Aus dem Leben eines Taugegarnichts

27.02.2004 um 13:33 Uhr

Trööööööööööööööööööt!

Stimmung: Freitag! Was soll man sagen.... :-)
Musik: The Close Shave, Martinmas Time.... ich würde gerne mit tiefsinnigerem aufwarten...

Heyyyyyyyy ho!

Ha, geschafft, fertig! Yeah!
Das war die letzte schriftliche Prüfung an dieser FH!

Haarig, schwer und knapp, aber ich meine hoffen zu dürfen, bestanden zu haben (weil nicht sein kann, was nicht sein darf...).

Das heißt: Partyyyy!

Hm... nein, auch irgendwie nicht. Ich mache erst Party, wenn ich die mündlichen Prüfungen auch hinter mir hab. Und den Umzug. Und die anderen Prüfungen. Und weitere Umzüge.
Also wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin, einen Job habe, eine nette Wohnung und rundum glücklich.....
....
...
Hm. Ok.
Morgen wird gepartyt, basta.

Ja, selbst Französisch meine ich bestanden zu haben (ich, die ich nie Französisch hatte!). Auch, wenn der Dozent den Raum betrat mit einem
"Jetzt ist Aschermittwoch."
auf den Lippen, begleitet von einem (vermutlich geplant hämischem) Grinsen (aber könnte man diesem Dozenten irgendeine Boshaftigkeit unterstellen? Herrn P., unserem Hobbit, der Mann, bei dem selbst Baumbart allmählich hastig werden würde? Nein, wirklich nicht..)

Die heutige Klausur war jedenfalls schwerer. Kaffeesatzlesen ist dagegen eine exakte Wissenschaft.
Wir zählen die Anzahl der parallelen Striche (im Anflug von Größenwahn auch "Paraphe" genannt), schlagen im Staatskalender nach, wer diese Striche hingesetzt haben könnte, erhalten 10 Antworten, von denen wir wissen, dass sie alle falsch sind und schreiben zwei davon zur Auswahl hin.
Später unterzeichnet dann ein anderer an seiner Stelle (das darf der doch gar nicht!), ohne "i.V." zu vermerken und lässt uns böswillig und gehässig im Dunkeln tappen, wer das nun war.
Wir schreiben wieder zwei Leute hin, die es nicht gewesen sein können und zum Zeitpunkt dieser Paraphe vermutlich auf Urlaub auf'm Bauernhof in Mexiko waren und behaupten, das war deren Fehler.
Gemein wird's, wenn ein gesamter Text aus parallelen Strichen besteht und man raten kann, ob das Wort aus 2,4 oder 7 Buchstaben besteht und mit r,v,w, m, e oder a beginnt.

Nein, Beamte sind gewiss nicht faul. Sie überlegen schon heute, wie sie ihre Paraphen so schreiben, dass sie von armen Studenten in 140 Jahren garantiert nicht gelesen werden können.

So, ich geh jetzt die neun Solemnitäten rausschreiben.
Gleich, nachdem ich rausgefunden habe, was das ist.
Gleich, nachdem ich fertig gefeiert habe......

22.02.2004 um 12:49 Uhr

Wochenend' und Regenguss,....

Stimmung: Entspannt, motiviert, positiv.
Musik: Maids of Culmore

...die Zeit, in der ich lernen muss,
die Dozenten hab'n 'nen riesen Schuss.......

Nach einem Wochenende voller Nichsttun meldet sich das schlechte Gewissen und treibt mich zurück an den Schreibtisch.....

wo meine Faulheit darauf wartet, von mir Besitz zu ergreifen und mich an den Laptop zu treiben....

Ach, irgendwo hab ich das auch verdient, immerhin hab ich Latein hinter mir! Es war eine doofe Prüfung, ich hab sicher viel falsch, aber ich bin auch sicher, bestanden zu haben. Jawohl (weil nicht sein kann, was nicht sein darf....)
Jetzt noch französische (ürgs) und deutsche Aktenkunde (ürgs) und dann hab ich wieder Zeit, mich auf die mündlichen Prüfungen vorzubereiten. *seufz*

Und trotzdem und vielleicht gerade deswegen: Das Leben ist geil! 11:00 aufstehen, mit ein paar Päuschen bis 1:30 lernen, das ist nicht übel.... und würde direkt Spaß machen, müsste ich nicht trotzdem fürchten durchzufallen.

Weiteres positives Erlebnis dieser Woche: Mein Umzug wird vermutlich bezahlbar sein, d.h. weniger Stress, weniger Planung, yeah.

19.02.2004 um 20:25 Uhr

The day before...

Stimmung: gespannte panische Erwartung, gepaart mit Neugier und Gleichgültigkeit
Musik: "Bored on the list field"

Once came a warrior,
Fresh from the bar;
Reeling, before his king he came;
When he had risen, he was still drunk
And these words he slurred unto his king:

I was bored on the list field,
I got smashed at the war
And the booze has been flowing all night;
Though some say my wits will grow rusted and dull,
I will drink like a mad dog tonight.

Was tut man also am Vorabend einer Schlacht?
Unsere Dozentin meinte, wir sollten ausgehen, was wir bis heute abend nicht wissen, lernen wir auch nicht mehr.

Sie hatte Recht. Aber natürlich ist niemand von uns aus gewesen. Ich hab noch ein paar Stündchen versucht zu lernen, aber so richtig weiß ich auch nicht mehr, was ich noch lernen soll.
Ich denke, es wäre gefährlich, meine durcheinandergewürfelten Zellen voller Halbwissen noch mehr durcheinanderzuwürfeln.

Deswegen hab ich heute neben den paar Stündchen lernen auch alles mögliche andere gemacht: tanzen, singen, fersehen, sogar bloggen.

Nächstes Problem: das Einschlafen.
Man kann sich so sehr einreden, dass alles gut ist und man keine Angst haben braucht, am Vorabend vor einer Prüfung, vor der man bereits seit etwa 6 Monaten zittert, bringt das alles nichts mehr.
Baldrian?
Pah, das hilft bei mir seit der elften Klasse nicht mehr. Auf der Packung steht "4-5" und ich nehme 9 von den Dingern (ist ja alles rein pflanzlich, nicht Marke "Hammerschlag" wie bei Schlaftabletten) und es passiert nichts, 3 Stunden später finde ich mich wacher vor, als ich überhaupt schlafen gegangen bin.

Seit der letzten Klausur versuche ich es nun mit gewöhnlichem C2H5OH.
Ist auch nicht viel wirksamer. Macht aber mehr Spaß.
Und hat den psychologisch wertvollen Nebeneffekt, dass man seinem Unterbewusstsein zeigen kann: "Siehst du, du Weichei, alles in Butter, mir geht's gut, das Leben ist geil!"

Dumm nur, wenn einem das Unterbewusstsein nicht zuhört. Blödes Teil.
Kriegst du halt nichts ab, selbst schuld. Mit mir trink ich am liebsten.

In diesem Sinne:

Prost!

...und wer mag, kann mir ja mal morgen früh die Daumen drücken....

17.02.2004 um 22:29 Uhr

Es war einmal...

Stimmung: Nostalgisch, lernmüde.
Musik: Mary and the soldier. Ist aber eher bedeutungslos


Einstmals lebte auf einer fernen Seite ein kleines Blog. Es war ein fröhliches kleines, ruhiges Blog, das die meiste Zeit seines Lebens schlief.
Nun begab es sich zu dieser Zeit, dass Krieg über diese Seite kam und das arme kleine Blog wäre um ein Haar gestorben, wäre nicht die tapfere Ritterin Imke mit ihrer weißen Mouse dahergeklickt und hätte es gerettet. Doch nun musste es sich ein neues Zuhause suchen (oder suchte es sich freiwillig, weil auf so einer Müllhalde will ja keiner nich wohnen, her?).

Es brauchte nicht lange, da kam es zu einer neuen Seite, seiner alten nicht unähnlich und hier ließ es sich erneut nieder, in der Hoffnung, nun in Frieden leben zu können.

Seinen neuen Freunden, die es hier schon bald fand, erzählte es, was es in seinem bisherigen Leben so alles erlebt hatte, aber lest selbst:

Und an dieser Stelle bin ich mal so frei, alles wieder an seinen chronologischen Platz zu rücken.
Liebe Grüße vom 19.7.2004 ;-)