Aus dem Leben eines Taugegarnichts

25.03.2009 um 08:28 Uhr

Irischer Frühling

Optiker gestern war schlimmer als befürchtet. Meine derzeitigen Linsen säßen zu fest auf meinen Augen, meinte er, das sei nicht gut für die Äderchen. Die könnten halt auch nicht mehr so viel ab, ich sei schließlich keine achtzehn mehr.
Aufs Maul?! Was willst du damit sagen, ich bin keine achtzehn mehr?! Ich bin jung und fidel und überhaupt, haben Sie mal ein bisschen mehr Respekt, junger Mann! :oma:
Frustriert Schokolade gekauft und nach hause gegangen. Dann sogar noch 50 Minuten Zeit gehabt, mich umzuziehen, was zu essen zu machen und in Ruhe zu essen, da guck.

Auftritt lief super. Jedenfalls aus unserer Sicht, weil wir wissen, wie schlecht wir bei der letzten Probe waren. Im Vergleich dazu grandios, bis auf einen Patzer. Außerdem haben's die Kiddies und die aus Berlin angereiste Bekannte der Tanzschule gerissen. Großartige Tänzerinnen, das.

Anschließend durften wir die Künstler des Irish Spring dann auch kostenlos bewundern, und ich bin froh, dass meine Neugier über meine Faulheit gesiegt hat, es waren nämlich großartige Musiker. The Dingle White Females haben einen schon mal angeschmolzen. Zweistimmiger irischer Frauengesang, mit wunderhübschen Stimmen. Der Gitarist, der dann auch an die anderen Gruppen verliehen wurde, war die ganze Zeit barfuß. The Long Notes waren auch gut, aber wenn man von diesen tollen Fast Sessions verwöhnt ist, nicht übermäßig beeindruckend. Danach schritt ein einzelner junger Mann in Jeans mit einer irischen Bouzouki auf die Bühne, sprach ein paar Sätze in entzückendem Dialekt und legte dann mit einer Ballade a capella los. Wun.Der.Schön. Zwei Takte und die Stimme ging einem bis ins Mark. Kraftvoll und melancholisch, einfach großartig.
:verliebt:

Es war hinterher schon halb elf, deswegen hab ich die letzte Band ausgelassen und hab den Saal verlassen. Eigentlich wollte ich mir gern seine CD kaufen, hab den Stand neben dem Eingang aber nicht ganz für voll genommen und bin stattdessen die Treppe runter. Wo es in den Keller und zu den Toiletten geht. Ich hatte vergessen, dass wir ja schon im Erdgeschoss waren und der Ausgang dementsprechend auch auf dieser Etage war. Musst ich wieder die Treppe rauf, am Standwächter vorbei. Peinlich.

Jedenfalls hat natürlich keine der einschlägigen Internetanbieter Daoiri Farrels CD. Gnah. hmpf

24.03.2009 um 09:43 Uhr

Beginne den Tag mit einem Lächeln - Dann hast du's hinter dir.

Heute Morgen schon nicht aus dem Bett gekommen, weil ich nach dem Tanzen gestern zu spät ins Bett bin. Überhaupt, Tanzen gestern. Anschließend noch die große Das-müsst-ihr-noch-verbessern-Runde. Es war eine lange Liste. Hinterher hatten wir glaub ich das Gefühl, gar nicht tanzen zu können. Wenigstens fällt der Tanz, den wir quasi gar nicht können, aus, wegen Tänzermangel. Immerhin.
Beim Frühstück dann festgestellt, dass ich das falsche Müsli gekauft hab. Knusper Kokos. Ich hasse Knusper, und ich hasse Kokos. Außerdem die Winterjacke angezogen, wo heute 10°C werden sollen. Das wird ein Spaß, wenn ich nachher durch die Stadt zum Optiker hetzen muss.

Zum Optiker. Wie ein Zahnarzt, nur anders angezogen. Aber das gleiche Ich-hab-meine-Hausaufgaben-nicht-gemacht-Gefühl. "Da haben Sie aber nicht regelmäßig genug geputzt." "Wie lange tragen Sie die Linsen schon?" Und dann das lustige Ratespiel beim Sehtest. "Mit welchem Glas sehen Sie besser, Glas A oder Glas B?" - "Äääh... kann ich das Publikum fragen?"
Dann schnell nach hause und für den Auftritt umziehen.
Morgen müsste ich dann mal packen, immerhin bin ich am Donnerstag ja schon auf dem Weg zum Flughafen. Und so ein paar Dinge wären auch noch zu erledigen. Wegbeschreibung raussuchen, Geld abheben, Speicherchip der Kamera löschen, den richtigen Adapter finden...

...aber ich muss ja auch nicht in Hektik ausbrechen. Ein paar Minuten bis zum Abflug hab ich ja noch Fröhlich

19.03.2009 um 19:37 Uhr

Kulturdiebstähle

Während ich mich gerade in einem Daedra-Schrein herumgetrieben habe, ließ ich nebenher den Fernseher laufen. Knight Rider kam da grad. Mei, fand ich das Auto früher toll. Und jetzt überleg ich schon, ob Bilbo mit diesem roten Lichtdingsda am Bug nicht richtig toll aussähe. Hm.

Jedenfalls haben die da in der Folge gerade auf einem Ball kitschige Walzermusik gespielt und da wurde ich dann aus der verregneten Welt Vvardenfells gerissen, weil ich das Lied kannte.
Es war "Dr Vugelbeerbaam*", ein traditionelles vogtländisches erzgebirgisches** Volkslied.

WTF? Wie kommt das denn nach Amiland? Und wieso spielen die dort zu Zeiten des Kalten Krieges ein Lied von jenseits der Mauer?

Meine darauffolgende verwirrte Recherche ergab dann leider, dass die Erzgebirger die Melodei auch nur aus Österreich geklaut hatten.
Diese Schmach. drama

 

* Zu deutsch: Die Eberesche.
** Bedeutender Kulturstreit. Ich würde auf dieses Lied ja wirklich keinen Anspruch erheben, aber die Fakten sprechen leider gegen uns.

19.03.2009 um 13:28 Uhr

I'm as happy as a king when I catch a breath of spring

Aah, der Frühling winkt. Die Sonne scheint, die Luft duftet, die Vögelein zwitschern (Ich hab gestern einen Buchfinken gesehen. Ist der jetzt wieder da oder war der nie weg?) und ich sitze hier im T-Shirt mit offenem Fenster bei knapp 24°C da und schwelge bei Musik und Früchtetee so in froher Frühlingserwartung vor mich hin.
Fröhlich

Da ruft meine Mutter an. Ich sollte am Wochenende warme Schuhe mitbringen, es hätte gerade sechs Stunden lang geschneit. Dabei sei der richtige Schnee eigentlich erst für morgen angesagt gewesen.

 

overreacting

 


(Sie haben bis morgen Abend Zeit, eine Bürgerinitiative zu gründen und sich mit Föhn und Heißluftpistole zu bewaffnen, um dem Garten ein frühlingshaftes Aussehen zu geben. Wütend )

17.03.2009 um 11:56 Uhr

Sláinte agus saol chugat

Irish
Ganz spontan dürfen die irischen Hupfdohlen tatsächlich in einer Woche noch mal eben für ne halbe Stunde auftreten. Und wir führen diesen Musical-Tanz auf, den wir... gerade dabei sind zu Ende zu lernen. Das heißt, dass wir ungefähr wissen, was wir tanzen sollen. Tatsächlich fehlte uns bisher aber erst noch ein Schritt, später ein Tänzer und ich war gestern auch nicht wirklich einsatzfähig, jedenfalls haben wir den in kompletter Besetzung noch nie komplett durchgetanzt. Allerdings ist der Tanz selbst wirklich hübsch. Na, wir haben ja noch den Montag. Hoffentlich.
Das wird ein Spaß.

Für den Rest der Woche soll sich jedenfalls mein Sport allein am PC abspielen. Was mir echt schwer fällt und mich direkt hibbelig werden lässt. Ich hab jetzt schon lange kein Volleyball mehr gespielt. Und nächste Woche geht's (nach dem Spontanauftritt) für ein paar Tage nach England, da werde ich mich auf den Motorsport beschränken: Links fahren. In einem fremden Auto. Uah.Beschäftigt

Heute ist übrigens St. Patrick's Day. Ich würd ja "sláinte" sagen, aber es ist der Todestag eines katholischen Heiligen, was ja nun gleich zwei Dinge sind, die ich nicht unbedingt feiern muss. Andererseits: Wenn's die Iren freut, soll's mir nur recht sein. Na denn prost!

Beschäftigt

16.03.2009 um 14:47 Uhr

Ssscht!

Die Kulanzzeit ist vorbei, und so heißt es heute wieder arbeiten. Oder jedenfalls auf Arbeit sitzen, denn sonderlich produktiv bin ich nicht. Wie auch, wenn man die meiste Zeit mit Schnauben, Husten, Tee trinken, Tee kochen und Tee wegschaffen beschäftigt ist. Wenigstens klingt man bei Husten auch halbwegs so wie man sich fühlt, und so werde ich von den Kolleginnen und Kollegen zumindest angemessen bemitleidet. Nichtsdestodennoch häng ich ziemlich in den Seilen und bin der Meinung, dass die Maus meiner Kollegin bei weitem zu laut klickt. Sollte die Kollegin zwei Büros weiter nicht bald aufhört zu telefonieren, geh ich rüber und häng ihr den Hörer selbst ein. Und wenn ich nicht so in meiner Nähe sein würde, wenn ich huste, hätte ich auch weniger Kopfschmerzen.

Kann mal jemand die Realität dimmen?

14.03.2009 um 21:05 Uhr

Durchkreuzte Pläne

Mein Morrowind-Char ist in den letzten drei Tagen etwa 12 Stufen aufgestiegen und neben mir liegt ein lila-weiß-rot-goldener Berg Schokoladenpapier, für den ich bald einen Container bestellen muss.
Der Kenner rät richtig: Ich war grad zwei Tage offiziell krank. So viel zum Thema "Hab ich erst im Mai wieder Zeit zu".
Eine Mittänzerin war im Skiurlaub und hat mir was mitgebracht, das man nicht so leicht wegschmeißen kann wie einen Miniatur-Eiffelturm. Man versucht es halt eher mit heißer Zitrone, Myrtol-Kapseln, Efeu-Hustensaft, Obstsalat und viel Schokolade zu bekämpfen. Eins hilft dabei wahrscheinlich so wenig wie das andere, aber irgendwas muss man ja tun. Also außer durch halb Vvardenffell zum Kandberg zu rennen, um den Silberstab der Schande aus den kalten toten Händen von Linus Iulus zu holen, während man auf der anderen Seite des Bildschirms für das Casting zur Hauptrolle in "Das Schleimmonster rotzt zurück" übt. Die Geräusche hab ich schon mal richtig gut drauf.
Aus der Auftritts-Generalprobe muss dann eben mal eine Stellprobe werden. Wenigstens gibt's im Fernsehen gesellschaftspolitische Diskussionsrunden, Kabarett, Wrestling und Barbie.

08.03.2009 um 22:44 Uhr

Heinrich VIII. und seine Ritter von Pannesamt

Das Theaterstück lief letztendlich ganz gut. Aus meiner kritischen Sicht war es wie erwähnt sterbenslangweilig und ohne die Andeutung eines roten Fadens. Aber eine Bekannte aus dem Publikum behauptete, es wäre sehr nett gewesen und stimmungsvoll und da die Musik (das Schulorchester) im Mittelpunkt gestanden hatte, hätte auch der Mangel an Story nicht gestört. Und der Mangel an Schauspielern. Außer den Tänzern, die wir ja nur für einen kurzen Auftritt als Ballsaalbelegschaft und Dienerschaft bei einem Bankett auftraten, gab es drei Darstellerinnen: Eine spielte Heinrich VIII., eine seinen Hofmeister und eine seine sechs Ehefrauen. Das Bühnenbild war, geprahlt, minimalistisch.
Aber aus dem Publikum sah das wohl halbwegs stimmungsvoll aus und das Zusammenspiel von Kostümen und Musik hat wohl halbwegs seinen Zweck erfüllt. Jedenfalls hat das Publikum, das tatsächlich ziemlich ordentlich Eintritt geblecht hatte, am Ende sogar wohlwollend applaudiert. Und wir haben jeder eine Rose und einen Lolli bekommen. Außerdem hatten wir Spaß. Was will man mehr?
Okay, noch ein Wochenende, um mich auszuruhen. Aber ist nicht eh der Büroschlaf der gesündeste? In diesem Sinne wünsch ich einen angenehmen Wochenstart. Ich für meinen Teil muss morgen was präsentieren und bin vollkommen unvorbereitet. Aber das ging letztes Mal ja auch gut.

Nebenbei bemerkt ist heute Internationaler Frauentag. Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden. Die Gelegenheit nutze ich noch eben zu erzählen, dass einer der Emanzenschinken, die ich derzeit lese, Betty Friedans 'Der Weiblichkeitswahn oder Die Mystifizierung der Frau' ist. Jedenfalls hab ich neulich, als ich im Pub saß, interessehalber nachgeschaut, von wem denn die Übersetzung stammte: Margaret Carroux. Der Übersetzerin des Herr der Ringe. Hat mich gut lachen lassen, die Erkenntnis.

07.03.2009 um 22:18 Uhr

Von Pannesamtrittern und irischen Hupfdohlen

Natürlich war ich nicht pünktlich zur Kostümprobe. Und natürlich war das kein Problem. 'Heinrich VIII. und seine Ritter von Pannesamt' ist erstens ein sterbenslangweiliges Theaterstück (Dass unsere historischen Tänzer richtig in dieses Stück eingebunden werden sollten, war mir vorher auch gar nicht bewusst.), in dem überhaupt nichts passiert, und zweitens war es für die Generalprobe erstaunlich unfertig. Ständig war hier noch was zu ändern und dort Leute nicht richtig instruiert, die Reihenfolge der Musikstücke nicht klar, etc. Aber hauptsächlich ist es langatmig und frei von jeder Spannung und von jedem Unterhaltungsfaktor. Ich möcht da nicht Publikum sein müssen. Sehr gespannt, was die morgige Aufführung bringen wird.

Beim Musical, nennen wir es doch einfach mal 'Irische Hupfdohlen im Morgenland", sind wir auch nicht viiel weiter gekommen. Im Prinzip hauptsächlich Verbesserungen und ein winziger neuer Schritt. Sie waren trotzdem nicht davon abzubringen, uns den Bauchtanz zur Irischen Nacht aufführen lassen zu wollen. Obwohl wir nur ein paar Takte mit Tanz gefüllt haben und diese paar Takte tanzen wir nach gerade mal viereinhalb Stunden Training erwartungsgemäß unsicher. Aber man war überzeugt, dass wir das schaffen könnten. Auch wenn wir bis dahin keine Zeit mehr für irgendwelche Proben haben. Merkt ja keiner, werden eh alle besoffen sein. Fröhlich

"Das sieht echt gut aus!"
"Ich hab mich pro Schritt etwa drei Mal vertanzt."
"Aber das sah gut aus!"
"Aber es fühlt sich blöd an."

Die wollten uns echt unbedingt auftreten lassen. Ich hab dann einfach nein gesagt. Ich kann ja so wunderbar nein sagen. Es ist ein Traum. Fröhlich

06.03.2009 um 08:54 Uhr

Von Häusern und Rädern

Immer witzig, wie sich mein Schlafdefizit so über die Woche verschleppt. Abends ist ja immer was, weswegen ich zu spät ins Bett komme, obwohl ich eher sollte, weil sportliche Betätigung halt anstrengend ist. Aber solange man noch Cappuccino hat...

Am Samstag wird jedenfalls nichts mit Ausschlafen. Ich steh da um neun (*grusel*) in der Tanzschule und wir arbeiten weiter an der Choreo für den Bauchtanzteil des Musicals (Das klingt so hochgestochen. Muss dem Ding einen Namen verpassen.). Anschließend noch ein bisschen Steptraining. Theoretisch sind wir dann um zwölf fertig, dann kann ich nach hause fahren, duschen, fix was essen und dann zur Kostümprobe für das Event 'Heinrich VIII. und seine Ritter von Pannesamt'.
Wir sollen eine Stunde eher da sein, um die Kostüme noch anzuziehen. Werd ich nicht schaffen. Find ich auch nicht schlimm. Ich tanze eh Mann. Für das Kostüm brauch ich fünf Minuten, um es anzuziehen. Und selbst wenn nicht: Ob ich zur Probe in Jeans oder Pannesamt dastehe, ist doch schnurz. Mir. "Aber das ist eine Kostümprobe!" Ja, schon. Aber realistisch betrachtet ist doch völlig egal, wie ich zur Probe erscheine. Es ist ja nicht so, dass ich ein kompliziertes Kostüm hätte, in dem ich mich nicht bewegen kann. So als würde ich als Baum gehen, der mit Hobbits jongliert, während er ein Reel steppt und gleichzeitig singt. Es sind ein paar einfache Tänze. Und ich trag ne Hose. Und man mag mich zimperlich nennen, aber zwischen drei Stunden Training und zwei, drei Stunden Probe ess ich gern was. Ist so ne Eigenart von mir.
"Aber das ist ne Kostüüümprobe!" Das erwähntest du. Ich schaff's erst zur Probe, leb damit. Gnn.

Am Mittwoch wieder im Pub bei der Session versackt. Hab mich wieder erst kurz vor Mitternacht losreißen können. Sooo schööön. Außerdem hab ich mich wieder nett mit dem Mann unterhalten, mit dem ich schon im Dezember zu der Gelegenheit angeregt geredet hab. Über Politik, Gesellschaftspolitik, Irland und die irische Sprache, die Eifel, und über Krankheiten. Muss ihn nächstes Mal fragen, ob er nicht doch einen Sohn oder Enkel in meinem Alter hat. Die Musik war auch großartig. Die Tin Whistle hat sich richtig ausgetobt. Und es gab zwei Uilleann pipes. Hachhach.

Gestern wieder Volleyball. Ich bin ja der Meinung, dass die ideale Anzahl der Mitglieder pro Team weder bei sechs noch bei zwei liegt, sondern ganz klar vier beträgt. Bei sechs Leuten steht man sich nur gegenseitig im Weg und ist ständig gehemmt, die Bälle zu nehmen, weil doch vielleicht der neben einem besser rankäme. Mit vier Leuten ist man ständig in Bewegung und wach und aufmerksam und hat wenigstens was zu tun.

Um das Wochenende einzuläuten geht's nachher jedenfalls mit ein paar Kolleginnen und Kollegen zum Mexikaner Cocktails trinken. Anschließend fahren wir nach Köln, retten die Archivalien und bauen das Archiv wieder auf.
Meh. Mir blutet ja das Herz, wenn ich dran denke.
Immerhin sind sich aber alle Experten einig, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert, verschwindend gering war. Da sind wir ja beruhigt.
"Das Grundwasser soll dann Erdreich ausgespült und das Stadtarchiv bis zum Einsturz unterhöhlt haben. Damit kam dann wohl jenes statistische Restrisiko zum Tragen, das normalerweise zu vernachlässigen ist." (General-Anzeiger) Ich geb dir gleich ein statistisches Restrisiko. Komm du mir nur nach hause, ey.
Wütend

"Wir fahren da einfach hin und retten alles."
"Genau. Und dann lagern wir das halt bei uns zuhause. Wie viel kannst du von den 26 km übernehmen?"
"Och. Mindenstens nen Meter."
"Gut, den Rest müsste ich dann halt irgendwie unterbringen."

Mann, da gibt's aber auch so viele Gebäude, die das viel eher hätte treffen dürfen. Selbst den Kölner Dom. Wär kein Ding, das Haus wieder aufzubauen. Oder man könnte die Ruine als Mahnmal gegen dumme Bauherren stehen lassen.
Boahey, da sind einfach mal so tausend Jahre Geschichte weg. Im zweiten Weltkrieg wurden ja auch viele Akten vernichtet. Für einen Zeitraum von ein paar Jahren. Aber tausend Jahre! Laute Dinge, die in den späteren Geschichtsbüchern eben nicht stehen werden. Wegen eines statistischen Restrisikos.

So, dann arbeitet ihr mal brav weiter, wir drehen hier noch ein bisschen am Rad...

03.03.2009 um 10:59 Uhr

Im Frühling zündet die Akten an

fruehling
Ach, ist das grad toll hier. Die Sonne scheint, ich bin satt, meinen Pflänzlis geht's gut, ich hab tolle Musik und vom offenen Fenster her weht frische frühlingsduftende Luft rein...
...und ich muss nicht die Aufgabe meiner Kollegin erledigen.

"Stell doch diese besonders wichtige Akte in den Glasschrank *aufs Fenster zeig*"

03.03.2009 um 08:36 Uhr

Tanznachrichten II

Immerhin, muss man aber sagen, weiß mein Körper, wann er krank sein darf. Dieses Wochenende war nämlich im Umkreis von zwei Monaten das einzige, an dem ich nichts vorhatte und ich mir die geballte Faulheit an drei Tagen auch wirklich leisten konnte. So hab ich denn auch drei Tage größtenteils liegend verbracht. Um am vierten gleich wieder in die Vollen zu gehen und die drei Stunden Training mit viel zu wenigen Pausen zu versehen. Hoffentlich rächt sich das nicht. Für eine verschleppte Irgendwas hätte ich erst wieder im Mai Zeit.
Aber schön war's. Ich hab auch immer noch die Musik fürs Single Jig im Ohr. Und dazu das "Side and swing, swing, one two three four five hop back hop vor hop vor hop point ball change up down step ball change". Sehr nett. Obwohl ich ja finde, dass die Nicht-mehr-Beginners-Tänze irgendwie allmählich hektisch werden. /exkurs

Am Wochenende steht jedenfalls wieder endlos Training und ein Auftritt an. Vielleicht schaff ich es dann auch, meiner Lehrerin die Idee auszureden, uns bei der Irischen Nacht den Bauchtanz vorführen zu lassen. Ich meine, es war bestimmt eine große Herausforderung, die Irische Nacht noch unirischer zu machen als sie das eh schon war. Aber man muss ja nun wirklich nicht jede Herausforderung annehmen.
Auftreten tun dieses Wochenende mal nicht die irischen Hupfdohlen, sondern Heinrich VIII. und seine Ritter von Pannesamt. Man darf gespannt sein, ob die erforderliche Anzahl an Tänzern auftaucht, die wir nicht mal zu den Proben bisher waren, und ob wir die Tänze über die Bühne kriegen, die wir seit zwei Monaten nicht mehr getanzt haben.
Aber wir haben ja noch ganze fünf Tage Zeit. Fröhlich

02.03.2009 um 08:21 Uhr

Adeste Rhinitis

Herbei, ihr Erkälteten,
Fröhlich inhalierend...

Ja, es gibt noch Schnee im sächsischen Mittelgebirge. Viel davon. Zu viel. Vor kurzem wurde da einen Mann von einer Dachlawine erschlagen und die LKW fahren das weiße Zeug schon wieder aus der Stadt raus, weil dort kein Platz mehr ist. Die Ampelanlagen wurden abgeschaltet, damit die Laster nicht am Berg anhalten müssen, von wo sie wahrscheinlich nicht mehr loskommen würden, weil bei dem Dauerschnee selbst die gut trainierten krisensicheren Winterdienste kapitulieren müssen. Es gibt keine Parkplätze mehr in der Stadt, weil die nicht besetzten sofort zugeschneit, zugeweht und zugeschoben werden.
Ich hab letzten Montagabend mein Auto eine knappe Stunde lang ausgegraben, weil es bis zur Oberkante der Räder im Schnee steckte und der Schneepflug hinten noch eine kleine Mauer festen nassen Schnee dazugestellt hat. Am nächsten Morgen waren wieder 10 cm drauf. (@ GEF: Es war anstrengend. Aber sportliche Betätigung, Oberarmmuskeln! *grunz* )
Und als ich dann endlich ins Flachland aufgebrochen bin, sah ich dann noch einen VW, der mit seiner Fahrerin im Straßengraben gelandet war und bis zu den Fenstern im Schnee steckte. Ich hab ihr die unsäglich dumme Frage gestellt, wie sie das geschafft hat, dafür hätte sie mich eigentlich schlagen dürfen, aber das sah so kurios aus, dass mir auch nix besseres eingefallen war.
Jedenfalls hab ich nach diesem Wochenende schon genug vom Schnee, den ich sowieso nicht brauche. Habe allerdings überlegt, ob ich dem Rheinland nicht einen Kofferraum voll davon mitbringen soll, weil man hier bei dem Wort so einen verklärten Blick kriegt. Es ist dann doch nur eine Erkältung geworden.

Oh, lasset uns anbeten,
Oh, lasset uns anbeten,
Oh, lasset uns anbeten das Nasenspray!