Aus dem Leben eines Taugegarnichts

27.01.2005 um 00:19 Uhr

Umzug, Teil 2

Mittwoch, 26. Januar 2005

16:35
Ja, ich mach ja schon weiter.... Mache mir den dritten Cappuccino und den dritten Liter Tee heute.
Wah, wie süß, der Knirps vom Haus gegenüber lernt Geige.

18:55
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!
Was für ein Chaos, was für ein heilloses Durcheinander! Hiillffffeeeeee!!!!
*durchdreh*
...
*durchatme*
Danke, das tat gut. Also weiter.

19:15
Hör-mal-wer-da-hämmert- und Essenspause. Würde mich jetzt gern woanders hinbeamen. Eine Runde schlafen, PC spielen, ...ach, egal.
Verfolge nebenbei eine uninteressante Diskussion um Studiengebühren. Hätte mein Studium Gebühren gekostet, dann hätte ich nie damit angefangen. Hätte nicht vor vier Monaten mein Diplom gemacht und würde jetzt nicht die Kisten packen, um 540 km von hier eine Arbeitsstelle aufzunehmen, sondern säße an der Kasse von Kaufland in meiner Heimatstadt, hätte Mann, Wohnung und Katze in nem kleinen Kaff und hätte nie die große weite Welt gesehen.
...
Eigentlich haben Studiengebühren auch was für sich...
Hab ich jetzt genug für den politischen Auftrag dieses Blogs getan?
Na egal. Ich geh dann mal weiter packen.

21:00
Habe jetzt etwas mehr als ein dutzend Kisten gepackt, die stehen bei mir im Wohnzimmer und in der Küche. Kann mir nicht vorstellen, wie ich die Kisten in meiner neuen Wohnung unterbringen will. Geschweige denn deren Inhalt. Hilfe?

22:15
Ich bin völlig panne, habe aber wohl den toten Punkt überschritten und kann jetzt getrost bis zum Umfallen weiterarbeiten.
Wir erinnern uns: Eine Umzugsfirma wollte uns 10 Kartons vorbeibringen, meine hat 20 gebracht. Habe jetzt 20 Kartons gepackt und noch nicht alles untergebracht. Wie soll ich das alles in meiner neuen Wohnung unterbringen?!?!
22:55
Lasse Springreiten nebenbei laufen, hat eine beruhigende Wirkung. Außerdem suche ich noch mehr Kartons für Kleinzeug...

23:30
Schluss für heute, ich bin fast fertig, für den Rest hab ich morgen noch bis 12:00 Zeit.
Stand: 23 Kartons.
Setze mich vor den Fernseher und verfolge das atemberaubende Springreiten bis zum Schluss. Im Ernst, ich mag das.
Trinke nebenbei den letzten Schluck Whisky-Creme-Likör aus, dann muss ich die fast leere Flasche nicht mitnehmen.

0:00
Es klingelt an der Tür. Die Frau von ganz unten hat mein Licht gesehen und bittet mich, ihr 50 Cent[i] zu wechseln, weil ihr Sohn noch Zigaretten holen will. Tue das prinzipiell gern, bin dennoch der Meinung, ihr Sohn sollte aufhören zu rauchen, sage aber natürlich nichts.

0:15
Erkläre diesen Tag für beendet und gehe nun ins Bett. Drückt mir morgen und übermorgen die Daumen, dass alles glatt geht, ich nicht den Verstand verliere und alle Möbel und Kartons und deren Inhalt und überhaupt in meiner Wohnung unterkriege und trotzdem nicht über Möbelstücke klettern muss, um in die „Küche“ (=Kleiderschrank mit Kochplatten und Spüle) zu gelangen.
Und dass die Telekom die Telefonleitung richtig freigeschalten kriegt, dann kann ich wieder online. (Was will man mehr im Leben?)

[Im Übrigen bin ich nun auf Firefox umgestiegen und nun sehr irritiert, dass meine endlich aufgefrischen html-Kenntnisse nun gar nicht mehr gebraucht werden. Schreibe diesen Eintrag daher wieder mit IE.]

26.01.2005 um 16:21 Uhr

Umzug, Teil 1

Musik: Oldies. *sing* It's my Party *groove*

Mittwoch, 26. Januar 2005

11:00
Nach dem Frühstück noch ein wenig aufgeräumt und geordnet, gesaugt und die Wohnung noch einmal im optimalsten Zustand fotografiert. Habe den Kram, der sonst immer rumliegt (irgendwas gibt es immer, das nirgendwo sonst unterkommt) immer an die Stelle geräumt, die nicht fotografiert wurde. Ja, das war gemogelt, verklagt mich doch.

11:45
Angefangen, die Kartons einzuräumen. Wie soll ich nur meine Bücher alle mitkriegen, ohne die Kartons zu schwer zu machen? Ich kann doch nicht in jeden Karton fünf Bücher legen, da werd ich doch beim auspacken meines Lebens nicht mehr froh!

12:00
Unglaublich, was für Sachen so in meinen Schränken rumliegen. Wie soll ich das alles nur wieder unterkriegen?

13:15
Hunger. Großer Hunger. Pause.

14:15
*sichumseh* Woah, bäääh, ich hab sowas von überhaupt keinen Bock. Pfui-bah.
Gaaah. Na schön, mache weiter.

14:45
So viele Kartons brauch ich doch nie im Leben! Warte, da sind ja noch welche in der Abstellkammer, aber das waren ja nur vier.
...
Ok, es waren zehn. Und noch ein paar kleinere Kartons für Kleinzeug.
Was für Kleinzeug?!?!

15:15
Merke: Die Küche ab und zu mal überprüfen. Wie kommt mein Tee in die Packung für Tassenportionen heißer Schokolade und warum hab ich die Aufbackbrötchen und die inzwischen recht zerkrümelten Brotchips die ganze Zeit nicht gesehen? Ob man die noch essen kann? Was mache ich ohne Mikrowelle mit den ganzen Mikrowellengerichten? (Damals auf Arbeit hatten wir eine...) Ist es moralisch vertretbar, Schokolade wegzuschmeißen, die zwei Jahre alt ist?

15:45
Benutze die einzupackenden Klamotten als Packmaterial für meine Gläser und Tassen. Muss also die Sachen nicht einzeln einwickeln und töte zwei Fliegen mit einer Klappe. Fühle mich ziemlich schlau.
Möchte nicht daran denken, wie ich das wieder auspacke. Warum besitze ich eigentlich genug Geschirr für einen Vier-Mann-Haushalt?!

16:20
Mein Rücken tut weh, meine Wohnung ist ein heilloses Chaos und es wird langsam dunkel. Keine Panik, immer mit der Ruhe, ganz easy. Ich habe noch fast 20 Stunden Zeit, bis die Möbelpacker kommen und mach erst mal eine Pause mit nem Schokoladenweihnachtsmann.

20.01.2005 um 16:25 Uhr

Ich bin als Lump gefahren wohl übers weiter Land...

Musik: Spectaculatius. Danke. Wegen euch hab ich mein Downloadvolumen 10 Tage vor Monatsende schon deutlich überschritten.

Ich habe aus meinen tollen Vorsätzen von gestern - von wegen eher ins Bett und so - natürlich nichts gelernt und hab mich erst gegen drei ins Bett begeben. Hab ja frei.
Kurz nach neun schrillt mein Telefon. Im Halbschlaf folge ich der Leitung (das Telefon lag am anderen Ende des Wohnzimmers...) und gehe ans Telefon. (*taps* *murmel* "Sechs Stunden Schlaf an einem freien Tag, ihr habt ja wohl Hühner!")
Die Umzugsfirma. Terminabstimmung.
Firma: "Hm... Könnten wir auch schon eher einpacken, so am... 24.?!"
Centi: [?!?! Und wo soll ich in der Zeit wohnen?] "Ähm... nein, das müsste schon der 27- oder 28. sein." Punkt.
Sie redeten dann noch irgendwas von Bestätigung vom Arbeitsamt wegen Kostenübernahme (sprach hinterher mit dem Arbeitsamt, das redete was von Kann-Bestimmung und vollständige Unterlagen und so.) und ich hab mich erst mal wieder ins Bett gelegt, um überhaupt wach zu werden.

Jedenfalls war das die Firma T., die mich gefragt hat, wie viele Kostenvoranschläge ich bräuchte und mir dann angeboten hat, ihr Angebot an andere Firmen weiterzuleiten.
Jeder normale Mensch hätte wahrscheinlich Lunte gerochen und dankend abgelehnt.
Nicht so das Centi. [Hier bitte irgendeinen strunznaiven Kommentar während der Annahme des Angebots einfügen.]

Nun kamen also diese beiden Kostenvoranschläge der "anderen beiden" Firmen an. Und siehe da:
Da hätte ja mein alter abgefrakter Lexmark 32 bessere Kopien machen können. Da waren offenbar Briefkopf und Stempel und Unterschrift kopiert und der Rest eben einfach mit PC eingefügt. Stank also zum Himmel. (Soll ich noch erwähnen, dass die Kosten natürlich 2-300 Euro über dem Angebot der Firma T. lagen? Überraschung.)

Wurde nachmittags also wieder angerufen und konfrontierte sie mal spontan damit, dass sie's nicht mal gebacken gekriegt haben, eine Unterschrift drunterzusetzen (wenn ich Dokumente schon fälsche, kann ich doch wenigstens irgendner Putzfrau nen Stift in die Hand drücken und unterschreiben lassen, oder?).
Firma T.: "Ja, was soll ich dazu sagen........."
Centi: [Ja, da wär ich jetzt auch mal gespannt. *wart*]
Firma T.: *schweig*

Nachdem wir uns also eine halbe Minute angeschwiegen haben, meinte ich was in Richtung "Risiko" und ich müsse das ja im Zweifelsfall zahlen und ich würde mir noch andere Kostenvoranschläge einholen.

Firma T.: "Das müssen Sie wissen..."
Centi: "Allerdings!" [ABER HALLO!]

Kann mir jetzt irgendjemand sagen, was genau mich davon abhält, die Firma anzuzeigen? Also außer der Tatsache, dass mir das auch nicht dabei hilft, eine Firma zu finden - und zwei weitere Kostenvoranschläge - die mir den Umzug nächsten Freitag macht.
Einmal mit Profis. Und so.


Sonstiges:
Ich komme gerade vom Zahnarzt. Kontaktkaries. Natürlich mit Spritze für ein wehleidiges Centi. Allerdings ist jetzt nicht nur meine Oberlippe, sondern auch mein linker Nasenflügel taub. Na, das fühlt sich doch vielleicht an...

Und, ganz neu, aus der Kategorie "Was Sie nicht hören wollen, wenn Sie auf einem Zahnarztstuhl sitzen":
1. "Das Loch ist aber ganz schön tief!"
2. "*stöhn* Ach, das ist alles so...."
3. "Also so richtig... *seufz*"

Und woran dachte ich? Hab mir gedanklich Notizen für diesen Blogeintrag gemacht und bin somit wahrscheinlich der einzige Mensch in Deutschland, der sich unter einem Zahnarztbohrer das Lachen verkneifen muss. (Der Gedanke, was passiert wäre, hätte ich *wirklich* losgelacht, hat das nicht eben einfachfer gemacht...)

19.01.2005 um 18:44 Uhr

Wohin soll ich nur laufen, egal ich bin schon da

Musik: Spectaculatius

Nachdem ich mich heute irgendwann zwischen 1100 und 1200 aus dem Bett gequält habe - Ich sollte definitiv nicht erst 0230 ins Bett gehen. Ichweißichweiß. Das wird was geben, wenn ich wieder gezwungen bin, einen spießig-normalen, sozialen Durchschnittstag zu leben. Ich sollte auch eher das Licht anmachen als mich auf die Kerzen zu verlassen. Das gibt immer ein böses Erwachen, wenn einem am nächsten Morgen *hüstel* Mittag auffällt, dass man die halbe Chipstüte und den Inhalt eines halbabgebrannten Teelichtes auf dem Teppichboden verstreut hat [Auf die Weise konnte ich mein eingestaubtes Bügeleisen mal wieder aus dem Schrank holen...]. Und das kurz vor dem Umzug. Wosolldasnurenden. Eigentlich tippt es sich auch ziemlich scheiße, im Kerzenschein mit den Beinen auf dem Tisch. (O*lösch* - T*lösch* - R*lösch* - P*lösch* - T*lösch* Z*lösch* - *such* *fluch* Irgendwo hier war doch das i!) Aber es ist so verdammt bequem. - ...
Warte, ich hatte einen Satz angefangen... ah ja,
Nachdem ich also irgendwann aufgestanden war und dann so ganz allmählich wach wurde, konnte ich die Wohnung noch ein bisschen in Schuss bringen, denn es stand der Besichtigungstermin eines pot. Nachmieters an (nicht zu früh freuen, der hätte mir ohnehin nix gebacht).
Der hatte doch vielleicht Ideen!
"Drittbezug... *laberredschwall* ... Mietminderung...*laberredschwall* ... 4,50 je Quadratmeter...*laberredschwall* ... 18 Euro für den Stellplatz?! das sind ja 36 DM!...*laberredschwall* einen Monat mietfrei *laberredschwall*..."

Konnte nur grinsend daneben sitzen und seine interessanten Vorstellungen mit den Realitäten, die ihm in Bonn begegnen würden, vergleichen.
'Schätzelsche, für diese Wohnung würdest du dort das Doppelte zahlen, ebenso für den Stellplatz, und wenn du die Wohnung nicht willst, stehen drei potentielle Mieter hinter dir, die sie mit Handkuss, für 10% Aufpreis und zur do-it-yourself-Renovierung nehmen und liebend gern zwei Monatskaltmieten Maklergebühr plus 16% Mehrwertsteuer hinblättern würden. Was hast'n du genommen?'

Dann hab ich Versicherungen umgemeldet, der Telekom bescheid gegeben und meinen Lieblingsinternetanschluss - bluecable von Bosch. Bosch sei gepriesen, gelobt, geehrt und vergöttert! - gekündigt. Werd ihn vermissen (und dank vierteljährlicher Kündigungfrist auch noch eine Weile bezahlen. Danke, Bosch :-P).
Jetzt bin ich auf der Suche nach nem Neuen.
Internetanschluss.
Erzählt mal, womit geht ihr denn so ins Netz, was habt ihr so für Erfahrungen gemacht und überhaupt. Help?
Sonst muss ich nämlich in Zukunft dem Großkapitalisten T-Com meine 26,94 Euro im Monat in den Rachen schmeißen. Denen hab ich im Übrigen gesagt, ich würde mich "GGF wieder melden". Ich habe tatsächlich "GGF" gesagt. Nicht gegebenenfalls, nein, ich sagte "GGF".
Scheiß Internetsymbiose. Irgendwann fange ich noch an, beim Lächeln den Kopf um 90° zu neigen.
Ich denke, mir reicht ein Downloadvolumen (500-1000MB), oder haltet ihr Zeittarife für besser?

Jedenfalls war das also ein recht guter Tag.
Und nachdem ich zuletzt 4 Schicksalswachen, 3 Behelmte Alps und 4 unsichtbare Pirscher - es muss einfach nochmal erwähnt werden, ich bin SO verdammt gut! - hingemetzelt habe, konnte ich nun nach einigen Anläufen auch Aasim, Diyab, Zhalimar Cloudwulfe, Naaman, Alai, Gardush und nen Dopplegä nger für satte 12420 XP niedermachen.
Go me!
...ja, ich weiß, ich spare gerade nicht an Weihrauch für mich, aber wenn ich erstmal meine neue Arbeit anfange und dann vor meiner Aufgabe sitze wie das Schwein vorm Uhrwerk, kann ich jeden Mililiter Ego brauchen, den ich aufbringen kann.

18.01.2005 um 00:15 Uhr

Postweihnachtlicher, praeumzüglicher Eintrag

Wir schreiben den 17. Januar und Weihnachten ist vorbei, überall hat man die Weihnachtssachen bereits aus den Fenstern und Regalen entfernt...
Überall?
Nein!
In einer von einem unbeugsamen Taugegarnichts besiedelten Wohnung hat es noch immer niemand übers Herz gebacht, den Schwibbogen und den Weihnachtsstern aus dem Fenster zu nehmen. Und das ist gar nicht so leicht, denn inzwischen ist der Taugegarnichts natürlich in der ganzen Stadt allein mit dieser postweihnachtlichen Begeisterung.

Aber morgen werde ich diese letzten Überbleibsel beseitigen. Auch wenn man als wirklich guter Erzgebirger die Sachen bis Lichtmess stehen lassen sollte. Papperlapapp.
Dann kann ich morgen auch endlich mal die Fenster putzen. Die gehen ja glücklicherweise gen West-Südwest, also scheint im Winter die Sonne kaum rein. Aber nun, da die Tage wieder etc. etc., da bin ich schon ziemlich erschrocken, als eines mittags plötzlich ein unachtsamer Sonnenstrahl seinen Weg durch meine Fenster bahnte und gar schröcklich seine Farbe ändern musste.
Also werde ich die Fenster morgen putzen, zum einen um diese Gewalttätigkeiten gegen arme unschuldige Sonnenstrahlen zu unterbinden und zum anderen in Vorbereitung auf - *großenBogenschlag* - den Umzug, der ja nun unaufhaltsam immer näher rückt.

Immerhin, sowohl Termin - 27./28.1. - als auch Modalitäten nehmen immer mehr Form an, sogar ein potentieller Nachmieter hat seinen Besuch angekündigt. (Bis dahin sollte ich den Räucherstäbchengeruch verbannt haben *hust*), ich weiß inzwischen in etwa, wie ich die Wohnung, oder besser das Zimmer einräumen kann (Die Möbel passen alle rein, bis auf das große Bett, das gegen ein kleines getauscht werden muss und das Bücherregal, das wohl in die Abstellkammer verbannt werden muss. Deutschlands Bildung und Lesemoral geht vor die Hunde und ich bin schuld.). Meine Ex-Vermieter in spe habe ich inzwischen zweimal bekniet, mir endlich die Bestätigung meiner Mietkündigung zu geben, damit ich damit in der Stadt hausieren gehen und einige Verträge kündigen und ummelden kann und erste zaghafte Kontakte im neuen Zeitzuhause wurden auch schon geknüpft.
Im Großen und Ganzen kann ich also recht zufrieden sein: Ich hab 'n Job, ich hab ne Wohnung, alles geht seinen Gang, alles wird gut. Alles ist gut. Außerdem hab ich heute 4 Schicksalswachen, 3 Behelmte Alps und 4 unsichtbare Pirscher vom Angesicht der Erde gefegt, ich bin SO verdammt gut! (Na schön, ohne Xzar hätte ich das nie geschafft.)
Na, wie auch immer.

Und bis es endgültig soweit ist, genieße ich die freie Zeit noch ein wenig.
Manchmal ein bisschen zu sehr....
Neulich:
Centi steht auf und freut sich über den soeben (*hüstel* es war wohl gegen 1030) angebrochenen Donnerstag: 'Klasse, heute noch zwei-drei Anrufe, abends zusammenpacken und ansonsten das pure Faulenzen (Untätigkeit, danke, Nimiel, "Untätigkeit" hat mehr Klasse.). Morgen, am frühen Vormittag, Heimfahrt.'
SMS von K. kommt an. Sie will wissen, wann genau wir uns treffen wollten.
Das Centi kommt ins Grübeln: 'Ah ja, richtig, wir wollten uns ja Freitag treffen. Seit wann kümmert sie sich denn so arg früh um so ein Treffen? Ist ja erst morgen... ähm....'
Centis Armbanduhr: "Centi, ich muss dir was sagen..."
Centi: "Was'n?"
Centis Armbanduhr: "Heute *ist* Freitag..."

Irgendwann zwischen Sonntag und Freitag ist mir also ein Tag im Raum-Zeit-Kontinuum verloren gegangen.
Besondere Kennzeichen: Wochentag, geprägt von Untätigkeiten.
Wer ihn findet, schicke ihn mir bitte zurück, ich vermisse ihn.
Danke.
Weitermachen.

10.01.2005 um 21:35 Uhr

Kooperation Mensch - PC

Ich wollte eigentlich nur schnell etwas ausdrucken, auf dem Drucker, der mir schon seit über drei Monaten gute Dienste leistet.
Also stecke ich das USB-Kabel an den Laptop und schalte den Drucker ein.

Laptop: Hey! Da ist ein neues USB-Gerät! Weee!
Centi: Öhm... nein, das solltest du eigentlich kennen...
Laptop: Ein neues USB-Gerät! Klasse, ich installier das gleich mal fix!
Centi: Also deine Dienstbeflissenheit in allen Ehren, aber das ist nur der Drucker, den kennst du...
Laptop: Ich such mal nach der Installationssoftware...
Centi: Hier wird nix installiert, ich will doch nur drucken...!
Laptop: Hm... warte, die eingelegte CD ist keine Installationssoftware... wasn nu?
Centi: Du bist ja n ganz schlauer, auf der CD ist Baldur’s Gate drauf. Ich wollte ja auch nur schnell was drucken.
Laptop: Also ich kann so nicht arbeiten, ich bin ein Computer! Ich breche jetzt die Installation ab.
Centi: Fein. Könnte ich dann jetzt noch mal auf den Drucker zurückkommen?
Drucker: *schweig*
Centi: Aha. Ok. *ausschalt*
Drucker: *ratter* *blink*
Centi: Okay... *anschalt*
Drucker: *ratter* *blink*
Centi: ähm... *ausschalt*?
Drucker: *ratter* *blink*
Centi: *anschalt*
Drucker: *ratter* *blink*

Ich saß dann erst mal ein wenig ratlos vor dem PC und habe überlegt, was ich falsch gemacht haben könnte. Dann überlegte ich, was mein Vater an meiner Stelle machen würde, oder was irgendein beliebiger Informatiker machen würde, und habe dementsprechend gehandelt.
Und irgend einen Knopf gedrückt.
In meinem Fall war das der Papiereinzug. Ein kurzes Drücken half keinen Deut, also habe ich ihn ein paar Sekunden lang gedrückt.
Daraufhin hat sich Drucker dann bequemt, ein Blatt Papier durchzuleiern. Danach ging er anstandslos.

07.01.2005 um 21:01 Uhr

Wohnungssuche III.

 Ich bin wieder gut angekommen, wenn auch nicht daheim, sondern bei meiner Schwester in Thüringen. Spontaner Zwischenstop zwecks Babysitting seitens meiner Mutter für meine Nichte. Heißt für mich: DSL-Flat. Ich mag meine Nichte.

Lasst mich euch also nun von Bonn berichten, schließlich bin ich da drei Tage lang gewesen.
Also Bonn. Nun ja, Bonn.... Bonn halt. Wie soll ich sagen...
Lasst es mich so ausdrücken: Ich kenne wenige Städte, die einen solchen DDR-"Charme" versprühen. Einfach unglaublich. Die Häuser, innen wie außen, erinnern mich so sehr an schrecklich runtergekommene DDR-Bauten kurz nach der Wende, wie ich dies nicht einmal in wirklichen Ex-DDR-Städten erlebt habe. Auch nicht kurz nach der Wende.
Unglaublich faszinierend, das.

Um Geld für die Renovierung der alten Häuser zu bekommen, wird daher in Bonn geblitzt. Ich zum Glück nicht. Ich war auf dem Hinweg in Thüringen geblitzt worden und daher in Bonn etwas vorsichtiger... öhm.... Also prinzipiell ist dort an jeder Ecke ein Blitzer und ich habe mir vorgenommen, mich sicherheitshalber einer gewissen Brücke nicht mehr auf weniger als 500 Meter zu nähern.

Ich habe mir dort also einige Wohnungen angesehen, dunkle Löcher durchwandert und deprimierende Gegenden besucht und mich letztendlich für eine kleine Wohnung am Stadtrand entschieden, mit schöner Aussicht und tollem Balkon.
26m². Ein Wohnungchenlein ("Wenn ich groß bin, werde ich eine Vierraumwohnung!").
Muss mir nun überlegen, ob ich alle meine Möbel unterbringe. Eigentlich war ja der Plan gewesen, nach dem Studium eine größere Wohnung zu nehmen, zu der ich Möbel dazukaufe. Nicht eine kleinere, bei der ich Möbel weglassen muss. Aber wir sind ja flexibel. Und mobil. Dynamisch. Selbstständig, teamfähig, ergebnisorientiert und jung...
Argh, sorry, Reflex.

Egal, die Gegend ist klasse und mit der U-Bahn sollte ich schnell auf Arbeit und wieder zurück sein.

Inzwischen hat man mir übrigens von vielerlei Seiten bestätigt, dass meine neue Wohngegend heruntergekommenes Assiland ist und die einzige Gegend, in die man in Bonn nicht ziehen darf. Die wirklich einzige, in die man auf gar keinen Fall ziehen darf. Niemals. Unter keinen Umständen.
Egal. Dafür ist sie billig. Heißt: Ich zahle für 26m² dort soviel wie hier für 42m². Warum nochmal ziehe ich...? Ach ja, Job. Geld. Und so.

Ooookayy.... also ich unterstütze hiermit Mels Silvestermotto ("2005 - Das saufen wir uns schön!") mit erneuter Vehemenz und werde mir gleich im Februar einen entspechenden Vorrat an C2H5OH zulegen. Fragt sich nur, wo ich ihn unterbringe... in meine Wohnung passt er wohl nicht...

[Btw: Vielen lieben Dank für die Glückwünsche, Lax! Und fühlt euch bedroht: Ich könnte herausfinden, wo ihr wohnt!]

04.01.2005 um 10:00 Uhr

Ein neues Jahr beginnt, vergesst alle guten Vorsätze, lasst alle Hoffnung fahren

Ein gesundes Neues.
Seltsame Angewohnheit, das. Ich vergess es auch jedes Jahr. Wenn ich irgendwelche Leute treffe, antelefoniere, anspreche oder anschreibe, sind diejenigen immer die ersten, die ein gesundes Neues wünschen. Wirklich seltsame Angewohnheit. Nur weil ein paar Millionen Bekloppter sich eine Nacht lang zugesoffen und ein bisschen Geld in Rauch aufgehen lassen haben, wünscht man sich ein gesundes Neues.

Mein Silvester war klasse. Der Alkoholpegel blieb auf einem angenehm berauschten Level, die Leute waren alle klasse drauf, aber trotzdem umsichtig. Wir haben den Herr der Ringe in einem italienischen Restaurant mit Colaflaschen, Aschenbechern (Mit nem Teelicht drin. Ein Balrog.), Wassergläsern (zwei Zitronenstückchen als Elbenohren), Kerzenständern und Servietten nachgefilmt (per Handy, ein zweites Handy lieferte die Filmmusik), haben mit Luftballons gespielt (da wurden die griesgrämigesten und ernstesten Erwachsenen wieder Kinder!) und viel zu viel fürs Buffett (Bufet? Buffet? Büfee? Büffee? Byfee? Byphé?) mitgebracht (ernähre mich seit Sonntag abend ausschließlich von erwärmten Reissalat...).

Warum ich so früh schon auf bin, werdet ihr euch fragen. Nein, werdet ihr nicht, weil ihr das für eine normale Zeit haltet, aber für mich ist es früh.
Warum ich also schon so früh auf bin, liegt daran, dass ich heute mein Auto zur Durchsicht bringen muss, die letzten 15000 km waren weg wie nix. Weil: Heute abend fahre ich zu meinen Eltern und von da aus morgen früh mit meiner Mutter nach Bonn zur Wohnungsbesichtigung.

Ja, yay me, ich habe Besichtigungstermine! Und heute ist mein festes Ziel, noch mehr davon abzumachen! Inzwischen wurde ich nämlich von meiner Kollegin dankenswerter Weise darauf hingewiesen, dass die provisionspflichtigen Wohnungen auf zwei Jahre verrechnet günstiger sind als die provisionsfreien. Warum sagt mir das denn keiner?!
Und nachdem ich mir das Ohr wundtelefoniert habe, meist mit der beliebten "Ach, die Anzeige steht immer noch drin?!"-Antwort, war ich auch halbwegs erfolgreich.

Ich werde also morgen 6 1/2 Stunden quer durch die Republik fahren, und Freitag wieder 6 1/2 Stunden zurück. Und wehe Bonn ist nicht so schön wie Poca immer schwärmt!

Und ich werde nicht ohne Wohnung zurückkehren, also drückt mir die Daumen!