Aus dem Leben eines Taugegarnichts

30.04.2009 um 08:24 Uhr

Mitternächtliche Odyssee

Da warnen immer alle davor, übermüdet Auto zu fahren. Aber dass übermüdet Straßenbahnfahren auch gefährlich ist, das sagt einem keiner. Fröhlich

Aber zunächst: Gestern schnell gepackt und das letzte Detail für Irland geklärt, dann mit Beri in meinem Lieblingspub essen gewesen und anschließend zu Órin ins Maritim gefahren. Hier hatte grad die WHO getagt, wegen der aktuellen Schweinegrippe, die mir ja irgendwie, also so im Vergleich zu diversen anderen übertragbaren Krankheiten (gegen die es Impfstoffe gibt, die aber von zu wenigen benutzt werden, weswegen zu viele vermeidbare Krankheiten schon wieder in viel zu großer Menge herumgeistern, und auch an denen sterben genug Menschen, aber ich schweife ab), irgendwie sonstwo vorbeigeht. Aber vielleicht haben Bevölkerung und Regierung ja auch einfach keine Böcke mehr, ständig von der Wirtschaftskrise zu lesen. Ich ja auch nicht.

Wir haben Erinnerungen an die Soeverein aufleben lassen. Was soll ich sagen: Ich will zurück. Doch, echt.

Gegen 23:15 rum dann aufgebrochen. Schienenersatzverkehr. Also erst in den Bus gestiegen, dann zur Straßenbahn gewechselt. Die stand erst mal eine Weile rum und ich starrte so vor mich hin. Irgendwann fuhr sie dann endlich los, ich starrte weiter, so weit ich mich erinnere aber wenigstens mit geschlossenem Mund.
Irgendwann hinter dem Hauptbahnhof ist mir dann aufgefallen, dass es recht ruhig im Abteil war. Was daran lag, dass ich allein war. Hu. Ungewöhnlich. Ein Blick aufs Display: Brühler Straße. WTF?! Die 63 - und ich war in der 63 - fährt nicht da lang. So gar nicht. Ein Blick aus dem Fenster - Ah, die Strecke kommt mir aber noch bekannt vor. ... Nein, doch nicht, hab mich geirrt.
Iiiiep?!

Mal dezent auf den Halten-Knopf gedrückt. Dabei wohl auf sowas wie den Straßenbahnparkplatz gefahren worden. Blöderweise war ich natürlich im hinteren Wagen. Der vordere war ebenfalls leer und ich hatte keeeine Ahnung, ob der Fahrer mich gesehen hatte. Als die Bahn stand, hab ich mich also durch beherztes Klopfen und Schreien - ich kann's noch, wow - bemerkbar gemacht. Das ist einem in diesem Moment ja nicht mal peinlich.
Der Fahrer hat mich denn auch, mürrisch, aus meiner misslichen Lage befreit. Was in seinen Bart gemurmelt von wegen er hätte ja durchgegeben und blah. Pffft. Ich hör doch nicht drauf, was man so durchgibt. Die 63 fährt nach Tannenbusch, basta. Traurig

Inzwischen war es jedenfalls kurz vor Mitternacht. Und ich war in einer Gegend, die ich ü-ber-haupt nicht kannte. Bin an einer breiten Straße entlanggelaufen, deren Name mir nichts sagte, an der nur Geschäfte lagen, die alle zu waren, und wo nur alle zehn Minuten mal ein Auto vorbeibretterte. Immerhin gut beleuchtet war sie. Obwohl ich in solchen Situationen ja auch nichts gegen einen gescheiten Stealth-Modus einzuwenden habe.
'Tannenbusch müsste jetzt... links von mir liegen. Nein, rechts. Oder bin ich da schon dran vorbei?'

Zwischendurch überlegt, dass im Film die Leute dann immer einfach ein Taxi rufen. Die kennen die Taxi-Nummern auswendig. Ich ja nicht. Ich hätte dann irgendwann die Auskunft angerufen, aber vorher wollt ich es erst mal weiter allein versuchen. Also weiter allein versucht. Und festgestellt, dass die Situation irgendwie witzig ist. So wunderbar surreal. So... ich. Und vielleicht war es ja auch die Strafe für letzten Donnerstag.

Nach einer gefühlten Ewigkeit des Marschierens endlich einen Wegweiser gefunden, und einige Minuten später auch schon die Gegend wiedererkannt. Man kann sich über den Anblick von Tannenbusch tatsächlich auch mal freuen, doch.

Gegen halb eins dann zuhause - mein Wecker klingelt um sechs - und vor allem wach gewesen.
Heute also ein verschlepptes chronisches plus ein akutes Schlafdefizit. Hurra.

29.04.2009 um 14:53 Uhr

Gedächtnis wie Sieb

Hnnngg. Mir ist die ganze Zeit so, als wäre mir etwas ganz Tolles eingefallen. Der Nachgeschmack der diesbezüglichen Euphorie liegt mir ständig auf der Zunge. Das geht schon den ganzen Nachmittag so. Aber mir fällt ums Verrecken nicht ein, *was* mir da Großartiges eingefallen ist.

Das ist einigermaßen tragisch. Es könnte ja wirklich wichtig gewesen sein. Vielleicht hatte ich beispielsweise eine geniale Geschäftsidee. Oder sogar eine zu einem witzigen Blogeintrag. Das wär doch mal was. Oder ich hätte eine Möglichkeit gefunden, Obama noch für eine dritte Runde im Amt zu lassen und ihn gleichzeitig nach Deutschland zu klonen. 100 Tage und der Hype geht mir noch nicht auf die Nerven, na guck.

Noch vor einem Jahr hab ich bei "The White House burned, burned, burned" (Arrogant Worms) noch lauthals mitgegrölt, inbrünstig. Und nu? Es macht grad keinen Spaß. Seltsame Sache. Aber während ich beim letzten Mal nicht-mitgrölen so Zeit zum Sinnieren hatte, dachte ich mir, da wir alle wissen, dass die USA eben nicht wirklich demokratisch sind: Welche Regierungsform ist es denn dann?
Also wer kommt denn drüben am ehesten an die Macht: Doch der mit dem besten Wahlkampf. Wer finanziert den? Lobyisten, Industrielle wohl. Denk ich mal. Spender eben. Einige Wenige, die Geld haben.
Also: Oligarchie. Damit wäre die USA quasi die geistige Nachfolgerin des antiken Griechenlands.
Und in vollkommener Nichtbeachtung aller historischen Zusammenhänge sehe ich gerade Obama vor mir, wie er "THIS! IS! SPARTA!" ruft. Was schon deswegen dumm ist, weil ich 300 nie gesehen habe. Egal.

Das war es jedenfalls nicht, was mir Großartiges eingefallen ist heute. Wahrscheinlich wollte ich mir einfach nur notieren, dass ich nicht vergesse, genug Socken einzupacken.

28.04.2009 um 18:49 Uhr

Zwischen Tür und Angel...

Ehe ich zum historischen Tanzen aufbreche, muss ich noch eben was loswerden:

 

1. Der Straßenbahn-Lacher der Woche. Die Kategorie ist gerade neu eingeführt worden und gerät sicher ebenso schnell wieder in Vergessenheit. Egal. Der Preis jedenfalls geht an die Emma. Für:
"Die sich als avantgardistisch verstehenden Herren gingen davon aus, dass Vorreiter der Kultur auch für Pornografie endlich eine Lanze brechen müssen."

Okay, der war albern. Trotzdem. Muahahaha.

2. Ich bin endlich im Besitz von Musik von Daoiri Farrell. Mein Leben hat wieder einen Sinn. :liebe:

3. Nächste Woche steht eventuell ein Auftritt vor uniformierten Herren und Damen an. Huuu.

 

Ich muss ja grad sowas von los...

 

 

28.04.2009 um 07:53 Uhr

Wochentagsverschwurbelung

Nach einem verlängerten Wochenende bin ich heute, Dienstag, das erste Mal wieder im Büro. Todmüde natürlich. Gestern für die Fahrt zwar nur fünf einhalb Stunden gebraucht, aber anschließend noch Tanzen, Duschen, Auspacken - also erwartungsgemäß spät im Bett.
Gibt es eigentlich verschiedene Formen von Müdigkeit? Ich hab heute die, die einfach in den Knochen steckt. Man funktioniert so vor sich hin, steht aber generell eher neben sich. Oder besser: Liegt neben sich, mit dem Kopf auf dem Kissen.

Jedenfalls eine Mail von Beri gekriegt, sie wäre ja so aufgeregt, weil's ja morgen schon losginge. Ich hab ein paar Mal geblinzelt, mich am Hinterkopf gekratzt, mir die Nasenwurzel gerieben und in den Kalender geschaut, ehe mir endlich klar wurde, dass ja morgen schon Mittwoch ist, am Wochenende FedCon und das Wochenende offiziell schon Donnerstag Abend losgeht. Jedenfalls ist sie im Rahmen von Stressvermeidungsmaßnahmen schon morgen in der Stadt und wir können zusammen Abendessen. Und übermorgen fahr ich ja selbst schon wieder weg. Das wird eine wirklich, wirklich kurze Arbeitswoche, das war mir irgendwie nicht ganz klar.
Am Wochenende findet nämlich auf Burg Fürsteneck in Hessen ein Workshop für irische Musik und irischen Tanz statt und diese Kombination wollte ich mir ja nicht entgehen lassen. Und dafür möchte ich ja morgen schon packen.

Okay, resümieren wir: Heute ist Dienstag, nicht Montag, und übermorgen ist Freitag und irgendwie auch Donnerstag. Ich glaub, ich papp mir nach Vianne'schem Vorbild einen gelben Hafti an meinen Bildschirm.

24.04.2009 um 08:01 Uhr

Mrgn.

Und ich dachte, müder als gestern ginge nicht mehr. Doch, schon.
Immerhin hab ich aber jetzt meine alten Kontaktlinsen wieder. All hail the old lenses! Und Volleyball ist anstrengend. So ganzheitlich. Vor allem, wenn man's seit Wochen nicht gemacht hat. Arme, Rücken, Bauch, Beine und einiges drumrum. Ächz. Aber großartig. Vier Mann pro Feld, das ist, ich sag's immer wieder, einfach die ideale Stärke.

Früh ins Bett ging dann auch nicht, weil Eurosport da immer ein Best-of vergangener Wrestling-Matches zeigt. Woohoo. Hulk Hogan gegen the Rock zu Wrestlemania 18. Groooß! Rocky sollte eh aufhören, schlechte Filme zu drehen und wieder in den Ring steigen. Und das letzte Match von Rick Flair. Einfach rührend. Shawn Michaels "I'm sorry. I love you" sagen zu sehen, das war aaaaww. Liebe unter Wrestlern. Sogar noch mal Rey Mysterio in Aktion gesehen, den Sonic-Igel der WWE. Geilste Technik ever. A pro pos Technik: Die Hardy-Brüder hätten nie aufhören sollen, ein Tag Team zu sein.

Da kann man ja nicht einfach ins Bett gehen. Jetzt entsprechend müde. Einer der Tage, wo man aufsteht und dann auf dem Weg zur Straßenbahn noch drei Mal überprüft, ob man auch wirklich richtig angezogen und nicht eventuell doch im Pyjama aus dem Haus gegangen ist.

23.04.2009 um 10:03 Uhr

Hng. Tage.

Don't hit kids

Gestern Abend natürlich nicht mehr bis halb elf Morrowind gespielt, sondern erst länger gearbeitet und dann nur noch gegessen und Steuererklärung gemacht. Und nicht mal fertig geworden.
Heute Morgen dann angeätzt einem Tannenbuscher Jungen (13 +/-) begegnet, der extra einen Umweg gelaufen ist, um mitten auf der Straße laufen zu können. Dazu schalmeiten hässliche Rappertöne aus seinem Rucksack, dass ich hätte mitsingensprechen können, wenn ach was red ich da.
Ihm jedenfalls gesagt, dass er damit auch nicht cooler wird.
"Doch!"
"Gar nicht!" *schweig*
"Was dagegen?"
"Ja, es nervt grad echt."
"Deswegen mach' ich's auch nicht leiser."
Überraschung.

Warum tu ich sowas eigentlich?
Ah, egal. Weitergelaufen und halbwegs erwartet, dass er mich von hinten erschießt. Festgestellt, dass ich mich nur sehr ansatzweise besser fühle.

Auf Arbeit festgestellt, dass ich die falschen Arbeitsunterlagen vorliegen hatte, der Drucker immer noch kaputt ist, ich todmüde bin und nach zwei Stunden auf Arbeit irgendwie immer noch nichts gemacht ist.
Nachher noch Optiker. Wenn der mir wieder sagt, dass ich keine achzehn mehr bin, fordere ich ihn zum Duell.
Wenigstens anschließend Volleyball.

22.04.2009 um 09:04 Uhr

Optisches und Funktionables

Heute Morgen noch (was red ich da, es ist ja quasi noch Nacht) hatte ich etwa drei Themen in petto, über die ich bloggen wollte. Ich konnte mich nur für keines entscheiden.
Jetzt weiß ich hauptsächlich noch, dass sie alle ein gewisses Maß an Nachdenken erfordert haben. Das muss ja nun nicht sein.
Also Gedankenfetzen.

Mein Laptop tut wieder seltsame Dinge. Fährt neuerdings sehr langsam hoch. Wenn der Fehler, welcher auch immer es sein mag, nicht Schlimmeres verursacht, kann ich damit aber leben. Dann komm ich endlich mal dazu, mich umzuziehen und die Kontaktlinsen* rauszunehmen, ehe ich schon wieder Mails checke und Garfield-Comics studiere.
Ansonsten möge er bitte noch eine Weile durchhalten. Ich habe kein Problem damit, mir irgendwann, wenn die Zeit ran ist, einen neuen Laptop zu kaufen, auf dem ich das Gras in Oblivion nicht mähen muss, um bei Wildnis-Kämpfen keine Dia-Show mehr zu sehen. Aber ich möchte schon noch abwarten, ob Winzigweich nicht demnächst ein besseres Betriebssystem entwirft. Eins, das einfach nur  funktioniert  - ohne den PC mit unnützem Rokoko-Schnickschnack zuzumüllen.

* : Die neuen Kontaktlinsen, die mir mein Optiker of dum ("Sie sind halt keine achzehn mehr.") verschrieben hat, tun wahrscheinlich ihr Werk. Meine Augen werden von ihnen viel weniger belastet, als von meinen Alten. Was vordergründig daran liegen mag, dass ich sie praktisch gar nicht trage, weil dann meine Augen dauergereizt sind. Und ich somit auch. Morgen will ich meine Alten wieder.

Tagesplanung: Gestern beschlossen, dass ich bei dem schönen Wetter doch nicht in ein Museum gehen will. Heute ist der Himmel wieder grau, Rats. Ich werd wohl trotzdem direkt nach hause gehen und meine Steuererklärung hinter mich bringen und anschließend Morrowind spielen.

21.04.2009 um 08:26 Uhr

Hampelfrau im Frühsommer

Wenn man als Tanzgruppe in diesem Stadium ist, wo man die Tänze intus hat und nur noch der Feinschliff ansteht, weiß man oft gar nicht mehr zu würdigen, welche Anstengungen es bedeutet hat, seine Füße ganz zu Anfang in den damals noch neuen Tanz reinzuknoten.
Ich weiß es jetzt wieder.
Und dann auch noch letzte und zugleich erste Stunde dieses Tanzes gefehlt. Anfang der Stunde immerhin noch mal die Schritte in Zeitlupe wiederholt, dann aber sofort in die Vollen gegangen.
Ich bin dann mal die Raumwege mitgelaufen. Die Schritte kamen mir da nur noch vage bekannt vor. Hier mal einen Lift mitgetanzt, da mal den Arm in die Seite gestemmt (den falschen, klar.), dann mal umgedreht (zu langsam), fähigen Tänzerinnen im Weg gestanden. Hässliches "Ich glaub, ich bin hier falsch"-Gefühl.
Vielleicht sollte ich mich für diesen Tanz einfach beurlauben lassen. Ich fehle demnächst eh zwei Mal wegen Urlaub und mein Herzblut hängt echt nicht dran. Man stelle sich ein Lied vor, das von Gesang und Instrumentalisierung her an "Werner Beinhart" erinnert. Nur schlimmer. Ürgs.

Sonstso:
Diese Zeit, wenn die Tage schon länger werden. Wenn es abends länger hell ist, aber nach sechs keine Sonne mehr auf die Bildschirme scheint. Wenn man tagsüber im T-Shirt im Büro sitzen kann, und wenn es noch kühler wird, wenn man das Fenster öffnet. Wenn die Bäume gerade alle grün sind, der weiße Flieder duftet, die Kirschbäume Kitschrosa tragen, man aber noch nicht von Mücken, Spinnen und anderem Kleingetier aufgefressen wird. Wenn man bei blauem Himmel und Sonnenschein noch keine Verdunklung einführen muss, man aber auch nicht mehr die ersten drei Stunden des Tages in völliger Kältestarre zubringt. Wenn man sich noch gleichzeitig in die Sonne setzten *und* atmen kann und die Rheinland-Regel "Luftfeuchtigkeit = Temperatur²" noch nicht greift.
Diese Zeit zwischen Spätfrühling und Frühsommer. Davon gerne mehr.

20.04.2009 um 09:07 Uhr

Wochenend' und Morrowind

Joooo. Wasn Wochenende. Samstag hab ich irgendwie nur Morrowind gezockt. Also von den vier Stunden, die ich fürs Training abwesend war und der jeweils einen Stunde Essen und Wrestling (Batista war wieder da! *jubel*) mal abgesehen. Geile Sache. Aber fragt mich nicht, was ich gemacht hab, ich weiß es nicht mehr. Aber irgendwie ist meine Diebin jetzt Stufe 28.
Okay, das könnte auch die Vorarbeit der letzten sport- und tanzfreien Woche gewesen sein. Wie die Zeit vergeht, wenn man nur sinnlose Dinge tut.

Sonntag haben mir dann meine guten Vorsätze ins Ohr geplärrt und ich hab die Steuererklärung angefangen. Nach über drei Stunden festgestellt, dass ich nicht weitermachen kann, weil ich das falsche Formular ausgedruckt hatte. Rats. Da muss ich dann irgendwann demnächst noch mal ran. Diese Woche? Montag Tanzen, Dienstag Tanzen (aber vorher ne anderthalbe Stunde Freizeit...), Mittwoch wollt' ich ins Museum (Das Rheinische Landesmuseum hat bis 21:00 auf, coole Sache!) und Donnerstag vor Volleyball noch zum Optiker. (Die neuen Kontaktlinsen, die er mir gegeben hat, weil meine alten, mit denen ich wunderbar klarkam, angeblich nicht gut für meine Augen sind, sind der reine Corprus!)

Und die DVD von unserem Auftritt zur irischen Nacht ist da (also so ein Ding für uns, ganz unprofessionell, ne?). Cool siehts aus, für unsere Verhältnisse.


Btw.: Órin hat schon mal England gebloggt und ich hab ein angemessen schlechtes Gewissen.

14.04.2009 um 12:58 Uhr

Ich wollt', ich wär ein Nerd

England liegt in der Warteschleife. Ich vermute mal ins Blaue, dass es ein sehr kurzer Eintrag werden wird. Andererseits fallen dank Osterferien sämtliche Freizeitdinge gerade flach, es gibt also ein gewisses Zeitfenster. Die geplanten fünf Stunden Sondertraining zählen mal nicht. Dann wieder: Wenn die Sonne scheint, werd ich nicht vor dem PC sitzen, und wenn sie nicht scheint, werd ich Morrowind weiterzocken. Die Hauptquest hält gefangen. Ich wäre ja gern so ein richtiger Spielenerd, mit zwei Konsolen und einem High-End-Desktop neben meinem Laptop, mit zwei PC-Spielezeitschriften-Abos und nem Wandschrank voller neuer Spiele aller Genres. Aber ich bleib immer wieder bei den selben alten Spielen hängen. Tragisch.

Am Wochenende bei Beris Katzen gewesen und in Beris Garten rumgehangen. Beri war auch da. Der Sommer hat sich eingestellt und er hat Blümchen mitgebracht.
Im Zuge dessen jedenfalls bei einer Geburtstagsfeier gewesen. Im Haus der Zott-Sahne-Familie. Die Frau aus der ersten OB-Werbung war auch da. Und zwei Joghurette-Frauen.
Fühlte mich spontan wieder studentisch und jung. Nimm dies, Optiker! Fröhlich

09.04.2009 um 11:24 Uhr

Doch, PC-Spiele sind gefährlich.

Jedenfalls im Straßenverkehr.

Einmal bin ich nach gut 500 Autobahnkilometern spät abends im Dunkeln eine Landstraße entlanggefahren, auf der sich ein paar Wochen vorher ein tragischer Unfall ereignet hatte. Daher brannte dort ein ganzer Haufen Grablichter. Als ich die plötzlich und unvorbereitet aus den Augenwinkeln heraus sah, hielt ich die folgerichtig für einen Feuer-Atronachen und hätte mein Vehikel fast vor Schreck in den gegenüberliegenden Straßengraben befördert.

Und dann war da noch der Kwama-Kundschafter, der sich so einfach auf offener Straße herumtrieb. Nervig, die Viecher. Und ich hatte nicht mal meinen Dolch dabei. Immerhin entkommt man den Biestern aber, wenn man schnell genug ist. Was ich mit meinem Auto definitiv war. Tatsächlich hat aber die braune Papiertüte, als die sich der Kwama dann entpuppte, von einer weiteren Verfolgung meiner Person abgesehen.

Ich spiel ja schon weniger.

05.04.2009 um 21:42 Uhr

Postenglische Irische Nacht

Der Urlaub ist vorbei. Meh.
Nicht dass ich jetzt erholt wäre. Tatsächlich steckte mir immer noch der Rückflug in den Knochen, als mich mein Wecker am Samstag Morgen um elf nach nur elf Stunden rüde aus dem Halbtiefschlaf riss. Irische Nacht war angesagt, einer unserer größten Auftritte des Jahres, und zwecks Generalprobe hieß es eben schon ab Mittag zugegen zu sein. Danach haben wir die Zeit verbracht mit bestellter Pizza und Videos vom Auftritt zum Irischen Frühling.
Der Auftritt war ein Traum. Ich hab's geschafft, in zwei Minuten Kleid und Schuhe komplett zu wechseln, und das in dem völlig unterbelichteten Raum hinter der Bühne, harr! Wir hatten Spaß und das Publikum die gleiche gute Stimmung wie wir. Und sie haben sich begeistert eine Zugabe erklatscht. Hachhach! Fröhlich

Hinterher haben wir die Mädels (5-6 Jahre) ausgeschickt, um Flyer von uns zu verteilen. Die Dienstbeflissenste von ihnen ist dann auch schnurstracks zur Bühne marschiert, um der Band, die dort nach uns gerade ihre Instrumente aufbaute, ebenfalls ein Kärtchen in die Hand zu drücken, und ließ sich auch nicht davon abhalten, dass die Bandmitglieder gerade beschäftigt waren. Köstlich! Fröhlich

Die Band war imho besser als die vom letzten Jahr. Was einfach bedeutet, dass sie traditionellere Musik gemacht hat. Jedenfalls haben wir gut Party gemacht. Nachdem wir eigentlich schon halbtot von Generalprobe und Auftritt waren, haben wir also die letzten Reserven wie auch weite Teile des Publikums mobilisiert und haben noch mal knapp zwei Stunden getanzt. Irgendein sympathisch Betrunkener hat uns Getränke ausgegeben. Wir hatten Spaß. Und dieses herrliche Gruppengefühl. Heh.

Danach spielte eine Band, die damit warb, nicht irisch sein zu wollen. Sondern eher so... Punker. Und ich meinte noch so zu meiner Mittänzerin, die ebenso skeptisch war wie ich: "Lass uns da mal ganz unvoreingenommen rangehen." Taten wir auch. Ganz unvoreingenommen hab ich mir die ersten zehn Sekunden ihrer Musik angehört, ehe ich fluchtartig meine Tasche ergriffen und den Saal verlassen hab. Was zum Geier war das?! Der Sänger klang ein bisschen wie ein rauchender Asthmatiker und von dem restlichen 120dB-Klangteppich hat man eigentlich nur ein elektrisches Banjo (Barbaren.) rausgehört. Alter Ire, das ist ja so gar nichts fürs Centi gewesen. Beschäftigt
Aber die Zeit war eh schon fortgeschritten, und heute war dann ab 9:30 eh schon wieder Training angesagt. Hab ich schon erwähnt, dass die Bänd mal spontan die Musical-Musik geändert hat? Aber schon die Auftrittstermine für 2010 festgelegt. Meine Herren. Wütend

Immerhin schon nach dreieinhalb Stunden fertig gewesen. So hatte ich dann noch Zeit, einen Segeltörn-England-Memorial-Vegetarian-Shepherd's-Pie auszuprobieren, hinterher zwei Stunden komatös mit überfülltem Bauch herumzuliegen, die Wohnung einer Grundreinigung zu unterziehen und anzufangen, mein gestern kaputtgetanztes Kleid zu reparieren.
England-Bericht kommt dann später noch. Da ist schon wieder eine Woche im Anmarsch.