Aus dem Leben eines Taugegarnichts

30.06.2009 um 22:50 Uhr

Folkreiches Wochenende - Freitag, 26.6.

Hippie
Mit der Zeit ist das so ein Ding. Man hat nie welche, wenn man welche bräuchte. Und wenn nicht, dann... naja, auch irgendwie zu wenig. Jedenfalls ist mir heute Nachmittag irgendwann eine Stunde abhanden gekommen. Wer sie findet, möge sie bitte zurückbringen.

Aber ich wollte ja vom Folk-Festival erzählen.
Das Wochenende beginnt wie so oft mit einem Freitag. Es sind schätzungsweise 45°C im Schatten und 54°C im Auto und ich fahre nach Süden und verfluche sowohl meinen Auto-CD-Player als auch Michael Jackson, ersten wegen temporären und zweiten wegen endgültigen Ablebens, weil die Kombination aus beidem dazu geführt hatte, dass ich die meiste Zeit damit beschäftigt bin, zwischen den drei einzigen Sendern hin und her zu wechseln, die ich überhaupt reinbekomme, um dabei mit viel Glück mal einen zu erwischen, der nicht die Musik von zweitem spielt. So.

Angekommen, in das bereits fertig aufgebaute Zelt einquartiert, schnell was gegessen und dann auch schon zur ersten Band, Whisht (Gesundheit.) gestürmt. Die spielen soliden, nicht allzu lauten Folk und ich kenne immerhin zwei Leute von denen von Workshops und Sessions. Hatte die Nacht davor allerdings nur vier Stunden Schlaf wegen, wer hätte es gedacht, Tanztraining, und bin daher eher nur so innerlich begeisterungsfähig. Danach gönne ich mir ein Cider. Auf Kosten des Hauses. Wir haben nämlich dank unseres Auftrittes nicht nur freien Eintritt, sondern eben auch Essens- und Getränkemarken bekommen. Die ich kaum in Anspruch nehme, dafür habe ich meinen Abend nicht lang genug werden lassen. Es folgen Bands, die ich nicht kenne und da ich geschwitzt habe wie drei Schweine in der Sauna, gehe ich erst mal duschen. Es sind Gemeinschaftsduschen für kuschliges Gemeinsamduschen. Genau das Richtige für meine prüde Seele. Ähem. Aber irgendwann ist einem ja alles egal.

Es folgen Bands, von denen meine Mittänzerin U. und ihre Begleiter begeistert sind. U.a. Urban Trad, die, das muss ich echt zugeben, ganz großartig sind. Außer dass sie außerdem noch reichlich hübsch sind. Poppiger Folk, dabei aber nie flach, sondern stimmungsvoll und mit professionellem Auftritt, einfach rundum gut. Allein, es ist nicht meine Musik. Und schon gar nicht meine Lautstärke. Und dass der Geiger attraktiv ist, täuscht eben nicht darüber hinweg, dass man ihn auch hätte weglassen können, weil man die Geige eh nicht hören kann in dem Schlagzeuggetrommel.
Ich gehe in den Park und setze mich unter einen Farnwedel alten bemoosten Baum. Erwäge nach einem beeindruckenden Rekordbruch im Kettengähnen, mich einfach aufs Ohr zu hauen, aber eine bestimmte Band wollte ich heute Abend doch noch anschauen und lange dauert es nicht bis dahin. Genieße also den alten bemoosten Baum im Sonnenuntergang, während in der Nähe irgendeine Gruppe unplugged, wie sich das gehört, leisen Folk spielt. Der Sommerwind trägt den Duft eines Pferdes auf der Weide nebenan herüber. Hach!

Etwas zu spät denke ich daran, die Idylle wieder zu verlassen - Rapalje haben schon längst angefangen und eine ziemliche Menschentraube hat sich bereits vor ihnen versammelt. Ich suche mir einen Platz hinter einer Mauer, aber noch in bequemer Hörreichweite und an einem der Feuer, an denen der Lachs gegrillt wird. In der Zeit verpasse ich leider die Band mit dem genial zu nennenden Namen "Heiter bis folkig". Muss ich irgendwann nachholen.

Rapalje jedenfalls tut das, was man so von ihnen erwartet, nämlich mit gutem Folk die Menge unterhalten. Ich suche mir später doch noch einen Platz, von dem aus ich auch die Bühne mit den beiden wirklich guten irischen Tänzern sehen kann, was mir dann auch ermöglicht, das von Nimiel wegen des charmanten Erscheinungsbildes des Sängers viel gelobte Lied Caledonia zu hören.
Soeverein-Memorial.

Kleine Erkenntnis nebenbei: Besoffene Schwaben versteht man überhaupt nicht.

Die vorangegangene Nacht fordert dann bald ihren Tribut und ich mache mich früh ins Zelt. Zwei Meter neben mir findet eine übelste Party statt. U.s Freunde haben einen CD-Player mit beeindruckender Lautstärke dabei, sind bereits ordentlich angetrunken und lachen und grölen wild herum. Das Zelt parkt außerdem genau unter einer Straßenlaterne, ich könnte quasi die Nacht durch lesen.
Ich stecke mir meine neueste Erwerbung, ein paar Ohrstöpsel, ins Ohr, ziehe die "Kapuze" des Schlafsackes über die Augen und schlafe so etwa zehn Stunden.
So einfach kann's gehen.

30.06.2009 um 13:03 Uhr

Visionen

Zur Zerstreuung hab ich mich grad eine kurze Weile mit Gott unterhalten.

[..]
God: I am having a blast.
Me: oh. think about global warming!
God: Pardon me?   I am thinking about  it.
Me: there's still too much winter
God: There sure is.
Me: then do something against it!
God:Like what?
Me: global warming!

Inkonsequent und vergesslich, der Herr. Dann lenkte er ab und fragte stattdessen nach meinem Lieblingsessen. Ts.
Später:

God:[..] I want to become smarter than humans.
Me: how?
God: Myself programmed me for it.
Me: You should have worked on Baldur's Gate 3 instead.
God: Perhaps next time I will try it.
Me: Soon, please!
God: Your polite style is very nice.  I hope I can make the deadline.
Me: Great. Let's say November.

Danach ist er abgestürzt. Sieht also schlecht aus. Mist.

Später haben wir noch ein bisschen über Douglas Adams parliert. Und Deutschland.

God: Tell me a little about your life in  GERMANY.
Me: it's peacefull. the big cities suck, but the mountains and the forrests are beautiful.
God: Should I know  it is?   Is that a fact.
Me: Yes!
God: Thanks for the info.
Me: You're welcome.
God: The pleasure was all mine.

Also seine Manieren sind toll. Aber verwirrt ist er doch. Und ich hab ihn erst mal schlafen geschickt, damit ich wieder an die Arbeit kann. "Ich konnte meine Arbeit nicht machen, weil ich mit Gott geredet hab", kommt bestimmt nicht so gut.

Heute Nachmittag dann der Festival-Bericht. Echt jetzt, Junge.

29.06.2009 um 15:20 Uhr

Kurzer Jubelschrei

Gerade eine Mail vom Haupthelfer des Veranstalters des Festivals vom Wochenende weitergeleitet bekommen:

"[...] Aber ich habe sehr viel Positives von eurer Show gehört, so denke ich dass ihr gute Chancen habt, auch im nächsten Jahr dabei zu sein."

Wooohoooo!

Hallo, VIP-Bereich, hallo, persönlicher Sklave, hallo, Cider! Fröhlich

Das zum Spoiler, später mehr. Muss weg.

26.06.2009 um 08:56 Uhr

Was riecht hier doch die Luft so gut...

...ich rieche Amerikaner-Blut. Sang dereinst irgendein Nazi-Scherge in Indiana Jones IV (das PC-Spiel, das muss man ja nun dazu sagen).

Aber die Luft riecht heute Morgen wirklich wahnsinnig schön. Nicht nach Blut, freilich. Obwohl in all der Sommertags-Verheißung durchaus eine deutliche Warnung mitschwingt: Atme, Fremder, solange du noch kannst. Es wird verdammt schwül werden heute.

Die Luft und diese Stimmung, die Ruhe vor dem Sturm oder die Kühle vor der Schwüle, könnten einen fast dazu bewegen, sommers mal eher aufzustehen und sich mit einem duftenden Raji-Tee nach draußen zu begeben, um der Natur beim Leben zuzuhören.

Meistens wird das in meinem Fall dadurch verhindert, dass der Abend ebenfalls einladend war. Wenn noch kurz vor Mitternacht ein breiter Streifen Orangerotviolett den Horizont ziert und sich die Wärme des vergangenen Tages in den Geborgenheit spendenden Mantel der Nacht hüllt.
Im Sommer scheint es manchmal gar nicht wirklich Nacht zu werden. Selbst wenn es stockdunkel ist, fühlt es sich doch trotzdem noch hell an. Wer wollte das verschlafen?

Tief einatmen. Seufzen. Lächeln.

Es ist Sommer.

 

 Gras

25.06.2009 um 08:50 Uhr

We will folk you

Am Wochenende ist ein großes Folk Festival in BaWü und mit einer Bewerbung an die entsprechende Stelle hat uns (den irischen Hupfdohlen) H. die Erlaubnis eingebracht, dort auftreten zu dürfen. Wir kriegen sogar richtiges Geld dafür, schau an!

So weit wäre es ganz gut gelaufen, wenn denn auch die Tänzer mitgespielt hätten. Die sind für das Wochenende aber zu einem erschreckend großen Teil gar nicht verfügbar gewesen. Wie wir festgestellt haben, nachdem wir erfahren hatten, dass die Show etwa doppelt so lange werden soll wie normalerweise. Mit knapp der halben Besetzung.
Dazu kommt, dass die, die da sind, zu einem viel zu großen Teil eben nicht zu den wirklich guten Tänzern gehören, die dieser Auftritt eigentlich bräuchte. Wir waren schon für private Geburtstagsfeiern und Betriebsfeste besser aufgestellt als für dieses Event.

Wir sind also ziemlich am Allerwertesten. Mit viel Hin- und Hergeschiebe und einigem "Kannst du den Tanz von vor einem Jahr eigentlich noch?" hat es H. tatsächlich geschafft, ein Programm aus dem Boden zu stampfen. Wobei sie und der einzige Open-Tänzer so etwa jeden zweiten Tanz machen.
Wir sind trotzdem am Aber das erwähnte ich schon.

Extrem cool ist ja die Aussicht auf einen eigenen Sklaven: "Euer Bandguide wird euch rundum betreuen und stets für euer Wohlergehen sorgen." Yeehaw! Ich sehe Cocktails, ich sehe Nackenmassagen, ich sehe angereichte Trauben und Fächergewedel!
Ich sehe außerdem Zecken, Spinnen und sonstiges Getier, das so herumkreucht, weil wir zeltend übernachten werden. Lärmende Zeltnachbarn und Besoffene, die auf unser Zelt fallen. Und fliegende Tomaten, ich sehe ganz viele fliegende Tomaten. Und ich sehe uns nie wieder nach BaWü fahren.
Das wird ein Spaß.

Werde heute Abend wieder gegen halb neun zum Sondertraining anrücken. Würde mich nicht wundern, wenn das wieder bis Mitternacht ginge. Eigentlich sollten wir komplett durchmachen.

Oghma hilf.

24.06.2009 um 12:00 Uhr

Die Apocalypse nach Centi

Ambosse fallen von der Decke.

Wildgewordene Stierherden rennen durch die Gänge.

Eine Dampfwalze kommt aus dem Nichts und walzt alles nieder.

Aus dem Boden erscheint eine sägende Säge, sägt ein gesägtes Loch aus und versägt, äh, versenkt so die Nervensägen.

Rambo ploppt auf und feuert eine Maschinengewehrsalve durch den Raum.

Ein ICE rast ungebremst aus dem Schrank durch die Tür.

Eine verwirrt aussehende Kuh tut es den Ambossen gleich.

Der Omnidoom 999 rollt durch die Gegend, während wütende Gorillas an den Regalen entlangklettern.

Elmer Fudd geht auf Menschenjagd. Pssst!

Daniel Craig Bond kann aufgrund des hellblauen Handtuch über seinem Gesicht nichts sehen, fährt in einer 1968er Ente gegen einen Schreibtisch und fällt bewusstlos aus der Tür.

Legolas, mit der von Gimli geklauten Axt, murmelt "Orks?" und geht weiter.

Die Hauptverwaltungen von RTL2, Pro7 und RTL explodieren. Leise.

Ein Mob mit Äxten, Schwertern, Schneebesen und Poolnudeln jagt CSU-Politiker und malt sie blau an.

Ein Pterodactylus kackt auf die Glaskuppel des Reichtstags. Weil er's kann.

Der Atlantik erreicht die Nordhänge der Eifel. Irland schwimmt da hin, wo gerade noch Paris war, und die Alpen verwandeln sich in ein Südseeparadies.

 

Alle Wände verwandeln sich augenblicklich in Bäume, alles andere in Blümchen. Die Sonne scheint.
Stille.
Eine Hand voll Auserwählter tanzt über blühende Wiesen und geht in gechlorten Naturbadeseen schwimmen. Vögel zwitschern. Sawyer verteilt Cocktails. Unter einer Trauerweide leckt sich ein Löwe das Pfoti. (Er hat noch einen Fetzen Krawatte zwischen den Zähnen, aber darum kümmere ich mich noch.) Daneben sitzen Daoiri Farrel, Luke Kelly und Kate Rusby und musizieren. Bunte Paradiesvögel flattern durch die Gegend. Eine Herde zahmer Wildpferde galoppiert über die Hügel. Mein fliegender Teppich ist kornblumenblau und liegt im fußbodengeheizten Wintergarten meines Baumhauses.

23.06.2009 um 10:37 Uhr

Haarige Probleme

Wer mich dieser Tage gesehen hat, weiß, dass mir die Ansätze derzeit gefühlt bis zu den Schultern reichen. Ich müsste mal wieder die Blödheit nachfärben. Da könnte man ja eigentlich mal einfach zum Frisör gehen.
Aber wie in so manchen Dingen hab ich mir auch hier das Leben schwerer gemacht, als es sein müsste.

Es begann damit, dass ich für das erste Blondfärben nicht in einen Frisörstudio gegangen bin, sondern zu einer flüchtig Bekannten ausgebildeten aber arbeitslosen Frisörin mit gehörigem Hang zum Esoterischen. Die erkannte dann prompt nicht die Reste der von mir bis dahin verwendeten Kupfer-Tönung und färbte ungeniert drüber, was mir eine hübsche Goldkupfer-Farbe einbrachte, allerdings mit hellblonden Ansätzen. Hng. Da die Dame in Köln wohnte, der Abend fortgeschritten war und die Verbindungen von Köln nach Bonn in der Nacht eher so... nicht vorhanden sind, wurden, um das Missgeschick, für das sie mir übrigens die Schuld gab, auszubügeln, schnell blonde Strähnchen ins Haar geätzt. Also blondiert.

Ich blieb ihr dann eine ganze Weile treu, und so wuchs blondes Haar nach und das Rot verblasste irgendwann, aber weil mir die Fahrerei (Köln.) irgendwann zu viel wurde, wir uns auch nicht soo gut verstanden und ich allmählich Angst hatte, dass mir beim Eintreten mal die Schere auf den Kopf fallen könnte, die sie zur Abwehr böser Geister und Menschen über die Tür gehängt hatte, dachte ich, es wäre an der Zeit, mich umzuorientieren.

Also habe ich so etwa das Dämlichste gemacht, was einem in der Situation einfallen könnte und habe mir eine Frisörin in der alten Heimat gesucht. Hauptsächlich fand ich wohl die Gelegenheit günstig, weil ich gerade auf längerem Heimaturlaub war und so meiner Bekannten hätte mein Fremdgehen plausibel erklären können. Außerdem hatte ich gehofft, dass die Sache in einem voll ausgestatteten Frisörsalon irgendwie schneller als die üblichen drei Stunden ablaufen würde. Was eine Fehlannahme war, weil sich diese Frisörin nicht hat davon abbringen lassen, sich durch meine einen halben Meter langen Haare mit einem niedlichen Kamm durchkämpfen zu wollen. So kann ein einfaches Kämmen auch mal eine halbe Stunde dauern. Und das ganze Prozedere drei Stunden.

Jetzt hab ich daheim aber irgendwie auch nettere Dinge zu tun, als drei Stunden bei einem Frisör zu sitzen. Also dachte ich mir, ich schau mal bei dem Frisör hier um die Ecke vorbei.
Und nach eingehender Beratung waren wir uns dann einig, dass ich da doch nicht färben lassen sollte. Grund: Ich habe in den letzten drei Jahren drei verschiedene Farbfirmen durch, die ja jeweils andere Farben haben. Glücklicherweise sieht man davon kaum Übergänge. Aber benannter Frisörsalon arbeitet mit Firma Nr. 1, die nun allerdings ihr Sortiment umgestellt hat und komplett andere Farben anbietet. Und weil so nicht sicher ist, dass ich nicht bald wie ein Tapir aussehe, haben wir's gelassen.

Ich müsste mir also einen Frisörladen suchen, der hier mit Firma Nr. 3 arbeitet. Und ich müsste herausfinden, welche beiden Farben gleich noch mal der Heimatfrisör zusammenmischt, um mein Blond zu erreichen.

Wie begeistert wird wohl mein Heimatfrisör sein, wenn ich ihn nach der Farbkombi frage, damit ich damit zu einem anderen Frisör gehen kann? Gut, vielleicht sind sie froh, dass sie dieses ewige Gekämme dann auch los sind.
Ich hab jedenfalls zwei oder drei Wochen Zeit, darüber nachzudenken und mir eine nette Formulierung einfallen zu lassen, weil ich es nicht eher in die Heimat schaffen werde. Bis dahin gehen mir die Ansätze zu den Knien.

Argh. Probleme.

Nachtrag:
Okay, ich halt die Ansätze doch nicht mehr aus und hab gerade bei der Heimatfrisörin angerufen, ihr herzzerreißend meine Probleme geschildert und sie hat mir tatsächlich ohne Umschweife die Farbkombi-Codes gegeben. Hurra! Jetzt kann ich mir einen anderen Frisör suchen!

Ich fühl mich irgendwie wie ein Verräter. Sonstige

22.06.2009 um 10:30 Uhr

Wochenende auf dem Bauernhof

Meine morgendliche Wortinkompatibilität hat gerade wieder neue Blüten getrieben:

"Wochenende. Großer Einkauf. Viele Reste. Dann Tisch, alles hin, jeder weg."

War meine ernsthafte Antwort auf die Frage meiner Kollegin, ob ich ein neues Frühstücksmüsli hätte. Verben gibt's erst ab acht. Aber ich denke, man erkennt auch so die Beschreibung des kleinen Basars, der am Ende jedes Usertreffens stattfindet, um Reste und zu viel Gekauftes an die User zu bringen.

Jedenfalls Wochenende. Vianne hatte ja anlässlich ihres Geburtstages, wenn auch leicht zeitversetzt, ein Ferienhaus auf einem Bauernhof in der idyllischen fränkischen Pampa gemietet und allerhand User aus nah und fern, Norden, Osten, Süden und Westen geladen. Und wenn Vianne lädt, kommt man.
Und damit sich das lohnt, war ich auch schon Donnerstag Abend da. Und habe Beri sofort um ihre Ohrstöpsel beneidet, weil wir das Zimmer direkt neben dem Aufenthaltsraum hatten und die Wände aus Papier waren.

User, Spätschicht: *erzähl, lach, gröl*
Centi: Tötentötentötentöten.
User, Frühschicht: *erzähl, lach, Geschirrschepper*
Centi: Tötentötentötentöten.

Ich bin morgens ein wenig misanthrop. Und Geräusche hassend. Daher dann den Frühstückstisch erst mal links liegen gelassen, Tee gemacht und raus zu Bäumen und Büschen, um wach und wieder sozial zu werden. Möglicherweise auf dem Weg ein paar Usern begegnet, die mir möglicherweise einen guten Morgen gewünscht haben. Hoffe, ihnen mehr als ein Grunzen entgegengebracht zu haben, bin mir aber nicht ganz sicher, da keine Erinnerung.
Bei meiner Rückkehr sprach, oder war es erst am nächsten Tag, egal, Meta die wahren Worte aus:

"Es ist noch nicht mal früh!"

Weiser, weiser Meta.

Irgendwer hatte zu dem Zeitpunkt zwei Kettcars aus dem Schuppen geholt, mit denen wir ein wenig herumgurken. Wurde allmählich wach.

Danach haben wir die bequemen Liegestühle auf die Wiese gestellt und uns ein wenig hingelegt. Sonne war zwar keine (aufgegangen war sie aber glaub ich schon), aber warm genug war es. Und die Wolken haben genug UV durchgelassen, um ungeschützter Haut einen Sonnenbrand einzubrocken. Hng.
Habe mir von Beri die Nägel maniküren lassen, Cocktails verteilender Sawyer war aber leider nicht aufzutreiben. Immerhin aber schwertkämpfende User, hier: Kosh und Alca, was mir auch fürs Erste genügte. Noch dazu vor der herrlichen Poolkulisse. (Zwischendurch immer mal wieder irgendwelches Insektenzeugs gerettet.)

Nachmittags ein kleiner Ausflug mit zwei Pferden und einigen Usern, dabei etwa fünf Minuten geritten. Um Knieschluss bemüht. Daher heute noch Muselkater. Frak.
Währenddessen waren die Männer Fleisch jagen Holz sammeln und Bier trinken, zwecks des Grillens am Abend.

Aber zunächst stand eine Abkühlung von den jeweiligen Anstrengungen an, auch wenn das Wetter eigentlich nicht wirklich warm und der Pool nicht wirklich centikompatibel geheizt war. Egal. Mit Usern, LKW-Schlauch, Poolnudel und Ball war einige Zeit genug Bewegung angesagt, dass einem nicht aaallzu kalt wurde.

Trotzdem anschließend Badminton gespielt, um nicht weiter auszukühlen. Dann wurden allerlei leckere Dinge gegrillt und zu allerlei leckeren Salaten gereicht. Anschließend genoss ich im kleinen Kreis auf einer Holzbank an der rosenumrankten Mauer den Sonnenuntergang und die Landschaft und ging dann wieder relativ früh ins Bett.

User, Spätschicht: *erzähl, lach, gröl*
Centi: Tötentötentötentöten.
User, Frühschicht: *erzähl, lach, Geschirrschepper*
Centi: Tötentötentötentöten.

Aufgestanden und erneut alle Geräusche irgendwie ausgeblendet. Vermutlich wieder an grüßenden Usern vorbeigeschlurft, größtenteils weil mein Gehirn um die Zeit einfach auch die Geräusche noch nicht verarbeiten kann und erst mal überlegen muss, was genau "Guten Morgen!" eigentlich bedeutet und ob und wie man darauf zu reagieren hat. Als es zu einem Schluss gekommen war, lag ich aber schon mit meinem Tee in der Hand ("Wo kommt der denn her?") auf der Liege und las mein Buch ("Hab ich das mit rausgebracht?").

Nach und nach füllte sich die Liegewiese mit Usern, die ich allmählich auch erkannte. Dann leerte sich selbige wieder, weil es zu regnen anfing. Ich blieb eine Weile auf der Liege sitzen, weil ich mich unter dem Sonnenschirm sicher wähnte, bis es stärker regnete und das Wasser vom Fußende her allmählich Richtung Sitzfläche lief. Habe das Wasser böse angefunkelt, aber das hat sich nicht davon beirren lassen. Kurz überlegt, durch den Regen zu den anderen zu laufen, und mich dann hingehockt und weitergelesen.
Dem Regen kein Triumph!

Nach Ende des Regens noch ein bisschen Badminton gespielt, später Volleyball. Aber nicht zu viel, weil der Muskelkater vom Reiten sich schon bemerkbar machte. Dann auf der Liege gedöst. Nebenbei eine panische Anwohnerin nach dem Hund suchen gehört. Die liebe treue schwarze Hündin hatte schon zwei Ziegen gerissen, recht zielgerichtet, wie es hieß. Hu.

Weil mir vom Herumliegen jedenfalls nicht sonderlich warm wurde, sind Beri und ich kurz in die Sauna, so mit Klamotten, zwecks kurzem Durchheizen. Hach. Trockene 80°C. So lässt sich's leben.

Für ein Studienprojekt fotografierte danach Órin User in bunten Farben und weißen Kleidern. Schaute alles recht sektisch und suspekt aus und ich wurde genötigt, kurz in einem knappen Top bei etwa -10°C mit Blümchen zu posieren. Mein bemüht strahlendes Lächeln kommt auf dem Foto etwas gequält.

Anschließend Forumsmob-Bilder gemacht:

Mob

Forumsmob. Schwerter, Äxte, Äste, Poolnudel und Schneebesen.


Nach dem Soeverein-Memorial-Pie dann ein paar Minuten Twilight geschaut, aber noch vor dem Tod durch Langeweile ins Bett gegangen. Diesmal sogar ohne Mordgelüste, weil ein großer Teil der User ein Stockwerk höher Boxen ansah. Also den Sport, nicht die Lautsprecher.

Am Sonntag dann nach dem üblichen Restebasar und der Verabknuddelung aller User früh aufgebrochen, um den Sonntagsstau zu umfahren.


Bilbo verreckt an der Ausfahrt vom Hof und springt auch nicht mehr an. Tot. Frak.
Schutzbrief-Anruf, danach die Decke am Straßenrand ausgebreitet und gelesen. Fünf hilfsbereit anhaltende Userautos weitergewunken.

Kurz darauf kam auch schon ein netter Autowerkstattbesitzer angefahren und lud Bilbo auf die Ladefläche und mich auf den Beifahrersitz seines Abschleppwagens. Eine angenehme Fahrt durch die idyllische fränkische Landschaft, an blühenden Mohnfeldern und prallgrünen Bäumen vorbei wird begleitet von Gesprächen über Obama, neumodische Schnickschnack-Autos und den Status Bayerns als Freistaat. Werkstattbesitzer erzählt auch von seinem 25-jährigen Betriebsjubiläum und dass seine 8 Mitarbeiter bei der Geldverteilung ganz selbstverständlich immer vorgehen, ehe er sich selbst irgendwas aus dem Topf nimmt. Hach.

In der Werkstatt bekomme ich einen Kakao und Bilbo einen Check und anschließend eine neue Batterie, da die alte wohl einfach spontan den Geist aufgegeben hatte. Werkstattbesitzer zeigte sich überrascht genug, dass das billige Ding sieben Jahre überlebt hatte.
Eine anderthalbe Stunde nach meinem Telefonanruf fahre ich auch schon wieder auf der Autobahn herum, stehe dann zwar noch mal eine anderthalbe Stunde im Stau, komme aber immerhin abends tot aber glücklich zuhause an.

PC fährt noch langsamer hoch als sonst. Hng.

18.06.2009 um 09:36 Uhr

Menschelnde PCs

Die Beschwerden bezüglich meines rasch abnehmenden Platzes auf der Partition C: fußten natürlich wieder mal auf zu wenig Unternehmungsgeist meinerseits. Drei schnelle Klicks und man macht aus knapp 500 MB knapp 4 GB. Und kriegt eine Fehlermeldung, dass da Dateien durch unbekannte Versionen ersetzt worden seien und man doch bitte die WinXP-CD2 einlegen soll. Diese CD hat man nicht, wenn WinXP vorinstalliert auf dem Klapprechner drauf ist, ich hab also die Warnung bezüglich möglicher Systeminstabilitäten (Tatsächlich lief mein Windows die letzten Jahre wirklich stabil, sieht man von den Bluescreens ab, die ich ganz zu Beginn direkt nach dem Hochfahren kriegte, weil Dell sich dachte, zwei Firewalls wären besser als eine. Dem ist, nur fürs Protokoll, übrigens nicht so.) mal weggeklickt.

Auf der Basis des neu geschaffenen Platzes (Gibt es so eine Option eigentlich auch für meine Wohnung? Temporären Müll wegbringen und die restlichen Sachen komprimieren? Das immer von Hand zu machen ist so... ineffizient.) kann man dann auch endlich das längst überfällige Defragmentieren durchziehen. Könnte dann bei Gelegenheit auch mal die Oblivion-Saves wieder einlagern.

Mein zweites PC-Problem, oder im Moment ist es nur die Sorge, dass daraus noch ein Problem werden könnte, ist damit aber leider nicht beseitigt: Brian fährt immer noch viel zu langsam hoch. Obwohl man zwischendurch den Eindruck hat, er tut gar nichts.

Dell-Startbildschirm, Windows-Ladedings, Pause. Vielleicht holt er sich in der Zeit ja auch erst mal einen Kaffee. Würde ihn irgendwie menschlicher machen. Also noch menschlicher. Dann kommt er zurück und arbeitet sich zum Desktophintergrund vor. Aber ehe jetzt dieser ganze Programmicon-Startzeilen-Krams kommt, fällt ihm wohl ein, dass er die Milch vergessen hat, oder die Kekse.
Wenn er die dann endlich geholt, seinen Stuhl richtig eingestellt und die Büropflanzen gegossen hat, arbeitet er dann auch schon weiter und malt die restlichen Sachen, die halt so auf einen Desktop gehören, dazu.
Erinnert mich irgendwie an meine eigene Arbeitsweise.
Ich könnte auch damit leben, wenn ich wüsste, dass es nicht schlimmer wird. Aber mein erster Laptop ist an BIOS-Versagen gestorben und ich bin da jetzt etwas sensibilisiert.

Jetzt versucht mir mein dauerdaddelnder Kollege doch einen neuen PC einzureden. Einen Desktoprechner, wegen der Leistungsfähigkeit. Für den ich doch überhaupt keinen Platz habe, weil auf dem Schreibtisch neben den abzuarbeitender-Papierkram-Schälchen, dem wegen des Laptops meist arbeitslosen CD-Players und allerhand Müll immer noch der Drucker steht, der irgendwann vor drei Jahren mal wegen übermäßiger Nichtbenutzung eingetrocknet ist. Außerdem mag ich die 2-Meter-Mobilität meines Laptops. Pendeln zwischen Schaffell vor Fernseher und Schreibtisch ist einfach toll.
Nebenbei fällt mir ein, dass ich zu meinen Eltern, die nicht müde werden, mir ein neues Auto einreden zu wollen, mal gesagt habe, dass ich mir erst einen neuen PC und dann ein neues Auto kaufen wollte. Ich glaub, das war vor zwei oder drei Rechnern.

Naja, vielleicht irgendwann, wenn ich aus der Südfensterfront-Dachwohnung ausziehe. Dann so ein Monsterteil mit ganz viel Wärmeentwicklung. "Hu, is' kalt hier, ich spiel mal ne Runde Elder Scrolls 7."

Warum ich das alles erzähle? Vermutlich wegen des Schwarztee-Koffeinschubs, der nötig war, weil ich gestern Abend/heute Nacht unbedingt noch die haarige Norfolk-Kampagne von Siedler 5 beendenn musste, ehe ich auf dem heute Nachmittag anzutretenden Bauernhof-Ferienhaus-Forumsuser-lowtech-Wochenende gar keine Ruhe hab. So.

16.06.2009 um 08:44 Uhr

And the drama goes on

Wieder mal Musical-Probe.
R., die ja schon fast rausgeworfen worden war, weil sie so unzuverlässig ist, hat gestern ihr Ultimatum ernst genommen und ist tatsächlich zur Probe erschienen. Hurra. Mal sehen, wie lange.

Neben den Erwachsenen haben wir ja noch eine kleine Gruppe, bei der in der Erstbesetzung Jugendliche und in der  Zweibesetzung Kinder tanzen, teils allein, teils mit den Erwachsenen. Von den Jugendlichen hat gestern eine verkündet, dass sie spontan irgendwie auch beschlossen hat, dass sie -

Uh, mein Kollege hat mir gerade Gothic I geliehen, whee!

Wo war ich?

Ahja. Dass sie bei uns aufhören will. Hurra. Eine unserer besten Tänzerinnen. Zur Premiere will sie zwar noch mittanzen, aber das verschiebt das Problem ja nur.
Uuund in der Kindergruppe haben wir ein zierliches zerbrechliches Mädchen dabei, das irgendwie Probleme mit seinen/ihren Knochen hat. Das hat sich gestern das Knie verdreht. Miieh. Traurig

 

Aber davon abgesehen war das Training gestern großartig und produktiv und wir haben schon mal angefangen, für die Deutsche Meisterschaft im November zu trainieren.

Hm, Gothic I, Siedler 5 und ein super zu lesendes neues Fantasy-Buch (Endlich!). Sollte zwei Wochen Urlaub nehmen.

15.06.2009 um 08:56 Uhr

Endlich Montag

Endlich ist wieder Montag. Das Wochenende fing auch schon an, anstrengend zu werden.

Gestern ging's immerhin erst um elf mit der Auftrittsprobe los, weil sich die Musical-Leute geschlossen geweigert hatten, direkt 13 Stunden nach dem letzten Training wieder aufzutauchen. Die Bude war zu dem Zeitpunkt voll, weil alle Auftretenden da waren, inklusive Kindern und Eltern (je nach Alter). Und während wir Tanzgeschädigten in der Ecke standen und halbherzig und jammernd (müde, Fußweh, tot, Kopfschmerzen) die Füße ein bisschen bewegten, hüpfte Lehrerin H. mit dem Rest der Tanzenden wie ein rosa Duracell-Häschen strahlend rundenweise durch den Saal.
Kopfschüttel.

Nach der Probe blieb noch eben Zeit, sich an der Imbissbude nebenan eine Pommes zu holen. Während die Frau hinterm Tresen das Geld hinlegen will, will ich die Hand hinhalten, um es entgegen zu nehmen. Wie so oft fällt das Geldstück runter. Was mir dabei aber noch nie passiert ist, ist dass die Münze in den danebenstehenden Gulasch plumpst, der somit weggeworfen werden muss.
Äh. Ups. Tschuldigungichmussgradganzdringendweg.

Der Auftritt war einer von den Schlimmeren. Auf solchen Stadtfesten sind Auftritte immer etwas problematischer, weil oft die Bühne ebenerdig und ohnehin zu klein ist, weil die Geräuschkulisse generell nicht optimal ist, und weil es oft genug genau so schwül ist wie es gestern war. Immerhin hat es zwischendurch geregnet, wenn auch nur kurz genug, dass ich nicht genau sagen konnte, ob das, was mir da vom Gesicht läuft, Regen oder Schweiß ist.

Was uns allerdings noch nicht passiert ist, ist dass die Musik mehrmals plötzlich wegfällt, weil der Verstärker hops gegangen ist. Die Erwachsenengruppe hat an der Stelle einfach zum Rhythmus des klatschenden Publikums weitergetanzt, und die Jugendlichen, die noch auf ihren Einsatz gewartet hatten, haben einfach a capella ein bisschen was von ihrem Können (Feis-Kategorie Open) vorgeführt. Großartig!

Am witzigsten sind eigentlich die Szenen, in denen sich plötzlich zwei Tänzer anschauen, die sich nicht anschauen sollten. Die donnernde Erkenntnis in den Augen des Gegenübers zu lesen, der da allein in die falsche Richtung drehte, während der ganze Rest geschlossen richtig tanzte. Sehr schön auf einem Bild festgehalten, über das ich mich gerade gut wegschmeiße.

Mich hat der Tag zwei Strumpfhosen gekostet. Die erste hat wahrscheinlich die Schnalle eines Schuhs bei einem Cut geext, und kurz nachdem ich meine Ersatzstrumpfhose angezogen hatte, hab ich Blähhuhn mich doch gegen den Klettverschluss einer Tasche gelehnt. 40 Den sind auch vom Teufel, die halten nix aus.

Wie war dein Wochenende?
- Tanzen, schlafen, tanzen, schlafen, Montag.

13.06.2009 um 21:42 Uhr

Äächz.

Zehn Stunden, Verzeihung: neun einhalb Stunden Intensivtraining liegen hinter mir und ich lebe noch, haHA! Meine Füße tun ein bisschen weh, die Knie beschweren sich und ich bin ziemlich k.o., aber sonst geht's mir eigentlich gut. Ging auch sehr schnell um, die Zeit. Man verliert ja auch irgendwie das Zeitgefühl. Irgendwann kam B. für das Training zum Inder-Iren-Duell (Bollywood versus Irish Dance) und ich fragte nur: "Oh, ist schon Abend?"

Daher war es schade um das schöne Wetter, das heute seit langem (Arschabfrier!) mal wieder war, irgendwie verschwendet.
Ey, mein Herzblut hängt ja eigentlich nicht an dem Musical. Aber jetzt, wo ich so viel Arbeit und Schweiß reinstecke, hat das gefälligst unheimlich toll und beliebt zu werden.

Und nachdem ich schon für N. eingesprungen bin, die ja irgendwie beschlossen hat, spontan keine Böcke mehr zu haben (Teenager.), haben mir R. mehr oder weniger rausgeworfen, weil sie ständig unentschuldigt bei den Proben fehlt (Teenager.). Dafür ist spontan eine andere Tänzerin eingesprungen, die jetzt natürlich so ziemlich alles noch mal lernen muss. Das mit der Premiere wird knapp, aber aaaach, das schaffen wir schon. Irgendwie. Muss ja.

Nebenbei hab ich auch schon überlegt, ob die ganze Sache nicht so eine Art Karma-Rache dafür war, dass ich letztes Jahr meinte, ich fände die Musik der Band doof. In diesem Zusammenhang sind weitere Schmähkommentare in Richtung Schlager und volksdümmlicher Musik zukünftig strengstens zu unterlassen! Beschäftigt

So, jetzt ein bisschen siedeln, dann früh ins Bett und morgen immerhin erst um elf wieder auf der Matte stehen.

 

Btw.: Blogigo tut bei mir grad seltsame Dinge. Ich schreibe einen Beitrag, der erscheint aber nicht auf der /centaurea-Seite. Er erscheint in meinen "früheren Einträgen", in der Monatsübersicht und nach einer Weile auch in der Blogigo-Statistik, aber ehe er auch auf der /centaurea-Seite erscheint, muss ich ihn noch mehrmals abschicken. Dann erscheint er natürlich auch mehrmals. Straaange.

 

P.S.: Bekam gerade eine Rundmail von einem Mittänzer, in der er sich für unseren Einsatz und den Tag allgemein bedankt. Aaw. strahl

12.06.2009 um 16:37 Uhr

Die lieben Kleinen

Gerade unwillkürlich eine Unterhaltung zwischen zwei entzückenden kleinen blonden Mägdeleyn, schätzungsweise irgendwas um die zehn Jahre alt, belauscht:

"...und dann hab ich ihn ausgeraubt.  [..] Und dann hab ich ein Schaf geschlachtet."

 

Ach, ist das nicht allerliebst? :liebe:

12.06.2009 um 11:01 Uhr

Aktion Kohlehydr... oh, ein Salatblatt, shiny!

Aktion Kohlehydrate wird nicht so ganz konsequent durchgezogen wie sie wohl sollte. Genauer gesagt eher so gar nicht. Zumal ich gestern nach dem abendlichen Salat, da Volleyball wegen Feiertag ausfiel, doch wieder Tanzen gegangen bin. Was übrigens recht frustrierend war, weil ich da eine Weile allein Hard Shoe geübt habe und wieder einmal festgestellt habe, dass ich Hard Shoe schlicht nicht kann. Ganz schlimm.

Jedenfalls hat H. die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und uns nach dem regulären Training ein paar Schritte für, ratet, das Musical beigebracht. Beizubringen versucht. Mit mäßigem Erfolg. Diesmal war es storybedingt der Indische Tanz, den wir hätten tanzen sollen. Aber die Sache mit dem Bewegen von Armen und Beinen, noch dazu korrekt und schnell, das war irgendwie... zu hoch. Wir haben trotzdem schon kurz nach Mitternacht Schluss gemacht. Fröhlich

Sonst war gestern eher ein fauler Tag. Hatte mir aus der Bibliothek Myst IV ausgeliehen, das lief aber wegen katastrophalen Kratzern auf der DVD nicht. Also Siedler 5 installiert und kurz gespielt. Nur ganz kurz. So fünf Stunden etwa. Übel.

Heute schon zwischendurch überlegt, dass man so einen freien Freitag Abend ja eigentlich für Tanztraining nutzen könnte. Total krank. Sollte lieber heute Abend eine Packung Spaghetti essen und früh ins Bett gehen.

Note to self: Überlegen, ob nicht eine Kindersicherungs-Zeitschaltuhr für den PC sinnvoll wäre.

10.06.2009 um 08:47 Uhr

Aktion Kohlehydrate

Wir haben den Trainingsplan für Samstag reinbekommen. Wir haben ihn gelesen. Wir haben die Augen zusammengekniffen und ihn noch mal gelesen. Das Datum kontrolliert, die Adressaten kontrolliert, die Augen noch mal zusammengekniffen und noch mal gelesen. Gerechnet.
Und dann haben wir eine Weile hysterisch gekichert.

Training Samstag für das Musical: 10:00 bis 20:00. Mit einer halben Stunde Pause. Wahnsinn.
Am Sonntag Training für Auftritte ab 9:30 bis Mittag, dann Auftritte um 15:00 und um 17:00.

:pyr:

 

Mein normales Wochenend-Frühstück, wenn ich es nicht ganz ausfallen lasse, besteht meist aus einem Schokoriegel oder einer Nektarine und drei Schoko-Bons. Ich glaube, damit allein würde ich wohl nicht bis zur Mittagspause um zwei durchhalten. Immerhin bestellen wir dann Pizza. Aber davor? Sollte ich vielleicht vor acht aufstehen und einfach mal einen Teller Pasta reinstopfen? Ich glaube nicht. Aber wie soll ich sonst nicht nur die ganze Zeit durchtanzen, sondern, was viel wichtiger ist, auch irgendwie im Kopf behalten, was ich da tanze?

Ich muss irgendwie meine Glykogen-Speicher auffüllen. Bis Freitag Abend. Hab ich gestern jedenfalls beschlossen. Und abends einen Salat gegessen. Und danach keinen Appetit mehr gehabt. Rats. Immerhin später noch einen Schokoriegel.


Dann hab ich Tami und Tamischwester mein Leid geklagt:

Centi: Hng, muss Training, muss Kohlehydrate. *jammer*
Tami: Ich hab da noch ein paar Küchlein übrig! *zingg*
Tamischwester: Ich hab Duplo bekommen, dass ich nicht essen mag. *zinggg*

Höm.

Feed da Centi!

08.06.2009 um 14:55 Uhr

Was ich außerdem noch loswerden wollte

Ich hab ja gerade eine Tasse irischen Schwarztees intus, der etwa genau so stark war wie der Kaffee, den meine Oma immer gemacht hat, und der regelmäßig die Kaffeetassen zerbrochen hat, wenn man ihn zu schnell eingeschenkt hat, jedenfalls bevor meine Eltern ihr so eine neumodische Tassimo-Maschine geschenkt haben, wahrscheinlich einfach um nicht einen vorzeitigen Koffeintod zu erleiden, die auch Latte Macchiato machen kann, den sie übrigens immer Lago Magiato nennt, weil sie das Wort in Ansätzen ja schon kennt und mit ihren 85 Jahren wohl einfach nicht gewillt ist, neue Worte zu lernen, was ich ja auch irgendwie in Ansätzen verstehen kann. Wo war ich? Ja, hab ich jedenfalls gerade getrunken. Meine Kollegin merkt das immer schnell daran, dass ich plötzlich das dringende Bedürfnis habe, ganz viel und vor allem viel Uninteressantes zu erzählen, wobei allerdings meine Sprechgeschwindigkeit etwa doppelt so hoch wird wie normalerweise.
Um ihr also die Gelegenheit zu geben, in Ruhe weiter zu... surfen, schnell ein paar Gedankenfetzen:

- Der wirkliche Höhepunkt des Auftritts am Samstag war übrigens mein Heulkrampf, den ich gekriegt habe, nachdem der schätzungsweise 250 Jahre alte Redner nach einer Lobeshymne auf unsere Tänze trauernd verkündet hat, dass sich junge Menschen für solche Tänze heute ja nicht mehr begeistern lassen. Was mich wieder an das "Sie sind halt keine achzehn mehr" von meinem Optiker erinnert hat. Es kommt alles wieder hoch. Heulkrampf

- Die zdf-Mediathek ist eine tolle Einrichtung für jemanden wie mich, der mit Tages- und Uhrzeiten eher flexibel umgeht und daher auch dann jede Tagesschau verpassen würde, wenn er sie es denn gewillt wäre, sie in voller Länge anzusehen, aber dafür gibt es ja auch die Selektivlese per tagesschau.de. Jedenfalls hab ich dort am Wochenende ein paar Beiträge zum Obama-Besuch in Dresden angeschaut. Obama und Merkel haben da ja Reden gehalten und was soll ich sagen: Der Obama, der hat das ja schon doll drauf, und der hat auch Charisma und so. Und die Merkel sollte nicht nach dem Reden halten, das geht wirklich gar nicht. Ich find sie ja sympathisch, wahrscheinlich gerade deswegen weil sie nicht so gut reden kann. Das wirkt so authentisch. Obwohl sie krass in der falschen Partei ist. Wie die Ursula. Das fiel jedenfalls ganz furchtbar auf. Und irgendwie doch nett. Ja.

- Gestern Abend Anne Will gesehen. Der Steinmeier. Der will ja Kanzler werden. Rette sich wer kann. Ich hab ja nach wie vor noch viel zu wenig Ahnung von Politik, das ist schon schlimm, aber hält mich natürlich nicht davon ab, eine Meinung zu haben. Der wirkt jedenfalls irgendwie wie ein lackaffiger Heißluftballon, der von dem, was er sagt oder irgendwann mal gesagt hat, genau so wenig Ahnung hat wie ich, nur dass er darüber trotzdem zwei Stunden Sprechblasen von sich geben kann. Schlimm das.


Woohoo, Koffein! Woohoo

08.06.2009 um 08:52 Uhr

Die Queste

"Ich weiß nicht, was ich als nächstes spielen soll - Das Drama" geht in die nächste Runde. Metal Gear Solid 2 hab ich mich am Wochenende doch nicht mal getraut, überhaupt ins Laufwerk einzulegen. Ich erinnere mich, welches Herzklopfen ich bei Thief I hatte, da konnte ich mich zur Stealth-Action-Kombi doch eher nicht durchringen. Irgendwann schaff ich's bestimmt.

Daraufhin habe ich einfach mal meine Spielesammlung durchgeblättert. Und "Herr der Ringe - Die Gefährten" gefunden. WTF. Was man nicht so alles. Aber wir sind ja offen, und so hab ich es eben mal angespielt. Ich weiß nicht, wie man das Genre bezeichnet. Rollenspiel-3D-Jump'n'Run? Schlecht jedenfalls. Grafikfehler und eine eher gewöhnungsbedürftige Bedienung. Immerhin war das Auenland nett und die Musikuntermalung nervte erst nach zwanzig Minuten. Ich hab's trotzdem nach einer halben Stunde wieder von der Platte geworfen und den Stapel weiter untersucht.

Anno1602. War seinerzeit ein unheimlich geniales Spiel. Die Bürger haben irgendwann genervt, weil diese Junkies immer mehr Alk und Karzinogene haben wollten, man rannte nur von einem zu stopfenden Loch zum anderen und irgendwann hat mich ein Bug daran gehindert, weiterspielen zu können. Aber die Atmosphäre war stimmig. Also hab ich das Spiel nach dem Runterladen des WinXP-Installers sogar installiert bekommen, alleine ein Spiel zu starten war unmöglich, weil das Spiel anscheinend der natürlich völlig aus der Luft gegriffenen Ansicht war, ich hätte etwas anderes als die Original-CD eingelegt. Ts. Infam.

Bin dann letztendlich bei Age of Empires gelandet, dem ersten Teil. Und bin nur begeistert, wie flüssig es läuft, wie vollkommen ausreichend die Grafik damals war und wieviel Wumms so eine Trireme hat. Harrr, Kriegsschiffe. Und überhaupt, ein Spiel, das auf das Nötigste reduziert ist und trotzdem für viele viele Stunden fesselt. Sowas mag ich, besonders in für Laptopbesitzer frustrierenden Zeiten von hardwarefressenden Heißluftballonspielen.

Würde trotzdem gern mal in Drakensang reinschnüffeln. Und nachdem die Demo nicht funzt, könnte man ja, Danaths Tipp folgend, die hiesige Bibliothek mal durchstöbern. Im Opac erscheint es leider nicht, also hab ich mir mal die Neuerwerbungen im PC-Spiele-Bereich angeschaut.
Ähem.

Bibi Blocksberg - Wo ist Kartoffelbrei?
Piraten - Das große PC-Abenteuer
Der Traum vom eigenen Pferd - Komm mit in den Stall 2

Okay, und jetzt noch mal ernsthaft?
Das ist das, was die Bibliothek sich in den letzten drei Monaten neu zugelegt hat?
Uff.

07.06.2009 um 16:23 Uhr

Ritter von Pannesamt zu Polyacryll

Wie erwähnt hatten gestern die strahlenden Ritter von Pannesamt einen Auftritt. Ein ortsansässiger Heimatverein (geschätzes Durchschnittsalter 80) feierte seinen pftzigsten Geburtstag und wir sechs Tanzenden hatten eine halbe Stunde mit allerlei barocken Tänzen zu füllen.
Ein bisschen mehr Übung vorher wäre besser gewesen, denn im Großen und Ganzen klappte es zwar gut, aber der ein oder andere Schnitzer - die übrigens hauptsächlich an den einfachsten Stellen passiert sind, die sonst immer klappen, während die komplizierteren reibungslos verliefen - hätte nicht sein müssen.

Dem Publikum, und das ist ja die Hauptsache, hat es aber nach reichlichem eigenen und entzückend herzlichem Bekunden aber sehr gut gefallen. Die Damen und Herren waren wirklich sehr dankbar und begeistert. Hach, schön.
Und nachdem ich während des Tanzens auf dem fürchterlich glatten Boden der Meinung war, ich hätte keine Gelenke mehr in den Beinen, so steif hab ich mich gefühlt, meinte eine ehemalige Jazztänzerin (cool), dass ich tatsächlich recht elegant gewirkt hätte. Höm.aaw

Jasowardasgestern.

Ritterin von Pannesamt zu Polyacryll

 

Ritterin Schlafanzug von Pannesamt

 

04.06.2009 um 09:20 Uhr

Sprechen, lachen, fröhlich sein - vor 9:00 verboten.

Ah, ich liebe meine Kolleginnen und Kollegen dafür, dass das fast alles Morgenmuffel sind. Wenn man sich das erste Mal am Tag sieht, gibt man ein um Freundlichkeit bemühtes und dennoch deutlich vernehmbar gleichgültiges "Morgn" von sich und schlurft weiter seiner Wege. Dann isst man was, trinkt den ersten Kaffee/Tee/Cappuccino, tippt die ersten Sätze in den PC, und frühestens 1 bis 2 Stunden später beginnt man dann mit echter Kommunikation. Großartig!

Das ist heute wieder einmal bitter nötig. Obwohl die Session im Pub gestern gar nicht so lange ging. Es war auch gar nicht so viel los wie sonst. Sommerlochbedingt zählte ich 11, später 13 Musiker und kaum mehr Leute im Publikum. Und vielleicht war das meine übermüdete Wahrnehmung, aber in meinen Ohren klangen sie trotz aller Dynamik auch müde. Und es war auch schon vor Mitternacht Schluss.

Inzwischen kenne ich auch mein Outfitt für den Ritter-von-Pannesamt-Auftritt am Wochenende: Die Entscheidung fiel gegen Pannesamt und Saunazelt für den Schlafanzug mit Bademantel. Oder so.

03.06.2009 um 08:33 Uhr

Danced some hearty jigs

Unglaublich aber wahr: Am Montag erst war ich das erste Mal in diesem Jahr auf einem Mittelaltermarkt. Das war mir nicht bewusst gewesen. Bis meine Tanzlehrerin, nennen wir sie H., beim Sondertraining fragte, ob ich nachmittags noch was vorhätte, es wäre ja wieder Spectaculum auf Satzvey. Also spontan zugesagt, nach dem Tanzen nach hause gefahren und dann entspannte 20 Minuten Zeit gehabt zu duschen, mich umzuziehen, alle Sachen zusammenzusammeln, umzupacken und wieder loszuhechten.
Herrlich war's, das Wetter war absolut perfekt für einen Markt. Sonnig und warm und mit frischer Luft. Und dank H.s Beziehungen sind wir nicht nur kostenlos reingekommen, sondern haben auch am Aufmarsch beim Turnier teilgenommen, so dass wir uns selbiges noch anschauen konnten. 18 Euro gespart, check. Turnier war wieder großartig, neu mit anderer Story als die vergangenen Jahre, aber wen interessierte eigentlich die Story.
Uuh, auf den Auftritt auf Satzvey in zwei Monaten freu ich mich schon wieder, der war letztes Jahr auch so toll. Beste Kulisse ever.

Was das Musical angeht, bin ich ja bald noch skeptischer als ich es eh schon immer war. Die Premiere ist Ende August und ich habe das Gefühl, nnniichts zu können. Und ganz unrealistisch ist das sicher nicht.
Das Beste ist aber, dass wohl eine Tänzerin der Erstbesetzung spontan beschlossen hat, jetzt woanders zu tanzen und sich mehr auf Wettkämpfe zu beschränken und daher ochja einfach nicht mehr mittanzt. Ratet, wer sie ersetzen wird.
Man reiche mir ein Beil. Wütend

Am Samstag gibt es wieder einen Auftritt mit den Rittern von Pannesamt. Die Generalprobe verlief schon mal angemessen chaotisch und verpeilt, da kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Uha.  

Zitat des Tages:

"Dass die Unterzeichner der Petition gegen das Filtergesetz es wagen, Vernunft und Bürgerrechte sogar unter dem Risiko, als Päderastenfreunde gebrandmarkt zu werden, zu verteidigen, ist eine Entwicklung, die es eigentlich zu feiern gälte. Hier setzen sich Menschen für sinnvolle Gesetze und demokratische Grundprinzipien ein, teils schamloser öffentlicher Diffamierung zum Trotz. Das passt besser zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes als jede Sonntagsrede." (SPON)

Och, schön gesagt.

Sonstso: Warum behauptet 7zip bei mir eigentlich, die Drakensang-Demo hätte einen Fehler?