4. Tag
Allein - sehr zu meiner Freude! Alle bis auf Jóhanna sind ausgeflogen und es ist einfach unbeschreiblich, hier in der Sonne zu sitzen und nichts zu hören außer den Vogelrufen, dem Insektenschwirren und ab und zu ein ganz fernes Motorengeräusch von der Straße. Am Morgen war es noch ein wenig regnerisch, aber nun scheint die Sonne.
Aber man muss sich wirklich schon anstrengen es
zu hören. Hier gehe ich einfach los Richtung Lýsudalur,
mache einen Abstecher im ausgetrockneten Bachbett,
und setze mich in die Sonne!
Auf diesen Hof habe ich schon lange ein Auge geworfen. Er wird nicht mehr bewirtschaftet und dient nur noch als Wochenenddomizil, das wäre das Richtige für meinen lieben Mann und mich als Alterswohnsitz
.Habe den Abend bei Haddy verbracht. Auf der Fahrt nach Arnarstapi habe
ich mich unversehens auf der Straße nach Ólafsvík
wiedergefunden und nach dem Wenden dieses Bild von der
Südküste fotografiert:
Arnarstapi wird ziemlich zugebaut und Haddys Pläne tragen dem wachsenden Tourismus Rechnung. Ich lass das jetzt mal unkommentiert, aber Arnarstapi war in der Vergangenheit immer ein besonderer Ort für mich! Auch Kristján, Geirs und Haddys Gast sagte: Der Tourismus zerstört sich selbst seine Ziele.
Auf der Rückfahrt durch die Nacht hätte ich ewig so weiterfahren können, gute Musik im Radio und hinter den Bergen noch eine schwache Ahnung vom Sonnenuntergang.
