Aus dem Leben eines Taugegarnichts

12.12.2008 um 17:52 Uhr

O selige Weihnachtszeit.

This! Is! Christmas!
Ja, ich weiß. Aber. Ich hatte keine Lust, keine Motivation, keine Zeit, keinen Anlass und keine Story. Okay, Irland hängt noch in der Warteschleife. Aber da überlege ich eh, ob überhaupt und wenn dann in welchem Umfang.
Später.
Erst mal haben wir ja wieder ein Thema: Weihnachtsgeschenke kaufen, in der wunderschönen Vorweihnachtszeit.
Der Zeit, in der alle Menschen des Landes zusammenkommen, um anderen im Weg rumzustehen. Mit einem Handy in der Hand. Und sie anzurempeln. Sie mit dämlichen Handyklingeltönen zu nerven. Und damit dann im Weg rumzustehen. Da erreicht doch jeder noch so geduldige Mensch irgendwann ein Aggressivitätslevel, auf das jeder Profiboxer nur neidisch sein kann. Eine Gemütslage, die sich übrigens proportional zum Gewicht der Tasche und den damit verbundenen Rückenschmerzen verhält. Entgegengesetzt proportional verhält sich übrigens das Verständnis, das man für andere aufbringt.
"Is mir scheißegal, dass du an zwei Krücken gehst - lauf zu!" "Scheiß Kinderwagen! Bringen Sie Ihrem Kind halt das Laufen bei!" "Haben Sie mich gerade angerempelt? Sie rempeln mich an? Sie wagen es, mich anzurempeln?! AUFS MAUL!!! vianne "

Ach, wie gut, dass ich dieses Jahr meine Weihnachtseinkäufe so früh erledigt hatte. Das war auch ganz einfach, weil die Verwandtschaft mir gnädige Hinweise gegeben hat:
Mein Vater will nix. Kriegt er ne Dose Vakuum. Muttern will etwas Kleines, das von Herzen kommt. Gibt's ne Ampulle mit 20 ml Rinderblut. Meine Schwester, die kurz vor Schluss noch unser wunderschönes Nicht-Schenkungs-Abkommen torpediert hat, will etwas Rotes für die Küche. Hab ich ne Flasche Ketchup gekauft.
So waren all meine Probleme schon recht früh gelöst und ich kann mich sogleich den angenehmen Seiten der Vorweihnachtszeit zuwenden:
Der Betriebsweihnachtsfeier.
Hurra.