Aus dem Leben eines Taugegarnichts

17.03.2010 um 10:18 Uhr

Hop vor, hop vor, hop vor und bohr

Hatte bisher keine Zeit und Energie mehr gehabt, um abends noch zu bloggen, daher erst jetzt:

Freitag
Erst schnell noch den Papier-Weiden-Lookalike-Deko-Vorhang an die Wand genagelt (sylisch.), dann Tami als ersten Besuch in der neuen Wohnung willkommen geheißen. Habe eine Springform bekommen und wir haben sie direkt eingeweiht und Schokokuchen nach neuseeländischem Rezept gebacken. Mit rosa glitzerndem Zuckerguss, klar. Fröhlich

Samstag
Renovierungsgedöns gekauft, Backzutaten gekauft, alte Wohnung geputzt, gesaugt, geputzt, abgeklebt. Kleiner Tipp am Rande: Wenn ein Kühlschrank nicht kühlt, lieber zwei Mal kontrollieren, dass er auch wirklich offen steht, wenn ihr das Haus für zwei Wochen verlasst. Und nicht drauf verlassen.
Pfuibah. :sagrotan:

Abends dann simultan Muffins gebacken und nach einem Jahr, oivey, endlich mal wieder ein Backup vom Rechner gemacht.
Mexikanische Muffins. Was eine großartige Idee war, und sie sind weder zusammengefallen noch angebrannt. Und sie sind nur aus guten Zutaten und ganz ohne Geschmacksverstärker und künstliche Aromen. Und ohne überhaupt Aroma. Und ohne überhaupt Geschmack.
Muss nächstes Mal Rezept für herzhafte Muffins ignorieren und mehr würzen. Aber ey, fürs erste Mal...

Sonntag
Alte Wohnung renoviert.
Und ich dachte noch so: Letztes Mal hatte ich mit #teurerKatzenfarbe schlechte Erfahrungen gemacht, kaufste diesmal billige Farbe.
Tut. Es. Nicht.
Hätte genau so gut mit Milch streichen können. Wär vielleicht sogar besser gekommen. So haben wir 10 Liter auf drei Wände verstrichen, in etwa 2-5 Schichten und es waren noch Flecken zu sehen.
Kurz verzweifelt.
Dann überlegt, dass in der neuen Wohnung noch ein Eimer mit einem Klecks weißer Faust-Farbe drin steht, den mir der neue Vermieter überlassen hatte, nachdem er (sinnloserweise) die Wohnung renoviert hatte. Also Aki, der heldenhaft mit seinem weißen Ross, oder zumindest mit der Alu-Leiter, vorbeigekommen war, um mir beim Streichen zu helfen, geschnappt, in die neue Wohnung gepilgert, den Farbeimer geschnappt und wieder zurückgereist.

Mit diesen verbliebenen Millilitern haben wir drei Wände in einem Zug in reinstem Blütenweiß gestrichen. Faust-Farbe folkt.

Seit diesem Putz- und Streich-Wochenende kann ich meine Hände übrigens auch zum Peelen oder als Sandpapierersatz nutzen. Praktisch!

Montag
Irish Dance.
Wir haben noch zwei Wochen bis zum nächsten Musical-Termin. Letzte Woche haben wir einen Tanz, den wir schon konnten, in der Zeit, die wir nicht hatten, so umgestrickt, dass jetzt sechs statt vier oder fünf Kindern mittanzen können. (Zusammen mit der DM-Variante gibt's jetzt also vier...) Damit die nicht traurig sind. Dafür kann den Tanz jetzt gar keiner mehr und die Raumwege sind nur noch chaotisch. Aber Hauptsache, die Kindeleyn sind nicht enttäuscht. Gah!
Gestern also noch mal drei Tänze wiederholt und immerhin dagegen gewehrt, einen weiteren umzustricken. Halloo?
Völlig überrascht festgestellt, dass wir mehr Training brauchen. Da ja bis vor kurzem noch die Riverdance-Aktion lief, hatten wir ja nur drei Wochen, also drei Stunden. Ebenso überrascht festgestellt, dass inzwischen die meisten ihre Wochenenden anders verplant hatten. Awas.

Dafür immerhin in der letzten Stunde zwei neue Softshoe-Schritte gelernt. Einen Beginners Light Jig Side Step, den ich zum nächsten Feis im Juni anzuwenden gedenke, und einen wunderwunderhübschen Intermediate Slip Jig, den ich wahrscheinlich im Leben nicht vorführen können werde.


Dienstag
Engelschöre und Fanfaren! Ich hab endlich die Ivar-Kommode ins Regal gehängt bekommen!
Da ich für die Schubladen hämmern musste, und die letzten Tage nur abends Zeit hatte, und man da ja nicht mehr hämmern sollte, hat das bis jetzt warten müssen.

Ein Hindernis, gewissermaßen eine Ikea-Fehlplanung musste ich dafür noch überwinden: Die Kommode lag zwar auf Metallplättchen, an denen Metallstifte waren, die in den Löchern im Regal steckten, auf, musste aber an den Plättchen fixiert werden.
Was denkt sich Ikea dafür aus: gefühlt drei Meter lange Schrauben mit gefühlt 0,1-mm-Kreuzschlitzen, die man an schwer zugänglicher Stelle von unten ins Holz drehen sollte.
Jjjjaa.Fröhlich
Außer dass meine Kreuzschlitzbits eh schon ständig den Geist aufgeben, weil die Klingen sich so schnell abnutzen und regelmäßig durchdrehen, worin ich ihnen dann gewöhnlich bald nachfolge. Winzig-Schlitze machen das Problem nicht besser.
Ich hab, nach viel Gefluche, Herunterfallen der Schraube, Suchen der Schraube, Neuansetzen der Schraube, erneutem Herunterfallen der Schraube und noch mehr Gefluche, das verflixte Mistding etwa einen halben Millimeter ins Holz gedreht bekommen, ehe das Bit das erste mal durchdrehte.

Dann hab ich die Schraube entnervt wieder rausgenommen und im Folgenden die Dinger durch Nägel ersetzt, die in drei Sekunden ins Holz gehauen waren.
(Da ich, wie in allem, schon an den nächsten Umzug denke, hab ich die Nägelköpfe dabei weit genug rausschauen lassen, damit ich mich in den folgenden Monaten mehrmals daran verletzen kann, äh, um sie wieder rausziehen zu können.)

Dann vorm Tanzen noch schnell in die alte Wohnung gefahren, gelüftet, den Kühlschrank noch mal kontrolliert und nen Farbcheck gemacht. (Anderthalb Wände to go. Wo kann ich hier eigentlich Faust-Farbe kaufen?)
Werde damit begrüßt, dass die Birne im Flur durchbrennt. Die, wo ich erst drei Schrauben lockern muss, die den Glas-Lampenschirm unter der Decke halten, selbigen dabei die ganze Zeit festhalten, damit der nicht irgendwann runterfällt, wenn die Schrauben weit genug rausgedreht sind. Spaß! Wütend

 

Im Übrigen hab ich den ganzen Monat noch kein einziges Mal gezockt. Aber ich kann damit umgehen. Echt. Fröhlich