Island

30.06.2008 um 14:19 Uhr

Mehr Bilder - aber noch kein Bericht

 

 

Auf Wunsch von Ulla hier noch ein paar Bilder. Ob ich aber jetzt dazu noch komme, mit dem Bericht anzufangen, halte ich für fraglich. Ich werde es versuchen, denn der Bericht wird natürlich ausführlich mit Bildern bestückt!!!

29.06.2008 um 23:46 Uhr

Wieder zurück

... aber auch schon wieder auf dem Sprung!

Die 1. Reise war anstrengend, aber wunderschön und bis auf einen Nachmittag hatten wir nur Traumwetter!

Heute gibt es nur ein Bild stellvertretend für die, die noch kommen sollen.

 

Danke an meine freundlichen und lustigen Weggefährtinnen Anke - und besonders Brigitte, die mit mir einen Berg bestiegen hat. 

29.06.2008 um 14:33 Uhr

7. und 8. Tag

Das Wetter ist morgens nicht mehr so schön, Regenschauer fegen über das Land, aber zwischendrin blinzelt die Sonne durch die Lücken und zaubert uns einen wunderschönen Regenbogen an den Frühstückstisch.

Brigitte kann es nicht lassen und stellt sich draußen Wind und Wetter - vor allem dem Wind, denn der bläst inzwischen mit aller Macht.

Wir warten deshalb noch ein wenig - es bleibt viel Zeit, weil der Flieger erst nachts abheben wird.

Schlussendlich machen wir uns dann doch auf den Weg, wir nehmen Ela mit. Sie will heute Abend mit ihrer Freundin, die nur für das Konzert nach Island kommt, auf das Umsonst-und-draußen Konzert von Björk und SigurRós. Eigentlich wollte ich ja auch dort mal schauen, aber die erwarteten Menschenmassen (20 000 sind vorausgesagt),schrecken mich sehr ab.

Beim Zwischenstopp im Álafoss packe ich meine 9!! kg Webwolle ein und hätte gern noch mehr mitgenommen, aber dann würde ich bestimmt tüchtig für Übergewicht bezahlen müssen.

Danach verbringen Brigitte und ich nach einem leichten Mittagessen im BSÍ einige Zeit im Nationalmuseum. Dort möchte ich endlich die Ausstellungsstücke der Landnahmezeit fotografieren und knipse freudig drauf los, bis mich eine Museumswärterin darauf hinweist, dass Fotografieren strengstens verboten ist.

 

Ich bin ziemlich frustriert und Brigitte hat einiges zu tun mich wieder zu beruhigen. Dafür werde ich aber später im Museumsshop entschädigt, als ich ein tolles Buch mit allen Grabungsfunden bis 1996 für einen unschlagbar günstigen Preis entdecke, natürlich nehme ich es gleich mit.

Die restliche Zeit verfliegt nur so: wir halten uns bei scharfem Wind,

 

aber Sonnenschein noch einige Zeit im Garðsskagi  

auf und gehen in Cafe dort. Es gibt ein Fiskihlaðborð, ein Fischbüffet - schade dass wir vorher schon gegessen haben. Draußen auf dem Campingplatz ist übrigens die Hölle los, das Familiensommerfest der Gemeinde wird an diesem Wochenende gefeiert.

Langsam fahren wir Richtung Flughafen, sorgfältig auf jedes Hraðahindrun in Garður achtend. Diese Raserhindernisse in Form von etwa 20 cm hohen Holperschwellen auf der Straße veranlassen die Fahrer ganz drastisch zur Temporeduzierung - einmal mit 60 kmh drübergeflogen, wird man beim nächsten freiwillig auf 30 runterbremsen.

Auto abgeben, einchecken, auch Anke ist wieder da,  das übliche Ritual, aber nachts um 12 sind fast alle Läden im Duty-free-Bereich geschlossen. Mein Tax-Refund kann ich nicht abgeben, das werde ich bei der Ankunft in vier Tagen dann einlösen!

Der Start verläuft ganz ruhig, der Wind ist inzwischen abgeflaut und es gibt noch ein paar schöne Bilder von der Südküste, bis Island endgültig aus meinem Blickfeld verschwindet.

 

Wir dösen ein wenig, lesen und schwupps, kommt der Rhein ins Blickfeld.

Leider müssen wir uns hier verabschieden, ich sage Brigitte Tschüss und vielleicht wieder bis zum nächsten Jahr bei einem nächten Islandabenteuerß Anke geht noch mit mir bis zum Bahnhof, wir fahren von zwei unterschiedlichen Gleicen ab und so kann ich noch dieses letzte Foto machen. Tschüss Anke, war schön  mit dir in Island!

 

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26.06.2008 um 18:37 Uhr

6. Tag - Freitag

Brigitte hat nicht gut geschlafen - ich schon, dank der tollen Weichschaumohrstöpsel, die ich jetzt immer mitnehme. Da bekomme ich von den Geräuschen in einer fremden Umgebung nix mit, das verbessert meine Schlafqualität erheblich.

Wir frühstücken sehr gemütlich mit den Mädchen - Oti, die Finnin, die vor ein paar Jahren unseren hausgemachten Eierlikör so gern mochte, ist übrigens auch da - bevor wir uns auf den Weg machen. Unser Ziel ist heute Stýkkishólmur. Schon beim Aufstehen war klar, dass das Wetter sich wieder die allergrößte Mühe gibt uns zu erfreuen.

Deshalb gibt es auch wieder einige Fotostopps wie hier auf der Vatnaleið.

Danach halten wir erst wieder am Hafenparkplatz in Stýkkishólmur.

Zuerst ordere ich zur Sicherheit noch einmal die Überfahrt für kommenden Freitag. Ich habe das ja im Dezember schon online gebucht, da ich aber irgendwie keine Bestätigung bekommen habe, melde ich mich zur Sicherheit nochmal.

Schon komisch, die Vorstellung, dass ich in knapp einer Woche wieder hier stehen werde und ich schaue jetzt schon sehnsüchtig nach Norden auf die Westfjorde.

Anschließend gibt es zwei Stücke Kuchen in der Narfeyarstófa, die gönnen wir uns ganz genießerisch mit Blick auf den Hafen!

Auf der Rückfahrt merke ich es Brigitte an, dass sie gerne auf den Helgafell möchte und so nehmen wir den Berg in Angriff.

Langsam aber stetig arbeiten wir uns schweigend nach oben, ich habe meinen Wunsch schon längst geäußert, aber Brigitte muss noch die Bedingungen erfüllen. Die Aussicht von oben ist ja wirklich so berauschend bei diesem Traumwetter, dass ich einen kleinen Rundumfilm drehe. Mal schauen, ob ich den hier noch einstelle.

Wir können uns lange nicht losreißen und bleiben auch beim Abstieg noch oft stehen um die Aussicht zu genießen.

Der Rest des Tagesist nicht verplant, jede von uns tut, was ihr so beliebt. Ich wandere zum kleinen Wasserfall, den ich diesmal ein wenig erklettern möchte. Aber an der Stelle, wo es bergan geht, ist von Lýsudalur aus ein doppelreihiger E-Zaun gespannt, den mag ich nicht überklettern und habe aber auch keine Lust, den ganzen Weg am Bach noch einmal zurückzulaufen, ihn zu queren um es dann auf der anderen Seite zu versuchen. so halte ich mich ein wenig in Bachnähe auf, beobachteTiere und Pflanzen und bin einfach nur glücklich.

Nach dem Abendessen fahren wir noch einmal los um einen Blick auf Agnars neuen Hengst Kraftur zu werfen, der bei Böðvarsholt steht und lassen uns dann noch vom zauberhaften Licht der Abendsonnenverleiten ein Stück die Fróðarheiði hochzufahren. Brigitte ist ganz begeistert vom Licht und den Wolkenformationen und macht viele Bilder. Heute Abend ziehen wolken auf und es sieht nach einem Wetterwechsel aus!

 

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25.06.2008 um 19:32 Uhr

5. Tag - Donnerstag

Am Morgen frühstücken wir gemütlich von dem seeehhhr reichlichen Frühstückbüffet und freuen uns mal wieder auf einen sonnigen Tag.

 

Heute steht nicht so viel auf dem Programm, wir wollen nur bis Lýsuhóll. Unsere Freude über das schöne Wetter wir gedämpft, als wir unser Gepäck einladen wollen:

der linke Hinterreifen hat endgültig seinen Geist aufgegeben.

 

Aber der nette junge Mann von der Rezeption hilft uns; es stelltz sich heraus, dass er Ungar ist, in Ungarn Autos verkauft hat und Tomasz heißt. Er nimmt hinterher noch nicht mal das Trinkgeld!!!!!!!

 

Danach geht es recht zügig nach Mosfellsbær zu Álafoss, wo ich drei Konen Islandwolle zum Weben in drei Naturfarben ordere, der Wechselkurs ist einfach zu verlockend. Reykjavík lassen wir wieder links liegen.

In Borgarnes gibt es endlich ein Pylsur, das erste auf dieser Reise. Bei dieser Gelegenheit spreche ich eine kleine, ältere, rundliche Frau an, die mir irgendwie merkwürdig bekannt vorkommt. Es stellt sich heraus, dass wir uns schon im letzten Oktober in Island begegnet sind, im Flughafen. Sie ist Elsässerin und irgendwie mit der Kirche verbunden, ich glaube, ihr Bruder ist Priester oder Ordensbruder hier in Island. Wir quatschen eine Weile über Gott und die Welt und dann geht weiter, immer noch bei strahlendem Sonnenschein.

Endlich möchte ich mir mal Gerðuberg von nahem ansehen und wir machen den kleinen Abstecher über die Schotterstraße. Das ist wieder so ein besonderer Platz mit einer geradezu unheimlichen Ausstrahlung und ich bin all die Jahre immer daran vorbei gefahren. Ich streife eine Zeitlang durch die Basaltsäulen, während Brigitte unten in der Sonne sitzt und Socken nadelt.

 

Der Rest des Weges ist schnell zurückgelegt, wir kommen in Lýsuhóll an,

aber Agnar, Jóhanna und Franzi sind in Hólar, Franzi hat heute ihre Aufnahmeprüfung, die sie, nebenbei erwähnt, natürlich besteht.

Dafür empfängt uns Ela, die uns unser Zimmer gibt, diesmal ist es das große Gaubenzimmer mit Blick nach Süden aufs Meer.

Wir nutzen die Zeit bis zur Ankunft der Gastgeber im Schwimmbad, endlich mal und dieses Jahr ist es auch richtig gut heiß.

Abends gibt es dann lecker Forelle und noch einen Spaziergang zu den Pferden, auch der neuumgebaute Stall muss besichtigt werden.

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24.06.2008 um 20:46 Uhr

4. Tag - Mittwoch

Überraschung: am Morgen erwartet uns draußen - Sonnenschein und blauer Himmel, die Wolkenschicht von gestern hat sich verzogen.

Brigitte ist vor mir wach und begibt sich schon nach draußen, wo viele nervige Mücken auf sie lauern. Ich hole sie ab mit der typischen diesjährigen Handbewegung der Islandurlauber: Fliegen wegwedeln.

 

Das Frühstück ist reichlich und wir verlassen danach Hrauneyjar erstmal weiter in Richtung Norden. Auf meiner Karte ist die Straße noch ein Stück asphaltiert eingezeichnet, bevor sie in die Sprengisandur übergeht. Das Hochland ist schon um uns, überwältigend mit Weite und Leere.

Die Hekla schimmert hier und da zwischen den Bergen durch und fängt schon wieder an, Wolkenschäfchen um sich zu scharen.

 

Wir drehen schließlich kurz vor dem þórisvatn um und machen als nächstes einen kleinen Zwischenstopp am Hjálparfoss in Erinnerung an unsere vorjährige Reise mit den anderen. Allerdings ist das Wetter diesmal so schön wie man es sich kaum besser vorstellen kann.

Den Wasserfall haben wir eine ganze Zeit für uns allein und Brigitte kann es nicht lassen, wenigstens ein Fußbad zu nehmen. Es ist eine wundervolle, warme und sehr entspannende Zeit, die wir dort verbringen, bis uns eine Busladung Touristen auf- und weiterscheucht von diesem friedlichen Ort.

Aber ich muss natürlich immer mal etwas Neues ausprobieren und so biegen wir ab von der 32 zum þjorsádalslaug, denn wir wollen jetzt endlich schwimmen gehen. Im Reiseführer steht: geöffnet ab 11 - Montag und Dienstag geschlossen. Nun gut, ich habe vor Jahren schon mal vor dem lokað-Schild an der Abzweigung gestanden, weil die Saison vorbei war, ein Jahr später waren wir montags in der Region, so dass heute ja endlich mal alles passt. Nach einer langen Strecke Schotterpiste, vorbei an Bäumchen pflanzenden Jugendlichen unter dichten Fliegennetzen, erreichen wir endlich mal wieder JWD im Nichts, aber wirklich sehr schön gelegen, das Schwimmbad.  Auf der Hinweistafel sehen wir die Öffnungszeit durchgestrichen und statt dessen 13 Uhr eingetragenWütend. Wir umrunden das Schwimmbad trotzdem, finden dahinter auch den heißen Bach, der das Schwimmbad speist und auch eine Lücke im Holzzaun. Aber schlussendlich bin ich doch zu feige einfach so meinen Badeanzug anzuziehen und reinzuspringen. Es wird aber heute nicht unser letzter Schwimmbadversuch bleiben!

Die Fahrt geht also weiter an der þjórsá auf der 32 entlang, die Landschaft erinnert zunehmend an Auenland, so wie die Landschaft am Tag zuvor auf der anderen Seite dieses Flusses wie Mordor wirkte. Weil ich an Gaukshöfði in den Jahren vorher auch immer nur vorbeigefahren bin, entschließe ich mich diesmal für einen Stopp und eine schnelle Besteigung. Brigitte schaut sich inzwischen unten am Fuß des Berges die Natur an, ich mache schnell ein paar Fotos und wäre dann beim Abstieg fast abgestürzt, da ich mal wieder beim Aussteigen aus Bequemlichkeit meine Wanderschuhe nicht angezogen habe. Auch einfache Wander- und Laufstrecken können ihre Tücken haben, hier war es der lose Lavasand.

Danach reisen wir zumGullfoss über Flúðir mit einem kleinen Picknick unterwegs im Sonnenschein.

Geysir  und Gullfoss  sind voll von Leuten, aber wir treffen im Cafe die nette Hamburgerin von Skógar, die uns noch erzählt, dass sie in Landmannalaugar entsetzlich gefroren hat. Unterwegs such wir immer mal wieder nach einem Schwimmbad, landen dann aber schlussendlich im HotPot von Nesbúð.

Irgendwo auf der Strecke bekomme ich noch einen Anruf von Werner: das Paket ist angekommen, allerdings über Reykjavik mit Zollstempel!!! Die isländischen Postbeamten haben einem in Hella aufgegebenen Päckchen mit deutschem Absender und englischem Stempel dann wohl doch nicht getraut!

In Nebúð sind wir die einzigen Gäste außer einem schweizer Ehepaar, dass sich über sein Zimmer beschwert, weil es von dort keine Aussicht auf den See gibt. So gehört der HotPot und alles drumherum uns allein! Das Essen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert (ich habe Seeforelle) und danach wandern wir noch zum heißen Bach. Eigentlich möchte ich noch ein Stück den unzähligen Wanderwegen folgen, aber es fängt, wie immer an zu regnen. Darum folge ich Brigitte ziemlich bald wieder auf unser Zimmer und nach ein wenig lesen endet auch dieser Tag.

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24.06.2008 um 18:47 Uhr

In Island

Bisher hatten wir grandiose Tage im Reich des Gletschers und anderswo mit einem traumhaftenWetter und Temperaturen bis 20°, allerdings regnet es im Moment hier im Hochland und das verstærkt die Tristesse desselben. Daher wir heute ein Nadelbinde- und Næhtag eingelegt und heute Abend lassen wir uns hier von der einheimischen Kueche verwöhnen!

Demnæchst mehr hier mit wunderbaren Bildern.

24.06.2008 um 18:11 Uhr

3. Tag - Dienstag

Skógar begrüßt uns morgens - wie soll es auch anders sein - wieder mit Sonnenschein. Davon haben wir aber erst mal nicht so viel, weil wir für zwei Stunden im Museum verscvhwinden.

Wir verlassen endgültig das wunderschöne Mýrdalur mit der Überquerung des mächtigen Stroms Markarfljót, nicht ohne vorher noch diese nette Reitergruppe an der Straße und dann später unterhalb des Seljalandsfoss zu fotografieren.

Danach geht es gemütlich nach Hvolsvöllur um das Paket an Werner aufzugeben und die Briefmarken für die Postkarten an meine Schüler zu kaufen. Es gibt auch einen Besuch im Njáls-Museum. Leider gibt es dazu keinen Audioguide mehr undauch sonst hat sich die Ausstellung nicht weiterentwickelt.

Danach hat das Auto schon wieder Durst und wir suchen noch eine Druckluftstation; der linke Hinterreifen macht Mucken!!

Bei Hella gibt es am Ufer der Rangá unsere wohlverdiente Mittagspause, bevor wir uns Richtung Landesinnere aufmachen.

Hinter Hella gibt es den ersten Blick auf die Hekla, sie fängt an, sich in Wolken zu hüllen. Überhaupt ist der Himmel erstmal der dramatischste Anblick, gegen Süden zum Meer hin blauer Himmel, im Westen tummeln sich Schäfchenwolken, im Norden zieht eine Gewitterfront auf und im Osten versammeln sich die Wolken um den Vulkan.

Hier eine Fotoreihe am gleichen Ort in alle Himmelsrichtungen

Die Fahrt an der Hekla entlang wird von Regen begleitet, was die dunkle Mordor-Stimmung dieses Landstrichs noch verstärkt

 

Als wir endlich in Hrauneyjar ankommen, ist es kalt und ungemütlich.Darum werfen wir alle Wanderpläne über Bord und verbringen den Nachmittag mit Nähen (ich) und Nadelbinden (Brigitte). Im Hotel ist wenig los, nur wenige andere Zimmer sind belegt. Deshalb können wir uns im Aufenthaltraum ausbreiten.

Um 7 gibt es ein feines Essen vom Restaurant und um 9 liegen wir endgültig in der Falle - der Himmel ist immer noch grau!

 

 

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23.06.2008 um 21:04 Uhr

2. Tag - Montag

Die Nacht war ruhig und dauert bis halb acht. Brigitte und ich bereiten das Frühstück vor und danach wecke ich Anke. Sie hat in ihrem Zelt ganz gut geschlafen, war aber mehrfach wach. Dagegen fühle ich mich wesentlich ausgeruhter als gestern und so machen wir uns nach einer kurzen Fotosession auf dem Hof wieder auf den Weg - zum Jökulsárlón!

Wir wollen es auf uns nehmen, trotz der vielen Kilometer, denn das Wetter ist wieder wunderbar und verlockt zum Reisen. Unterwegs halten wir Ausschau nach einer Tankstelle - dünn gesät in diesem Bereich des Landes. In der Nähe von Skaftafell werden wir endlich fündig, aber mit der Kreditkarte will es immer noch nicht klappen. Dafür habe ich aber noch etwas Bargeld und Brigitte will sich beim Einkaufen auch nicht lumpen lassen, sie kommt unter anderm mit einer Tüte Djúpur!!! (njammnjamm) zurück. Einiges der landschaftlichen Höhepunkte entgeht mir mal wieder, die Konzentration auf die Straße ist wichtiger, aber meine beiden Mitreisenden fotografieren fleißig und natürlich gibt es auch immer wieder Fotostopps.

Wir halten mehrfach, weil wir diesen sonnenbeschienenen Motiven einfach nicht widerstehen können;

auch auf einem Parkplatz mitten im Sander. Dort sind die Überreste der Leitplanken vom großen Gletscherlauf 2000 zu bewundern

 

Die Kilometermenge bis zum Breiðarmerkarjökull ist beachtlich, vergeht aber wie im Fluge und die Lücken zwischen den Hügeln geben die ersten Blicke auf den Gletschersee frei.

Kaum angekommen, dränge ich die beiden anderen aufs Boot, dass grad zur nächsten Fahrt freigegeben wird - wir sind die letzten, die an Bord dürfen. Unser Guide empfängt uns freundlich, es ist eine junge, deutsche Frau, die diese Arbeit hier als Ferienjob macht - und übrigens bei einem Islandbesucher anscheinend großen Eindruck hinterlassen hat. Einige Wochen später erschien jedenfalls in einem Islandforum so eine Art Suchmeldung.

Eine zauberhafte Welt empfängt uns und diesmal verschließt mit keine Wolke, kein Nebel die Sicht auf die Gletscher- und Bergpracht ringsum. Trotzdem möchte ich die Fahrt 2006 in tiefhängenden Wolken nicht missen, die dem See etwas Unwirkliches, ja fast Unheimliches und Fremdartiges verlieh.

 

Das sonnige Wetter verhilft uns jedenfalls diesmal zu einem wunderbaren Bild von den drei Grazien auf dem Eis

 

Ansonsten können nur Bilder annähernd zeigen, was wir gesehen und bestaunt haben.

Wir können uns auch nach der Fahrt kaum losreißen und sitzen beim Cafe noch einige Zeit auf der Terasse in der Sonne. Irgendwann brechen wir wieder zurück nach Westen auf. Diesmal halten wir bei den kleinen, unbekannten Schönheiten der Gletscherwelt. Das ist das schöne an Island. es gibt die großartigen Plätze, wo jeder zu finden ist, aber 100 m von der Hauptstraße entfernt, findet man kleine Sensationen, die man mit keinem zu teilen braucht.

Irgendwann erreichen wir Skaftafell und wandern bei schönstem Wetter nocheinmal zur Gletscherzunge, die gegenüber 2006 wieder geschrumpft ist, der See davor ist jedenfalls größer geworden.

Diese Fläche war vor etlichen Jahren noch mit Eis bedeckt, ein deutlicher Beweis für die globale Klimaerwärmung.

 

Am Infozentrum sagen wir auch Anke Lebewohl, die sich entschieden hat, noch eine Nacht hier zu verbringen, bevor sie nach Landmannalaugar weiter will.

Die Kilometer über den Skeiðarársandur

ziehen sich, bis der Lómagnúpur wieder sichtbar größer wird.

Die Fahrt nach Skógar unterbrechen wir noch einmal in Klaustri, um dort den hiesigen Supermarkt zu plündern. Leider hat der fehlende Regen den Systrafoss fast zum Verschwinden gebracht, wir entdecken ihn jedenfalls nicht . Wenn genügend Wasser im See ist, sieht er übrigens SO aus.

Dafür gibt es viele idyllische Fleckchen dort in der Gegend

Danach überqueren wir noch das beeindruckende Lavafeld des Eldhraun

dessen Ende durch die Laufskálavarða markiert wird. Dort haben unzählige Reisende zum Dank für eine geglückte Überquerung der Sander einen Stein auf den anderen getürmt.

Endlich in Skógar angekommen steckt uns die lange Fahrt, so schön sie auch war, so in den Knochen, dass wir den Schwimmbadbesuch canceln und statt dessen nach dem Abendessen grad noch so einen Gang an den Wasserfall schaffen!

 

 

 

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21.06.2008 um 21:18 Uhr

Tag 1 - Sonntag

Anreise Samstag.

Sommersonnenwende - Eigentlich wollte ich noch vor meiner Abreise so viel machen, aber die letzten Tage waren doch eher stressig. so bleibt nur ein bisschen Wäsche waschen und rumhängen. bis wir um 17 Uhr losfahren. Die mAutobahn ist frei und der Flughafen gut ausgeschildert, wir sind mehr als pünktlich!

Hans und ich essen noch eine Kleinigkeit am Flughafen, dann treffen auch schon Anke und Brigitte ein - sie haben sich witzigerweise schon in der Bahn kennengelernt. Die Zeit vergeht wie im Flug mit Reden und Kennenlernen, Hans verabschiedet sich und schon sitze ich wieder im Flieger!

1.03 Uhr Irgendwo über dem Atlantik - wir fliegen der unter/aufgehenden Sonne entgegen. Ich bin wach, während um mich herum alles schläft und mir ist langweilig. Unter uns seit Stunden Wolken, Wolken, Wolken.

Es ist pünktlich 12.00 Uhr Mitternacht als wir sehr sanft landen. Das Transportband gibt auch schnell unsere Koffer frei, aber dann warten wir erstmal und warten, auf unseren Mietwagen1 Umsonst! Schließlich rufe ich dann bei Hasso an und die nette Dame erklärt mir, dass sie uns für morgen Nacht erwartet hatTraurig. So können wir dann die erste Verpflegung noch bei 1 - 11 einkaufen, bis dann endlich doch der Mietwagen für uns auf dem Parkplatz steht; ein Kia. Übrigens stelle ich in der Zwischenzeit fest, dass meine Visa nicht funktioniert, zum Glück hatte ich im letzten Augenblick noch die EC eingesteckt. Obwohl mir Brigitte sofort Hilfe zugesichert hat, fühle ich mich so doch wohler.

Wir verschwinden sehr schnell in der Hütte des Motel Alex und ich bin sofort eingeschlafen. Leider dauert die Nachtruhe ni9cht lange, denn wir haben ja heute noch eine lange Fahrt vor uns. Und so bereiten Brigitte und ich unser Frühstück, auch für Anke, die ihr Zelt gleich vor unsere Hütte stellen konnte.

Irgendwann brechen wir auf, umschiffen Reyk. ziemlich vollständig und nutzen die erste Gelegenheiten für ausgiebige Fotostopps, denn das Wetter ist wunderbar.

Kurz vor Hveragerði fällt uns auf, dass wir alle Lebensmittel im Kühlschrank unserer Hütte vergessen haben, es sollte nicht das einzige auf der Reise sein, was irgendwo zurückbliebFröhlich.

So gibt es dann noch einen einkaufsstopp in der örtlichen Bäckerei, die auch für ihre skurrilen Marzipanfiguren bekannt ist.

Es geht bei strahlendem Sonnenschein bis zum Seljalandsfoss, dort holt uns ein Gewitter ein und wir werden bis auf die Haut nass.

Den nächsten Stopp gibt es bei Vík, aber auch dort verhindert Regen den geplanten Spaziergang ans Meer und so bleibt es bei einem Besuch der Strickfabrik.

Das Wetter zieht zu, heftige Regenschauer wechseln mit kurzen sonnigen Abschnitten.

Anke und Brigitte halten mich am Steuer wach, die Kilometer durch die Lavas und Sander ziehen sich. Kurz vor unserem Ziel wird die Landschaft wieder abwechslungsreicher und das Fahren fällt mir nicht mehr ganz so schwer.

Die Jugendherberge Hvóll liegt sehr schön am Mündungsdelta eines Gletscherflusses, am Übergang zwischen fruchtbarem Grünland und schwarzer Sandödnis! Sie ist zimmermäßig sehr gut ausgestattet und macht einen wirklich angenehmen und gemütlichen Eindruck.

 

Mit deutschen JuHes hat das nicht so viel zu tun, die Mehrzahl der Zimmer sind Zweibettzimmer!

Nach der Fahrstrapaze würden wir gern noch nach Klaustur ins Schwimmbad, aber das hat leider schon zu. Stattdessen gibt es leckere Nudeln und danach einen Spaziergang beri bewölktem, aber trockenem Himmel in die Schwemmsander des Hverfisfljót.

 

 

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21.06.2008 um 15:19 Uhr

Vorfreude

Es geht gleich los und dieses wunderbare Pano von Raymond steigert noch meine Vorfreuede. Ein echter Künstler!

20.06.2008 um 18:58 Uhr

Irlandbericht fast fertig

Bevor es morgen Abend wieder in weite Fernen geht, versuche ich noch den Irlandbericht fertigzustellen. Schaut bitte am 16. März, es gibt auch wieder Marions Schreibe!

18.06.2008 um 17:51 Uhr

Temperaturen

Für Sonntag ist bei uns hier heißes Wetter angesagt mit Temperaturen über 25°. In Island sieht das ein wenig anders aus, siehe hier, klicke auf Sunnudag (Sonntag) und schaue unten im Süden. Also auf jeden Fall ein paar warme Klamotten mitnehmen!

 

16.06.2008 um 21:41 Uhr

Bär, die nächste

Ja, Brigitte, du könntest recht haben, das wird ein aufregender Urlaub! Auch wenn wir mit dem zweiten Bären, der heute in 'Nordisland gesichtet wurde, ja wohl eher weniger zu tun haben werden! Hier geht es zu den Nachrichten auf Englisch!

16.06.2008 um 13:07 Uhr

Erdbeben, die nächste

Auch heute gab es wieder ein kleineres Erdbeben in der Südregion Islands, da scheint ja mächtig was in Bewegung zu sein.

 

Wie gut, dass ich unsere erste Übernachtung, im Epizentrum sozusagen (Eyrarbakki), gecancelt und statt dessen eine Übernachtung in der Nähe von Kirkjubæjarklaustur gebucht habe, damit wir evtl. noch zum großen Gletschersee können.

 

Im folgenden Bild kann man das Erdbebenzentrum gut erkennen, die Punkte stehen für kleinere Beben unter 3 auf der Richterskala, also Beben, wie sie fast täglich in vielen Teilen Islands vorkommen. Alles mit Stern kommt in den nicht nur messbaren sondern auch fühlbaren Bereich.

06.06.2008 um 18:24 Uhr

2 x Island

Ich hatte es ja schon durchklingen lassen: diesmal gibt es zweimal Island ganz kurz hintereinander!

Die zweite Reise ist ja schon lange fertig gebucht in meiner Schublade, aber die 1. gab es durch einen Zufall zum Schnäppchenpreis von jetzt auf gleich. Das Schnäppchen ist rückblickend natürlich wieder teurer als gedacht, weil sich bei diesen kurzfristigen Entscheidungen vieles nicht einplanen oder berechnen lässt. So auch, dass meine Mitreisende kurzerhand absagen muss, weil sie völlig unerwartet eine Arbeitsstelle angeboten bekommen hat. In der heutigen Zeit sagt man da natürlich nicht nein!

Jetzt suche ich halt noch nach jemanden, der /die mitkommt - kein leichtes Unterfangen, weil die Reise schon morgen in zwei Wochen beginnen wird; diesmal von Köln-Bonn aus mit GermanWings.

Einfach absagen will ich sie natürlich auch nicht, weil Mietwagen und Unterkünfte schon gebucht sind.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie sich die Dinghe hier entwickeln. 

03.06.2008 um 20:58 Uhr

Eisbär

Manchmal verirren sich Eisbären auf einer Eisscholle von Grönland kommend nach Island. Wie dieser kerl hier aber die Überfahrt geschafft hat, weiß keiner so richtig, Eisschollen waren eigentlich dieses Jahr eher rar.

Jedenfalls wurde er heute im Nordland zwischen Skagaströnd und Sauðárkrókur entdeckt und ziemlich schnell erschossen; es gab anscheinend nicht genug Betäubungsmittel für so einen großen Bären auf die 'Schnelle.

 

Hier gibt es ein kleines Video, wie der Eisbär getötet wurde, nichts für empfindliche Seelen und mir hat das Tier wirklich leid getan. Aber ich als Deutsche werde einen Teufel tun und die Isländer dafür verurteilen. Ich erinnere nur an Bruno vor zwei Jahren. Bären sind anscheinend nur dann liebenswert, wenn sie klein, knuddelig und in sicherem Zooverwahrsam sind!

03.06.2008 um 16:53 Uhr

Sonderangebote

Zur Zeit gibt es bei diversen  Fluganbietern Sonderangebote:

z. Bsp. Icelandexpress für 49 € Oneway, aber mit Tax!

Deshalb haben wir auch bei Ryanair schon die Flüge nach Irland für Anfang Oktober und die Flüge zu unserem Comenius-Treffen in Südschweden, auch im Oktober, gebucht - ein reisereiches Jahr!!

Inzwischen ist meine 2. Reise nach Island auch fest, Hans hat für mich überaus günstig ein Flugticket bei ebay bekommen und so fliege ich direkt bei Ferienbeginn für 8 Tage mit Sandra in den Süden und zu Jóhanna, Sandra war noch nie in Island!!

 

02.06.2008 um 20:17 Uhr

Geysir

Anscheinend haben die Erdstöße der vergangenen Woche im Südland auch tektonische Veränderungen im Geysirgebiet Haukadalur ausgelöst, denn eine Meldung der Icelandreview besagt, dass sich Geysir wieder in verstärkter Aktivität befindet und sein kleiner Bruder Strokkur mit größerer Heftigkeit ausbricht. Da werde ich wohl bei unserem Aufenthalt mal schauen müssen.

 

Hier ein Bild vom schlafenden Geysir aus 2005

01.06.2008 um 10:14 Uhr

Alltägliches....

findet ihr jetzt unter

Neues vom Steingarten

 

(you will find news of our my life in my second blog, see above)