Aus dem Leben eines Taugegarnichts

10.08.2004 um 18:08 Uhr

Huuuuuuiiiiiiiiiiiii *bumm*

Musik: Skibbereen

Hossa, war das gestern ein Tag!
Es war der Abgabetermin meiner Diplomarbeit und irgendwie habe ich an dem Tag auch nichts anderes gemacht, als hier und da winzige Kleinigkeiten zu verändern:
Das Inhaltsverzeichnis. Habt ihr schonmal ein Inhaltsverzeichnis mit Word erstellt, ohne nach einer Stunde aufzugeben und es einfach von Hand mit Tabulatoren zu tippen? Ein Unding! Ein von Word erstelltes Inhaltsverzeichnis hat sich in meinem Fall nämlich am Deckblatt orientiert und bestand aus drei Inhaltspunkten: Überschrift, mein Name und die erste Überschrift.
Später hab ich es zu mehr überredet, aber da hat es dann beschlossen, es könnte meine Arbeit eigentlich mal neu gliedern. Und hat die Hyperlinks versaut. Hat mich ein paar Ambosse gekostet.
Hab dann für das handerstellte keine fünf Minuten mehr gebraucht.

Die Formatierung.
Mein ArbeitsPC hat nur WordPad, also musste ich für die endgültige Formatierung (z.B. Seitenzahlen) andere Leute von ihren PCs verscheuchen. Und dort natürlich sämtliche Absätze neu einrichten. Argh.

Das Ganze wurde dann mehrfach ausgedruckt, revidiert, superrevidiert, wieder ausgedruckt, in neue Form gebracht, superrevidiert, diskutiert, kritisch begutachtet, superrevidiert... Argh!

Habe bei dieser Gelegenheit wieder gemerkt, dass der Informationsaustausch zwischen meinen Oberarbeitgebern, meinen Arbeitgebern und mir gleich Null ist.
Und dass ein Monatsvorrat an Ambossen schon am neunten Tag aufgebraucht sein kann.
Zumindest an ersterem sollte ich vielleicht was ändern und mich öfter melden, würden schon sehen, was sie davon hätten, mir nichts zu sagen, ich könnte ja das Gefühl haben, jeden Handschlag dort hinterfragen zu müssen, muahaha.
Dumm nur, dass immer nur einer für einen bestimmten Bereicht zuständig ist und wenn der mal Urlaub hat, erfährt man halt ein paar Wochen lang mal nix. Wir sind ja auch nur die Praktikanten. Und solange wir bei den Arbeitgebern hocken, fühlen sich die Oberarbeitgeber eben nicht zuständig. Die Arbeitgeber aber auch nicht, weil sie ja nicht die Oberarbeitgeber, sondern eigentlich nur der Praktikumsbetrieb sind.
Und verdammt, mein Ambossvorrat ist alle!!

Jedenfalls muss ich also morgen und übermorgen nach Dresden (Oberarbeitgeber), und bekomme noch ein wenig Unterricht. Hoffentlich erfahre ich dann auch endlich mal, worin wir überhaupt geprüft werden.
Hätte ich übrigens letzte Woche nicht angerufen, wüsste ich gar nicht, dass ich da morgen hin muss. Weil: Die Mail war an die allgemeine Stadtverwaltung gerichtet, und die hat sie nicht weitergeleitet.
Zwar fand man es seltsam, dass ich auch nach einem Monat den Eingang der Mail noch nicht bestätigt hatte, aber deswegen muss man ja nicht gleich nachhaken.
And that's another reason why my Ambossvorrat ist alle.

Immerhin kam man dann auch gestern schonmal auf die Idee, mir einen Dienstreiseantrag zu faxen, den ich am selben Tag zurückfaxen sollte. Vor der Reise. Sonst war das immer auch Wochen danach möglich, aber gut. Die Kosten kann man ja so grob schätzen, wir sind ja flexibel. Hätte ich eine kostenpflichtige Übernachtung genommen, keine Ahnung, wie sie das hätten abrechnen wollen.
Natürlich war das Teil unleserlich, aber ich hab das ja schon öfter ausgefüllt und so ging es kurz darauf zurück.

Ich bekam dann einen Anruf, dass man das überhaupt nicht lesen kann und ich noch einen ausfüllen und zurückfaxen sollte. Habe die Helden darauf hingewiesen, dass die Qualität dann auch nicht besser würde und auch seinen Vorschlag, ihn "morgen [sic!] mitzubringen [sic!!]" mit dem Hinweis, dass ich erst übermorgen komme, ausgechlagen.
Hab's dann auf meine Kosten per Post verschickt.
And that's another reason why my Ambossvorrat ist alle.


Zwei Stunden nach Verfassen dieses Blogs bekam ich übrigens einen Anruf, ich solle die Arbeit nochmal ausdrucken, die Oberarbeitgeber wollen noch ein Exemplar, um es besser herumreichen zu können. Weil die armen Leute finden, dass ihre Zeit zu knapp ist.
Oooooohhhhhhh.
So, und wenn ich jetzt noch einen Amboss besessen hätte, wäre der jetzt auch weg.

Na, zumindest auf meine Rollenspielkollegen kann man sich verlassen. Mein Schmachtobjekt ist zwar in der Bretagne (*grumml* Hab ich übrigens schon erwähnt, dass wir die gleichen Filme mögen? Hach...*schmacht*) aber einer sagte am Sonntag auf meine Ausführungen, was ich so mache, Dinge in Richtung "Hüterin des Wissens" und "sehr spannend". Gut, er war auch Archäologe...