Aus dem Leben eines Taugegarnichts

29.03.2010 um 18:54 Uhr

Umzugsnachwehen

Grässlich. Je länger ich es hinausschiebe, desto mehr muss ich schreiben. Zur Selbstmotivation also erneut kurzgefasst:

Alte Wohnung:

Ich war noch einmal dort, um die verbliebenen Stellen zu streichen. Vier Stunden lang.

...

Ja, frag ich mich auch.

Eine Woche später noch mal hin, zum Putzen. Fünf Stunden lang. Davon gingen allein zwei für die Fensterrahmen drauf, die komplett grau waren. Seife und Schwamm hatten bisher nie was bewirkt, daher hab ich mal ein uraltes Mini-Fläschchen Scheuermilch ausgegraben. Und siehe da - strahlendes Weiß war die Folge. Hätte mir auch mal eher einfallen können.

Inzwischen weiß ich übrigens auch, dass der generelle Grau-/Schwarz-Schleier, der dort alles überzogen hat, nicht auf meinen Mangel an Böcke auf Putzen zurückzuführen ist - obwohl der freilich vorhanden ist, also der Mangel - sondern auf ein Phänomen namens Schwarzstaub.
Was man dagegen tun kann: Ausziehen. Check.

(Muss aber noch mal hin. Ist noch lange nicht fertiggeputzt. Gnarf. Mir graut vorm Keller.)

Neue Wohnung:

Ich besitze jetzt auch einen Couchtisch. Ich hab dafür drei Mal so viel ausgegeben, wie ich wollte, dafür sieht er aber wenigstens auch nicht aus wie eine mit Holzoptiktapete beklebte Pappschachtel. Und er fährt sich dank Gasfederkern selbst auf eine zum Essen angenehme Höhe. Schick.
Er ist nur etwas größer geraten als geplant. Was dazu führte, dass auch die beiden Pakete, in denen ich ihn holte, recht groß waren.

< Anekdote >


...ich fuhr also mit dem Einkaufswagen mit den beiden Riesenpaketen zu meinem Auto, und ließ mein geschultes Augenmaß kurz scannen:
Breite Auto: 1,62 m
Breite Paket: 1,70 m
Kleines Missverhältnis.
Zweifelte auch, ob ich die Dinger allein ins Auto gehievt kriegen würde, aber es liefen ja notfalls genug Leute rum. Meine Subtilität war ja immer noch auf Urlaub.
Ich machte mich also daran, die Rücksitze umzuklappen, als sich ein älterer Mitbürger neben meinem Kofferraum materialisierte.

"*zing* Brauchen Sie Hilfe?"
"Jopp!"

Gemeinsam hieven wir die Pakete in den Kofferraum, er erzählt mir noch eben von seinen sieben Kindern, denen er ja auch schon beim Umzug geholfen hat und entschwindet wieder.

< / Anekdote >

Musical:

Saison ist wieder eröffnet. Begann ganz stilecht damit, dass die Trainerin der Meinung war, vier Trainingsstunden würde doch locker reichen, um alle Tänze zu wiederholen, noch mal auf Perfektion zu trimmen und zwei Tänze noch mal komplett umzustellen, weil dann zwei Kinder mehr mittanzen könnten. Demnach mussten auch zwei Erwachsene mehr auf die Bühne, die dafür viel zu schmal war, weswegen die Raumwege und Figuren scheiße aussahen.
Aber dafür konnten zwei Kinder mehr mittanzen. Die das so wollten.
Auch wenn die selbst was anderes behaupteten. Fröhlich

Wir haben unsere Erwartungen weit genug runtergeschraubt, um die miese Vorstellung, die wir geliefert haben, unter "noch mal gutgegangen" abzuheften. Yay.
Ich persönlich, wieder alle Tänze an der Backe habend, fand's auch eher stressig als schön. Weil ich wieder nur mit Umziehen beschäftigt war und so alles eher abgeleistet als genossen habe. Abgesehen von unserem kurzen Statisten-Impro-Theater, bei dem wir uns glaub ich mehr amüsiert haben als das Publikum in den ganzen drei Stunden. Das war großartig. Es war nebenbei bemerkt auch nicht hilfreich, dass die Bäänd beschlossen hatte, die letzte Pause zu kürzen, um "das alles etwas zu straffen", weil das dazu führte, dass es zum zweiten Mal klingelte, als ich noch nicht mal die Perrücke aufhatte. Bestendankauch. Traurig

Ja, so war das. Nächstes Mal wird's besser, bestimmt.


Sonstso:

Die Bäume bekommen endlich einen grünen Schleier, und die neue Wohnung liegt in einer herrlich idyllischen Spießergegend. Urlaubsstimmung am Nachmittag, quasi. Fröhlich

17.03.2010 um 10:18 Uhr

Hop vor, hop vor, hop vor und bohr

Hatte bisher keine Zeit und Energie mehr gehabt, um abends noch zu bloggen, daher erst jetzt:

Freitag
Erst schnell noch den Papier-Weiden-Lookalike-Deko-Vorhang an die Wand genagelt (sylisch.), dann Tami als ersten Besuch in der neuen Wohnung willkommen geheißen. Habe eine Springform bekommen und wir haben sie direkt eingeweiht und Schokokuchen nach neuseeländischem Rezept gebacken. Mit rosa glitzerndem Zuckerguss, klar. Fröhlich

Samstag
Renovierungsgedöns gekauft, Backzutaten gekauft, alte Wohnung geputzt, gesaugt, geputzt, abgeklebt. Kleiner Tipp am Rande: Wenn ein Kühlschrank nicht kühlt, lieber zwei Mal kontrollieren, dass er auch wirklich offen steht, wenn ihr das Haus für zwei Wochen verlasst. Und nicht drauf verlassen.
Pfuibah. :sagrotan:

Abends dann simultan Muffins gebacken und nach einem Jahr, oivey, endlich mal wieder ein Backup vom Rechner gemacht.
Mexikanische Muffins. Was eine großartige Idee war, und sie sind weder zusammengefallen noch angebrannt. Und sie sind nur aus guten Zutaten und ganz ohne Geschmacksverstärker und künstliche Aromen. Und ohne überhaupt Aroma. Und ohne überhaupt Geschmack.
Muss nächstes Mal Rezept für herzhafte Muffins ignorieren und mehr würzen. Aber ey, fürs erste Mal...

Sonntag
Alte Wohnung renoviert.
Und ich dachte noch so: Letztes Mal hatte ich mit #teurerKatzenfarbe schlechte Erfahrungen gemacht, kaufste diesmal billige Farbe.
Tut. Es. Nicht.
Hätte genau so gut mit Milch streichen können. Wär vielleicht sogar besser gekommen. So haben wir 10 Liter auf drei Wände verstrichen, in etwa 2-5 Schichten und es waren noch Flecken zu sehen.
Kurz verzweifelt.
Dann überlegt, dass in der neuen Wohnung noch ein Eimer mit einem Klecks weißer Faust-Farbe drin steht, den mir der neue Vermieter überlassen hatte, nachdem er (sinnloserweise) die Wohnung renoviert hatte. Also Aki, der heldenhaft mit seinem weißen Ross, oder zumindest mit der Alu-Leiter, vorbeigekommen war, um mir beim Streichen zu helfen, geschnappt, in die neue Wohnung gepilgert, den Farbeimer geschnappt und wieder zurückgereist.

Mit diesen verbliebenen Millilitern haben wir drei Wände in einem Zug in reinstem Blütenweiß gestrichen. Faust-Farbe folkt.

Seit diesem Putz- und Streich-Wochenende kann ich meine Hände übrigens auch zum Peelen oder als Sandpapierersatz nutzen. Praktisch!

Montag
Irish Dance.
Wir haben noch zwei Wochen bis zum nächsten Musical-Termin. Letzte Woche haben wir einen Tanz, den wir schon konnten, in der Zeit, die wir nicht hatten, so umgestrickt, dass jetzt sechs statt vier oder fünf Kindern mittanzen können. (Zusammen mit der DM-Variante gibt's jetzt also vier...) Damit die nicht traurig sind. Dafür kann den Tanz jetzt gar keiner mehr und die Raumwege sind nur noch chaotisch. Aber Hauptsache, die Kindeleyn sind nicht enttäuscht. Gah!
Gestern also noch mal drei Tänze wiederholt und immerhin dagegen gewehrt, einen weiteren umzustricken. Halloo?
Völlig überrascht festgestellt, dass wir mehr Training brauchen. Da ja bis vor kurzem noch die Riverdance-Aktion lief, hatten wir ja nur drei Wochen, also drei Stunden. Ebenso überrascht festgestellt, dass inzwischen die meisten ihre Wochenenden anders verplant hatten. Awas.

Dafür immerhin in der letzten Stunde zwei neue Softshoe-Schritte gelernt. Einen Beginners Light Jig Side Step, den ich zum nächsten Feis im Juni anzuwenden gedenke, und einen wunderwunderhübschen Intermediate Slip Jig, den ich wahrscheinlich im Leben nicht vorführen können werde.


Dienstag
Engelschöre und Fanfaren! Ich hab endlich die Ivar-Kommode ins Regal gehängt bekommen!
Da ich für die Schubladen hämmern musste, und die letzten Tage nur abends Zeit hatte, und man da ja nicht mehr hämmern sollte, hat das bis jetzt warten müssen.

Ein Hindernis, gewissermaßen eine Ikea-Fehlplanung musste ich dafür noch überwinden: Die Kommode lag zwar auf Metallplättchen, an denen Metallstifte waren, die in den Löchern im Regal steckten, auf, musste aber an den Plättchen fixiert werden.
Was denkt sich Ikea dafür aus: gefühlt drei Meter lange Schrauben mit gefühlt 0,1-mm-Kreuzschlitzen, die man an schwer zugänglicher Stelle von unten ins Holz drehen sollte.
Jjjjaa.Fröhlich
Außer dass meine Kreuzschlitzbits eh schon ständig den Geist aufgeben, weil die Klingen sich so schnell abnutzen und regelmäßig durchdrehen, worin ich ihnen dann gewöhnlich bald nachfolge. Winzig-Schlitze machen das Problem nicht besser.
Ich hab, nach viel Gefluche, Herunterfallen der Schraube, Suchen der Schraube, Neuansetzen der Schraube, erneutem Herunterfallen der Schraube und noch mehr Gefluche, das verflixte Mistding etwa einen halben Millimeter ins Holz gedreht bekommen, ehe das Bit das erste mal durchdrehte.

Dann hab ich die Schraube entnervt wieder rausgenommen und im Folgenden die Dinger durch Nägel ersetzt, die in drei Sekunden ins Holz gehauen waren.
(Da ich, wie in allem, schon an den nächsten Umzug denke, hab ich die Nägelköpfe dabei weit genug rausschauen lassen, damit ich mich in den folgenden Monaten mehrmals daran verletzen kann, äh, um sie wieder rausziehen zu können.)

Dann vorm Tanzen noch schnell in die alte Wohnung gefahren, gelüftet, den Kühlschrank noch mal kontrolliert und nen Farbcheck gemacht. (Anderthalb Wände to go. Wo kann ich hier eigentlich Faust-Farbe kaufen?)
Werde damit begrüßt, dass die Birne im Flur durchbrennt. Die, wo ich erst drei Schrauben lockern muss, die den Glas-Lampenschirm unter der Decke halten, selbigen dabei die ganze Zeit festhalten, damit der nicht irgendwann runterfällt, wenn die Schrauben weit genug rausgedreht sind. Spaß! Wütend

 

Im Übrigen hab ich den ganzen Monat noch kein einziges Mal gezockt. Aber ich kann damit umgehen. Echt. Fröhlich

11.03.2010 um 21:16 Uhr

Das sind Probleme....

Musik: Bodo Wartke

Ikea
...die ich früher noch nicht hatte.
Da fuhr ich zu Ikea
Für nen Schrank, und nicht ne Latte....

Oder so.
Centi und Ikea, ein Drama in hoffentlich nur drei Akten. Ich komme nämlich gerade zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen vom Schweden wieder.

Los ging's vor ner anderthalben Woche, am Renovierungswochenende. Unter anderem haben wir den Ivar-Bausatz eingesackt. Da soll mal ein begehbarer Kleiderschrank draus werden. Mein Schlafzimmer ist leicht schlauchförmig, da bot es sich an, einfach nen anderthalben Meter per Vorhang abzutrennen und mit Regalen zu bestücken. Ivar war der Plan. Vielseitig, erweiterbar, bezahlbar und unbehandeltes Holz. Ich mag Holz.
Zu den diversen Brettern hatte ich eine sog. Kommode, also drei Schubladen, und ne Kleiderstange für Kleiderbügel geplant.

Die Kleiderstange haben wir direkt mal vergessen.
Beim Zusammenbau der Kommode stieß Mann-von-Beri sofort auf das erste Hinderniss: Eines der Seitenteile war falsch gebohrt. Die Schienen für die Schubladen konnte man so schlicht nicht dran befestigen.
Kommode erst mal auf Eis gelegt.

Gestern also wieder zu Ikea gepilgert:
Nach der Kleiderstange gefragt.

"Die gibt's nicht mehr."
"Wie die gibt's nicht mehr? Ich hab die aber fest in meinem Regal eingeplant, was soll ich'n jetzt machen?!"
"Müssen Sie halt was basteln."


Was basteln?!
Wer bin ich denn?! Tim Taylor?! Ich suche ne Kleiderstange, kein Hobby!! anplaerr
Wroar. hmpf

Ich mir also kurz überlegt, wie ich das tun könnte und hab erst mal eine Stange mitgenommen, die etwas länger ist als die Regalbretter. Dann könnte ich sie auf die Querstreben der Seitenteile legen und müsste sie nur noch grob fixieren. Gut, dafür wäre eine mit der passenden Länge besser gewesen. Und ich hätte ja auch einfach mal mit ein paar verschiedenen Kleiderstangen zum nächsten Ivar-Regal wandern, sie drauflegen und ne Weile sinnieren können. Aber zu diesem Zeitpunkt war ich schon drei Stunden durch das Haus geschlurft und meine geistige Aufnahmefähigkeit rangierte irgendwo knapp über der eines erkälteten Regenwurms.

Denn vorher hatte ich ja schon das Brett umgetauscht. Nachdem ich ein paar Minuten auf der Wartebank vor dem Kundenservice gesessen hatte. Die Zeit hatte die Frau neben mir übrigens ganz produktiv genutzt und fortlaufend vor sich hingemotzt. Wie lange das dauern würde, und was der Mann da die ganze Zeit am Schalter mache, der hätte doch bestimmt gar nicht die Nummer gezogen, die da drüber stand. Um das zu verifizieren, ist sie sogar hingeschritten und hat sich die Nummer bestätigen lassen. Nächste Beschwerde war dann, dass einer der Mitarbeiter nach hinten ging (um etwas zu holen...?), weil das ginge ja nicht, hier warteten ja noch Leute. Etc.
Mir fällt übrigens auch auf Anhieb kein Dialekt ein, der in der Situation noch ignoranter und angepisster geklungen hätte als der Kölner. Hatte was Kabarettistisches, war also ganz unterhaltsam. Mir tat nur der arme Mitarbeiter leid, der die Henne dann abgekriegt hat. Nunja.

Irgendwann war dann auch meine Nummer dran und ich klagte dem mir zugewiesenen Mitarbeiter mein Leid und zeigte Schiene und falsch gebohrtes Brett vor. Das Brett ward durch ein richtig gebohrtes ersetzt und ich bekam einen Gutschein für Essen und Trinken und ein Lachsfilet später war die Welt auch schon halbwegs wieder in Ordnung.

(Okay, danach hab ich noch zwei Möbelhäuser umsonst nach nem passenden Couchtisch abgegrast, aber das steht auf einem anderen frustrierenden Blatt.)


Zuhause wurde also weiter an der Kommode gebastelt, nach einem schlechten Pseudohistorienfilm stand dann auch schon der Korpus und...
...irgendwie waren die Schienen für die Schubladen auf der linken und rechten Seite nicht ganz auf der gleichen Höhe.

Also eigentlich völlig schief.

Der freundliche Ikea-Mitarbeiter hatte mir das falsche Brett gegeben. Statt eines linken und eines rechten Seitenteils besaß ich nun zwei rechte! Und eines davon stand einfach kopf. Hurra!

Kurzerhand am nächsten Morgen das zusammengebaute Teil komplett wieder ins Auto verfrachtet und heute nach der Arbeit wieder zu Ikea. Juchhee!

Die Mitarbeiterin, der ich nun meine Biografie erzählte, hatte immerhin ein wissenschaftliches Interesse an meinem Kasus und fand das ganz kurios, was da passiert war.

Ich war ja auch schon völlig von den Socken vor Erheiterung. Ist auch nicht so, dass ich gern ein paar Umzugskartons in diese Schubladen entleeren wollte oder gar endlich gern ein paar weniger Bretter und ein Stück mehr Möbel in meinem Schlafzimmer haben wollte. Nein, wenn ich mit meinem Leben andere unterhalten kann, dann bin ich vollauf zufrieden! hng

Nach einigen Beratungen mit Kollegen wurde mir das neue Brett, diesmal wirklich ein linkes, übergeben.

Dann wurde laut überlegt:

- Hm, das andere Brett... hm...
- Aah, hakte ich ganz subtil ein, also wenn Sie mir das hier ausbauen würden, wäre ich da alles andere als böse drum, zwinker, zwinker, Ellbogen in die Rippen pieks. Immerhin hätte ich die Schrauben schön fest angezogen und wüsste nicht wirklich, ob ich die wieder rausgedreht kriege, auf und ab hüpf und mit den Armen wedel.


Der Wagen mit dem Kommodenkorpus wurde denn auch nach hinten gebracht, es gab ein vorzügliches Schrauben und kurz darauf kam der Wagen wieder nach vorn.

"Wir haben Ihnen gleich das neue Brett eingebaut."

Hat man meinen subtilen Hinweis zwischen den Zeilen doch irgendwie bemerkt, daguckemal.

Und da das mit der Subtilität gerade so schön lief:

"Ja, dann danke ich recht herzlich! Ach... könnte ich vielleicht noch einen Essensgutschein raushandeln? Ich hab grad echt Hunger und Ihr Kollege gestern..."

Köttbullar ist es geworden. Etwas fleischlastig, aber doch ganz lecker.

10.03.2010 um 22:57 Uhr

Neues aus Bloggershausen

 

Irish Spring

Gestern war der Irish Spring wieder in Bonn, und wir, wieder als Vorgruppe, durften das Konzert denn auch in voller Länge genießen.
Zu der Gelegenheiten war auch der lokale Sender da, der uns zum Glück auch in ner guten Sekunde traf. So ist zum Beispiel nicht zu sehen, dass ich mir vorher volle Kanne mit dem Heel auf den großen Fußzeh getreten hab, weswegen der jetzt blau ist, und wie ich es geschafft hab, mir während des Tanzens auf den offenen Schnürsenkel zu treten, so dass der abgerissen ist und ich einen anderthalben Tanz mit einem Softshoe auf Selbstverwirklichungstripp tanzen musste. Fröhlich

Was ich aber eigentlich:

Zu dieser Veranstaltung kam nämlich auch eine junge Frau, die uns von unserer Trainerin schon angekündigt worden war. Die käme nämlich gerade aus #GroßeStadtweitweg, hätte da vor ein paar Monaten mit dem Steppen angefangen und wäre jetzt umgezogen und suche eine neue Gruppe.

Sooo. Um die immens bedeutende Rolle der folgenden Zeilen zu verstehen, ist es ratsam, diesen Pelegrinas Post gelesen zu haben.

(Wer's gar nicht will: Wir stehen, sag ich mal, in losem Kontakt. Pelegrina bekundete Interesse am Irish Dance, ich empfahl ihr eine Schule in ihrer Nähe, sie war dort und fand es grauenvoll.)

Also weiter.
Ich wurde bei #GroßeStadtweitweg schon hellhörig, weil genau da ja Pelegrina auch herkam. Und die Tänzerin, die da zu uns stieß, ich nenn' sie mal Vera, war noch nicht lange dabei - Pele war auch in ner Anfängergruppe. Ich frug also nach:
Ob sie vor kurzem zufällig mal in einer Stunde mit 3-4 Leuten gewesen wäre. - Ja, meinte sie, wär sie.
Ob da nicht zufällig eine Neue dabei gewesen wäre, die danach nicht mehr gekommen wäre. - Oh ja, antwortete sie, da wär eine gewesen.
Und, Trommelwirbel, ob die nicht eventuell erzählt hätte, dass sie eigentlich Line Dance macht. - Ganz genau, hat sie gesagt, daran erinnerte sie sich noch gut.

Da guck! Fröhlich

Nebenbei: Vera hat ursprünglich, wie ich, was mit Beamtenzeugs gelernt, ist, wie ich, im Erzgebirge geboren und hat auch ihr altes Autokennzeichen von dort behalten, wie ich, und unsere beiden Kreise gibt es jetzt nicht mehr.

Die Welt ist ein Dorf. Ach was, ein Häuschen!

08.03.2010 um 11:06 Uhr

Ich pack ja aus, ich pack ja aus!

Die Woche war flott rum, ich bemüh mich also um Kurzfassung:

Donnerstag:
Arbeit, Kartons auspacken, fünf Minuten auf dem Sofa gegen den Schlaf ankämpfen (Ich war todmüde, aber ich hatte mir vorgenommen, es mir am Abend noch gemütlich zu machen!), Bett.

Freitag:
Arbeit, Kartons auspacken, zehn Minuten auf dem Sofa gegen den Schlaf ankämpfen, Bett.

Samstag:
Arbeit. (Jaha, einmal in zehn Jahren ist da ne Veranstaltung, die natürlich auf die Woche meines Umzugs fällt.)
Kartons ignoriert und zwecks verdummendem Fernsehabend aufs Sofa gepflanzt.
*pffft* Licht aus, Fernseher aus. Stromausfall.
Hnnnngg.
Immerhin war ich nicht die einzige. Im ganzen Viertel brannten keine Lichter mehr, dafür kurbelten alle ihre Jalousien hoch, um zu sehen, dass es allen anderen auch so ging, und wedelten scheinbar sinnlos mit ihren Taschenlampen in der Botanik herum.

Hätte an der Stelle ins Bett gehen können, war aber nicht müde. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Strom wieder anging, ich wieder hätte fernsehen können und mich ein master spell of deathly sleepiness fällte.

Sonntag:
Geschenk eingepackt. Festgestellt, dass eine der beiden Schokotafeln, die ich mangels Zeit und Ideen fix besorgt hatte, abgelaufen war. Hnnnng. Liebevoller eingepackt. Nach FFM gefahren. FFM verflucht. Mich gewundert, wo ich bin. Bilbo geradeaus fahren lassen. Irgendwie angekommen.

In den Parkhauseingang gefahren. 2 Euro je angefangene Stunde. Gezetert, abgebogen, um wieder rauszufahren.
Mann stürmt aus Kabuff am Eingang. Ich bleibe irritiert stehen.

"Hier können Sie aber nicht stehen bleiben!"
(Ich wär auch nicht stehengeblieben, wenn Sie nicht gekommen wären.) "Will ich auch nicht. Ich will hier raus."
"Da müssen Sie da reinfahren! [Zeigt auf die Einfahrt]"
"Ich will aber nicht reinfahren."
"Dann müssen Sie da rausfahren. [Zeigt auf die Ausfahrt, zu der ich unterwegs war.]

"..."

Schönen Tag in FFM gehabt.
Beschämt das "Geschenk" übergeben mit der Auflage, es keinesfalls jetzt zu öffnen. Beschenkter DSA-Meister spendierte seinerseits sämtliches Essen und die Kinokarten der erfrischend verfreakten Runde. (Diskussionsschwerpunkte u.a.: "Weshalb der Ring bei Boromir, dem Redshirt, als rechtschaffen gutem [disagree] Charakter leichteres Spiel hatte", "Die amoralischen Botschaften der Bibel" und "Warum es in Deutschland keine angemessenen Forschungen zu Germanen und Kelten gibt.") Muss mich irgendwie revanchieren.

Kino: Percy Jackson.
Jungejunge, ist der schlecht. Selbst wenn man darauf eingestellt ist, wie schlecht er ist, kann er einen immer noch überraschen. Die Dialoge sind komplett überflüssig, abgesehen von kurzen Nachhilfewortgruppen in griechischer Mythologie. Die Hölle liegt übrigens in Hollywood und der Olymp sitzt über dem Empire State Building. Wo auch sonst. Die Story als löchrig zu beschreiben würde ihr unangemessen ein Vorhandensein bescheinigen. Immerhin aber gut gemachtes unterhaltendes Actiongedöns. Starauftritte komplett irrelevant.

Kartonstatus: Öh. 8 oder so. Vieles krieg ich aber eh erst unter, wenn ich bei Ikea war.

Sonstso: Bin stark versucht, meinen Arbeitsweg auf Auto umzustellen. 45 min für die umweltfreundliche Variante versus 15 min für die bequeme. Hm.

03.03.2010 um 23:12 Uhr

Angekommen!

Umzugskartons

Yeehaw! Der Umzug ist über die Bühne und ich bin in meinem neuen Domizil. Tot aber glücklich.

Gestern von 9:00 bis 23:30 Kartons gepackt, und das obwohl ich schon im Vorfeld sechs Stück gepackt hatte. Dann ins Bett gegangen und 6:30 weitergemacht. Da fällt aber auch immer noch Ramsch an! Hätte direkt glauben können, in meinem Schrank wäre ein schwarzes Loch, wie in einem Heldenrucksack. Was beim Einräumen aber irgendwie noch nicht so war. Fröhlich
Und von den Umzugskartons sehen meine Unterarme jetzt aus, als hätte ich mit einer sehr aggressiven Katze gespielt. Oder versucht, ihr eine Pille zu geben.

Jedenfalls kamen die Möbelpacker, die bisher nettesten und, ähem, gutaussehendsten, gegen 8:30, schleppten, fuhren, schleppten und waren um 11:15 wieder verschwunden. Alter.
Danach war ich mit meinen 30 (arghs) auszupackenden Kartons allein.
Großartig! Ich hasse ja Umzüge, aber dieser hier war auch mein erster ganz freiwilliger. Fröhlich

Ich bin jedenfalls total begeistert, wie glatt alles lief, wie super, immer noch, die Wohnung aussieht, wie toll meine Vorhänge hier rein passen, dass ganz generell Frühling wird, dass ich wieder Internet habe, dass die Wohnung so super aussieht, wie viel Platz ich plötzlich habe, wie sauber alles ist, wie bequem mein Sofa, wie... na, ihr wisst schon.

Da verdräng ich doch gern, dass ich noch über 20 Kartons auspacken muss, die nächsten drei Tage aber lange arbeiten muss und dann in Frankfurt verabredet bin, dass ich demnächst zu Ikea muss, um Zeugs zu reklamieren und Vergessenes zu kaufen, dass ich vor allem noch die alte Wohnung putzen und renovieren muss, wärgs, dass mein Arbeits-Anfahrtsweg jetzt unbequemer wird...
Ja, das verdräng ich jedenfalls alles.

Sofa! *freu*