

24.06.2011 um 09:22 Uhr

China-Tee

Ich war noch nie ein großer Teetrinker.
Vor allem mit Kräutertees konnte man mich schon immer jagen. Die hat mir meine Mutter immer gegeben, wenn ich als Kind krank war. Kamillentee und Zwieback. Wenn ich außerdem noch im elterlichen Ehebett schlafen sollte anstatt in meinem geliebten Doppelstockbett, war auch dem letzten Winkel meines Unterbewusstseins klar: Ich bin krank.
Das funktioniert noch heute. Eine Nase voll aufgebrütem Kräutertee - die für mich dann alle nach Kamille/Fenchel/Anis riechen - und ich fühl mich sofort krank. Trinken kann ich das Zeug sowieso gar nicht. Wenn ich krank bin, so wie jetzt (Immerhin das erste Mal seit 16 Monaten. Wer mich kennt, weiß, dass ich es hasse, wenn das keiner weiß! Und ich find mich grad eigentlich ganz subtil.) dann kann ich mich bestenfalls für ordentlich aromatisierten und natürlich gesüßten Früchtetee erwärmen. Ansonsten gern mal einen Schwarztee, süß und weiß.

Jetzt bin ich leider höllisch vergesslich. Höllisch. Eigentlich wollte ich nachfolgende Anekdote für mich behalten, um der unweigerlich folgenden Häme meiner Kommentatoren (die Innen sind gewöhnlich mitgefühlvoller) zu entgehen. Aber ich halte sie für nötig, um mein ganzes Dilemma zu offenbaren.

Neulich wollte mein Chef in Urlaub gehen. Vorher wollte er mir aber noch etwas im 1. Stock zeigen. Auf dem Weg dahin zückte er sein Handy und meinte:

Chef: Ich geb dir noch für den Notfall meine Handynr. Kannst du deine Nr. auswendig?
Centi: Klar! 0123/456789
Chef: *tippt*
Centi: Ah, dann rufst du jetzt mein Handy an, damit ich deine Nummer auf dem Display habe und sie speichern kann?
Chef: Ja, ich rufe jetzt dein Handy an, damit du meine Nummer auf dem Display hast und sie speichern kannst!
Centi: Das ist ja kluk, dann hab ich deine Nummer ja direkt auf dem Display und kann sie speichern!

Er zeigte mir dann, was zu zeigen war und ich ging etwa zehn Minuten später zurück in mein Büro, fand mein Handy mit zwei fremden Nummern darauf. Eine vom Festnetz, eine vom Handy. Ich recherchierte kurz nach der Festnetznummer, fand raus, wer das war, und löschte dann die Handynummer.
Und der D'oh-Moment kam ganze vier Tage später. Die Nummer hatte ich übrigens lange Zeit vorher mal notiert, das war nicht die Tragik.


Ich bange also um meine letztverbliebenen Gehirnzellen.
Dies trug ich einer Mittänzerin an, die eine Ausbildung zur... Homöo... Ergo... Heil....irgendwas macht, und wohl grade Kräuterkunde hatte. Sie empfahl mir Jiaogulan . Wie man einem Kraut, das angeblich Leuten mit schlechtem Gedächtnis helfen soll, einen so zungenbrecherischen Namen geben kann, bleibt mir auch ein Rätsel, aber zum Glück schrob sie es mir auf. Das Zeug nennt man auch Kraut der Hundertjährigen, und es hilft natürlich auch gegen Menstruationsbeschwerden, Bluthochdruck, Schlaganfall und Krebs.

Jetzt bin ich kein großer Medikamentenmensch, und nachdem ich mich kundig gemacht hatte, kaufte ich das Zeug direkt als Pflanze im Baumarkt. Weil das kann man auch so essen. Oder als - es schließt sich der Kreis - Tee trinken.
DAS ZEUG SCHMECKT WIDERLICH!!!!
Wobei ich es ganz klar lieber pur esse, da ist es in wenigen Sekunden unten. Aber überm Winter stirbt die Pflanze überirdisch aus, deswegen soll man sie früh trocknen und als *schluck* Tee lagern. Buäh.
Überlege, lieber dumm zu bleiben.

Darüber fiel mir jedenfalls China-Tee ein. Eine fiktive Marke, die ich ganz kreativ erfand, als wir in der Schule mal eine Werbekampagne schreiben sollten. Meine ist mir einfach nachhaltig im Gedächtnis geblieben (ich war ja mal jung) und sie passt wie die Faust aufs Auge:

Die Zunge klagt "Oh weh!"
Der Magen schreit "Juchhee!"
Das kann nur eins sein - China-Tee!

An mir ist eine große Werbetexterin verloren gegangen.

China-Tee - denn was so schlecht schmeckt, kann nur gesund sein!