Island

26.07.2010 um 21:05 Uhr

Letzter Tag

Montag, den 26. 7., 21. Tag

Der letzte Tag hier in Island ist für mich angebrochen. Es schüttet wie aus tausend Löchern und der feine Lavastaub ist schnell von Auto und Zelt abgewaschen.

Ist natürlich doof, dass ich alles nass einpacken muss, mit dem Ordnen muss ich warten, bis es aufhört zu regnen.

Die Frühstücksveranda von Stóra-Mörk, ist überbelegt; wir müssen warten, bis es Platz gibt. Irgendwie hat der Ort mit den zwei neuen -Ferienhäusern und der daraus resultierenden Anzahl von Leuten seine besondere Atmossphäre verloren.

Schließlich sitzen wir dann zum Schluss allein. Die Gruppe wird wohl eine gemütliche Südküstenfahrt unternehmen, die Sicht ist schlecht und für alles andere ist es auch zu nass.

Kurz nach neun mache ich mich auf den Weg und halte erst wieder in Hella an der Rangá um endlich mal die Koffer zu packen und auszusortieren, was in Island bleibt.

 

Es fängt wieder leicht an zu nieseln, aber es ist richtiggehend schwül-warm! Eine Menge Gedanken gehen mir bei der Fahrt zum Walfjord durch den Kopf, das Radio läuft und ich nehme so langsam Abschied von diesem Sommer in Island.

Am Nachmittag kaufe ich die Souvenirs im Bonus ein (was sich als fatal für die Reisekasse herausstellen wird) und auch eine zusätzliche Reisetasche um alles unterzubringen. Dann fahre ich wieder mal nach Garðsskagi um Island Lebwohl zu sagen

und bringe das Auto zum Anbieter zurück. Der junge Mann bei Sixt schaut sich den Kalos nur kurz an, bestätigt mir, dass das Auto ohne zusätzliche Kratzer und mit vollem Tank zurücvkgebracht wurde und dann gehe ich zu Fuß an der Straße entlang bis zum Alex. Es nieselt leicht, die Autos spritzen die Pfützen auf, ich versuche die Strophen von Reinhard Meys: Über den Wolken zusammenzukriegen und dann gibt es in der Hütte nochmal ein weiteres Umpacken und Neupacken der Koffer. Die vilen Steine kommen in den großen Koffer (das und noch anderes kostet mich schlussendlich 50 € Übergepäckam nächsten Morgen) und es gibt aus den Resten das letzte Abendessen. Besonders gut schlafe ich in der Nacht nicht, das Frühstück gibt es um 4.30 Uhr und dann stehe ich pünktlich für das Flughafenshuttle zum Abholen mit ein paar anderen Gästen bereit.

Der Flug selbst ist pünktlich und die Wartezeit vergeht schnell, bis wir boarden.

Kleines Fazit, auch wenn die Reise erst zu Hause enden wird:

ich habe die erste Woche gebraucht um mich von den Gedanken an Arbeit und Probleme zu lösen, danach erst fing die Erholung an – zu lange – denke ich und Hinweis, dass ich vielleicht etwas ändern sollte. Danach war Island wie eine Kur!

Meine persönlichen Highlights: der Flug über das Nordland, Borgarfjörður eystri und die Gegend um Klaustri,

negativ die Busladungen mit den Menschenmassen, die so unzufriedenen und gehetzt wirken; das hat Island nicht verdient. Mit der Masse kommt auch die Massenabfertigung, das Persönliche geht ein wenig verloren. Vieles ist inzwischen massentouristisch erschlossen, gut ausgebaute Wege bis zur kleinsten Attraktion: eine halbe Stunde Rundgang auf kanalisierten Pfaden und dann winkt der Guide schon wieder zum nächsten Highlight.

Island als Disney Nature-Ressort! Schön, dass ich es noch anders kennenlernen konnte und inzwischen noch erleben darf, weitab von den Attraktionen.

 

 

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25.07.2010 um 20:34 Uhr

Enge Schluchten - weite Ebenen

Sonntag, den 25.7., 20. Tag


Morgens ist mein Zelt noch ein wenig feucht und der Himmel sieht nicht vielversprechend aus, aber während des Frühstücks fallen keine Tropfen und auch später nicht. Irgendwann kommt the money collecting woman und kassiert für dieses wunderbaren Platz 750 Kronen, umgerechnet 4,71 €. Den Campern mit dem grünen Zelt, die sehr spät in der Nacht ankamen, war das wohl zuviel :-(((, denn sie sind sang- und klanglos wieder verschwunden, natürlich ohne zu bezahlen. Danach packe ich so langsam alles zusammen, mache noch einen Abstecher zum Kirkjugólf

 

 

und dann geht es Richtung Westen.

Ein bisschen wehmütig ist mir ja schon zu mute, jeder Kilometer bringt mich jetzt wieder zurück Richtung Flughafen.

Nach einem kurzen Telefonat mit Schorsch steht mein Zeitplan und ich weiß, dass ich mich nicht beeilen muss – die Gruppe wird erst am frühen Abend in Stóra-Mörk eintreffen. Deshalb entschließe ich mich noch zu einem Abstecher in die Fjarðárgljúfar – ein echter Glücksgriff.

Zwei Busse laden grade ihre menschliche Fracht ein und dann bin ich mal wieder alleine unterwegs. So eine atemberaubende Schlucht und ich bin jahrelang dran vorbeigefahren. Ich bin über zwei Stunden dort unterwegs und als ich zum Auto zurückkomme, fängt es an zu regnen: die Wettergötter meinen es echt gut mit mir. Danach geht es in die Mittagszeit und nach Vík und auch ganz schnell wieder weiter. Víkurskáli ist gerammelt voll mit Bustouristen. Ansonsten sind die Straßen erstaunlich leer, anscheinend konzentriert sich dieses Jahr alles auf den Pauschaltourismus. Ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll.

Nach etlichen Fotostopps

 

 

baue ich dann mein Zelt in Hamragarðar auf, noch so ein wundervoller Zeltplatz direkt neben dem Seljalands- und am Gljúfuráfoss.

Und weil zum Treffen in Stóra-Mörk noch so viel Zeit ist, klettere ich mal wieder die Berge hoch und schaue von dort oben in die weite Landschaft........

 

 

Später begrüßen mich dann Sigi und Georg mit ihrer kleinen Reisegruppe in ihrem Ferienhaus und erzählen völlig begeistert von ihren bisherigen Erlebnissen mit einer Angelfahrt auf den Breiðafjörður, einem Strandritt und dem Seeadlerpaar, das seine Jungen beschützt und der tollen Unterbringung in Milli Vina und ….irgendwann ist es halb zwölf und ich widerstehe der freundlichen Einladung mir doch ein Bett in einem der Zimmer zu nehmen. Ich möchte meine 100%Zeltquote dieses Jahr erfüllen. Allerdings werde ich zum Frühstück kommen, die Annehmlichkeit gönne ich mir.

 

 

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Ach ja, als ich übrigens zum Auto gehe, ist das grau vom Vulkanstaub, den der Wind den ganzen Tag aufgewirbelt hat!!!

25.07.2010 um 15:58 Uhr

wieder allein unterwegs

Samstag, den 24. 7., 19. Tag


Als ich ins Bett gehe, fällt leise Regen auf mein Zelt und als ich wachwerde, höre ich es immer noch tröpfeln – ich kann es fast nicht glauben. Die Hektik in der JuHe-Küche gefällt mir nicht so gut, deshalb gibt es nur ein schnelles Frühstück, bevor ich mich auf die Socken mache.

Die erste Zeit scheine ich völlig allein auf der Straße zu sein, kein Auto kommt mir entgegen, keins überholt mich! Die Sicht ist begrenzt, tiefhängende Wolken und hin und wieder Sprühregen.

Am Jökulsárlón ist auf einmal die Hölle los, viele Busse, Autos, Wanderer. Ich rufe meinen Schatz an, stelle mich kurz vor die Webcam und verdrücke mich zweihundert Meter weiter auf die Parkmöglichkeit hinter der Brücke. Zum Strand ist es nicht weit, die Krías flitzen über den Fluss, außer mir kein Mensch unterwegs, aber ein paar Meter vor mit landet eine große Raubmöwe. Ein sehr beeindruckender Vogel, der mir sicherlich bis zum Knie reichen würde. Ich habe schon etliche Schauermärchen von Skua-Angriffen gehört, deshalb verziehe ich mich lieber und fahre ein paar Kilometer weiter bis zum Fjallsárlón. Dort wird mir ein wunderbares Stündchen geschenkt mit einem wunderbaren Licht, das Reflexe auf die Eisberge zaubert. Dort sind auch nur eine Handvoll Menschen und ich wandere ein wenig herum, am Rand der Lagune entlang. Die Luft ist viel milder als am Jökulsárlón und es sind immer wieder blaue Löcher in der Wolkendecke zu sehen, besonders schön über dem Gletscher selbst.

 

 

Auch bei der Wanderung zur nächsten Gletscherzunge (irgendwas mit -kambur) bleibt das Wetter trocken und mild

 

 

 

und erst in Skaftafell schüttet es wie aus tausend Löchern. In der Toilette ziehen sich etliche bis auf die Haut durchnässte Wanderinnen um und die Busgruppen stehen mit ziemlich betroffenen Gesichtern unter dem Regenschutz – viele Wanderungen sind heute abgesagt. Für mich geht es weiter über den großen Sander, wieder, wie's scheint, ganz allein unterwegs!

Ich beschließe bis Klaustri durchzufahren, habe auch keine Lust bis auf die Haut nass zu werden. Eine weise Entscheidung, denn hier – scheint die Sonne.

Kirkjubæjaklaustur, wie es richtig heißt, ist ziemlich schnell durchfahren, eine Handvoll Häuser, eine Schule mit Schwimmbad, das ich ausgiebig nutze, ein Icelandairhotel, sowas wie ne Landwirtschaftsschule, das Systrakafí und ein Laden, hab ich was vergessen? Dafür gibt es aber den Systrafoss, der sogaqr dieses Jahr Wasser führt

 

 

und den Kirkjugólf, einen Basaltsteinboden.

Es ist noch früh, als ich in Kleifar am Wasserfall mein Zelt aufschlage, es ist das einzige vor Ort. Klaustri selbst hat einen sehr gut ausgestatteten Platz, aber Kleifar, 1 km vom Dorf entfernt, liegt viel schöner an einem Wasserfall. Und genau diesen Wasserfall springen eineige isländische Jugendlichen runter, als ich grad mein Zelt aufbaue. Verrückte Sache!

 

 

 

Später laufe ich noch den Weg über die Heiði, am Systravatn vorbei. Der Aufstieg hat es in sich, oben ist es recht flach mit einem wunderbaren Weitblick bis aufs Meer bzw. ins Hinterland! Es ist sehr warm und ich reiße mir vom Leib was geht. Natürlich habe ich nix zum Trinken mitgenommen, der Systravatn ist am Rand trübe und sonst gibt es erst nach einem atemberaubend steilen Abstieg (jedenfalls für mich) ein Bier aus dem Laden.

 

 

 

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Jetzt hole ich mir gleich mein Buch und lese noch ein wenig und dann geht es ab in die Heia.

23.07.2010 um 21:30 Uhr

Bin noch hier

Ob ich heute noch dazu komme, den gestrigen Tag zu dokumentieren, wage ich zu bezweilfeln. Nur so viel:

wir sind von Bakkagerði über Egilsstaðir nach Djúpivogur gefahren und haben dort auf dem Zeltplatz übernachtet - natürlich alles bei strahlendem Sonnenschein.

Heute sieht der Himmel grau aus und ich habe die ersten Regentropfen gesehen. Im Osten sind wir noch bei Sonnenschein abgefahren, aber je weiter wir gegen westen kamen um so grauer wurde der Himmel. Und hier in Smyrlabjörg gibt es jetzt auch die ersten Regentropfen. Mein Zelt steht in Vagnsstaðir, aber ich lasse es mir heute gut gehen und genieße dasausgezeichnete Buffet hier im Hotel.

Wir sind heute morgen sehr früh gegen sechs, sieben Uhr von zwei Schweizern geweckt worden, die anscheinend ein Vergnügen daran haben, mit ihrem Autotürenknallen die Leute zu wecken. Jedenfalls ist an Schlafen nicht zu denken, weil alle paar Minuten wieder die Tür geräuschvoll aufgemacht und zugeknallt werden muss. Trotzdem liege ich bis kurz vor acht im Schlafsack, bis wir uns dann endlich für ein Frühstück entschließen. Darum sind wir schnell wieder auf der Straße und haben noch Zeit, einen Abstecher ins Jökulsá í Lóni-Tal zu machen - Stafafell

 

hat übrigens wieder als JuHe auf! Dort sindfahren wir abenteuerliche Wege, von denen ich schon glaubte, das es sie in Island nicht mehr gibt.

Bei Werner gibt es eine Tasse Kaffee und etliche interessante Diskussionen, wir machen noch einen Abstecher zum Wikingerdorf - leider ist Durchfahrt und-gang verboten, ich setze Rosa in Hafnarnes ab und bin wieder allein on the road.

Eigentlich wollte ich ja in Haukafell

 

bleiben, aber es ist eine düstere Stimmung und ich wäre ganz allein. Ein wunderschöner Zeltplatz, aber in keiner Weise ausgeschildert und daher auch menschenleer. da es bei Smyrlabjörg keine Zeltmöglichkeit gibt, lande ich in Vagnsstaðir, aber komme nochmal zum Essen zurück. Und ich freue mich hier Ulla zu treffen!

 

 

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21.07.2010 um 22:04 Uhr

Das andere Ende der Welt

Mittwoch, den 21.7., 16. Tag


Nachdem gestern am Nachmittag Wolken aufzogen, begrüßt uns heute morgen beim Blick aus dem Zelt - blanker Himmel und Sonnenschein! Der kalte Nordostwind, der sich mit den Wolken einstellte, hat pünktlich alles weggeweht, was den Blick auf Blau verstellen könnte.

Ich frühstücke in aller Ruhe, Rosa schläft nach ihren 36 km Fahrradtour gestern heut etwas länger. Schließlich packen wir in aller Ruhe und gegen 11 machen wir uns auf den Weg nach Osten.

Diesmal führt der Weg über die Ringstraße und nicht Möðrudalur, aber trotzdem gibt es natürlich ein paar Fotostopps für Herðubreið und Hochlandausläufer.

 

 

Durch das Jökuldalur

 

führt uns schließlich der Weg in die Héraðsflói und öffnet den Blick auf die Dýrfjöll.

 

Etliche km weiter geht es knapp am Meer entlang, bis sich eine Bucht mit einem wunderbaren Blick auf Liparitberge und schroffe schneebedeckte Berspitzen, aber auch auf das blaue Meer hin öffnet – Borgarfjörður eystri.

Der Campingplatz ist groß genug mit überwiegend isländischer Belegung und wir finden ein windgeschütztes Plätzchen hinter den Hecken. Neben dem Platz erhebt sich die Elfenburg Álfaborg. Später hat Rosa die wunderbare Idee sich im Ævintyraland die I-Pods mit den örtlichen elfengeschichten geben zu lassen, und während wir so durch grüne Wiesen und über Flüsse wandern, hören wir die Geschichten von Broghildur, álfakona, Naddi, dem ungeheue, Borgar Márin und anderen.

Ein wunderbarer Tag, den wir jetzt im Restaurant beschließen, vielleicht machen wir ja auch noch beim Pub-Quiz mit, Teil des Festival Bræðslan

Die Konzerte, unter anderem mit KK und Ellen, aber auch anderen hochkarätigen isländischen Musikern, fangen morgen erst an und da sollte ich zumindestens ja eigentlich auf dem Weg in den Westen sein. Ein bisschen Planungsluft hab ich noch, mal sehen!

 

 

 

 

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20.07.2010 um 21:07 Uhr

Weite Wege

Dienstag, den 20.7., 15. Tag


Ich schlafe sehr gut, so gut wie schon lang nicht mehr! Ich befürchte, Hans muss uns zu Hause ein Zelt aufschlagen ;-)

Das Wetter ist unverändert, eher noch einen Tick wärmer und das Frühstück findet wieder unter freiem Himmel statt.

Beim Warten am Infozentrum auf den Bus mit Rosa spricht mich wieder die Frau aus dem Flugzeug gestern an. Sie ist mit Studiosus-reisen unterwegs und sie erzählt von ihren vielen Fahrten mit diesem Reisuntenehmer. Den Fotografen aus der Gruppevon gestern, der die rubbelige isländische Luftstraße so schlecht vertragen hat hat dann in der Nacht noch ein Hexenschuss ereilt. Vielleicht sollte man ihm auch mal ne Zeltreise empfehlen, ist anscheinend gut für den Rücken.

Rosa kommt an, hat einen schönen Tag in Akureyri verbracht und ist bereit mit mir noch einen Tag am See hier zu verbringen.n Auch unsere nette österreichische Familie treffen wir an der Rezeption wieder. Weil das Rad, das Rosa sich ausleihen möchte, vom Besitzer des Platzes bereitgestellt wird, unterhalte ich mich auch mit ihm noch eine Zeitlang; über seinen Bronco aus dem Jahr 1972, der aussieht wie fast neu, über meine erste Islandreise, als seine Mutter sich noch um das Gewächshaus gekümmert hat, über die schönsten Plätze am See und vieles mehr. Er ist auch derjenige, der in allen ausliegenden Karten des Myvatn das Wort Hverfjall durchgestrichen und durch die alte Bezeichnung Hverfell ersetzt hat; er möchte nicht, dass die alten Namen in Vergessenheit geraten!

Danach schmeißen wir noch eine Waschmaschine voll schmutziger Wäsche an und für mich geht es danach zu den Dimmuborgir. Als ich ankomme, ist es erstens 24° heiß und zweitens alles voller Menschen und ich denke schon an Flucht zurück. Aber was solls, wer in Trier im Sommer in der Hauptsaison über den Trierer Hauptmarkt gehen kann, schafft auch die paar Menschlein hier. Nachdem mir die ersten Horden entgegengekommen sind – der Reiseleiter mit dem Schild Reise XY Nr. 4....immer schön hochgehalten vornweg – wird es etwas leerer, vor allem als ich dann die längere Runde einschlage und man könnte wähnen, völlig allein auf diesem ver- und bezaubernden Fleckchen Erde zu sein. Ganz ab und zu kommt man der ein oder die andere entgegen, keiner überholt mich und als ich dann Krókur, the difficult path, einschlage, bin ich tatsächlich richtig einsam. Ich wundere mich über das 'schwierig', weil nur zu Beginn ein paar Steinchen zu erklettern sind und es dann auf schmalem, aber durchaus glattem Pfad voran geht, aber zwischendrin gibt es doch ein paar Kletterpassagen, wenn man, so wie ich nicht auf die Wegemarkierung achtet. Es wird übrigens immer heißer und ich freue mich über jede dem Wind ausgesetzte Stelle.

Wird fortgesetzt

 

 

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19.07.2010 um 20:37 Uhr

Hítablygjan - Hitzewelle

Gestern kam es schon im Radio, heute hat uns die Hitzewelle auch hier erreicht: satte 19° im Schatten!!!!!! Schon unerträglich heiß, Zeit sich heute was Erfrischendes einfallen zu lassen außer einer extra langen Wanderung um die Krafla und den Víti-Krater!

Lasst euch von den Fotos überraschen!

 

 

 

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18.07.2010 um 23:18 Uhr

Zeitweise getrennte Wege

Sonntag, den 18. 7. 13. Tag


Der Morgen erwartet uns mit einer Überraschung – Sicht fast Null. Dichter Nebel hüllt die Landschaft ein und unsere Zelte sind außen ganz klamm. Wir lassen es gemütlich angehen und verbringen erstmal ein Stündchen im Schwimmbad. Gegen 11 brechen wir auf in Richtung Varmahlið, auf einen kleinen Abstecher bei Ásdís. Dort ist es ein weniger netter und die Sonne kommt stellenweise durch.

Rosa möchte gern für ihren Chef Junghengste anschauen, er braucht für seine Herde Blutauffrischung. Also nimmt uns Elvar mit auf die Weiden und wir verquatschen die Zeit mit Pferdedingen und Fotos machen. Àsdís ist ja witrklich eine total liebe und nette, die uns gleich einlädt zum bleiben.

Aber unsere Pläne sind etwas anders:

zuerst möchte ich nach Gásir um Marianne noch einmal zu sehen

und danach bringe ich Rosa nach Akureyri, wo sie zwei Nächte verbringen und die Stadt kennenlernen will und ich düse weiter nach Mývatn. Über der Stadt hängt auch der kalte klamme Hochnebel, und ich hoffe in Richtung Südosten besseres Wetter anzutreffen.

Und wirklich, je weiter in die gewünschte Richtung desto blauer der Himmel.

Am Mývatn selbst ist es wunder-, wunder, wundervoll, ein phantastisches Licht und nur minikleine Wölkchen, die sich an den Bergen aufhängen.

Ich beziehe den Platz auf dem vor 24 Jahren schonmal Gelas und mein Zelt standen,

 

Bjarg – direkt am See und leiste mir dann hier im Hotel Reynihlið ein feines Abendessen.

 

 

 

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18.07.2010 um 22:54 Uhr

It's a long way to........ Húnavellir

Samstag, den 17.7., 12.Tag

Die Sonne – wie soll es auch anders sein – weckt uns wieder und nach einem Frühstück und Plausch mit der benachbarten Schweizer Familie packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns so langsam auf in Richtung Südosten. Nach einem Fototermin am HotPot direkt am Meer,

 

 

etlichen Fjordumrundungen und atemberaubenden Ausblicken auf das glitzernde Meer und den blauen Himmel,

 

 

dem Besuch des heißen Wasserfalls,

 

und einem kleinen Abstecher nach Reykhólar passieren wir Bjarkarlundur und fahren wieder über die neu eröffnete Straße über die Töllatunguheiði.

Diesmal geht es am Ende aber nicht in Richtung Hólmavík, sondern nach rechts ab Richtung Staðarskáli. Leider zieht dichte, hochnebelartige Bewölkung und ein scharfer Nordwind auf und das Thermometer sinkt auf 8°.

Eigentlich wollten wir ja bei Staðarskáli zelten, aber der Gedanke an einen ungeschützten Zeltplatz, der den Wettergewalten ausgesetzt ist, macht uns frösteln und ich denke an den Platz bei Húnavellir, wa wir sicher in der Lobby des Hotels für dern Rest vom Abend Zuflucht finden werden vorm ins Bettgehen. Außerdem lockt der Gedanke an das tolle Schwimmbad dort.

Also nehme ich noch einem etliche km unter die Reifen und siehe da, je weiter östlich desto blauer der Himmel und milder die Temperaturen.

In Húnavellir kochen wir uns nach dem Zeltaufbau noch schnell ein Abendmahl und dann gönne ich mir, obwohl es draußen durchaus auszuhalten ist, ein Glas Rotwein in der Lobby, bevor mir wieder die Augen zufallen.

Reine Fahrtstrecke heute 379 km – viel zu viel, mach ich nicht nochmal!

 

 

 

 

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16.07.2010 um 23:02 Uhr

Teil 2

 

 

Nachdem ich die Zeit im Hamraborg verbracht habe, fahre ich nochmal zum Glashaus, aber es ist immer noch keiner da! So lasse ich Iris Zettel einfach auf dem Tisch im Wintergarten liegen und hoffe, dass er die Empfängerin auch erreicht. Es ist Zeit zum Flughafen zu fahren und die Maschine landet auch ziemlich bald, aber keine Rosa! Ich gehe zum Schalter, frage nach, ob das auch wirklich die Maschine aus Reykjavík ist, was mir bestätigt wird und bin schon heftig am überlegen, ob Rosa vielleicht zu einem anderen Flughafen geflogen ist. Ich schreibe eine SMS, kriege keine Antwort und bin schon nahe dran, mich ins Auto zu setzen und weiter zu fahren, als ich eine zweite Maschine im Landeanflug sehe. Tatsächlich, da kommt auch schon Rosa durchs Tor. Da sie hungrig ist, fahren wir nochmal in die Stadt ins Hamraborg und checken dort auch die Wetterkarte. Ich bin ganz hin und her gerissen; für den Westen ist durchweg besseres Wetter angesagt, im Osten kälter und mehr Regen, aber auch sonnige Tage. Auf die Langfristvorhersage gebe ich eh nix, aber die Tendenz spricht mehr für den Westen. Wir entschließen uns auf jeden Fall doch erstmal südlich so weit wie es geht zu kommen und landen schließlich in Flókalundur. Mein Platz unten am Wasser ist noch frei und wir bauen im Sonnenschein die Zelte auf. Der morgendliche Hochnebel ist schon längst wieder dem blauen Himmel gewichen! Zum Abendessen gibt es Kartoffeln mit isländischem Feta und danach geht es zum Aufwärmen in den HotPot. Schon toll, dort mit Blick aufs und direkt am Meer im warmen Wasser zu dümpeln. Inzwischen ist es halb zwölf nachts, Rosa ist schon in ihrem Zelt verschwunden und ich versuche wieder runterzukommen und den Tag nochmal an meinem geistigen Auge vorbeizulaufen zu lassen.

Ach ja, natürlich waren wir auch am Dynjandi, sind raufgeklettert und ich habe festgestellt, dass es in diesem Jahr deutlich weniger Wasser gibt.

 

 

Und da war noch das merkwürdige Achteckzelt mitten auf der Hochebene, weit von allem weg und die Jungs, die nach dem bad im HotPot im Meer baden gingen und .......

 

 

 

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16.07.2010 um 14:30 Uhr

Halbzeit

1. Teil

Freitag, den 16.7., 11. Tag


Nun mal ganz ehrlich: wer wäre so bekloppt und würde sich daheim bei 8° und tiefhängenden Wolken mit dem Frühstück auf die Veranda oder in den Garten setzen? Ich eigentlich nicht ;-)

Nachdem ich mich in Korpudalur noch eine lange Zeit von der isländisch-norwegischen Familie - sie kamen gestern Abend noch und schlugen ihr Zelt neben dem meinen auf - zum Kaffee eingeladen wurde und über dies und das und Island im speziellen unterhalten habe, sitze ich jetzt im Hamraborg in Ísa und habe noch mehr als zwei Stunden, bis Rosa mit dem Flieger ankommt. Es gibt heißen Kaffee, eine Internetverbindung und sogar Strom für das Netbook. Ich war auch schon beim Glashaus um die Nachricht von Iris zu überbringen, aber es war niemand da oder alles schlief noch. Da die Glashausseite offenstand, konnte ich auch schon die dschungelartige Pflanzenfülle bewundern, von der Iris gesprochen hatte.

Nun, ich werde es nach her nocheinmal versuchen.

 

 

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16.07.2010 um 14:29 Uhr

Fjordgutschelei

Donnerstag, den 15.7., 10. Tag


Ich werde morgens wieder bei strahlendem Sonnenschein wach und lasse den Tag langsam angehen. Die beiden Oberallgäuer sind schon am Zusammenpacken, aber ich kann mir ja Zeit lassen. Mir ist heute noch nicht nach Hetze, die Strapazen der letzten Zeit machen sich nocheinmal bemerkbar. Kurz überlege ich wieder noch einen Tag hierzubleiben, aber das würde morgen einen sehr straffen Zeitplan bedeuten, denn die 250 km bis Ísa schaffe ich garantiert nicht in 2 ½ Stunden, wie mir mein Gastgeber versichert.


Wir unterhalten uns noch eine Weile über dies und das, über die Landflucht am Snæfjallaströnd und das westlich von Kaldalón keine einzige Farm mehr ganzjährig bewohnt wird. Auf Æðey, der vorgelagerten Insel, lebt zwar ein Bauer mit seiner Familie, aber er verlässt jeden Herbst die Insel. Für den Winter kommt der sogenannte Wintermann, um nach dem Rechten zu sehen und die Tiere zu versorgen. Soweit bin ich nun doch noch nicht, dass ich mir wünsche allein auf einer einsamen Insel des rauen stürmischen Winter am Ende der Welt zu verbringen. Vielleicht mal für eine Woche, aber mehr????


Schließlich geht meine Reise wieder los, beim kalten Haff mache ich Stopp. Ich halte vor der Grundmoräne

 

und klettere hinauf um mir einen Überblick zu verschaffen. Da ich mich heute nicht ganz so fit fühle, streiche ich den ursprünglichen Plan bis zur Gletscherzunge zu wandern. Ich konzentriere mich mehr auf die Vegetation, entdecke Minienzian, eine Menge arktischer Orchideen und viele Pflanzen mehr, unter anderem eine Flechtenart die ich noch nicht kenne und von der ich gleich ein Pröbchen mitnehme, um zu Hause dann eine Probefärbung zu machen. Ich hoffe, mein Schatz denkt noch dran, was er auf dem Arbeitsplan für den nächsten Islandaufenthalt stehen hat:

10kg von dem roten süßen Tang, 1 kg von den gelben Flechten und was war es noch?


Schließlich mach ich mich auf den Weg um die Fjorde und komme auch am traumhaus vorbei. Dem hat Wind und Wetter zugesetzt und es verkommt eher zum Geisterhaus.

 

Nach dem gefühlten 113. Fjord erreiche ich Ísa und denke daran, hier auf den Camping zu gehen. Der liegt eigentlich wunderhübsch am Rand eines kleinen Wäldchen mit Wasserfall, aber ist ziemlich voll. Die Ringstraße befindet sich Luftlinie max 500 m entfernt und ich entscheide mich bis Korpudalur weiterzufahren, es ist mir einfach zu viel Trubel hier.


In Korpudalur bin ich die einzige, die ihr Zelt aufschlägt. Der Nordwind bläst recht kalt, obwohl die Sonne scheint und nach einer Ruhepause wandere ich ans Talende

 

und auf der anderen Seite wieder zurück. Es gibt ein unglaublich reiches Vogelleben und ich mache mehrfach Audioaufnahmen mit der neuentdeckten Funktion an meiner Kamera. Es ziehen einige wenige wolken auf und vom Meer her nähert sich eine Wolkenbank, als ich vom Zelt aus nochmal nach draußen schaue.

 

 

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15.07.2010 um 20:05 Uhr

Wunderbarer Tag

Mittwoch, den 14.7., 9. Tag

2. Teil

Ich sitze im Malarkaffi auf Drangsnes und schaue den Finnwalen zu, die ab und zu ihre Fontänen ausstoßen und ihre Rücken zeigen – direkt vor dem Fenster hier in der Bucht!!! Natürlich ist meine Kamera viel zu langsam um davon Aufnahmen zu machen :-((( die Isländer hier erzählen davon, dass große Schwärme von Makrelen aus dem Süden einwandern, die die Wale anziehen. Makrelen sind für isländische Gewässer ungewöhnlich, aber es gibt inzwiscchen so viele davon, dass ein Angler angeblich 600 Stück! in einer Stunde gefangen hat.

Ich kann mich nur schwer losreißen und bin fast versucht auf Drangsnes zu bleiben. Aber dann müsste der Snæfjallaströnd für dieses Jahr schon wieder gestrichen werden.

 

 

Also werfe ich einen letzten Blick auf das Meer und die Fontänen der Wale und verabschiede mich dann an den Rand der bewohnten Welt.

 

Beim Abzweig nach der Steingrímsfjarðarheiði fängt ein fürchterliche Wellblechpiste an, wahrlich kein Vergnügen zu fahren. Dafür wird die Landschaft immer grandioser, einsamer und phantastischer. Es sind über 40 km bis nach Dalbær, und ich genieße mehr und mehr die Landschaft, obwohl die Straße nicht besser wird. Zwei Autos kommen mir entgegen, keins überholt. Im kalten Haff, das Kaldalón, in das der Gletscher Drangajökull eine Gletscherzunge hinabschiebt, die in den Fluss Morilla (diesmal tatsächlich ohne den Akzent auf dem a) entwässert, eine bizarre Kulisse!

 

In Dalbær sind außer mir nur noch zwei Zelte und der Hanomag eines deutschen Paares aus dem Oberallgäu anwesend. Mit den beiden unterhalte ich mich nach dem Zeltaufbau, bei dem sie freundlich ihre Hilfe anbieten, noch eine ganze Weile Nach dem essen wandere ich noch zum naqhegelegenen Fuss, den man vom Zeltplatz aus rauschen hört und zur Kirche Tyrðilsmýri – allein die Namen dort sind schon wunderbar. Mit dem Blick auf den Fjord und die Weite falle ich in mein Zelt.

 

 

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14.07.2010 um 12:10 Uhr

1. Teil des Tages 9

Mittwoch, den 14.7., 9. Tag


Gestern Abend bin ich dann doch noch in Richtung Vaðallfjöll

 

geklettert, wenn natürlich auch nicht die ganzen 7 km bis dahin. Immerhin ging es noch über den Zaun ein Stück den Berg hinan, wobei ich dann auch noch eine Schneehuhnmutter mit ihren Kleinen aufgescheucht habe. Die haben einen ganz guten Trick um ihre noch flugunfähingen Jungen zu beschützen. Sie laufen völlig entkräftet und anscheinend flügellahm immer so grad eben vor dem Angreifer in Reichweite von den Kleinen weg, um sich dann in sicherer Distanz überraschend gesundet in die Luft zu erheben und davonzufliegen. Leider ist die Aufnahme reichlich verwackelt, das arme Ding konnte einfach nicht stillhalten!Fröhlich


Nach dem Spaziergang war ich dann so groggy, dass ich es so eben noch geschafft habe meine Kleider auszuziehen und in den Schlafsack zu schlüpfen.

Das rächt sich aber, denn mitten in der Nacht (es ist so andeutungsweise etwas dunkler) fange ich an zu frieren, die Temperatur fällt hier oben mit dem Nordwind deutlich, wenn die Sonne hinter dem Berg verschwindet. Zum Glück liegt mein Seidenschlafsack noch im Zelt. Es ist erstaunlich, wie viel so ein dünnes Seidenfähnchen doch als Inlett die Temperatur erhöhen kann. Ich kann noch den Reißverschluss zumachen und werde danach wach, weil es unerträglich warm im Zelt wird. Es ist 9 Uhr morgens!!! Das Schlafdefizit vom Vortag hat seinen Tribut gefordert. Ich lasse den Tag langsam angehen!

 

 

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13.07.2010 um 22:33 Uhr

Tag 8 - ohne Hans :-(

Es gibt wirklich absolut keine Notwendigkeit, sich einen I-net-Stick für teuer Geld zu kaufen - in jeder entlegensten Stelle gibt es inzwischen WiFi HotSpots, manche kostenpflichtig wie hier, wo ich 700 ISK für 24 h bezahle, die meisten kostenlos.

Aber erstmal zum Tag. 

Dienstag, den 13.7., 8. Tag


Ich lass mich grad bei einer Tasse Tee ausdampfen. Ich bin viel weiter gekommen als geplant und habe mich jetzt hier in Bjarkarlundur niedergelassen. Es dauert noch, bis ich mich und das Zelten irgendwie organisiert bekomme: der Zeltaufbau geht noch nicht so flüssig, wie ich mir das vorstelle und bis Kochgeschirr, Lebensmittel und der andere Kram seinen endgültigen Platz gefunden hat, wird es wohl noch was dauern. Und ich bin ziemlich platt, 359 km schlauchen dann doch in Island.

Eigentlich stand ja nochmal Stóra-Vatnshorn auf dem Plan, aber weil ich da ja schon mit Hans die Wikingerspiele anschauen war, wollte ich einen anderen Campingplatz haben. Búðardalur war scheußlich, gleich an der Straße, also weiter. Dann hatte ich die Idee nochmal nach Laugar zu fahren, da war der Platz aber gerammelt voll mit Isländern, anscheinend dauert die Familienfete ne ganze Woche. Es sind übrigens unheimlich viele isländische Familien unterwegs mit diesen Kurbelcampern, dagegen trifft man auf diesen Routen hier kaum Ausländer!

Dann wollte ich nach Tjarnarlundur, das habe ich nicht gefunden, Á auf der Klofningsnes hätte mich sehr gereizt, aber es hätte über 60 km Umweg bedeutetund dann bin ich hier in Bjarkarlundur hängengeblieben. Ich würde ja gern noch zu den Vaðallfjöll wandern, aber bin einfach zu platt und so habe ich den HotSpot hier entdeckt. Eigentlich istes viel zu schön um drinnen zu sitzen. Die Sonnen scheint, es weht ein leichter, aber doch kalter Wind von Norden, aber im Windschatten fängt man gleich an zu brutzeln.

Vielleicht geht ich gleich nochmal auf den Berg hinterm Campingplatz, von da aus kann man bis zum M;eer sehen.

Die Bilder gibt es diesmal einfach hinteinander, wer was dazu wissen will, benutze seinen Mauszeiger.





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13.07.2010 um 15:16 Uhr

Noch nen Zwischenbericht

Da ich nicht weiß, ob ich heut abend oder morgen ins Net komme, hier ein kleiner Bericht im Telegrammstil:

Wetter wunderbar - Hans wieder gut zu Hause angekommen - sitze in Borgarnes im Cafe über dem Landnahmemuseum und bin noch unschlüssig wo es hingehen soll. Richtung Norden ist jedenfall schonmal gut.

Hab heute auf dem Weg von Keflavik an der Straße über die Mosfellkeide einen Wasserfall entdeckt, von dem ich nich nie vorher gehört habe, der aber durchaus sehenswert ist.

sobald ich wieder ausführlicher schreibe, stelle ich auch Bilder ein.

12.07.2010 um 15:49 Uhr

Zwischenbericht - für Brigitte

Montag, den 12.7., 7.Tag,

Hlésey ist einfach schön und so friedlich, da muss man ja himmlisch schlafen. Morgens nach dem Aufwachen ist der Himmel bewölkt, aber es ist trocken und es erscheinen schon wieder blaue Löcher, als wir Hlésey nach einem guten Frühstück verlassen.

Im Hauptstadtgebiet gehen wir erstmal unsere Freundin Magga und ihren Mann Mundi besuchen und danach gibt es einen kleinen Mittagsimbiss im Cafe Paris in der Innenstadt.

 

Eigentlich fahre ich ja nicht nach Island um mich in Reykjavík aufzuhalten, aber das hat was: wir sitzen vor dem Cafe Paris bei milden 18° und hören einem Freiluftjazzkonzert auf dem Austurvöllur zu.......

Wunderbar entspannend!

Das Cafe ist nicht nur beim Oktobersturm eine Oase!

 

Dann schauen wir noch schnell bei Marianne in ihrem Laden Klausturvörur vorbei. Sie bereitet sich schon auf Gásir vor und ich denke, dass wir uns dort treffen werden, Rosas und mein Weg führen ja durch den Norden.

Nach ein wenig Shopping führt uns die Straße zum Kleifarvatn und nach Seltún, Krýsuvík. Ich habe das Gefühl, dass die Landschaft dort bei jedem Besuch anders aussieht, so wie der Grænavatn.

Um 6 checken wir im Alex ein, um halb 7 sind wir in der Blauen Lagune. Die hat inzwischen im Schwimmerbereich selbst eine Bar, an der man mit dem Armband bezahlen kann – ich schlürfe den quietschblauen Cocktail.

Im Paddys gibt’s noch einen Absacker und dann versuche ich jetzt noch den heutigen Tag online zu stellen und werde danach gleich ins Bettchen hüpfen. Morgen früh geht es um halb fünf raus, damit mein Mann rechtzeitig seinen Flieger bekommt.

 

 

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12.07.2010 um 00:12 Uhr

sommer

Sonntag, den 11.7., 6. Tag


Wir schlafen ganz ausgezeichnet, nachdem ich gestern nochmal am HotPot von Guðrún war. Heute morgen soll es sein und wir nehmen unser Badezeug mit um dort im historischen Warmwasser zu baden. Ein Pärchen sitzt schon dort trotz der für isländische Verhältnisse frühe Verhältnisse (8.30 Uhr) und leider liegen auch ne Menge Bierdosen und Flaschen rund um das Becken. Nachdem wir die erstmal entfernt haben, genießen wir das warme Wasser und die wunderbare Aussicht i m Sonnenschein.

 

 

 

Das Hotel ist nicht nur deswegen zu empfehlen, es gibt eine Menge Wanderwege und der Service ist gut, das Essen /Frühstück reichlich und köstlich und der Service ausgezeichnet.

 

 

Nachdem wir wieder alles im Auto verstaut hat, geht es an der Austurá entlang zur Ringstraße. Weil das Wetter so toll ist, schlage ich eine kleine Wanderung an der Norðurá bis zum Wasserfall Glanni und zum Paradísarlaut

 

 

vor. Es geht die ganze Zeit am Fluss entlang, wir überklettern den Zaun des Golfklubs und werden, sobald es windstill ist, fast von den kleinen Mücken aufgefressen, die dem See im Norden ihren Namen gaben. Ist schon lästig, wenn die Viecher immer in alle Gesichtsöffnungen krabbeln wollen, aber es kommt immer wieder eine leichte Brise auf. Es ist wunderbar warm, aber nicht heiß und nach zwei Stunden und wunderbaren Ausblicken kommen wir wieder am Auto an. Es gibt ein kleines Mittagessen im Hreðavtnsskali.

Weil das Wetter so schön ist, möchte ich noch Fotos von den Hraunfossar machen und Hans hat die Deildartunguhver noch nicht gesehen. Also führt uns unser Weg an Reykholt vorbei. Es gibt recht viele Besucher an den Wasserfällen, aber ich hatte mehr befürchtet. Das Wasser der Hvítá macht seinem Namen alle Ehre, es sit milchig weiß und mit dem blauen Himmel darüber gibt das einen wunderbaren Kontrast (kommt natürlich auf den Fotos wieder nicht so raus).

 

 

Wir schlendern ein wenig herum, bevor die Ausstellung in Reykholt auf dem Programm steht. Die ist immer noch nicht beeindruckend und wir machen uns mit einem kleinen Zwischentsopp in Borgarnes auf den Weg zum Walfjord. Regenwolken ziehen kurz über uns hinweg, aber jetzt scheint die Sonnen und ich freue mich auf das Lammbein bei Jóhanna.

 

 

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10.07.2010 um 23:19 Uhr

Gen Norden

Samstag, den 10. 7., 5. Tag

Unser Schlaf ist tief und ungestört, die Ruhe auf der Insel ist einzigartig. Als wir uns endlich zum Aufstehen bequemen, scheint die Sonne schon hoch und wir sitzen mit unserem Frühstück auf der Hotelterasse im Sonnenschein. Es ist T-Shirtwetter, als wir erneut zum Vogelfelsen wandern.

Diesmal kann ich viel mehr Vogelfotos machen als am Vortag, vor allem von den vielen Papageitauchern!

 

 

Wir sitzen ziemlich lange in der Sonne an den Klippen, es ist fast windstill und es gibt außer uns niemanden dort. Erst eine halben Stunde, nachdem die Morgenfähre angekommen ist, bekommen wir von den ersten Tagesgästen Gesellschaft. Deshalb gehen wir ins Hotel zurück auf eine Tasse Kaffee und um unser Gepäck zu holen und danach warten wir auf den Wiesen hinter der Anlegestelle auf das Schiff.

In Stýkkishólmur ist es 18° warm und eine Menge Menschen sind in Sommerkleidung auf den Straßen.

 

Leider zieht es um so mehr zu je weiter wir uns Eiríksstaðir nähern. Dort wir heute das 10jährige Bestehen der Hausreplik gefeiert mit der Gruppe Hringhorni und Wikingerzelten in denen verschiedene Dinge verkauft werden. Leider ist das Fest schon um 18 Uhr zu Ende.

 

 

In Laugar gibt es wieder ein paar blaue Löcher am Himmel und der Wind hat aufgehört.

Das Schwimmbad ist herrlich, der HotPot heiß genug und das Essen hervorragend, auch wenn Hans das Lamm nicht ganz so liebt wie ich.

Vielleicht schaffen wir es am späten Abend noch in den WikingerHotPot, mal schauen. Das Sælingsdalur ist übrigens ein wunderbarer Ort und ich würde hier gern ein wenig rumwandern.

09.07.2010 um 23:13 Uhr

Schöne Zeiten

Tag 4, Freitag, den 9.7.


Wir wachen beide nach ungestörtem Schlaf gegen 7 auf, lesen aber noch ein wenig, bevor es dann gegen 9 den ersten Kaffee gibt. Der Wind bläst immer noch, aber der Himmel ist blau. Nachdem uns Kim die letzte Tasse Kaffee gebracht hat,

 

 

geht es über die Vatnaleið nach Norden. Erstes Ziel ist diesmal der Kirkjufellsfoss, auf den ich durch das Islandforum aufmerksam gemacht worden bin. Über eine alte Straße und Brücken kommen wir dorthin. Die Kirkjufellsá fällt über mehrere Stufen sehr malerisch in eine kleine Lagune, bevor sie sich endgültig im Meer verliert.

 

Die Kulisse für dieses Wasserschauspiel ist grandios: nach Süden schließen die Bergzüge der Snæfellsnes den Blick ab, sonst könnte man von dort auf die Häuser von Lýsuhóll sehen, nach Norden erhebt sich steil und drohend der Kirkjufell. Ich kann mir bei seinem Anblick schon denken, warum die Reiseführer davor warnen ihn ohne ortskundige Führung zu besteigen.

Nachdem noch einige vielfarbige Steine den Weg in meine Taschen gefunden haben, geht es nach Stýkkishólmur. Der Himmel ist noch verhangen und klart erst auf, nachdem wir uns in der Narfeyarstófa gestählt haben. Es geht noch einmal auf den Leuchturmberg,

 

bis sich die Fähre am Horizont abzeichnet. Un von der Fähre aus, die zwei HotSpots besitzt, schicke ich auch den Bericht von gestern. Leider habe ich natürlich vergessen, mein Ladegerät ins Tagesgepäck zu packen und mitten während der Fahrt verabschiedet sich mein Netbook. Nun gut, ich hatte sowieso nicht vor es auf Flatey zu benutzen außer zum Hochladen der Fotos.

 

Auf Flatey gehen wir wieder zum Vogelfelsen,

 

der Weg um die Insel ist gesperrt und wird wie beim letzten Mal, erst ab dem 15. Juli geöffnet. Es kommet mir so vor, also ob diesmal wesentlich weniger Vögel auf dem Wasser und in den Felsen sind. Es ist 7, als es im Restaurant ein sehr interessantes Menu für uns gibt und ich gestehe, zum ersten Mal Seevogelbrüstchen gegessen zu haben. Sie sind sehr lecker, aber wie beim Walfleisch werde ich es ohne Not nicht mehr essen.

Der Abend endet früh, ich habe das Gefühl immer noch unter Schlafdefizit zu leiden.

 

 

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