Philosophie im Schweiße
Gestern beim Volleyball (Wir waren tatsächlich 13 Leute. Ich finde ja nach wie vor, in ein Volleyballfeld gehören nicht mehr als vier Spielende, aber es ging doch erstaunlich gut.) ist mir, während ich schwitzend auf der Auswechselbank saß, Interessantes aufgefallen:
Von außen betrachtet fliegen die doch recht harten Bälle mit einer enormen Geschwindigkeit herum. Mit einem lauten Knall schlagen sie gegen Boden und Wände und wenn sie auf einen Mitspieler zufliegen, fragt man sich manchmal, ob das nicht weh tun müsse, wenn der getroffen wird.
Doch der streckt einfach seine Arme aus. Der Ball prallt folgenlos daran ab und das Spiel geht ganz normal und genau so weiter wie bisher. Es breitet sich ein gewisses Staunen in mir aus, über den Mut des Spielers, und irgendwie frage ich mich, obwohl ich es besser weiß, ob ich in der Situation nicht doch eher den Kopf eingezogen hätte und dem Ball ausgewichen wäre.
Dann wird man wieder eingewechselt, fügt sich ganz selbstverständlich wieder in den Fluss des Spieles ein, bekommt den selben Ball auf gleiche Weise ab und spielt ihn auf die gleiche Weise, genau so folgenlos weiter wie der zuvor beobachtete und für mutig erachtete Mitspieler.
Ah, welch wunderbare Allegorie.
In diesem Zusammenhang könnte ich eigentlich endlich einfach mal einen Zahnarzttermin ausmachen...
