Montag, 15.5., 13. Tag in Irland
8:30
Es beginnt zu regnen. Genau jetzt. Kannjawohlnichtwahrsein.
9:35
Aufstehen. Immer noch Regen. Beschließen, trotzdem nicht wieder so lange zu warten. So schlimm isses ja schließlich gar nicht.
11:30
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit den Farmeiern aus Farran [und dem üblichen leckeren Soda Bread *vermiss* mit Erdnussbutter, Nutella und Banane] gehen wir zu Ida und Noel - das Pärchen, dem der Hof hier gehört - um zu bezahlen. Die beiden laden uns nach einem kurzen Gespräch spontan auf einen Kaffee ein. Die sind SO süß! Beide versteht man richtig gut und Noel, der ohnehin wie ein Teddy wirkt, hat einen richtig entzückenden Dialekt. Und dieses Strahlen, als sie von ihren Enkeln erzählt haben und dass sie schon 30 Jahre verheiratet sind und irgendwann in den nächsten 30 Jahren das Haus umbauen wollen [Weniger umbauen, als viel mehr... "rebuild". Komplett abreißen und komplett wieder aufbauen. Viel Vergnügen.]. Zusammen. Whee!
Werden mit Tipps fürs Pferd versorgt, sie versichern uns noch mal, dass Daffie die Steigungen sehr wohl schafft und uns nur herausfordern will. Ha, Daffie, komm du mir nur nach hause!
12:30
Als wir mit dem Geplauder fertig sind, hat's auch schon aufgehört zu regnen.
Vom Pferdaufzäumen haben wir beide inzwischen Ahnung, das könnten wir auch im Schlaf. Nur für das Halfter (das *Halfter*) bin ich zu doof. All die Riemen, Schnallen, das ganze Geschirr - kein Problem. Aber das Halfter krieg ich nicht über den Pferdeschädel. Rätsel.
Es ist so peinlich, mit einem brav wartenden Pferd auf der Weide zu stehen, das aufgelöste Halfter in der Hand und Imke rufen zu müssen. D'oh.
Dubh hat noch ab und an mal angehalten, aber wir haben den Boss raushängen und ihm nichts durchgehen lassen, irgendwann hat er sich dann gefügt. Yay us!
Die Autos waren heute besonders breit. Manche - die "Memmen" - haben ihre Mini-Flitzer zwar für breiter gehalten, als sie tatsächlich waren, und haben ängstlich gewartet, bis wir vorbei waren, aber andere - die "Männer" - sind auch mit LKW oder Riesenanhänger mit einem Abstand von 2 Centimetern [sic!] unbeeindruckt und ungebremst an uns vorbeigerauscht.
Es nieselt hin und wieder, aber nach diesem tollen Tagesstart und einem braven Dubh sind wir versöhnt und relaxt.
16:00
Ankunft am Golfclub, wo wir diese Nacht verbringen werden. Übliches Prozedere, außer, dass sie diesmal im Voraus bezahlt werden wollen, und der Wagen steht diesmal eher auf etwas, das wie ein Hinterhof wirkt, statt auf einer großen saftigen grünen Wiese.
Spaziergang in die nächste Stadt, Castletown, wo wir noch ein paar Vorräte einkaufen.
Auf dem Rückweg werden wir von einem Golden Retriever verfolgt, der (im Gegensatz zu den anderen hundert Hunden, die uns auf unserer Fahrt so angebellt haben) wirklich böse aussieht und uns auch recht nah kommt.
23:00
Gehen ins Bett. Die Hunde des Hofes oder eines Hofes in der Nähe fangen an, das Pferd über die Weide zu jagen, und wir trauen uns kaum zum Waschhaus rüber, weil die Viecher wirklich agressiv wirken.
Schlafe mit Mordgedanken ein.
