Zu warm.
Es ist zu warm, um einen umfangreichen Blogeintrag zu verfassen. Es ist vor allem zu warm, um Sätze zu bilden, die mehr als einen Nebensatz haben, obwohl das ja jetzt schon zwei Nebensätze waren, also inzwischen ja schon... Zum Zählen ist es auch zu warm.
Die Temperatur im Büro schwankt zwischen kuschligen 29°C und molligen 33°C, zuhause ist es genauso. Ich bin ja bekanntlich sehr für Wärme dieses Umfangs, nur Arbeiten ist dann halt nicht mehr drin. Was ziemlich suboptimal ist, denn meine Daseinsberechtigung im Büro beruht nun einmal genau darauf.
Aber es ist zu warm, um mir darüber Gedanken zu machen. Es ist auch zu warm, um auf richtige Kommasetzung zu achten, ich bitte um Nachsicht.
Wie gesagt, solange ich mich nicht körperlich oder geistig anstrengen muss, liebe ich dieses Wetter. Heute Morgen lag ich eingekuschelt in meine Decke da und freute mich über die genau ideale Schlaftemperatur. Ich schlug die Decke zurück und stand auf und überlegte schon, dass es eigentlich sogar ein wenig frisch war, so ganz ohne Decke im Zimmer zu stehen. Ein Blick aufs Thermometer sagte mir dann, dass es 28,8°C waren.
Aber es ist zu warm, um mir darüber jetzt Sorgen zu machen.
Und es ist zu warm für einen langen Blogeintrag. Ich glaube, das hab ich schon mal geschrieben, aber um das jetzt nachzulesen, ist es zu warm. Diese vielen "warm"s sind übrigens nicht schlechter Stil, das ist nur ein Mittel, um zu verdeutlichen, dass die Wärme wirklich immer und überall präsent ist und man ihr nicht entfliehen kann. Auch nicht beim Lesen eines Blogeintrages.
Eigentlich wollte ich aber unter anderem darüber berichten, was ich letzte Woche so gemacht habe, da hab ich mir nämlich drei Tage Urlaub genommen und bin in den Harz gefahren, um vier Tage lang in der Werkstatt (im Keller! Kühle!) zu stehen und zu sägen, zu raspeln, zu feilen, zu kleben und zu schmirgeln, bis ein fertiges Instrument rauskam. In meinem Fall war das eine kleine Spitzharfe, von der ich ein Foto machen werde, sobald ich mich dazu in der Lage fühle.
Wollte ich jedenfalls berichten. Unter anderem auch, dass es damit begann, dass ich am Dienstag meine Kontaktlinsenbehälter zuhause vergessen habe und deswegen zwischen Arbeit und Urlaub durch Bonn gefahren bin und drei Apotheken - eine hatte sie nicht mehr, die anderen hatten sie nie gehabt -, eine Drogerie und einen Optiker - der just an dem Tag zwischen 12 und 15 Uhr geschlossen hatte, ratet, wann ich da war - und wo zum Geier ist mein Satzanfang?! Argh. Zu warm. Jedenfalls hab ich also diese Läden abgeklappert und nichts gefunden, musste also den halbstündigen Umweg über zuhause noch mal antreten. Blöd.
Danach stand jedenfalls nichts mehr zwischen mir und meinem neuen Instrument, also bis auf den Polizeiwagen, der die Autokolonne auf der Autobahn auf 70 runtergebremst hat. Und eben vier Tagen voller anstrengender Handwerksarbeit.
Dafür isses selbstgemacht. *grunz*
Aber jetzt ist es zu warm, das alles zu berichten. Heute müsste ich eigentlich durch die Stadt laufen, um ein Stimmgerät für die 17 Saiten zu finden, aber eigentlich... naja, ich denke, ihr wisst, was ich meine.
) und meine Bewunderung (
) an die Leser, die sich all das tatsächlich durchgelesen haben. Bin von einer solchen Ausdauer enorm beeindruckt.
