Aus dem Leben eines Taugegarnichts

18.11.2009 um 17:30 Uhr

Tanzgedöns

Nach meinen neuen Hard Shoes, die personifizierte Liebe sind und mit denen Toe Stands von vornherein klappten und mit denen Front Slices zumindest nicht mehr ganz unmöglich scheinen, sind jetzt auch meine neuen Soft Shoes eingetroffen.
Wie empfohlen hab ich die nicht zu klein bestellt, und trotzdem sind sie schätzungsweise noch zwei Nummern zu eng. Autschiautsch. Das heißt, ich muss sie tragen, tragen, tragen. Dummerdings schaff ich's derzeit kaum länger als eine Stunde, sonst implodieren meine Füße. Hng. Erwäge ernsthaft, sie fürderhin im Büro zu tragen. Unterm Schreibtisch sieht's ja keiner.
Sonst sind sie derzeit tagsüber im Socken umwickelten Schuhspanner. Die DM rückt näher, zehn Tage noch, und da will ich sie eigentlich schon tragen.

Mangels Konkurrenz scheint mein eines Solotänzlein übrigens gestrichen zu sein. Ich musste mich ja auch ausgerechnet für diesen einen Tanz melden. Mit Kollegin zusammen überlegt, ob sie sich nicht noch eben anmelden und mir so zum Meistertitel dieser Kategorie verhelfen könnte, aber für Primary müsste sie sich halt doch erst qualifizieren. Mist.
Immerhin bleibt festzustellen, dass ich in dieser einen Kategorie (Primary Single Jig U25) deutschlandweit konkurrenzlos bin*. Quasi Deutsche Meisterin der Herzen. Hehe.

Dann tatsächlich überlegt, doch weiter auf Feisanna zu gehen, aus purer Eitelkeit. Möchte doch wenigstens in den verbliebenen fünf Kategorien noch Primary werden. Und irgendwann um intermediate kämpfen. Jedenfalls bis zur letzten Trainingseinheit, die jetzt kurz vor der Meisterschaft immer unentspannter verlaufen und auf der jeder von uns sein Fett weggekriegt hat. "M., die Drehung muss zackiger kommen. Da links, mehr auf die Reihe achten. C., ich will da einen richtigen Cut sehen! S., die Füße mehr ausdrehen! Noch mal von vorn, und diesmal höher springen. Nicht auf den Boden schauen. Oberkörper gerade!" Und so.
Etwas demoralisiert die Feis-Sache noch mal überdacht.


* Ist so natürlich Unsinn. Aber lasst mich doch.