Island

28.07.2006 um 17:10 Uhr

Zum Schluss - Blaue Lagune

Wir sind auf dem Weg zur Blauen Lagune - für dieses Jahr das letzte Mal!

Danach bleibt kaum Zeit einzukaufen, im Flughafen selbst wird alles umgebaut und es ist recht ungemütlich. Das gilt eigentlich für ganz Island und ich frage mich, ob ich mein Island das nächste Mal so vorfinde, wie ich es jetzt in Erinnerung habe? Sicherlich nicht, aber dann wird es wieder Neus zu entdecken geben.

Also bis dann!

27.07.2006 um 21:50 Uhr

Am Ende der Reise ;-(

Vík - Skógar - Gullfoss - Geysir - þingvellir

Übernachtung: Nesbúð

 Am nächsten Tag stand dann ein recht konventionelles Touriprogramm auf dem Plan: Skógar mit Wasserfall und Museum,

Seljalandfoss, sowie Geysir, Gullfoss. Aber natürlich sollte auch dieser Tag nicht vergehen, ohne uns etwas Besonderes zu bieten: die Unterkunft in Skógarhólar. Als ich diese gebucht hatte, wusste ich noch nicht, was da auf uns zukommen würde. Einem Wanderreiter, der einige Tage bei schlechtem Wetter im Hochland im Zelt übernachtet hat, mag die Unterkunft ja wie ein Paradies vorkommen, aber wir waren doch recht deprimiert, als wir den Hof nach langem Suchen endlich fanden. Ein ausgebauter Pferdestall mit einigen Mehrbettzimmern, eine wenig ansprechende Küche, eine ziemlich verdreckte Dusche und niemand dann. Wir ließen dann noch einmal an der Touriinfo þingvellir anrufen und man versprach uns dort, dass die entsprechende Person in einer viertel bis halben Stunde anwesend sein würde. Nach einer angemessenen Wartezeit von 45 Minuten verließen wir eigentlich erleichtert diesen Ort. Nach einem kurzen Telefonat stand auch unsere nächste Übernachtung im Fosshotel Nesjavellir

fest. Dort erwartete uns ein warmes Zweibettzimmer und für unsere ausgehungerten Mägen auch im Restaurant ein Abendessen! Alle waren danach zu müde um sich noch weiter umzuschauen und so streifte ich dann allein ein wenig umher, bis zum warmen Bach und den Informationstafeln.

 

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26.07.2006 um 22:09 Uhr

Endlich wieder westwärts

Musik: Enya:Amarantine

Höfn - Jökulsárlón - Skaftafell - Vík

Übernachtung. Eystri-Sólheimaleiga

26. 7. Die Nacht in der Jugendherberge Vagnsstaðir war kurz, das Fazit von Karl über die JuHes in Island: laut und teuer. Vor uns lag jetzt einer der gleichzeitig abwechslungsreichsten und eintönigsten Strecken auf der ganzen Reise. Der erste Höhepunkt war Jökulsárlón. Mir fehlen die Worte um es zu beschreiben, daher hier die Bilder:

 

 

In Skaftafell wanderten wir bis zum Gletscher, allerdings kommt man nicht mehr, wie 1994 noch, an die Abbruchkante.


Ich fand unterwegs das arktische Weidenröschen


eine Orchideenart, ähnlich unserer grünen Waldhyazinthe


und ein Steinbrechgewächs

Danach waren etliche Kilometer durch endlose Sander und Lavafelder bei miesem Wetter zu bewältigen,


bis uns bei Vík wieder die Sonne schien. Leider konnte ich keine Fotos machen von einem Landschaftsabschnitt, der mich durch blühende Raps(?)felder, sehr beeindruckt hat und sicherlich noch einmal von mir besucht werden wird: die Skaftártunga vor dem Einstieg ins Hochland zur Eldgjá und Landmannalaugar. Unsere Männer waren nach dem Eintreffen auf E -Sólheimar (sehr angenehme Unterkunft)


leider schon zu müde, um mit uns ein Abenteuer der besonderen Art zu wagen. So fuhren wir dann zu viert erst an den Strand von Dýrhólaey und brachen dann in Richtung S auf. Nachdem wir endlich die richtige Straße gefunden hatten, ließen wir den Wagen am neuen, aber schon wieder geschlossenen Schwimmbad stehen. 20 Minuten liefen wir dann zu Fuß, immer der Anweisung folgend, sich zwischen Felswand und Fluss zu halten. Der Weg war schon sehr abenteuerlich: über eine Warmwasserleitung, vorbei an mit Steinreihen markierten Trolllandebahnen im ausgewaschenenen Flussbett, über steile Hänge und über wackelige Holzstege,

bis wir nach einem Felsvorsprung plötzlich vor dem Schwimmbad standen. Ein Becken, 25m lang, gespeist aus einer heißen Quelle direkt im Berghang und einem weiteren Zufluss durch ein Rohr, an den Felsen angebaut, ein Umkleidehäuschen ohne Türen und dunkles, durch die Algen grün gefärbtes Wasser. Im Schwimmerbereich schien es schier abgrundtief und so trauten wir uns nur in den Nichtschwimmerteil, mit den Füßen immer wieder über den Boden glitschend. Dennoch, eine Erfahrung der besonderen Art.


Abends beschlossen Karl und ich noch einen Großimport der auf der Hausweide grasenden Herde, wurden aber heftig durch unsere Ehegatten gestoppt.

 

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25.07.2006 um 11:00 Uhr

Und weiter

Musik: Krauka

Egilsstaðir - Breiðdalur - Djúpavogur - Höfn 

Übernachtung: Vagnstaðir

 

25. 7. Am Morgen ging es dann über ein Heidegebiet recht schnell ins Suðurdalur; es dürfte mit den vielen Oldsmobile-Wracks an den Höfen besonders Karl gefallen haben. Das Ganze führte dann mit einem steilen Haarnadelkurvenabstieg

zum Breiðdalur ans Meer, wo die Trolle ihre Ferienwohnungen in den treppenartig abgesetzten Felsen haben.

 

Immer wieder eröffneten sich neue, ungewohnte Ausblicke,


bis wir im Áltáfjörður eine Rast an der mit tausenden von Singschwänen belebten Lagune machten. Dort konnten wir wunderschön beobachten, wie der Seenebel, vorhanggleich, durch die Sonnenstrahlung der Lagune entstieg. Wir fanden auch die ersten reifen Moosbeeren.

 

In Höfn besuchten wir W. , der sich mit uns die Gletscherausstellung anschaute und mit uns essen ging.

 

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24.07.2006 um 18:45 Uhr

Und weiter gehts

Húsavík - Myvatn - Möðruvellir - Egilsstaðir

Übernachtung:Útnyrðingsstaðir

 

Den Osten hatte ich ja seit 20 Jahren nicht mehr gesehen und wurde angenehm überrascht: Mývatn, die blaue Lagune dort, Námafjall und Möðrudalur sowie die Ausläufer des Hochlandes haben uns alle sehr beeindruckt. In Möðrudalur gab es dann noch eine Überraschung für Hans: ein Guinness mit richtigem Schaum,
der in einem einem besonderen Gerät produziert wurde.

Ansonsten hat es mir an diesem speziellen Ort so gut gefallen, dass ich gerne (wie aber auch bei so vielen anderen) wiederkommen würde.

 

 

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23.07.2006 um 19:47 Uhr

Nahe dem Polarkreis

Rund um Húsavík

Übernachtung:   Gardur

23. 7. Unser Quartier bei Enni war sehr schön und der Ausritt führte in eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Enni hat versprochen, die Bilder, die sie von uns gemacht hat, auf ihre Seite zu setzen. Leider läuft die unter #Mozilla nicht richtig, vielleicht habt ihr ja mehr Glück. Am Nachmittag wollten wir dann Whale-Watching machen; es wurde ein Well-Watching daraus. In Húsavík kletterten wir noch bei strahlendem Sonnenschein aufs Boot aber danach zog Seenebel auf und die Sicht sank unter 100 Meter. Keine Chance auch nur die Fluke eines Wals oder Delphins zu sehen. Für die Kinder hat es mir Leid getan, aber ich habe die Bootstour trotzdem genossen.

 

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22.07.2006 um 20:33 Uhr

Gen Osten

Skagafjörður - Akureyri - Góðafoss - Húsavík

Übernachtung: Garður

 

Diesmal war es fahrtechnisch entspannter. So konnten wir uns noch Zeit lassen, die Mittelaltertage bei Gásir zu besuchen und in Akureyri einen Einkaufsstopp einzulegen. An dem Tag ging es mir nicht gar so gut, aber mein Schatz hat sich liebevoll um mich gekümmert. Das Nordland ist schon beeindruckend mit seinen weiten Tälern und den sanften Berghängen, die vielerorts aufgeforstet sind und sich teilweise schon zu richtigen Wäldern entwickelt haben. Bevor wir ins Reykjadalur zu unserer Unterkunft kamen, lag der Góðafoss noch auf unserem Weg.

 

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21.07.2006 um 22:06 Uhr

Auf in den Osten!

Musik: Hjálmar:Ég vil fá mér kærustu

Lýsuhóll - Eiriksstaðir - Búðardalur -Skagafjörður

Übernachtung: Sölvanes

 

21.7. Der Abschied in Lýsuhóll war diesmal kurz, aber es lag noch viel vor uns. Die heutige Strecke war mit 369 km die längste; bei einer ähnlichen Reise würde ich in Zukunft eine Zwischenstation einbauen. In Stýkkishólmur beim Einkaufen regnete es noch ein wenig, aber in Eiríksstaðir konnten wir schon wieder unsere Pullis ausziehen. In Sölvanes hatte man uns gar nicht erwartet, weil meine letzte Mail wohl untergegangen war. Jonas und ich haben uns am Fluss noch im Blinkerweitwurf versucht, ich befürchte, Fischen konnte man das nicht nennen.

 

 

 

 

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20.07.2006 um 18:57 Uhr

Rund um Snæfellsnes

Rauðfeldsgjá - 'Arnarstapi - Dritvík - Öndverðarnes - Ólafsvík - Lýsuhóll

Übernachtung Lýsuhóll

 

20. 7. Diesen Tag hatte ich für die Rundfahrt um den Gletscher eingeplant, aber es kam etwas anders! In der Rauðfeldsgjá lagen diesmal noch keine toten Vögel, aber sie führte, wie alle Flüsse und Bäche in Island, dieses Jahr viel Wasser.


Der Rundgang in Arnarstapi wurde abgeschlossen von einem Besuch bei Haddý und Geir und der lud dann die K s zu einer Fahrt auf den Gletscher mit seinem Geländewagen ein. Ich kann nur sagen: die Kinder haben es genossen, aber A und K mussten ihre Weiterfahrt in Djúpalónssandur trotz einer langen Ruhepause auf den warmen Steinen abbrechen. Wir sind dann mit J und T alleine nach Ólafsvík zum Hamburgeressen gefahren. Nach unserer Rückkehr gab es dann für T und A den zweiten Strandritt, während ich mit den Männern noch einmal unser Anglerglück versuchen wollte. Nachdem wir gestern noch nicht mal einen Fischschwanz zu Gesicht bekamen, hatten diesmal wenigstens die beiden Ks je eine Forelle an der Angel – Anfängerglück!!!

 

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19.07.2006 um 12:40 Uhr

Auf nach Westen

Reykjavik - Borgarnes - Lýsuhóll/Snæfellsnes

 

 19. 7. Nach einer nervenaufreibenden Suche (ich hatte immer nur Kartenausschnitte zur Verfügung) erreichten wir schließlich unser erstes Nachtquartier bei der netten Svanfriður in Reykjavík. Da das Freilichtmuseum Árbær gleich in der Nähe lag, standen wir nach einem ausgiebigen Frühstück dort erstmal vor verschlossenen Pforten. Man ließ uns aber dann doch vorzeitig ein und wir bezahlten dann später.

Danach gab es einen Besuch im Sagamuseum in der Perlan und den obligatorischen Rundgang über die Galerie mit Blick über ganz Reykjavík. Eigentlich mag ich Reykjavík nicht so besonders, aber man kommt ja im wahrsten Sinne des Wortes nicht drumrum. Ich war daher froh gegen Nachmittag endlich gen Westen zu fahren und die Stadt hinter uns zu lassen. In Borgarnes gab es dann einen kleinen Zwischenstopp an der Tankstelle mit dem ersten Pylsur für diesen Urlaub. Als wir endlich in Lýsuhóll ankamen, lagen schon lange Schatten über der Lýsuhyrna.

 

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18.07.2006 um 20:29 Uhr

Abflug

Keflavik - Reykjavik

18. 7. Das Wetter beim Abflug war gnadenlos heiß – erfreulicherweise hat sich der Pilot beeilt in die Luft zu kommen. Wir ließen schnell das europäische Festland hinter uns, noch ein schmaler Streifen weißen Sandstrandes an der holländischen Küste – und schon war nur noch strahlend blauer Himmel über und strahlend blaues Meer unter uns.

 

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