Musik: Enya:Amarantine
Höfn - Jökulsárlón - Skaftafell - Vík
Übernachtung. Eystri-Sólheimaleiga
26. 7. Die Nacht in der Jugendherberge Vagnsstaðir war kurz, das Fazit von Karl über die JuHes in Island: laut und teuer. Vor uns lag jetzt einer der gleichzeitig abwechslungsreichsten und eintönigsten Strecken auf der ganzen Reise. Der erste Höhepunkt war Jökulsárlón. Mir fehlen die Worte um es zu beschreiben, daher hier die Bilder:
In Skaftafell wanderten wir bis zum Gletscher, allerdings kommt man nicht mehr, wie 1994 noch, an die Abbruchkante.
Ich fand unterwegs das arktische Weidenröschen
eine Orchideenart, ähnlich unserer grünen Waldhyazinthe
und ein Steinbrechgewächs
Danach waren etliche Kilometer durch endlose Sander und Lavafelder bei miesem Wetter zu bewältigen,
bis uns bei Vík wieder die Sonne schien.
Leider konnte ich keine Fotos machen von einem Landschaftsabschnitt, der mich durch blühende Raps(?)felder, sehr beeindruckt hat und sicherlich noch einmal von mir besucht werden wird: die Skaftártunga vor dem Einstieg ins Hochland zur Eldgjá und Landmannalaugar.
Unsere Männer waren nach dem Eintreffen auf E -Sólheimar (sehr angenehme Unterkunft)
leider schon zu müde, um mit uns ein Abenteuer der besonderen Art zu wagen. So fuhren wir dann zu viert erst an den Strand von Dýrhólaey
und brachen dann in Richtung S auf. Nachdem wir endlich die richtige Straße gefunden hatten, ließen wir den Wagen am neuen, aber schon wieder geschlossenen Schwimmbad stehen. 20 Minuten liefen wir dann zu Fuß, immer der Anweisung folgend, sich zwischen Felswand und Fluss zu halten. Der Weg war schon sehr abenteuerlich: über eine Warmwasserleitung, vorbei an mit Steinreihen markierten Trolllandebahnen im ausgewaschenenen Flussbett, über steile Hänge und über wackelige Holzstege,

bis wir nach einem Felsvorsprung plötzlich vor dem Schwimmbad standen.
Ein Becken, 25m lang, gespeist aus einer heißen Quelle direkt im Berghang und einem weiteren Zufluss durch ein Rohr, an den Felsen angebaut, ein Umkleidehäuschen ohne Türen und dunkles, durch die Algen grün gefärbtes Wasser. Im Schwimmerbereich schien es schier abgrundtief und so trauten wir uns nur in den Nichtschwimmerteil, mit den Füßen immer wieder über den Boden glitschend. Dennoch, eine Erfahrung der besonderen Art.
Abends beschlossen Karl und ich noch einen Großimport der auf der Hausweide
grasenden Herde, wurden aber heftig durch unsere Ehegatten gestoppt.
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